Ryzen 7000 mit 65 Watt im Test: 7900, 7700 & 7600 sind kaum langsamer als die X-Varianten

Update 2 Jan-Frederik Timm
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Ryzen 7000 mit 65 Watt im Test: 7900, 7700 & 7600 sind kaum langsamer als die X-Varianten

AMD Ryzen 7000 für Sockel AM5 gibt es ab sofort auch in den drei 65-Watt-TDP-Varianten Ryzen 9 7900, Ryzen 7 7700 und Ryzen 5 7600. Abseits der ab Werk reduzierten Verlustleistung und infolgedessen niedrigeren Taktraten entsprechen die drei CPUs den X-Varianten. Wie schnell sie in Anwendungen und Spielen sind, klärt der Test.

Update

Der Test wurde im Abschnitt Leistung in Spielen (720p) um Gaming-Benchmarks weiterer CPUs ergänzt, namentlich Ryzen 7 5800X, Ryzen 7 5800X3D, Core i5-12600K und Core i5-13600K.

Update

AMD Ryzen 9 7900, Ryzen 7 7700 und Ryzen 5 7600 sind ab sofort im Handel verfügbar. Als enger AMD-Partner führt Mindfactory als einer der ersten Händler alle drei neuen CPUs im Angebot* und verlangt 479 Euro, 369 Euro respektive 259 Euro. Das entspricht den offiziellen UVP für Deutschland, die AMD heute ebenfalls bekanntgegeben hat. Wie vermutet, notieren die drei neuen CPUs damit zum Start nur geringfügig unterhalb der Marktpreise der X-CPUs. In Anbetracht der sehr ähnlichen Leistung ist das keine Überraschung.

Ryzen 9 7900, Ryzen 7 7700 & Ryzen 5 7600 im Test

AMD Ryzen 7000 für Sockel AM5 auf Basis der Zen-4-Architektur gab es bisher nur in den vier X-Varianten 7950X, 7900X, 7700X und 7600X. „X“ steht bei Ryzen traditionell für die schnellste – und teuerste – Ausbaustufe der jeweiligen Modellreihe mit dem höchsten Verbrauch.

X trieb es dieses Mal auf die Spitze

Der Stromverbrauch ist in dieser Generation im Wettstreit mit Intels 12. und 13. Generation Core-CPUs sogar noch gestiegen und zwar so deutlich, dass unter Volllast sogar die Effizienz der großen X-CPUs gegenüber Ryzen 5000 gefallen ist.

Ryzen 9 7900X vs. Ryzen 9 7900
Ryzen 9 7900X vs. Ryzen 9 7900
Ryzen 7 7700X vs. Ryzen 7 7700
Ryzen 7 7700X vs. Ryzen 7 7700
Ryzen 5 7600X vs. Ryzen 5 7600
Ryzen 5 7600X vs. Ryzen 5 7600

Dabei kann Zen 4 sehr effizient sein, weil deutlich weniger Leistungsaufnahme nicht direkt deutlich weniger Leistung bedeutet. Es ist kein Hexenwerk, im BIOS eines AM5-Mainboards die Vorgaben für die maximale Package Power (PPT) abzusenken, ComputerBase hat das im Test der Ryzen 7000X selbst mit dem Ryzen 9 7950X von 230 Watt PPT bis runter auf 45 Watt getan. Alle vier X-CPUs konnten auf diesem Weg signifikant effizienter betrieben werden.

Zweifelsohne ist es wenig sinnvoll, das Geld für ein X-Modell auszugeben, wenn es im Anschluss in der TDP eingebremst wird. Ab Werk weniger TDP, dafür etwas weniger Leistung und das zum geringeren Preis, das fehlte bisher.

