Call of Duty: Black Ops 4 im Test: GPU-Benchmarks im Battle-Royale-Modus Blackout 2/3

Wolfgang Andermahr et al. 208 Kommentare

Testreihen, Testsystem und Grafik-Einstellungen

Die nachfolgenden Grafikkarten-Benchmarks sind mit einem auf 4,7 GHz übertakteten Core i7-8700K erstellt worden, der auf insgesamt 32 Gigabyte Arbeitsspeicher mit einer Geschwindigkeit von DDR4-3200 (16-16-16-38, Dual-Rank) zugreifen kann. Windows 10 April Update inklusive aller derzeit verfügbaren Updates ist installiert. Als Treiber werden der Adrenalin 18.10.1 beziehungsweise der GeForce 416.34 genutzt. Beide Treiber sind offiziell für Call of Duty: Black Ops 4 optimiert.

Ein Gaming-Notebook als Referenz

Erstmals weist ComputerBase in diesem Artikel auch die Leistung eines Gaming-Notebooks mit aus. Als Basis dient das Razer Blade 15 (Test) mit 15,6 Zoll großem 144-Hz-Full-HD-Display. Mit dem Intel Core i7-8750H und der GeForce GTX 1070 Max-Q setzt es auf eine Ausstattung, wie sie in vielen aktuellen High-End-Gaming-Notebooks anzutreffen ist. Das Notebook wurde im Gaming-Modus betrieben. Feedback zu dieser Neuerung ist in den Kommentaren gerne gesehen.

Premiere: Erstmals ein Gaming-Notebook als Referenz
Premiere: Erstmals ein Gaming-Notebook als Referenz

Eine Szene im Multiplayer mit Battle Royale

Reproduzierbare Performance-Messungen in Black Ops 4 sind nicht so einfach, weil es sich um ein Multiplayer-Spiel handelt, das auch im Mehrspielermodus getestet werden sollte. ComputerBase hat sich für Benchmarks im neuen Blackout-Modus (Battle Royale) entschieden. Die Karte stellt mit die höchsten Anforderungen in dem Spiel, zudem ist die Testszene gut reproduzierbar – dafür ist der zeitliche Aufwand pro Benchmark sehr hoch. Ein Nachteil ist, dass der Blackout-Modus derzeit bei 120 FPS limitiert wird. Das muss bei den Tests bedacht werden. Die Sequenz selbst zeigt einen Sprint durch ein Gebiet mit dichter Vegetation und gehört damit zu den anspruchsvollen Stellen der Blackout-Karte.

Call of Duty: Black Ops 4 stellt keine allzu hohen Anforderungen an die Grafikkarte. Da es zudem keine Grafik-Presets gibt, wird auch in der Ultra-HD-Auflösung noch die höchste Detailstufe genutzt.

Auflösung Grafik-Details
1.920 × 1.080 Maximale Details, Filmisches SMAA T2x
2.560 × 1.440 Maximale Details, Filmisches SMAA T2x
3.840 × 2.160 Maximale Details, Filmisches SMAA T2x

Grafikkarten-Benchmarks von Full HD bis Ultra HD

In Call of Duty schneiden AMD-Grafikkarten in der Regel immer besser als gewohnt im Vergleich zu den Konkurrenzprodukten von Nvidia ab. Und Call of Duty: Black Ops 4 macht da keine Ausnahme. So liefert die Radeon RX 580 in 1.920 × 1.080 elf Prozent mehr Bilder in der Sekunde und zehn Prozent bessere Frametimes als die GeForce GTX 1060. In 2.560 × 1.440 ist die Radeon RX Vega 56 um 20 beziehungsweise 14 Prozent der GeForce GTX 1070 voraus. Und die Radeon RX Vega 64 ist in 3.840 × 2.160 18 beziehungsweise 13 Prozent schneller als die GeForce GTX 1080. Auch bei älteren Grafikkarten ist das so. Die Radeon R9 390 ist 16 Prozent schneller als die GeForce GTX 970. An die Spitze setzen sich, wenig verwunderlich, wiederum GeForce RTX 2080 Ti, GeForce RTX 2080 und GeForce GTX 1080 Ti.

Die Benchmarks zeigen durchgängig, dass sich die Radeon-Grafikkarten bezüglich der Framerate besser von den GeForce-Gegenstücken absetzen können als bei den Frametimes. Hier hat die Radeon RX Vega 64 in 1.920 × 1.080 gegenüber der GeForce GTX 1080 leicht das Nachsehen, obwohl sie mehr FPS liefert. In 2.560 × 1.440 gibt es bei den Frametimes dann einen Gleichstand und erst in 3.840 × 2.160 kann sich die AMD-Grafikkarte absetzen. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Radeon RX Vega 64 und die Radeon RX Vega 56 in Full HD fast dieselben Frametimes bieten, liegt die Vermutung nahe, dass schnelle AMD-Grafikkarten in ein leichtes CPU-Limit laufen, das Einfluss auf die Frametimes hat.

Generell sind die Frameraten in Black Ops 4 hoch

Generell sind die Frameraten in Call of Duty: Black Ops 4 hoch. In Full HD erreichen im Battle-Royale-Modus auch Mittelklasse-Grafikkarten wie die Radeon RX 580 und die GeForce GTX 1060 noch mehr als 60 FPS. In 2.560 × 1.440 gilt das ab den Performance-Modellen GeForce GTX 1070 sowie Radeon RX Vega 56. Erst in 3.840 × 2.160 muss es bei maximalen Details dafür eine GeForce RTX 2080 oder Radeon RTX 2080 Ti sein. Aber auch die Radeon RX Vega 64 liegt mit 50 FPS nicht allzu weit davon entfernt.

Die Frametimes auf einer AMD- und Nvidia-Grafikkarte

Nvidia-Grafikkarten liefern in Call of Duty 4: Black Ops messbar bessere Frametimes als die AMD-Beschleuniger. Diese sind zwar auch nicht perfekt, aber deutlich gleichmäßiger. Auf einer Radeon gibt es hingegen viele Ausreißer, allerdings sind diese nicht sonderlich hoch. Das hat den Vorteil, dass bei einer ausreichend hohen Framerate die unregelmäßige Frameausgabe nicht spürbar ist. Im kritischen Frame-Bereich (< 40 FPS) lässt es sich mit einer GeForce-Grafikkarte aber etwas besser spielen.

Mit 8 GB auf der sicheren Seite für – meist – durchschnittliche Texturen

Call of Duty: Black Ops 4 hat immer noch einen ordentlichen Grafikspeicherverbrauch. Allerdings ist er nicht mehr ganz so hoch wie im Vorgänger COD: WWII. Eine Grafikkarte mit acht Gigabyte reicht auch für die maximale Detailstufe in 3.840 × 2.160. Hat die Grafikkarte 6 GB, ist das für zum Beispiel Full HD immer noch ausreichend. Ab 4.096 MB sollten die Texturdetails reduziert werden.

Die Texturqualität in Call of Duty: Black Ops 4 ist trotzdem nur schwankend. Meistens sehen die Oberflächen ordentlich, wenn auch nicht sonderlich detailliert aus. An einige Oberflächen kann man auch sehr nahe herangehen, andere sehen dagegen dann aber schlicht katastrophal aus. Vor allem, wenn der Spieler sich auf den Boden legt, sieht man oft den ein oder anderen Totalausfall einer Textur. Das sollte in einem AAA-Spiel des Jahres 2018 nicht so sein.

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