Pragmata im Test: Benchmarks (WQHD, UWQHD & UHD), Frametimes und VRAM
4/5Das Testsystem und die Benchmark-Szene
Alle Benchmarks werden auf einem AMD Ryzen 7 9800X3D (Test) durchgeführt, der mit den Standardeinstellungen betrieben wird. Als Mainboard ist das MSI MPG X870E Carbon WIFI (BIOS: 7E49v1A95) verbaut.
Die CPU wird von einem Noctua NH-D15 G2 mit zentral installiertem 140-mm-Lüfter gekühlt. 48 GB Speicher (Corsair Terminator, 2 × 24 GB, DDR5-6000, CL30-38-38-96) stehen dem Prozessor zur Verfügung. Windows 11 25H2 mit sämtlichen Updates und aktiviertem HVCI ist auf einer NVMe-M.2-SSD mit PCIe 4.0 installiert. Dasselbe gilt für das Spiel.
| Treiberversion | Game Ready | |
|---|---|---|
| AMD Radeon | Adrenalin 26.3.1 | Nein |
| Nvidia GeForce | GeForce 595.97 | Nein |
| Intel Arc | 8629 | Nein |
Die 20 Sekunden lange Testsequenz findet im Sektor „Massenproduktionsanlage“ und dort in der Nähe vom Waypoint „Eingang Einkaufszentrum“ statt. Zu sehen ist das simulierte New York, entsprechend gibt es bei höherer Sichtweite zahlreiche Gebäude zu sehen. Darüber hinaus sind viele Reflexionen im Bild zu sehen. Meistens läuft Pragmata etwas schneller als in der Sequenz
Benchmarks in WQHD, UWQHD und Ultra HD mit Rasterizer-Grafik
| Grafikoptionen |
|---|
| Quality-Preset, sämtliche Grafikdetails maximiert |
| GeForce RTX (DLSS 4 Quality, 67 % Renderauflösung) |
| Radeon RX 9000 (FSR Upscaling 4.1 Quality, 67 % Renderauflösung) |
| Radeon RX 7000/6000 (FSR Upscaling 3.1 Quality, 67 % Renderauflösung) |
| Intel Arc (FSR Upscaling 3.1 Quality, 67 % Renderauflösung) |
| Raytracing Aus |
| Pathtracing Aus |
| Nvidia | AMD | Intel | |
|---|---|---|---|
| 2.560 × 1.440 | RTX 5050 RTX 4060 |
RX 9060 XT RX 7700 XT |
X |
| 3.440 × 1.440 | RTX 5060 Ti (16 GB) RTX 4060 Ti (16 GB) |
RX 9060 XT (16 GB) RTX 7700 XT |
X |
| 3.840 × 2.160 | RTX 5070 RTX 4070 |
RX 9070 RX7800 XT |
X |
- Die Frameraten sind generell sehr hoch
- AMD-Grafikkarten sind leicht schneller unterwegs als normal
- Blackwell zeigt keine Vorteile gegenüber Lovelace
- RDNA 4 zeigt keine Vorteile gegenüber RDNA 3
- Intel Arc ist sehr langsam
- Manche 8-GB-Grafikkarten haben in WQHD Leistungsprobleme
Benchmarks in WQHD, UWQHD und Ultra HD mit Raytracing
| Grafikoptionen |
|---|
| Quality-Preset, sämtliche Grafikdetails maximiert |
| GeForce RTX (DLSS 4 Quality, 67 % Renderauflösung) |
| Radeon RX 9000 (FSR Upscaling 4.1 Quality, 67 % Renderauflösung) |
| Radeon RX 7000/6000 (FSR Upscaling 3.1 Quality, 67 % Renderauflösung) |
| Intel Arc (FSR Upscaling 3.1 Quality, 67 % Renderauflösung) |
| Raytracing Ein |
| Pathtracing Aus |
| Nvidia | AMD | Intel | |
|---|---|---|---|
| 2.560 × 1.440 | RTX 5060 Ti (16 GB) RTX 4060 Ti (16 GB) |
RX 9060 XT (16 GB) RX 7700 XT |
X |
| 3.440 × 1.440 | RTX 5060 Ti (16 GB) RTX 4070 |
RX 9060 XT (16 GB) RX 7700 XT |
X |
| 3.840 × 2.160 | RTX 5070 RTX 4070 |
RX 9070 RX 7900 XT |
X |
- Die Frameraten sind generell sehr hoch
- Raytracing kostet in Ultra HD auf RTX 5070 Ti und RTX 4080 Super fünf Prozent, auf RX 9070 XT neun Prozent und auf RX 7900 XTX zwölf Prozent.