TDP und PPT der X- und Non-X-CPUs im Vergleich
CPU TDP max. Verbrauch (PPT) PPT/TDP
Ryzen 9 7950X 170 Watt 230 Watt 1,35
Ryzen 9 5950X 105 Watt 142 Watt 1,35
Ryzen 9 7900X 170 Watt 230 Watt 1,35
Ryzen 9 7900 65 Watt 88 Watt 1,35
Ryzen 9 5900X 105 Watt 142 Watt 1,35
Ryzen 9 5900 (OEM) 65 Watt 88 Watt 1,35
Ryzen 7 5800X 105 Watt 142 Watt 1,35
Ryzen 7 5800 (OEM) 65 Watt 88 Watt 1,35
Ryzen 7 7700X 105 Watt 142 Watt 1,35
Ryzen 7 7700 65 Watt 88 Watt 1,35
Ryzen 7 5700X 65 Watt 76 Watt 1,17
Ryzen 5 7600X 105 Watt 142 Watt 1,35
Ryzen 5 7600 65 Watt 88 Watt 1,35
Ryzen 5 5600X 65 Watt 76 Watt 1,17
PPT: Maximal zulässige Verlustleistung, solange die Temperatur es zulässt

Ab Werk effiziente Zen-4-CPUs

Mit den neuen 65-Watt-CPUs liefert AMD jetzt entsprechende CPUs mit 12, 8 und 6 Kernen. Die PPT, das heißt der maximale Verbrauch, solange die Temperatur es zulässt, liegt bei allen drei Modellen bei 88 Watt, ausgelegt sind sie auf dauerhaft 65 Watt abzuführende Abwärme (65 Watt TDP). Das sind beim Ryzen 9 7900 satte 142 Watt weniger als beim Ryzen 9 7900X (der 230 Watt selbst unter Vollast selten abruft), bei den anderen beiden Modellen sind es 54 Watt Abschlag.

Mit Boxed-Lüftern nicht nur für OEMs

Ryzen 9 7900 und Ryzen 7 7700 kommen als Boxed-Variante mit Wraith-Prism-Kühler (RGB-LED), der Ryzen 5 7600 mit dem Wraith-Stealth-Kühler (keine RGB-LED). Die X- sowie die X3D-Varianten kommen ohne Kühler zum Kunden. Alle drei CPUs erscheinen auch ganz offiziell für Endkunden, während es Ryzen 9 5900 und Ryzen 7 5800 nur für OEMs gab.

Ryzen 9 und Ryzen 7 kommen mit Wraith Prism, Ryzen 5 mit Wraith Stealth
Ryzen 9 und Ryzen 7 kommen mit Wraith Prism, Ryzen 5 mit Wraith Stealth

Technische Eckdaten im Vergleich

Der teils deutliche Einschnitt in die maximale Leistungsaufnahme geht mit niedrigeren Taktraten einher. Der Taktabschlag zeigt sich insbesondere beim Basis-Takt (700 bis 1.000 MHz weniger), denn das ist der Takt, den die CPU „bei ihrer TDP“ unter Volllast erreichen soll. Beim maximalen Turbo sind die Abschläge hingegen geringer, doch dieser liegt auch nur bei Last auf wenigen Kernen oder Teillast an.

