FSP T-WINGS CMT710: Flügelgehäuse schluckt zwei Rechner auf einmal

Max Doll 24 Kommentare
FSP T-WINGS CMT710: Flügelgehäuse schluckt zwei Rechner auf einmal
Bild: FSP

Mit dem T-Wings CMT710 von FSP betritt ein weiteres Showgehäuse den Markt. Auffallen möchte das Modell durch zwei Merkmale: Zum einen bringt es gleich zwei komplette Rechner in zwei voneinander getrennten Kammern unter, zum anderen soll die Gestaltung der Oberseite an Fledermausflügel erinnern.

It's showtime

Gehäuse dieser Kategorie möchten vor allem Blicke auf sich ziehen. Hersteller nutzen deshalb bevorzugt eine halboffene Bauform. Liegen die Verkleidungsteile des Chassis nicht an, ergeben sich weitreichende, einfacher zu realisierende Gestaltungsoptionen. FSP erklärt zudem, dass die großen Lücken und Löcher den Luftaustausch und damit die Kühlleistung befördern. Zugleich wird es aber auch unmöglich, Staubfilter einzusetzen, einen Umstand, den der Hersteller nicht erwähnt.

Die zwei Kammern ordnet FSP bei dem aus Aluminium und Glas gefertigten T-Wings CMT710 nebeneinander an. In der linken Kammer ist Platz für ein System mit E-ATX-Mainboard sowie Netzteilen und Grafikkarten in praktisch unbegrenzter Länge. Kühler können nur bis zu einer Höhe von 155 Millimetern verbaut werden, was schon bei der Wahl eines gängigen Modells zu Aufmerksamkeit zwingt – die meisten typischen Luftkühler bauen etwas höher. Kabel können zwischen beiden Kammern versteckt werden. Der vier Zentimeter breite Bereich wird zudem mit ARGB-LEDs beleuchtet.

Für das System in der rechten Kammer gilt die gleiche Einschränkung von 155 Millimetern. Und hier kann nur ein ITX-Mainboard mit SFX-L-Netzteil verbaut werden. Grafikkarten sind zur Montage nicht vorgesehen. Laut FSP kann hier ein sparsamer, separater Rechner verbaut werden, der beispielsweise das Streaming von Bildinhalten bei Videospielen übernimmt. Zur Kühlung sieht FSP ohnehin eher eine Wasserkühlung vor. Zu diesem Zweck können zwei 360-mm-Radiatoren, das heißt ein Wärmetauscher pro Kammer, in der Front montiert werden. Die Einbauoptionen für Radiatoren und Lüfter erschöpfen sich damit.

Teurer Kauf

Speziell wird das T-Wings CMT710 zudem beim Preis. Der Hersteller nennt eine Empfehlung von 449 Euro vor Steuern, im Handel soll das Modell also für rund 530 Euro zu finden sein. Damit nimmt es selbst in der Gruppe teurer, exotischer Show-Gehäuse von Antec Torque und Jonsbo Mod2 über Thermaltake AH600 und Cougar Conquer 2 einen der vorderen Plätze ein.

FSP T-Wings CMT710
Mainboard-Format: E-ATX, ATX, Micro-ATX
Chassis (L × B × H): 634 × 455 × 530 mm (152,89 Liter)
Seitenfenster
Material: Aluminium, Glas
Nettogewicht: ?
I/O-Ports: 1 × USB 3.1 Type C, 2 × USB 3.0, HD-Audio, RGB-Beleuchtung
Einschübe: 2 × 3,5"/2,5" (intern)
3 × 2,5" (intern)
Erweiterungsslots: 8
Lüfter: Front: 6 × 120 mm (optional)
Staubfilter:
Kompatibilität: CPU-Kühler: 155 mm
GPU: 380 mm
Netzteil: 240 mm
Preis: 534 €