- GeForce und Radeon sind vergleichbar schnell (aktuelle Generation)
- GeForce ist leicht schneller als Radeon (vergangene Generation)
- Blackwell hat keine Vorteile gegenüber Lovelace
- RDNA 4 hat leichte Vorteile gegenüber RDNA 3
- Intel Arc ist langsam
- 8 GB VRAM sind für WQHD zu wenig
Benchmarks in WQHD, UWQHD und Ultra HD mit Pathtracing
| Grafikoptionen |
|---|
| Quality-Preset, sämtliche Grafikdetails maximiert |
| GeForce RTX (DLSS Ray Reconstruction Performance, 50 % Renderauflösung) |
| Raytracing Ein |
| Pathtracing Ein |
| Nvidia | AMD | Intel | |
|---|---|---|---|
| 2.560 × 1.440 | RTX 5070 RTX 4070 Ti |
X | X |
| 3.440 × 1.440 | RTX 5070 Ti RTX 4070 Ti Super |
X | X |
| 3.840 × 2.160 | RTX 5090 | X | X |
- Pathtracing kostet sehr viel Leistung – auch mit DLSS Performance
- Auch mit 50 FPS (in der Testsequenz) ist Pragmata gut spielbar
- Ab 50 FPS ist DLSS (Multi) Frame Generation für ein flüssiges Bewegtbild empfehlenswert
- RTX 4000 zeigt ein merkwürdiges Leistungsverhalten, RTX 5000 ist klar schneller
RTX 5000 bei Pathtracing mit Vorteilen gegenüber RTX 4000 – oder doch nicht?
In den Pathtracing-Benchmarks haben GeForce-RTX-5000-Grafikkarten Vorteile gegenüber dem Vorgänger RTX 4000, was sich in den Raytracing-Tests noch nicht gezeigt hat. Während zum Beispiel die GeForce RTX 5070 bei RT-Optik in WQHD 14 Prozent schneller als die GeForce RTX 4070 ist, sind es bei Pathtracing 30 Prozent. Die GeForce RTX 5070 Ti ist in UWQHD bei Raytracing 3 Prozent langsamer als die GeForce RTX 4080 Super, bei Pathtracing dann 4 Prozent schneller. Und die GeForce RTX 5090 ist in Ultra HD bei Raytracing 22 Prozent schneller als die GeForce RTX 4090, bei Pathtracing plötzlich satte 50 Prozent. Das Phänomen zieht sich also über alle Modelle und Auflösungen.
Das ist kein Verhalten, was es für gewöhnlich in anderen Spielen gibt, Blackwell hat auch in Pathtracing-Spielen keine Vorteile gegenüber Lovelace. In Resident Evil Requiem ist genau dasselbe Verhalten jedoch schon den Kollegen der PCGH aufgefallen – Und dabei hat sich dann in weiteren ComputerBase-Tests herausgestellt, dass dies an der Testszene gelegen hat. Gilt das also auch für Pragmata?
Es ist schon wieder das einzelne Level
Kurz gesagt, ja. In der fordernden ComputerBase-Testsequenz ist die GeForce RTX 5080 mit Pathtracing gleich schnell wie die GeForce RTX 4090, in vier anderen Szenarien, die unterschiedliche Levels zeigen, ist dagegen die GeForce RTX 4090 17 bis 24 Prozent schneller. Damit ist Pragmata das zweite Spiel, in dem es ein separates Level gibt, wo Blackwell Vorteile gegenüber Lovelace hat. Und beides arbeitet mit dergleichen RE-Engine. Das ist also kein Zufall, auch wenn Nvidia das Verhalten in Resident Evil Requiem mittlerweile durch ein Treiber-Update geändert hat.
Warum ComputerBase dennoch bei der Testszene geblieben ist? Einfach, weil es sich um das fordernste Level in Pragmata handelt. Und auf einer RTX-4000-Karte gibt es dort aktuell eben nicht mehr FPS. Damit sind Lovelace-Vertreter in anderen Spielbereichen zwar schneller unterwegs, in diesem einen aber eben nicht.
Ein System? Oder doch nur Zufall?
Mit der Beobachtung stellt sich automatisch die Frage, ob Nvidia auch in Pragmata mit einem neuen Treiber die RTX-4000-Leistung anheben kann. Das ist nicht ausgeschlossen, aber auch nicht garantiert. Es ist aber auf jeden Fall auffällig, dass dies nun bereits im zweiten RE-Engine-Spiel kurz nacheinander passiert ist und immer noch eine Sequenz betrifft. Auffällig ist auch, dass in beiden Fällen sehr viele Reflexionen zu sehen sind. Doch das kann auch nur ein Zufall sein.
60 FPS auf RTX 4060 und RX 7600 – was muss ich tun?
Sowohl die GeForce RTX 4060 als auch die Radeon RX 7600 haben genug Rechenleistung, um 60 FPS in Full HD zu erreichen. Jedoch muss auf den Speicherverbrauch geachtet werden, der auch in 1.920 × 1.080 mit 8 GB VRAM kritisch werden kann. Auf einer entsprechenden Grafikkarte lautet die Empfehlung, die Grafikoption „Texturenqualität“ auf die Stufe „Mittel“ zu reduzieren, um auf der sicheren Seite zu sein.