Alle Ryzen 7000 und Ryzen 5000 im Vergleich
Architektur Kerne/Threads Takt
Basis/Turbo
L2 + L3 TDP iGPU Preis
UVP (Start) Preis (tagesaktuell)
AMD Ryzen 9 7950X3D Zen 4 16/32 4,2/5,7 GHz 16+64+64 MB 120 W ? Euro (? USD) ab Februar 2023
AMD Ryzen 9 7950X Zen 4 16/32 4,5/5,7 GHz 16+64 MB 170 W 849 Euro (699 USD) ab 900 Euro
AMD Ryzen 9 5950X Zen 3 16/32 3,4/4,9 GHz 8+64 MB 105 W 799 Euro (799 USD) ab 312 Euro
AMD Ryzen 9 7900X3D Zen 4 12/24 4,4/5,6 GHz 12+64+64 MB 120 W ? Euro (? USD) ab Februar 2023
AMD Ryzen 9 7900X Zen 4 12/24 4,7/5,6 GHz 12+64 MB 170 W 669 Euro (549 USD) ab 249 Euro
AMD Ryzen 9 7900 Zen 4 12/24 3,7/5,4 GHz 12+64 MB 65 W 479 Euro (429 USD) ab 287 Euro
AMD Ryzen 9 5900X Zen 3 12/24 3,7/4,8 GHz 6+64 MB 105 W 549 Euro (549 USD) ab 480 Euro
AMD Ryzen 7 7800X3D Zen 4 8/16 4,?/5,0 GHz 8+32+64 MB 120 W ? Euro (? USD) ab Februar 2023
AMD Ryzen 7 5800X3D Zen 3 8/16 3,4/4,5 GHz 4+32+64 MB 105 W 489 Euro (449 USD) Preisvergleich
AMD Ryzen 7 5800X Zen 3 8/16 3,8/4,7 GHz 4+32 MB 105 W 449 Euro (449 USD) ab 185 Euro
AMD Ryzen 7 7700X Zen 4 8/16 4,5/5,4 GHz 8+32 MB 105 W 479 Euro (399 USD) ab 205 Euro
AMD Ryzen 7 7700 Zen 4 8/16 3,8/5,3 GHz 8+32 MB 65 W 369 Euro (329 USD) ab 220 Euro
AMD Ryzen 7 5700X Zen 3 8/16 3,4/4,6 GHz 4+32 MB 65 W 299 USD ab 188 Euro
AMD Ryzen 5 7600X Zen 4 6/12 4,7/5,3 GHz 6+32 MB 105 W 359 Euro (299 USD) ab 158 Euro
AMD Ryzen 5 7600 Zen 4 6/12 3,8/5,1 GHz 6+32 MB 65 W 259 Euro (229 USD) ab 152 Euro
AMD Ryzen 5 5600X Zen 3 6/12 3,7/4,6 GHz 3+32 MB 65 W 299 Euro (299 USD) ab 142 Euro
AMD Ryzen 5 5600 Zen 3 6/12 3,5/4,4 GHz 3+32 MB 65 W 199 USD ab 122 Euro
AMD Ryzen 5 5500 Zen 3 6/12 3,6/4,2 GHz 3+16 MB 65 W 159 USD ab 78 Euro

Welche Auswirkungen die neuen Spezifikationen auf die Leistung in Anwendungen hat, hat die Redaktion im Endeffekt schon im Herbst 2022 anhand der X-Varianten getestet. Doch zur Markteinführung der 65-Watt-Modelle bleiben zwei weitere Fragen zu klären:

  • Können die 65-Watt-Modelle auf ihrem TDP-Niveau effizienter agieren als gedrosselte X-CPUs?
  • Wie steht es um die Leistung in Spielen?

Beiden Fragen wird in diesem Test der drei Neulinge nachgegangen.

Testergebnisse

ComputerBase hat die drei neuen Ryzen-CPUs mit demselben Testsystem und derselben Testmethodik getestet wie zuletzt die X-CPUs. Das BIOS des Gigabyte X670E Aorus Master musste zu diesem Zweck allerdings auf die Version F8h aktualisiert werden (65-Watt-CPUs werden ab F8c unterstützt). Der Speicher wurde erneut mit DDR5-5200 CL32-32-32-61 betrieben, als Grafikkarte für die Gaming-Benchmarks im CPU-Limit kam noch einmal die GeForce RTX 3090 Ti zum Einsatz. Kern-Isolierung war aktiv, HVCI inaktiv.

