2/6 BlackBerry Q5 im Test : Angriff auf die Mittelklasse

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BlackBerry Q5 im Überblick

Design & Verarbeitung

Man könnte vermuten, dass sich die Vertreter der neuen BlackBerry-Produktreihen „Q“ und „Z“ ähneln. Dies ist allerdings weder bei Z10 und Z30 noch bei Q5 und Q10 der Fall: Die direkte Abkunft lässt sich eher anhand der Spezifikationen als mit Blick auf das Design erahnen.

Das Datenblatt spricht zunächst tatsächlich eine andere Sprache: Die Maße des Q5 sind mit 120 × 66 × 10,8 Millimetern nahezu identisch mit denen des Q10, und auch beim Gewicht geben sich die beiden mit 120 zu 139 Gramm herzlich wenig. Die Displays sind bei 3,1 Zoll gleich groß, und auch die Anordnung der physischen Tastatur macht deutlich, dass man es hier mit Geschwistern zu tun hat.

BlackBerry Q5
BlackBerry Q5

Und trotzdem: Das Q5 sieht anders aus. Verfolgten die Produktdesigner mit dem Q10 noch die alte BlackBerry-Linie – das Gerät erinnert an eine Neuauflage der legendären Bold-9xxx-Reihe –, erinnert das Q5 auf der Front mit seinen klaren Formen, den minimal abgerundeten und den großzügigen Freiräumen zwischen den Tasten vielmehr an ein Palm- oder Nokia-Pendant.

Auf der Rückseite gibt es dagegen keine großen Überraschungen zu verbuchen. Die Kunststoffschale wirkt robust und passt haptisch ins mittlere Preissegment; in der Mitte ist das obligatorische BlackBerry-Logo und oben links die Kamerafassung samt LED-Blitz platziert – BlackBerry as usual, sozusagen.

BlackBerry Q5
BlackBerry Q5

Die Verarbeitung ist nahezu tadellos: Unschöne, Staub fangende Spaltmaße und knarzende Stellen sucht man vergebens. Trotzdem können zwei Kritikpunkte formuliert werden. Erstens scheint uns das Q5 besonders anfällig für Fingerabdrücke und Staub zu sein: Ständig fühlten wir uns versucht, sowohl das Display als auch die Schale zu putzen. Zweitens ist die an der linken Seite platzierte Blende für den microSD- und den SIM-Karten-Slot nicht sonderlich vertrauenserweckend: Zwar klickt sie schön satt ein, doch wird sie nur durch zwei dünne flexible Plastikscharniere gehalten – gut möglich, dass die häufige Entnahme der microSD-Karte irgendwann Folgen haben wird.

Diese Konzeption hat ihren Ursprung in einem Aspekt, der manchem Poweruser sauer aufstoßen wird: BlackBerry setzt, anders als beim Q10, auf einen fest verbauten Akku. Aus diesem Grund kann die Schale nicht abgenommen werden, weswegen die Schnittstellen seitlich angeordnet wurden.

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