Benchmarks mit Frame Generation
Frame Generation zeigt sich in Pragmata als nützliches Tool, um das Bewegtbild zu verbessern. Hierbei ist es aber wichtig zu bedenken, dass eine gewisse Render-Framerate notwendig ist, um ein gutes Spielgefühl zu haben. Eine Render-Framerate von rund 50 FPS wird für ein gutes Spielgefühl benötigt, was von Person zu Person aber auch etwas unterschiedlich ausfallen kann. Das bedeutet (wie immer): Frame Generation ist nicht dafür gedacht, ein ruckelndes Spiel auf ein flüssiges Niveau zu hieven. Die Technologie kann dafür genutzt werden, um ein ziemlich gut laufendes Spiel in nochmals deutlich höhere Frame-Regionen zu hieven. Darüber hinaus wird nur das Bewegtbild auf dem Monitor flüssiger, der Input-Lag und damit die Steuerung verbessert sich nicht (und wird oft etwas schlechter).
Wichtig ist darüber hinaus, dass die Benchmark-Balken bezüglich der FPS immer sehr beeindruckend mit Frame Generation aussehen, die Latenzen für ein vollständiges Bild jedoch ebenso benötigt werden. Da vergleichbare Latenz-Messungen auf AMD- und Nvidia-Grafikkarten sehr zeitaufwendig sind, verzichtet die Redaktion an dieser Stelle auf die Messreihe. Daher zeigen die Benchmarks nur einen Teil der Wahrheit, das gilt es zu bedenken.
Wichtig für ein flüssiges Bewegtbild
Frame Generation zeigt sich in Pragmata als sinnvolles Werkzeug für ein flüssiges Bewegtbild. Die Render-Frameraten sind auf den meisten Grafikkarten gut, sodass Frame Generation oft eingesetzt werden kann. Das Bewegtbild profitiert von den künstlich erzeugen Bildern deutlich, sei es auf einer GeForce- oder auf einer Radeon-Grafikkarte. Auch auf letzteren gibt es in Pragmata ein flüssiges Bild, was längst nicht in jedem Spiel der Fall ist. Das Frame Pacing ist zwar nicht ganz so gut mit FSR Frame Generation wie mit DLSS Frame Generation auf einer GeForce, die Unterschiede sind aber nicht dramatisch.
DLSS Frame Generation fühlt sich bereits bei einer Render-Framerate von 50 FPS gut an und kann ab diesem Level bedenkenlos genutzt werden. DLSS Multi Frame Generation schlägt in dieselbe Kerbe: DLSS MFG 4× fühlt sich ab einer Render-Framerate von 50 FPS sehr flüssig an.
FSR Frame Generation erreicht dieses Niveau nicht, was schlicht am fehlenden Anti Lag 2 liegt. Anders als Nvidia dies mit Reflex macht sieht AMD Anti-Lag 2 beim Einsatz von Frame Generation nicht als ein Must-Have-Feature vor, sodass viele Entwickler AMDs Technologie leider gar nicht erst ins Spiel einbauen. Mindestens 60 Bilder pro Sekunde sollten die Render-FPS auf einer Radeon betragen, besser noch sollten es 70 FPS sein. Dann fühlt sich Frame Gen auf einer Radeon zwar immer noch nicht so direkt wie auf einer GeForce an, die höhere Latenz stört aber nicht – der Eindruck kann sich aber auch von Spieler zu Spieler unterscheiden.
Ein gutes Framepacing auf GeForce und Radeon
Pragmata kompiliert beim ersten Spielstart für wenige Sekunden Shader vorab, darüber hinaus werden auch beim ersten Laden eines neuen Levels weiter Shader kompiliert. Das ist ausreichend, sodass es im Spiel selbst keine Shader-Kompilierungsruckler gibt. Für Traversal-Stotterer gilt dies nicht ganz. Ab und zu lädt das Spiel spürbar einen Kartenabschnitt nach, dann stockt das Spiel kurz. Das tritt aber nicht allzu oft auf und ist damit kein wirkliches Problem.
Das eigentliche Frame Pacing ist auf der GeForce RTX 5070 Ti und der Radeon RX 9070 XT sehr ähnlich, die Unterschiede sind minimal. Beide Grafikkarten zeigen damit eine gute Bildausgabe. Zwar gibt es mehrere kleinere Ausreißer, doch sind diese auf einem VRR-Display nicht zu spüren.
Mit 8 GB gibt es spätestens mit Raytracing Probleme
| 8 GB | 12 GB | 16 GB | 24 GB | |
|---|---|---|---|---|
| 2.560 × 1.440 | X | ✓ | ✓ | ✓ |
| 3.440 × 1.440 | X | ✓ | ✓ | ✓ |
| 3.840 × 2.160 | X | ✓ | ✓ | ✓ |