Leistung in Anwendungen

Die Frage, ob die 65-Watt-CPUs auf ihrem TDP-Niveau effizienter arbeiten können als die gedrosselten X-CPUs kann auf Basis der Testergebnisse eindeutig verneint werden. Mit 65 Watt TDP (88 Watt PPT) leisten Ryzen 9 7900, Ryzen 7 7700 und Ryzen 5 7600 im Multi-Core-Testparcours jeweils so viel wie ihre auf 88 Watt PPT eingebremsten X-Schwestermodelle. Beim Ryzen 7 und Ryzen 5 liegt tendenziell sogar das X-Modell leicht vorne, allerdings standen sich in diesem Fall auch zwei verschiedene BIOS-Versionen gegenüber – die X-CPUs hat die Redaktion aus Zeitgründen nicht noch einmal mit BIOS F8h neu in den Anwendungen vermessen.

Die angegebenen Watt in den Diagrammen beziehen sich auf die PPT, also die dauerhaft von der CPU im Test konsumierbare elektrische Leistung, sofern die Temperaturen passen – was sie im Testsystem der Redaktion tun.

Leistungsrating
Multi-Core – Leistungsrating
    • Ryzen 9 7900X (230 W)
      DDR5-5200CL32
      77
    • Ryzen 9 7900X (142 W, Eco)
      DDR5-5200CL32
      76
    • Ryzen 9 5950X
      DDR4-3200CL14
      71
    • Ryzen 9 7900 (88 W)
      DDR5-5200CL32
      68
    • Ryzen 9 7900X (88 W)
      DDR5-5200CL32
      68
    • Ryzen 9 5900X
      DDR4-3200CL14
      60
    • Ryzen 9 5950X (88 W, Eco)
      DDR4-3200CL14
      59
    • Ryzen 9 7900X (65 W)
      DDR5-5200CL32
      59
    • Ryzen 7 7700X (142 W)
      DDR5-5200CL32
      56
    • Ryzen 9 5900X (88 W, Eco)
      DDR4-3200CL14
      55
    • Ryzen 7 7700X (88 W, Eco)
      DDR5-5200CL32
      54
    • Ryzen 7 7700 (88 W)
      DDR5-5200CL32
      52
    • Ryzen 7 7700X (65 W)
      DDR5-5200CL32
      51
    • Ryzen 7 5800X
      DDR4-3200CL14
      44
    • Ryzen 5 7600X (142 W)
      DDR5-5200CL32
      43
    • Ryzen 9 7900X (45 W)
      DDR5-5200CL32
      43
    • Ryzen 5 7600X (88 W, Eco)
      DDR5-5200CL32
      43
    • Ryzen 7 7700X (45 W)
      DDR5-5200CL32
      43
    • Ryzen 7 5800X (88 W, Eco)
      DDR4-3200CL14
      41
    • Ryzen 5 7600X (65 W)
      DDR5-5200CL32
      41
    • Ryzen 5 7600 (88 W)
      DDR5-5200CL32
      40
    • Ryzen 7 5700X
      DDR4-3200CL14
      39
    • Ryzen 5 7600X (45 W)
      DDR5-5200CL32
      36
    • Ryzen 5 5600X
      DDR4-3200CL14
      33
    • Ryzen 5 5600X (60 W, Eco)
      DDR4-3200CL14
      32
Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel

So oder so ist der Leistungsverlust der 65-Watt-Modelle gegenüber den 105- respektive 170-Watt-Varianten unter Multi-Core-Volllast vernachlässigbar klein: Der Ryzen 9 erreicht 89 Prozent der Leistung der X-Variante, bei Ryzen 7 und Ryzen 5 sind es sogar über 90 Prozent.

