Quartalszahlen: Sony verkauft nur noch 1,6 Millionen Smartphones

Nicolas La Rocco 81 Kommentare
Quartalszahlen: Sony verkauft nur noch 1,6 Millionen Smartphones
Bild: Sony

Sony hat in Tokio die Geschäftszahlen für das zweite Finanzquartal 2018 vorgelegt. Aus diesen geht hervor, dass das Unternehmen erneut deutlich weniger Smartphones abgesetzt hat. Weniger als die Hälfte der Geräte des Vorjahres konnte Sony verkaufen, die Prognose für das gesamte Jahr wurde entsprechend nach unten korrigiert.

Im zweiten Geschäftsquartal 2018 hat Sony nur noch 1,6 Millionen Smartphones abgesetzt, das sind weniger als die Hälfte der noch noch im zweiten Quartal 2017 verkauften 3,4 Millionen Einheiten. Für das gesamte Fiskaljahr 2018 rechnet Sony mit 7 Millionen verkauften Smartphones, nachdem der Konzern laut Prognose aus dem letzten Quartalsbericht von Juli noch von 9 Millionen Geräten ausgegangen war. Angesichts von 13,5 Millionen verkauften Smartphones im letzten Fiskaljahr nähert sich Sony somit auch in der Jahresstatistik für 2018 einer Halbierung der Einheiten.

Das Unternehmen begründet den Rückgang der Verkaufszahlen durch eine primär in den Märkten Europa, Lateinamerika und Mittlerer Osten zurückgegangene Nachfrage nach Smartphones. In der Prognose für den weiteren Verlauf des Fiskaljahres geht Sony von einem weiteren Rückgang auf dem europäischen Markt sowie Einbußen auf dem Heimatmarkt Japan aus.

Sony verkauft auch weniger Fernseher

Rückläufig ist auch das Geschäft mit Fernsehern verlaufen, von denen das Unternehmen nur noch 2,8 statt 3,2 Millionen Stück verkaufen konnte. Der Umsatz ist im Vergleich zum zweiten Quartal 2017 von 300,9 auf 274,9 Milliarden Yen (2,14 Mrd. Euro) gesunken. Das Unternehmen habe es versäumt, die TV-Sparte breiter aufzustellen, heißt es im Quartalsbericht. Die Prognose für das gesamte Jahr geht weiterhin von 11,5 Millionen verkauften Fernsehern und einem Umsatz von 1,15 Billionen Yen (8,95 Mrd. Euro) aus.

PlayStation 4, Spiele und CMOS-Sensoren legen zu

Besser lief es bei Sony in der Sparte „Game & Network Services“, die mit 3,9 Millionen verkauften PlayStation 4 zwar 300.000 Einheiten weniger als vor einem Jahr zählt, jedoch durch drastisch gewachsene Verkaufszahlen von Spielen den Umsatz von 433,2 auf 550,1 Milliarden Yen (4,28 Mrd. Euro) steigern konnte. Für das gesamte Fiskaljahr geht Sony nun von 17,5 statt 17 Millionen verkaufen PlayStation 4 sowie einem Umsatz von 2,35 statt 2,18 Billionen Yen (16,98 Mrd. Euro) aus. Den höheren prognostizierten Umsatz begründet Sony mit mehr verkauften Spielen, Vorteilen bei Wechselkursen ausländischer Einnahmen, mehr abgesetzten PlayStation 4 und mehr PS-Plus-Abos.

Zuwächse verzeichnet Sony außerdem beim Musik-Streaming, Kamera- und Video-Equipment sowie dem Semiconductor-Geschäft, das vor allem durch den hohen Absatz von CMOS-Sensoren seinen Umsatz von 228,4 auf 254,4 Milliarden Yen (1,98 Mrd. Euro) steigern konnte. Vom zweiten Quartal 2017 zum zweiten Quartal 2018 konnte der Absatz von 176,8 auf 205,8 Millionen Sensoren erhöht werden. Gut lief das aktuelle Quartal zudem für die japanische Versicherungsgesellschaft Sony Life.

Die für Kinofilme, TV-Produktionen und digitale Verkäufe selbiger verantwortliche Pictures-Sparte stagniert mit einem Umsatz von 240,9 Milliarden Yen (1,88 Mrd. Euro) ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres, für das gesamte Fiskaljahr 2018 rechnet Sony mit einem leichten Plus auf einen Umsatz von 1 Billion Yen (7,79 Mrd. Euro).

Umsatz und Gewinn gesteigert

Der gesamte Umsatz für des zweite Finanzquartals 2018 beläuft sich auf 1,81 Billionen Yen (14,09 Mrd. Euro), was einem Plus von 2,54 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Nettogewinn stieg von 142,81 auf 187,13 Milliarden Yen (1,46 Mrd. Euro).