Personalwechsel: Jim Keller verlässt Intel nach zwei Jahren wieder

Volker Rißka 131 Kommentare
Personalwechsel: Jim Keller verlässt Intel nach zwei Jahren wieder
Bild: Intel

Einige Jahre bei einer Firma, dann geht es weiter: Da überrascht es nicht, dass Jim Keller seiner Tradition treu bleibt und nach nur zwei Jahren nun auch Intel wieder verlässt. Offiziell werden persönliche Gründe genannt. Intel will Kellers Position auf gleich vier Personen aufteilen.

Keller bleibt noch sechs Monate als Berater bei Intel, um seine Nachfolger weiter einzuarbeiten. Sundari Mitra wird die IP Engineering Group führen, Gene Scuteri steht der Xeon and Networking Engineering Group vor, Daaman Hejmadi übernimmt wieder die Client Engineering Group focused on system-on-chip (SoC) und Navid Shahriari führt die Manufacturing and Product Engineering Group.

Ein Industrie-Urgestein

Jim Keller war als gelernter Ingenieur 1998 an der Entwicklung des Prozessor-Designs K7 von AMD beteiligt, im darauf folgenden Jahr fungierte er als einer der führenden Chip-Architekten beim K8-Design, das sich in Form der Athlon 64 als großer Erfolg erwies. Nach seinem Abgang bei AMD zur Jahrtausendwende ging er zu Sibyte, die später von Broadcom übernommen wurden. Ab 2004 war er bei PA Semi beschäftigt, bis diese 2008 von Apple gekauft wurden. Dort nahm er einen Platz im Design-Team für die Prozessoren ein, die viele Prozessorgenerationen bis zu den ersten eigenen A4- und A5-SoCs für iPhone, iPad & Co entwickelten.

Gerade vor diesem Hintergrund wurde Kellers Rückkehr zu AMD im Jahr 2012 mit großen Hoffnungen begleitet, die mit Zen abermals erfüllt wurden. Im Jahr 2016 wechselte Keller zu Tesla , bevor er im Jahr 2018 zu Intel kam, um die Chip-Entwicklung in die Zukunft zu leiten.

Wohin Keller als nächstes geht, dürfte erst in den kommenden Monaten klar werden. Laut Gerüchten aus dem Umfeld wolle Keller erst einmal mehr Zeit mit seiner Familie verbringen, weshalb er in den nächsten sechs Monaten exklusiv für Intel weiter als Consultant arbeiten wird. Danach dürfte er sich in ein nächstes Abenteuer stürzen.