Multi-Core
Multi-Core – Leistungsrating
    • Ryzen 9 7950X (230 W)
      DDR5-5200CL32
      71
    • Core i9-13900K (offen)
      DDR5-5600CL38
      70
    • Core i9-13900K (253 W)
      DDR5-5600CL38
      69
    • Ryzen 9 7900X (230 W)
      DDR5-5200CL32
      56
    • Core i7-13700K (253 W)
      DDR5-5600CL38
      54
    • Ryzen 9 5950X
      DDR4-3200CL14
      52
    • Ryzen 9 7900 (88 W)
      DDR5-5200CL32
      50
    • Core i9-12900KS (241 W)
      DDR5-4400CL26
      49
    • Core i9-12900K (241 W)
      DDR5-4400CL26
      47
    • Core i9-12900
      DDR5-4400CL26
      46
    • Core i5-13600K (181 W)
      DDR5-5600CL36
      44
    • Ryzen 9 5900X
      DDR4-3200CL14
      43
    • Ryzen 7 7700X (142 W)
      DDR5-5200CL32
      41
    • Core i7-12700K
      DDR5-4800CL32
      40
    • Ryzen 7 7700 (88 W)
      DDR5-5200CL32
      38
    • Core i9-10850K
      DDR4-2933CL14
      33
    • Core i5-12600K
      DDR4-3200CL14
      31
    • Ryzen 7 5800X
      DDR4-3200CL14
      31
    • Ryzen 5 7600X (142 W)
      DDR5-5200CL32
      31
    • Ryzen 7 5800X3D
      DDR4-3200CL14
      31
    • Ryzen 5 7600 (88 W)
      DDR5-5200CL32
      29
    • Ryzen 5 7600 (65 W)
      DDR5-5200CL32
      28
    • Core i9-9900K
      DDR4-2666CL14
      26
    • Ryzen 5 5600X
      DDR4-3200CL14
      24
    • Ryzen 5 7600 (45 W)
      DDR5-5200CL32
      24
    • Core i5-12500
      DDR4-3200CL14
      23
    • Core i5-12400
      DDR4-3200CL14
      22
Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel

Minimal ist auch der nicht der TDP, sondern der Produktpolitik zu schuldende Single-Core-Leistungsverlust. Er fällt mit 3 (7900), 6 (7700) und 5 (7600) Prozent jeweils etwas höher aus, als es der Blick auf die maximalen Taktraten in den Spezifikationen vermuten lassen hat. Der Grund ist, dass die X-Varianten im Testparcours im Oktober 2022 jeweils leicht höhere als die spezifizierten Taktraten erreichten, was den Non-X-Modellen im Januar 2023 nicht gelang.

Single-Core
Single-Core – Leistungsrating
    • Core i9-13900K (253 W)
      DDR5-5600CL38
      631
    • Core i9-13900K (offen)
      DDR5-5600CL38
      630
    • Core i7-13700K (253 W)
      DDR5-5600CL38
      586
    • Ryzen 9 7950X (230 W)
      DDR5-5200CL32
      585
    • Ryzen 9 7900X (230 W)
      DDR5-5200CL32
      583
    • Core i9-12900KS (241 W)
      DDR5-4400CL26
      582
    • Ryzen 7 7700X (142 W)
      DDR5-5200CL32
      574
    • Ryzen 9 7900 (88 W)
      DDR5-5200CL32
      562
    • Ryzen 5 7600X (142 W)
      DDR5-5200CL32
      560
    • Core i5-13600K (181 W)
      DDR5-5600CL36
      557
    • Core i9-12900K (241 W)
      DDR5-4400CL26
      553
    • Core i9-12900
      DDR5-4400CL26
      544
    • Ryzen 7 7700 (88 W)
      DDR5-5200CL32
      542
    • Ryzen 5 7600 (65 W)
      DDR5-5200CL32
      532
    • Ryzen 5 7600 (88 W)
      DDR5-5200CL32
      532
    • Ryzen 5 7600 (45 W)
      DDR5-5200CL32
      531
    • Core i7-12700K
      DDR5-4800CL32
      529
    • Core i5-12600K
      DDR4-3200CL14
      526
    • Core i5-12500
      DDR4-3200CL14
      493
    • Ryzen 9 5950X
      DDR4-3200CL14
      481
    • Ryzen 9 5900X
      DDR4-3200CL14
      475
    • Core i5-12400
      DDR4-3200CL14
      471
    • Ryzen 7 5800X
      DDR4-3200CL14
      468
    • Ryzen 5 5600X
      DDR4-3200CL14
      449
    • Ryzen 7 5800X3D
      DDR4-3200CL14
      436
    • Core i9-10850K
      DDR4-2933CL14
      408
    • Core i9-9900K
      DDR4-2666CL14
      392
Einheit: Punkte, Geometrisches Mittel

