Smartphone-Markt: Der Trend zum teureren Smartphone hält an

Michael Schäfer 103 Kommentare
Smartphone-Markt: Der Trend zum teureren Smartphone hält an
Bild: nastya_gepp | CC0 1.0

Die weltweite Nachfrage für Smartphones ist im ersten Quartal 2018 um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken, gleichzeitig stieg der Umsatz um 18 Prozent an. In Westeuropa standen zwei Prozent Absatzrückgang sogar 23 Prozent Umsatzanstieg gegenüber. Der Trend zum teureren Smartphone hält also an.

Höhere Bereitschaft für höhere Preise

Einer Erhebung der deutschen Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge konnten weltweit in den ersten drei Monaten dieses Jahres rund 347 Millionen Smartphones abgesetzt werden, das sind zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Der Rückgang lässt sich vor allem auf die Märkte China und Nordamerika zurückführen, in denen der Absatz sogar um sechs respektive fünf Prozent zurückging. Trotzdem stieg der Umsatz in China um 14 Prozent, zu den USA äußert sich die GfK hingegen nicht öffentlich.

Dass der Absatz stagniert oder sogar fällt, ist laut Arndt Polifke von der GfK mit der Sättigung vieler Märkte zu erklären. Käufer sind in vielen Regionen keine Neukunden mehr, sondern erwerben nur ein Ersatzgerät. Dass die Industrie dieser Entwicklung entspannt gegenüber stehen kann, ist auf die steigenden Durchschnittspreise der gekauften Endgeräte zurückzuführen. So stiegen die Durchschnittspreise der verkauften Geräte gegenüber den ersten drei Monaten 2017 um 21 Prozent auf 374 US-Dollar.

Die GfK zieht Preise aus dem Handel heran

Die Erhebung der GfK basiert auf endgültige Daten und damit Preisen aus dem Handel für Januar und Februar sowie auf März-Schätzungen, die auf wöchentlichen Daten bis zum 31. März 2018 basieren. Die GfK-Prognose basiert also auf tatsächlich getätigten Einkäufen der Endverbraucher und nicht auf den über die Hersteller ausgelieferten Einheiten und deren Preis. Das erklärt in Teilen auch den deutlich höheren Durchschnittspreis als die von Strategy Analytics im Februar genannten knapp 300 US-Dollar. Die frühere Studie zog allerdings den Umsatz der Hersteller heran. Den Trend zu steigenden Preisen zeigen beide Studien.

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