Intel-Prozessoren: Comet Lake und Elkhart Lake erst 2020 im Rampenlicht

Volker Rißka 131 Kommentare
Intel-Prozessoren: Comet Lake und Elkhart Lake erst 2020 im Rampenlicht
Bild: Intel/Montage ComputerBase

Intels zukünftige Architektur für die Core-Serie, Comet Lake, sowie die für die Atom-Produktpalette, Elkhart Lake, werden frühestens zum Ende des Jahres erscheinen. Eine Roadmap eines auf Embedded-Produkte fokussierten Herstellers nennt sogar erst das erste und zweite Quartal des kommenden Jahres 2020.

Comet Lake folgt auf Coffee Lake Refresh

Embedded-Hersteller haben allerdings insbesondere bei Core-Prozessoren nicht die höchste Priorität, dort werden andere Märkte zuerst bedient, allen voran die DIY-Szene sowie große OEM-Hersteller. Da Comet Lake, dessen Name bereits im vergangen Herbst das erste Mal aufgetaucht war und seit kurzer Zeit auch von Intel in Treibern offiziell unterstützt wird, nur die fünfte Generation Skylake mit einem Plus an Kernen auf derer zehn ist, wird Intel auch wieder den typischen Starttermin anpeilen: Den Herbst eines Jahres. Die erste Sechs-Kern-CPUs sowie auch die Acht-Kern-Modelle kamen jeweils im Oktober 2017 respektive 2018 auf den Markt, doch bis auf die Flaggschiffe war danach lange Zeit Stillschweigen.

Auch in diesem Jahr sollen erst ab April weitere Coffee-Lake-Refresh-CPUs erscheinen, der Großteil der Serie ist also ebenfalls erst ab Q2 verfügbar und für viele Hersteller interessant. Dies war im vergangenen Jahr identisch, könnte sich also auch in der nächsten Generation wiederholen. Das neue R0-Stepping, welches Intel derzeit für Coffee Lake Refresh auflegt, könnte bereits der Brückenschlag für Comet Lake werden, denn auch diese nutzen weiterhin die gleiche 14-nm-Fertigung. Bereits in den aktuellen Modellen kommen diverse Steppings zum Einsatz und vermischen so zum Teil auch Vorgänger mit Nachfolger unter fast gleichem Namen, Intel bietet auch CPUs in der gleichen Serie einmal mit Wärmeleitpaste und alternativ mit verlötetem Heatspreader.

Roadmap für das Embedded-Segment
Roadmap für das Embedded-Segment (Bild: Mitac)

Elkhart Lake setzt auf 10 nm

Die Atom-Produktreihe hatte zuletzt einen schweren Stand, die Produktionsengpässe schlugen hier voll durch. Denn Intel nutzte die bestehenden Kapazitäten um vor allem CPUs vom Typ Xeon und Core zu bauen, günstige Atom belegen auch Wafer-Platz, bringen aber bei weitem nicht so eine hohe Marge. Gemini Lake als aktuelles Modell war deshalb mitunter kaum zu bekommen, einige Hersteller sehen sich deshalb sogar AMD als Alternative an. Der Nachfolger Elkhart Lake startet in der noch nicht finalen 10-nm-Fertigung, schon deshalb ist ein Starttermin in diesem Jahr fast auszuschließen, in Q1/2020 soll es demnach soweit sein. Intel wird bei 10 nm vermutlich alles daran setzen, Ice Lake-U in kleinen Dosen in einigen Notebooks anbieten zu können – diese CPU steht bei Mitac ab dem zweiten Quartal 2020 auf den Roadmaps.