Im Test vor 15 Jahren: Der erste Lasernager hieß Logitech MX1000

Robert McHardy 105 Kommentare
Im Test vor 15 Jahren: Der erste Lasernager hieß Logitech MX1000

tl;dr: Nachdem der Wechsel von mechanischen zu optischen Mäusen vollzogen war, läutete Logitech mit der MX1000 (Test) die Ära der Lasermäuse ein. Der Erstversuch konnte zwar überzeugen, in der Praxis fielen die Vorteile aber eher gering aus.

Die erste Lasermaus

Die Logitech MX1000 Laser war die weltweit erste Maus, die den Untergrund mithilfe eines Klasse-1-Lasers abtastete. Der Hersteller gab an, dass der Laser 20 Mal genauer arbeitete als eine herkömmliche LED. Der verbaute optische Sensor entsprach hingegen dem der MX510 Performance und tastete mit 800 dpi ab.

Als Topmodell war die MX1000 Laser selbstredend kabellos ausgeführt und verfügte über eine Sendestation, die gleichzeitig als Ladedock diente. Diese konnte dank eines 1,5 Meter langen Kabels recht flexibel platziert werden. Die Sendereichweite lag bei 1,8 Metern.

Mit einem Gewicht von 160 Gramm war die MX1000 etwas schwerer als die meisten anderen kabellosen Mäuse, im Vergleich zu den kabelgebundenen Vertretern teilweise sogar doppelt so schwer.

In puncto Ergonomie gab es Vor- und Nachteile. Zwar war die Maus quasi perfekt der Form der Hand angepasst, das beschränkte sich jedoch ausschließlich auf die rechte Hand. Dementsprechend sahen Linkshänder damals in die Röhre und konnten vorerst keine Maus mit Lasertechnologie mit der bevorzugten Hand verwenden. Für Rechtshänder hingegen war die MX1000 nahezu die Perfektion. Mit jeweils einer Ablage für den Daumen und den kleinen Finger, drei zusätzlichen Tasten auf der linken Seite der Maus, zwei weiteren im Mausrad sowie den in der Gehäuseschale integrierten Maustasten war die MX1000 mehr als komfortabel zu bedienen.

Lieferumfang Logitech MX1000 Laser
Lieferumfang Logitech MX1000 Laser

Mauspad oder Laser?

Der Vorteil der MX1000 Laser lag in der besseren Abtastung von glatten, hochpolierten Untergründen. Statt für den stationären Einsatz dafür allerdings eine mit 75 Euro für damalige Verhältnisse teure Lasermaus anzuschaffen, konnten Nutzer einfach für wenige Euro ein Mauspad kaufen und eine klassische optische Maus wählen. Die Vorteile in der Praxis blieben damit zumindest im Test vom Dezember 2004 aus. Anders sah es später insbesondere bei Lasermäusen für den mobilen Einsatz aus, die schwierige Unterlagen wie Glastische bewältigen können.

Am Ende des Tests blieb daher die Empfehlung, statt der revolutionären MX1000 lieber auf die bewährte MX510 für lediglich 45 Euro zu setzen.

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