F1 2017: 4 GB Grafikspeicher erlauben Raserei mit hohen Details 2/3

Wolfgang Andermahr 178 Kommentare

Testreihen, Testsystem und Grafik-Einstellungen

Die Grafikkarten-Benchmarks wurden auf einem auf 4,3 GHz übertakteten Intel Core i7-6850K (6 Kerne) durchgeführt, der mit insgesamt 16 Gigabyte Arbeitsspeicher mit einer Geschwindigkeit von DDR4-3000 im Quad-Channel-Modus bestückt ist. Als Treiber waren der Crimson ReLive 17.8.2 beziehungsweise der GeForce 385.41 installiert. Der Nvidia-Treiber ist offiziell für ARK optimiert. AMD spricht dagegen in den Release Notes dagegen nicht von dem Spiel.

Für die Prozessor-Benchmarks wurde auf möglichst gleichwertige Systeme geachtet, was den Speicherausbau und die Speichergeschwindigkeit betrifft. Der Speicher wird mit den für die CPU zugehörigen Spezifikationen betrieben, die Timings fallen mit 16-15-15-35-1T immer gleich aus. Die LGA-1151-CPUs werden auf dem Asus Z270 Deluxe betrieben, die LGA-2066-CPUs mit dem Asus X299-Strix, Ryzen mit dem Asus Crosshair VI Hero und Ryzen Threadripper mit dem Asus Zenith Extreme X399. Es ist jeweils das neuste BIOS aufgespielt.

Die Testszene zeigt einen Rennstart und die ersten Sekunden danach auf der Rennstrecke von Aserbaidschan in Baku. Der Start spielt sich im Mittelfeld bei trockenem Wetter ab. Es wird die integrierte Benchmark-Funktion genutzt. Diese erzeugt zwar keine hundertprozentig vergleichbare Szenen, jedoch variieren die Messergebnisse kaum zwischen mehreren Testläufen.

Unabhängig von der genutzten Auflösung werden das maximale Grafik-Preset, die Umgebungsverdeckung ASSAO sowie die Option SSRT für die Schattendarstellung aktiviert. Die Ultra+-Schatten bleiben dagegen abgeschaltet. Als Kantenglättung wird TAA genutzt.

Auflösung Grafik-Details
1.920 × 1.080 Ultrahoch-Preset, ASSAO, SSRT-Schatten
2.560 × 1.440 Ultrahoch-Preset, ASSAO, SSRT-Schatten
3.840 × 2.160 Ultrahoch-Preset, ASSAO, SSRT-Schatten

Grafikkarten-Benchmarks von Full HD bis Ultra HD

In F1 2017 schneiden Grafikkarten von Nvidia im Vergleich zur Konkurrenz aktuell leicht besser als in anderen Spielen ab. Die GeForce GTX 1080 Founders Edition ist in 1.920 × 1.080 13 Prozent schneller als die Radeon RX Vega 64. In 2.560 × 1.440 sind es noch acht und in 3.840 × 2.160 noch neun Prozent. Die GeForce GTX 1080 Ti ist in F1 2017 damit mit Abstand die schnellste Grafikkarte. Bei den Frametimes sieht es dagegen besser aus für AMD. Dort liegt die Grafikkarten in höheren Auflösungen gleich auf mit der Konkurrenz aus dem Hause Nvidia.

Denselben Trend sieht man eine Preisklasse darunter: Während die Radeon RX Vega 56 die GeForce GTX 1070 normalerweise im Griff hat, schneiden die zwei Probanden in dem neuesten Codemasters-Titel exakt gleich gut ab. Und auch in der Mittelklasse passiert dasselbe: Die GeForce GTX 1060 liefert leicht mehr FPS als die Radeon RX 580. In modernen Spielen sieht es normalerweise anders herum aus.

Ein Blick auf ältere Modelle verrät, dass die GeForce GTX 970 noch gut mit F1 2017 zurecht kommt und nicht allzu sehr hinter der GeForce GTX 1060 zurück liegt. Normalerweise ist die Differenz größer. Anders dagegen die Radeon R9 390, die so ihre Probleme in dem Rennspiel hat. Sie ist in Full HD zwölf Prozent und in 2.560 × 1.440 sieben Prozent langsamer als die GeForce GTX 970 und muss sich auch klar der Radeon RX 580 geschlagen geben. Offenbar macht die neuste Iteration der EGO Engine 2.0 etwas, was der älteren Hawaii-Architektur nicht schmeckt. Ab der Tonga/Fiji-Ausbaustufe scheint es dagegen keinerlei Probleme zu geben: Die Radeon R9 Fury X kommt in F1 2017 gut zurecht und ist näher an der Radeon RX Vega 64 dran als im Durchschnitt über andere aktuelle Titel.

AMDs Grafikkarten laufen in niedrigen Auflösungen schnell ins CPU-Limit

Vor allem die Frametime-Messungen zeigen, dass es in niedrigen Auflösungen für AMD-Grafikkarten ein CPU-Limit gibt, das für Grafikkarten von Nvidia nicht existiert. Dies lässt sich wunderbar in Full HD erkennen: Die Radeon RX Vega 64 ist nur ein Prozent schneller als die Radeon RX Vega 56 und nur acht Prozent schneller als die Radeon R9 Fury X. In 2.560 × 1.440 beträgt der Abstand dann plötzlich sechs beziehungsweise 39 Prozent. Auf der anderen Seite ist die GeForce GTX 1080 Ti in 1.920 × 1.080 jedoch 32 Prozent flotter als das AMD-Flaggschiff, in 2.560 × 1.440 dagegen nur noch 13 Prozent. Bei Nvidia lässt sich also kein CPU-Limit erkennen.

So viele FPS braucht man

Wie für ein Rennspiel üblich, benötigt auch F1 2017 hohe Frameraten, um ein gutes Spielgefühl zu ermöglichen. Es ist ratsam, im Schnitt 60 Bilder in der Sekunde anzuvisieren. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass die Framerate zu keiner Zeit unter 40 FPS oder 45 FPS fällt, ansonsten wird die Steuerung träge. 60 Frames per Second sind jedoch noch nicht das Ende der Fahnenstange. F1 2017 profitiert von höheren Frameraten, auch bei Monitoren, die keine höhere Bildwiederholfrequenz als 60 Hz aufweisen. Denn dann wird die Steuerung spürbar direkter.

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