Leistung in Spielen (720p)

Eigentlich hatte die Redaktion geplant, den zuletzt im Test der vier Ryzen 7000X und dem Test von Intel Raptor Lake genutzten Gaming-Testparcours noch einmal zu verwenden, bevor es für die Ryzen 7000X3D eine Überarbeitung gibt. Spiele-Updates haben diesem Vorhaben allerdings abermals einen Strich durch die Rechnung gemacht und Vergleichbarkeit ist Trumpf.

Also hat sich die Redaktion dazu entschlossen, in diesem Artikel vorerst nur die drei X- mit ihren neuen Non-X-Modellen gegenüber zu stellen. Mehr war in Anbetracht der CES 2023 in der Vorwoche und krankheitsbedingten Ausfällen in der Redaktion nicht möglich. Dafür sind die präsentierten Testergebnisse absolut vergleichbar.

Und sie sprechen eine eindeutige Sprache: In Spielen auf derselben Plattform mit derselben BIOS-Version sind die Unterschiede zwischen 7900X, 7700X und 7600X auf der einen und 7900, 7700 und 7600 auf der anderen Seite absolut zu vernachlässigen: Mehr als zwei bis drei Prozent Unterschied im absoluten CPU-Limit (720p, maximale Details, z.T. Upsampling) Unterschied gibt es nicht.

Die angegebenen Watt in den Diagrammen beziehen sich auf die PPT, also die dauerhaft von der CPU im Test konsumierbare elektrische Leistung, sofern die Temperaturen passen – was sie im Testsystem der Redaktion tun.

Performancerating
Performancerating – Rasterizer, AVG-FPS
    • Intel Core i5-13600K
      DDR5-5600CL32
      183,1
    • AMD Ryzen 7 5800X3D
      DDR4-3200CL14
      176,0
    • AMD Ryzen 9 7900X
      DDR5-5200CL32
      167,3
    • AMD Ryzen 7 7700X
      DDR5-5200CL32
      166,1
    • AMD Ryzen 9 7900
      DDR5-5200CL32
      163,9
    • AMD Ryzen 7 7700
      DDR5-5200CL32
      161,8
    • AMD Ryzen 5 7600X
      DDR5-5200CL32
      157,3
    • AMD Ryzen 5 7600
      DDR5-5200CL32
      152,3
    • Intel Core i5-12600K
      DDR5-4800CL32
      151,2
    • AMD Ryzen 7 5800X
      DDR4-3200CL14
      134,4
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS), Geometrisches Mittel

Das ist bei den beiden kleineren Modellen auch absolut keine Überraschung, denn auch deren X-Varianten werden auf dem Testsystem quasi nicht durch die TDP (bzw. PPT) eingebremst. Einzige Ausnahme ist der Ryzen 7 7700X in Spider Man: Remastered mit Raytracing. Damit macht der vom Hersteller definierte maximale Takt den Unterschied und dieser Unterschied ist klein.

