Optimized for Xbox Series X: Microsoft erklärt sein Gütesiegel für neue Spiele

Sven Bauduin 83 Kommentare
Optimized for Xbox Series X: Microsoft erklärt sein Gütesiegel für neue Spiele
Bild: Microsoft

Microsoft erklärt, was hinter dem Gütesiegel „Optimized for Xbox Series X“ steckt und was Spieler zukünftig davon zu erwarten haben. Beispielsweise weisen laut Microsoft alle Spiele, die die Kennzeichnung „Optimiert für Xbox Series X“ tragen, „außergewöhnlich“ kurze Ladezeiten und „stabile“ Frameraten von bis zu 120 FPS auf.

4K mit 60 FPS sind das anvisierte Ziel

Wenngleich 120 FPS möglich sind, so bleibt das primäre Ziel mit 60 FPS bei einer Auflösung von 3.840 × 2.160 Pixeln alias 4K das anvisierte Ziel für auf die Next-Gen-Spielkonsole optimierten Spiele. Microsoft bezeichnet diese Vorgaben als das gesteckte „Leistungsziel“ für die Xbox Series X (Spezifikationen).

Spiele, die für die Xbox Series X optimiert wurden, nutzen die Leistung der neuen Konsole, um höhere, gleichmäßigere Frameraten mit einem Leistungsziel von 60 Bildern pro Sekunde bei 4K-Auflösung zu erzielen.

Microsoft

Einige der optimierten Spiele würden aber Frameraten von bis zu 120 FPS unterstützen oder alternativ die Bildrate begrenzen um mehr Rechenleistung auf Details verwenden zu können, so Microsoft. Eines dieser Spiele wird Dirt 5 sein, weshalb Microsoft auch David Springate, den technischen Direktor von Codemasters zu Wort kommen lässt.

Dirt 5 ist ein schnelles, actionreiches, Offroad-Rennspiel, und es ist unglaublich, es optional mit 120 FPS auf der Xbox Series X spielen zu können. Die Leistung der Serie X garantiert, dass das Spiel stabil mit 60 Bildern pro Sekunde läuft und umwerfend aussieht. Zudem können wir mit den optionalen 120 Bildern pro Sekunde ein erstaunlich flüssiges, reaktionsschnelles Gameplay bieten.

David Springate, Technischer Direktor von Codemasters

Schnelle Ladezeiten und DirectX Raytracing

Spiele, die für die Xbox Series X optimiert wurden, sollen sich zudem durch deutlich schnellere Ladenzeiten auszeichnen, in dem sie die Velocity-Architektur und das neue I/O-System („DirectStorage“) der 1 TB großen und 2,4 GB/s schnellen PCIe-SSD mit NVMe-Protokoll vollständig ausnutzen. Zudem gehört in Hardware-beschleunigtes DirectX Raytracing ebenso zum Standardrepertoire der optimierten Spiele.

Microsoft unterscheidet allerdings zwischen Spielen, die ursprünglich mit dem Dev Kit für Xbox Series X entwickelt wurden sowie zuvor erschienenen Titeln, die speziell für die Xbox Series X neu entwickelt wurden und weicht damit die Vorgaben für das Gütesiegel „Optimized for Xbox Series X“ ein wenig auf.

Spiele mit dem Gütesiegel „Optimized for Xbox Series X“
Spiele mit dem Gütesiegel „Optimized for Xbox Series X“ (Bild: Microsoft)

Microsoft etabliert keinen verbindlichen Mindeststandard

Einige der bereits zuvor für die Vorgängergeneration entwickelten Spiele, wie beispielsweise Vampire: The Masquerade – Bloodlines 2 unterstützen weder 4K noch einen erweiterten Dynamikumfang durch HDR.

Kommende Blockbuster wie Assassin's Creed Valhalla hingegen unterstützen das gesamte Paket von 4K über HDR bis hin zu Smart Delivery und den Optimierungen für die Xbox Series X. 60 Bilder pro Sekunde sind trotz der höheren Rohleistung der neuen Spielkonsole aber nicht garantiert, sie werden lediglich als „verbreiteter“ Standard betrachtet, der aber keine Verbindlichkeit besitzt: 60 FPS sind keine Pflicht.

Eine weiche Garantie

Mit „Optimized for Xbox Series X“ setzt Microsoft demnach keinen verbindlichen Mindeststandard für zukünftige Spiele. So bleibt es am Ende bloß bei einer Reihe „weicher“ Anpassungen und Maßnahmen, die aber nicht zweifelsfrei erklären, was „Optimiert für die Xbox Series X“ schlussendlich bedeutet. Garantiert scheint nur, dass einige aus vielen möglichen Verbesserungen im Spiel genutzt werden.