Quartalszahlen: Apple sorgt mit Services und Wearables für Stabilität

Nicolas La Rocco
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Quartalszahlen: Apple sorgt mit Services und Wearables für Stabilität
Bild: Apple

Apples Hardware-Geschäft leidet unter den Folgen der COVID-19-Pandemie. Im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal 2020 waren die Verkäufe von iPhone, iPad und Mac rückläufig im Vergleich zum Vorjahr. Das über die letzten Jahre aufgebaute Geschäft mit Services und Wearables federt die Verluste anderer Sparten allerdings ab.

Über 2 Milliarden US-Dollar weniger Umsatz mit dem iPhone, 500 Millionen US-Dollar weniger Umsatz mit dem iPad und 160 Millionen US-Dollar weniger Umsatz mit dem Mac verdeutlichen auch bei Apple den Einfluss der Pandemie auf die globale Wirtschaft.

Dennoch ist es Apples gelungen, selbst in Zeiten wochenlang geschlossener Geschäfte noch mit einem leichten Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr aus dem zum 28. März abgeschlossenen Quartal zu gehen. Mit 58,313 Milliarden US-Dollar (53,1 Milliarden Euro) lag Apples Umsatz rund 0,5 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres. Der Gewinn war mit 11,249 Milliarden US-Dollar (10,2 Milliarden Euro) leicht rückläufig gegenüber 2019.

Services mit neuem Rekordergebnis

Zu verdanken hat Apple die Stabilität dem über die letzten Jahre aufgebauten Geschäft mit Services wie Apple Music, Apple TV+, Apple Arcade und allen anderen digitalen Dienstleistungen wie Apple Pay oder Klassikern wie den App Store, iTunes oder Apple Care für eine erweiterte Garantie. Das Services-Geschäft ist beinahe unabhängig von Hardware-Launches oder saisonalen Begebenheiten wie der Holiday Season und sorgte zuletzt in jedem neuen Quartal für Rekordumsätze.

Mehr Umsatz als iPad und Mac zusammen

Im abgelaufenen Quartal lag der Umsatz mit Services bei 13,348 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 16,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Umsatz mit Services ist mittlerweile mehr als dreimal so groß wie mit dem iPad und mehr als doppelt so groß wie mit dem Mac. Noch im Verlauf dieses Jahres dürften 50 Prozent des iPhone-Umsatzes erreicht werden. Seit letzter Woche ist Apple Music in 52 weiteren Ländern verfügbar.

Apple Watch und AirPods sorgen für Erfolg

Sehr gut lief für Apple aber auch das Geschäft mit Wearables, Home und Accessoires. Der Umsatz der Sparte ist um 22,5 Prozent auf 6,284 Milliarden US-Dollar geklettert. Obwohl die Zahlen nicht einzeln aufgeführt werden, dürfte das Gros auf den Erfolg der Apple Watch und der AirPods (Pro) zurückzuführen sein. Während die Nachfrage nach den AirPods ungebrochen scheint, gilt Apples Home-Lautsprecher im Direktvergleich als Ladenhüter. Angeblich soll in den kommenden Monaten ein kleineres, günstigeres Modell folgen, um den Verkauf anzukurbeln. Unter die Accessoires fallen Produkte wie Smartphone-Hüllen, Apple-Watch-Armbänder, Kabel und ähnliches Zubehör.