1.280 × 720
Cyberpunk 2077 + RT – 1.280 × 720
  • FPS, Durchschnitt:
    • Intel Core i5-13600K
      DDR5-5600CL32
      100,6
    • Intel Core i5-12600K
      DDR5-4800CL32
      83,4
    • AMD Ryzen 9 7900X
      DDR5-5200CL32
      82,0
    • AMD Ryzen 5 7600X
      DDR5-5200CL32
      80,3
    • AMD Ryzen 7 5800X3D
      DDR4-3200CL14
      80,2
    • AMD Ryzen 9 7900
      DDR5-5200CL32
      79,5
    • AMD Ryzen 5 7600
      DDR5-5200CL32
      79,4
    • AMD Ryzen 7 7700X
      DDR5-5200CL32
      79,3
    • AMD Ryzen 7 7700
      DDR5-5200CL32
      78,7
    • AMD Ryzen 7 5800X
      DDR4-3200CL14
      63,9
  • FPS, 1% Perzentil:
    • Intel Core i5-13600K
      DDR5-5600CL32
      73,7
    • AMD Ryzen 9 7900X
      DDR5-5200CL32
      70,3
    • Intel Core i5-12600K
      DDR5-4800CL32
      69,5
    • AMD Ryzen 7 7700X
      DDR5-5200CL32
      68,1
    • AMD Ryzen 9 7900
      DDR5-5200CL32
      67,7
    • AMD Ryzen 5 7600X
      DDR5-5200CL32
      67,3
    • AMD Ryzen 7 7700
      DDR5-5200CL32
      67,0
    • AMD Ryzen 5 7600
      DDR5-5200CL32
      67,0
    • AMD Ryzen 7 5800X3D
      DDR4-3200CL14
      64,7
    • AMD Ryzen 7 5800X
      DDR4-3200CL14
      53,6
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS)

Etwas anders sieht es beim Duell Ryzen 9 7900X gegen Ryzen 9 7900 aus: Hier überschreitet das X-Modell in 6 von 7 Spielen die 88-Watt-Grenze, der Ryzen 9 7900 wird also durch den TDP-Deckel gebremst. Doch der Effekt ist auch in diesem Fall minimal, weil der Verlust an Verlustleistung nur einen sehr geringen Taktabfall zur Folge hat.

Ryzen 9 7900X Ryzen 9 7900 Ryzen 7 7700X Ryzen 7 7700 Ryzen 5 7600X Ryzen 5 7600
Cyberpunk 2077 106/111 89/90 69/75 66/72 63/68 61/65
Death Stranding 113/119 90/91 74/85 72/79 57/68 56/70
Dota 2 102/108 84/90 62/65 58/63 51/55 50/55
Far Cry 6 95/101 80/89 58/62 54/58 51/57 48/50
Ghostwire: Tokyo 103/107 87/90 65/71 61/69 57/61 56/60
Resident Evil Village 100/105 85/90 67/77 61/69 56/65 54/60
Spider-Man Remastered + RT 114/119 90/91 88/92 80/84 69/73 68/73
Alle Angaben in Watt, durchschnittliche Package Power im Benchmark (25 Sekunden)

100 bis 150 MHz höher takten kann der Ryzen 9 7900X im Parcours im Vergleich zum 65-Watt-Modell, beim Ryzen 7 7700X sind es eher 150 MHz. Am größten ist der Unterschied beim Ryzen 5 7600X, der 300 MHz höher taktet, was sich in den Benchmarks allerdings nicht robust niederschlägt.

Ryzen 9 7900X Ryzen 9 7900 Ryzen 7 7700X Ryzen 7 7700 Ryzen 5 7600X Ryzen 5 7600
Cyberpunk 2077 5.489 5.392 5.500 5.350 5.450 5.150
Death Stranding 5.488 5.359 5.500 5.350 5.450 5.150
Dota 2 5.500 5.449 5.500 5.350 5.446 5.150
Far Cry 6 5.500 5.447 5.500 5.350 5.450 5.150
Ghostwire: Tokyo 5.434 5.437 5.500 5.350 5.450 5.150
Resident Evil Village 5.500 5.442 5.500 5.350 5.450 5.150
Spider-Man Remastered + RT 5.472 5.244 5.500 5.350 5.450 5.150
Alle Angaben in MHz, durchschnittlicher max. Takt im Benchmark (25 Sekunden)

