Intel Core i3-7350K im Test: Übertaktet auf 5,1 GHz im Duell mit echten Vier-Kern-CPUs 2/8

Volker Rißka 195 Kommentare

Benchmarks

Wie ComputerBase Prozessoren testet und welche Software dafür zum Einsatz kommt, kann in einem separaten Artikel nachgelesen werden.

Auf einen expliziten Test der integrierten Grafikeinheit wird nachfolgend verzichtet, da es dort keine Änderungen zu den bisherigen Ergebnissen gibt. Je nach Spiel und Anforderung ist selbst die integrierte Intel-Grafik für Full HD mit hohen Details nutzbar. Spätestens aber bei der Verringerung der Details und dem Verzicht auf qualitätssteigernde Mittel kann Anfang 2017 auch mit der Intel-Grafiklösung abseits der AAA-Titel problemlos gespielt werden.

Gesamtergebnis

Hinweis: Alle Seiten enthalten durchklickbare Diagramme für die Einzeltests. Zudem gibt es eine Aktualisierung und Überarbeitung der Ratings: Über den Bearbeiten-Schalter kann das Rating den eigenen Favoriten nach selbst gewichtet werden.

Der neue Core i3-7350K macht einen großen Leistungssprung, wenn er seinen Takt ausspielen kann. Dann legt er über 15 Prozent gegenüber einem Core i3-6100 zu, dieser markierte seinerzeit jedoch den Einstieg in die i3-Familie für lediglich 100 Euro, der Neuling kostet 185 Euro. Eine Alternative zu niedriger taktenden Vier-Kern-CPUs ist das Dual-Core-Modell mit seinen vier Threads dank Hyper-Threading in der Standard-Konfiguration im Schnitt aber nach wie vor nicht, der Core i5-6500 aus der Vorgängergeneration, der seinen Platz nun bei ganz ähnlichem Takt an den Core i5-7400 abgetreten hat, leistet mit vier echten Kernen ohne Hyper-Threading für nicht einmal 200 Euro im Gesamtpaket immer noch mehr.

Mit Übertaktung noch vor Vier-Kern-CPUs

Übertaktet sieht es besser aus für den Neuling, dann rückt er zu den Vier-Kern-Prozessoren auf bzw. kann die kleineren Varianten im Durchschnitt überholen. Mit 5,1 GHz steigt jedoch auch der Stromverbrauch gehörig und die Temperatur muss im Auge behalten werden. In Single-Core-Anwendungen ist der Core i3 mit über fünf Gigahertz natürlich sehr schnell, doch die Anzahl der auf viele Kerne ausgelegten Anwendungen steigt stetig, langfristig ist der Core i3 deshalb im Nachteil. Der im Schnitt überholte Core i5-6600K, der im Handel 50 Euro mehr kostet, lässt sich zudem auch noch übertakten.

Zwischen Pentium und Core i5 gefangen

Weiter unten in der Preisliste muss der Core i3 die neuen Pentium gehörig fürchten. Für lediglich 60 Euro ist der Pentium G4560 der Core-i3-Killer schlechthin, denn er leistet selbst gegenüber dem fast dreifach so teuren Modell im Durchschnitt nur 17 Prozent weniger – alle anderen Core i3 liegen noch dichter am Pentium. In der Generation Kaby Lake im Desktop heißt es deshalb: Sparen und zum Pentium greifen oder gleich vier echte Kerne für mehr Zukunftssicherheit kaufen.

Anwendungen (Windows)

In Anwendungen spielen je nach Einsatzgebiet mal ein hoher Takt und auf der anderen Seite auch viel Threads eine Rolle. In der normalen Konfiguration mit bereits 4,2 GHz kommt diese gut zum Zuge, der Core i3 egalisiert beim Quad-Core-Modell aus der Vorgängergeneration rund 1 GHz an Taktfrequenz.

Dementsprechend legt der um 900 MHz übertaktete Core i3-7350K noch einmal einen drauf, schiebt sich in Single-Core-Anwendungen erwartungsgemäß an die Spitze und steht im Gesamtpaket gut dar. Hier ist in jedem Fall der Blick in die detailierten Einzelergebnis zu werfen, oder das Diagramm gemäß der eigenen Vorlieben selbst zu gewichten.

Anwendungen (Linux)

Unter Linux rutschen die Modelle etwas zusammen, da die Multi-Core-Anwendungen im Test nicht so zahlreich sind. Für einen Prozessor mir zwei Kernen ist die Leistung des Core i3-7350K sehr gut, übertaktet noch besser. Doch auch hier ist es ein Kampf gehen die Vierkerner aus eigenem Hause, die kaum mehr kosten.

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