MSI GeForce GTX 1060 Armor im Test: Ob GDDR5 oder GDDR5X spielt quasi keine Rolle 3/4

Wolfgang Andermahr 49 Kommentare

Lautstärke & Kühlung

Mit nur 32 Dezibel beim Spielen bleibt die MSI GeForce GTX 1060 Armor GDDR5X sehr leise und fällt selbst in ruhigen Sequenzen kaum auf. Die Lüfter agieren nur mit 1.290 Umdrehungen in der Minute, sodass sich die Grafikkarte auch für einen Silent-PC gut eignet. Hinzu kommt, dass es kaum elektrische Störgeräusche gibt. Einen Haken gibt es dann aber doch: Damit die Lüfter andrehen, müssen diese offenbar mit einer hohen Spannung versorgt werden. Das hat zur Folge, dass die Lüfter immer mit einer hohen und lauten Drehzahl starten und diese dann innerhalb weniger Sekunden auf einen deutlich geringeren Wert reduzieren.

Bei niedrigen Temperaturen werden die zwei Axiallüfter abgeschaltet. Entsprechend arbeitet die Grafikkarte unter Windows lautlos.

Trotz der niedrigen Lautstärke bleibt die MSI GeForce GTX 1070 Armor GDDR5X sehr kühl: Wärmer als 60 Grad Celsius wird die GPU beim Spielen nicht. Das liegt schlicht daran, dass das komplette Design inklusive Kühler eigentlich für eine GeForce GTX 1070 oder gar GeForce GTX 1080 angedacht ist – die eine deutlich höhere Leistungsaufnahme und damit auch Temperaturentwicklung haben.

Messung der Leistungsaufnahme

Auf dem Windows-Desktop benötigt die MSI GeForce GTX 1060 Armor GDDR5X 11 Watt und damit mehr als doppelt so viel wie eine GeForce GTX 1060 in der Founders Edition und auch deutlich mehr als eine GeForce GTX 1070 und GeForce GTX 1080 im Nvidia-Design. Warum der Verbrauch so viel höher ist, ist unklar – schlussendlich hat dies aber keine spürbaren Nachteile. Auf YouTube zieht die Grafikkarte mit 22 Watt dann 1 Watt weniger als eine normale GeForce GTX 1060.

MSI lässt die GeForce GTX 1060 Armor GDDR5X etwas mehr Energie ziehen, als die Referenzwerte vorsehen, sodass die Leistungsaufnahme in Spielen im Durchschnitt mit 119 Watt etwas höher liegt als eine nicht übertaktete GeForce GTX 1060, die auf 112 Watt kommt. Laut im BIOS hinterlegtem Wert dürfen beide Grafikkarten gleich viel beanspruchen – ganz genau darf man die Angabe also nicht nehmen. Damit ist die Leistungsaufnahme immer noch sehr niedrig und die Grafikkarte arbeitet effizient.

Performance pro Watt

Die MSI GeForce GTX 1060 Armor GDDR5X ist zwar eine energieeffiziente Grafikkarte, arbeitet aber dennoch etwas weniger effizient als die meisten größeren Pascal-Modelle und auch die Nachfolgegeneration Turing. Den Konkurrenzmodellen aus dem Hause AMD wie die Radeon RX 580 und die Radeon RX 590 ist die GeForce GTX 1060 GDDR5X bezüglich Performance pro Watt klar voraus.

8 Einträge
Performance pro Watt – 1.920 × 1.080
Angaben in Prozent
    • Asus GeForce RTX 2070 Turbo
      100,0 %
    • Nvidia GeForce RTX 2060 FE
      90,7 %
    • Nvidia GeForce GTX 1070 FE
      89,6 %
    • Nvidia GeForce RTX 2080 FE
      89,4 %
    • Nvidia GeForce GTX 1080 FE
      87,9 %
    • Nvidia GeForce RTX 2080 Ti FE
      85,4 %
    • Asus GeForce RTX 2060 Strix
      84,4 %
    • Nvidia GeForce GTX 1060 FE
      82,9 %
    • MSI GeForce GTX 1060 GDDR5X
      79,9 %
    • Nvidia GeForce GTX 1080 Ti FE
      77,0 %
    • AMD Radeon RX Vega 56
      65,3 %
    • AMD Radeon RX 480
      55,2 %
    • AMD Radeon RX Vega 64
      50,7 %
    • AMD Radeon RX 590
      49,3 %
    • AMD Radeon RX 580
      47,8 %
    • Sapphire RX 590 Nitro+
      45,0 %
    • Sapphire RX 580 Nitro+
      44,2 %

MSI GTX 1060 GDDR5X übertaktet

Da der GDDR5X-Speicher eigentlich für höhere Frequenzen gedacht ist, lässt sich der Speicher auf der MSI GeForce GTX 1060 Armor GDDR5X problemlos um die maximal einstellbaren plus 1.000 MHz auf 5.000 MHz übertakten. Die GPU lässt zusätzliche 152 MHz zu, sodass die Grafikkarte in Spielen dann mit etwa 2.050 MHz arbeitet. Doch auch damit steigt die Geschwindigkeit in Spielen „nur“ um bis zu zehn Prozent an. Einen signifikanten Leistungszuwachs können Spieler von der GDDR5X-Version also auch beim Übertakten nicht erwarten.

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