Cost of Hope im Test: Update 2.0: So hat sich die Optik mit der UE5.5.4 verändert
2/4Die Beleuchtung ist gänzlich neu
GSC Game World hat mit der Unreal Engine 5.5.4 die Beleuchtung von Stalker 2: Update 2.0 grundlegend geändert, weswegen die Optik in den meisten Szenen gänzlich anders wirkt. ComputerBase hat sich mehrere Sequenzen angesehen und miteinander verglichen. In allen gibt es große bis sehr große Unterschiede.
Das „neue“ Stalker 2 ist deutlich heller als das „alte“. Ob tagsüber oder nachts, die Grafik ist generell deutlich heller und nur noch ab und zu liegen Objekte gänzlich im dunklen Schatten. Das liegt unter anderem auch daran, dass die Vegetation teilweise unangenehm leuchtet. Das ist eigentlich ein Effekt, der mit Rasterizer-Grafik oft passiert. Stalker 2: Update 2.0 nutzt wie die Originalversion mit Lumen Software-Raytracing, allerdings scheint dieses nicht korrekt zu funktionieren oder auf einen hardwareschonenden Modus eingestellt zu sein.
Das ist ein Verhalten, das sich leider beinahe durchweg über das Spiel hinwegzieht. Stellenweise sieht dies durchaus gut aus und ist so wohl auch gewollt. Auch in der Stalker-Welt gibt es ab und zu ja auch etwas Sonne. Doch wenn die gesamte Umgebung im Schatten liegt und ein Gebüsch plötzlich regelrecht aufleuchtet, wirkt dies schon sehr merkwürdig. Vor allem je dunkler es in dem Spiel wird, desto schwerwiegender wird der Effekt.
Vieles ist schöner geworden. Die Beleuchtung aber nicht.
Dies ist schade, denn abgesehen von dem Beleuchtungsproblem ist die Spielwelt detaillierter geworden. Die Vegetation wurde stellenweise ausgebaut und ist nun deutlich dichter. Seien es Gras, Büsche oder Bäume, alle Elemente profitieren von Qualität und Quantität. Darüber hinaus sind die Lumen-Reflexionen hübscher geworden. Zusätzlich scheint das Licht nun effektiver in der Spielwelt „zu bouncen“, Objekte nehmen besser die Farbe ihrer Umgebung beziehungsweise des Sonnenlichts an.
Größtenteils ist Stalker 2: Update 2.0 damit hübscher geworden, doch die merkwürdig anmutende, leuchtende Vegetation macht den verbesserten Eindruck wieder zunichte. Dies ist etwas, das die Entwickler unbedingt noch versuchen sollten, anzupassen. Denn das Problem schadet der dichten Atmosphäre des Spiels.
Stalker 2 „1.x“ und „2.0“ im Benchmark-Vergleich
ComputerBase hat auch die Performance von Stalker 2 in der Version Update 2.0 und der letzten vorherigen 1.x-Version miteinander auf einer GeForce RTX 5070 Ti und einer Radeon RX 9070 XT in Ultra HD miteinander verglichen.
Die GeForce RTX 5070 Ti kann die zusätzlichen Details nicht ohne einen kleinen Leistungsverlust darstellen. Mit dem Update 2.0 verliert die Grafikkarte sechs Prozent bei den Durchschnitts-FPS. Auf der Plus-Seite steht jedoch, dass die Perzentil-FPS um vier Prozent besser werden.
Anders dagegen die Radeon RX 9070 XT, die mit der neuen Spielversion von Stalker 2 ein wenig an Geschwindigkeit zulegt. Hier lassen sich immerhin vier Prozent mehr AVG-FPS und sechs Prozent höhere Perzentil-FPS messen.
Radeon verkürzt den Rückstand deutlich
Das liegt aber vielleicht auch daran, dass Radeon-Grafikkarten in Stalker 2 bis jetzt erstaunlich langsam gewesen sind. Auch mit dem Update 2.0 sind diese konkurrierenden GeForce-Produkten noch unterlegen, aber nicht mehr derart massiv. Mit der alten Stalker-2-Version liefert die GeForce RTX 5070 Ti noch 22 Prozent mehr Bilder pro Sekunde als die Radeon RX 9070 XT. Mit dem Update 2.0 sind es nun nur noch elf Prozent. Und bei den Perzentil-FPS konnte die Radeon den Rückstand von sechs Prozent noch leicht auf vier Prozent verkürzen.