Der Vergleich der Taktraten mit dem Auftakttest der Ryzen 7000X zeigt dabei noch einmal, dass im aktuellen BIOS des Gigabyte X670E Aorus Master (F8h) etwas geringere Taktraten gefahren werden: Die damals durch die Bank gemessenen 5.550 MHz erreicht der Ryzen 7 7700X mit der aktuellen Software nicht mehr. Analog dazu fällt allerdings auch der Stromverbrauch etwas geringer aus, der im Oktober im Schnitt bei über 75 Watt lag, während 6 der 7 Spiele aktuell deutlich darunter agieren.

Fazit

Die neuen Ryzen 7000 mit 65 Watt unterstreichen, was beim Test der X-Varianten im Herbst 2022 schon auf der Hand lag: Im Wettstreit mit Intel hat AMD die Zen-4-Architektur in dieser Generation in der X-Serie deutlich über dem Sweetspot betrieben, Zen 4 kann fast dasselbe bei viel weniger Verbrauch.

Ab Werk in Sachen Stromverbrauch deutlich eingebremst, sind Ryzen 9 7900, Ryzen 7 7700 und Ryzen 5 7600 selbst unter Multi-Core-Volllast nur geringfügig langsamer. Und in Spielen fällt der Leistungsunterschied noch niedriger aus, weil der TDP-Einschnitt selbst kaum niedrigere Taktraten zur Folge und AMD die maximalen Turbo-Taktraten kaum beschnitten hat. So takten Ryzen 9 und Ryzen 7 als X- und Non-X-Modell im Test auf derselben Plattform mit derselben BIOS-Version maximal 150 MHz unterschiedlich, beim Ryzen 5 sind es 300 MHz Unterschied. Den offiziellen maximalen Turbo von 5,1 GHz übertrifft das Muster im Test mit 5.150 MHz (+50 MHz) dabei immer noch, nur beim Ryzen 5 7600X wird er mit 5.450 MHz eben noch deutlicher (+150 MHz) „verfehlt“. Der Abstand kann von CPU zu CPU aber auch anders ausfallen.

Modell TDP/PPT Multi-Core-Leistung Single-Core-Leistung Gaming-Leistung
Ryzen 9 Non-X vs. X
Ryzen 9 7900X 170/230 Watt 100 % 100 % 100 %
Ryzen 9 7900 65/88 Watt 89 % 97 % 98 %
Ryzen 7 Non-X vs. X
Ryzen 7 7700X 105/142 Watt 100 % 100 % 100 %
Ryzen 7 7700 65/88 Watt 93 % 95 % 97 %
Ryzen 5 Non-X vs. X
Ryzen 5 7600X 105/142 Watt 100 % 100 % 100 %
Ryzen 5 7600 65/88 Watt 93 % 95 % 97 %

Jetzt bleibt abzuwarten, wie groß die Preisdifferenz zwischen X- und Non-X-Modell im Handel ausfallen wird. In der Preisliste sind es 120 (Ryzen 9) respektive 70 USD (Ryzen 7/5), was den Griff zur 65-Watt-Variante definitiv attraktiv erscheinen lässt, wenn es nicht um die letzten X Prozent Leistung geht. Doch weil die X-CPUs derzeit schon deutlich unter ihrem UVP notieren, bleibt abzuwarten, wie groß der Unterschied tatsächlich ausfallen wird.

Hinweis vom 20. Januar 2023: Inzwischen hatte die Redaktion auch den zum Ryzen 5 7600 preislich in Konkurrenz stehenden Core i5-13400(F) im Test.

13400(F) oder 7600? Was ist für 250 Euro die bessere Wahl?
13400(F) oder 7600? Was ist für 250 Euro die bessere Wahl?

ComputerBase hat Ryzen 9 7900, Ryzen 7 7700 und Ryzen 5 7600 leihweise von AMD zum unter NDA Testen erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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