Wochenrückblick: Kleine Kiste, große Märkte auf Hoch- und Tiefflug

Nicolas La Rocco 1 Kommentar
Wochenrückblick: Kleine Kiste, große Märkte auf Hoch- und Tiefflug

In der sechsten Kalenderwoche 2018 auf ComputerBase katapultiert sich Phanteks mit dem interessanten ITX-Gehäuse Enthoo Evolv Shift auf den ersten Platz der meistgelesenen Tests. Bei den Tagesmeldungen sorgte das durch den Black Friday verhagelte Geschäft von Media Markt und Saturn für viel Diskussionsstoff.

Phanteks punktet im Test des Enthoo Evolv Shift mit einer hochwertigen Verarbeitung, einem guten Kabelmanagement, einer guten Festplattenentkopplung, einer hohe Modularität sämtlicher Teile sowie stellenweise innovativen Umsetzungen. Phanteks hat sich beim Design für eine Aufteilung in zwei Kammern für Mainboard und Netzteil entschieden und versteckt die Grafikkarte kurzerhand per Riserkarte auf die Rückseite des Mainboardtrays.

ITX-Gehäuse gefällt trotz Einschränkungen

Was zunächst nach einer wohlüberlegten Entscheidung von Phanteks aussieht, entpuppt sich im Test jedoch als wenig schlüssiges Konzept. Vor allem der Optik schadet das unkonventionelle Verstauen des Grafikbeschleunigers. Von vorne ist die Grafikkarte so gut wie gar nicht zu sehen, von der anderen Seite aus betrachtet ist lediglich die Rückseite erkennbar. Im Test sammelt das ITX-Gehäuse darüber hinaus Negativpunkte wie den nur einen beigelegten Lüfter, die Position der USB-3.0-Anschlüsse und eingeschränkte Optionen für Wasserkühlungen.

Summa summarum hinterlässt das Phanteks Enthoo Evolv Shift im Test trotzdem einen positiven und nachhaltigen Eindruck, schlicht weil es deutlich aus der Masse hervorsticht.

Einen nachhaltigen Eindruck haben auch die aktuellen Quartalszahlen des Media-Markt- und Saturn-Mutterkonzerns Ceconomy hinterlassen – allerdings keinen positiven. Die Rabattschlacht zum Black Friday hat im letzten Jahr dafür gesorgt, dass Kunden zu Weihnachten deutlich weniger in den Märkten des Konzerns ausgegeben haben, was prompt zu einem Gewinnrückgang von elf Prozent geführt hat. Der Black Friday war zwar der umsatzstärkste Tag des Jahres für Ceconomy, auf die große Einkaufswelle folgte zur früher einmal umsatzstärksten Zeit um Weihnachten aber nur noch Ebbe.

Der Black Friday bleibt Media Markt und Saturn erhalten

Zum groß angelegten Stellenabbau, wie ihn die Bekanntgabe der Quartalszahlen zunächst suggerierte, soll es aber nicht kommen. Die Mitarbeiter von Media Markt und Saturn sollen nicht um ihre Arbeitsplätze fürchten müssten. Stattdessen will der Mutterkonzern die natürliche Fluktuation nutzen und vor der Schaffung neuer Stellen intensiv über die Notwendigkeit nachdenken. In Zukunft will das Unternehmen zudem stärker auf Zusatzangebote wie die Lieferung, Aufstellung und Montage von Geräten zum Black Friday setzen. Der Einkaufstag mit deutlichen Rabatten soll nicht abgeschafft werden.

Mit diesem Lesestoff im Gepäck wünscht die Redaktion einen erholsamen Sonntag!