Cost of Hope im Test: Fazit

 4/4
Wolfgang Andermahr
123 Kommentare

Stalker 2 Update 2 ist technisch deutlich besser als zum Launch

Bevor es zum Fazit kommt, noch eine wichtige Anmerkung: Ausführliche Grafikkarten-Benchmarks standen natürlich für diesen Artikel wie gewohnt ganz oben auf der To-Do-Liste der Redaktion. Doch das Update 2.0 hatte offensichtlich etwas dagegen. Denn nachdem die Entwickler am Montagabend ein letztes Update zu diesem Update aufgespielt hatten, ließ sich Stalker 2 auf dem Testsystem nicht mehr starten. Es gibt seitdem mehr oder weniger sofort eine UE5-Absturzmeldung und es geht nicht weiter.

ComputerBase steht mit den Entwicklern diesbezüglich in Kontakt, eine Lösung gibt es bis jetzt aber noch nicht. Klassische Benchmarkvergleiche gibt es in dem Artikel entsprechend nur wenige, die meisten Analysen konnten bis zu dem Problem hingegen noch durchgeführt werden. Die Redaktion bittet dies zu entschuldigen.

GSC Game World hat mit „Cost of Hope“ nicht nur einen Erweiterungs-DLC für Stalker 2 herausgebracht. Zugleich wird mit dem „Update 2.0“ auch das Hauptspiel verbessert – inklusive Grafik-Update auf die Unreal Engine 5.5.4 mitsamt neuer Features. Das ist etwas, woran sich andere Entwickler eine Scheibe abschneiden könnten – absolut lobenswert!

Zu einem Großteil ist das Update von technischer Seite auch gelungen. Dies haben die Entwickler vor allem dazu genutzt, um die Grafikqualität zu erhöhen. Allen voran die Vegetation profitiert sichtbar, die sowohl qualitativ als auch quantitativ zugenommen hat. Das erhöht die ohnehin schon dichte Atmosphäre weiter.

Deutlich mehr Vegetation, die aber auch Probleme hat

Darüber hinaus wurde auch die Beleuchtung grundlegend angepasst beziehungsweise es kommt das deutlich verbesserte Software-Lumen der neuen UE5-Version zum Einsatz. Zu einem Großteil funktioniert dies auch. Jedoch neigt die Vegetation zum Leuchten. Und dabei gilt: Je dunkler das Spielszenario ist, umso mehr leuchtet die Vegetation. Das hat das „Original“ deutlich besser gemacht. Da war es dann eben auch richtig dunkel, wenn es dunkel gewesen ist. Das sollten die Entwickler anpassen.

Wer sich mehr Performance von der neuen Unreal Engine 5 gewünscht hat, wird dagegen enttäuscht werden. Zumindest im GPU-Limit verlieren GeForce-Grafikkarten ein paar FPS, Radeons laufen dagegen leicht schneller. Es ist davon auszugehen, dass die maximierte Vegetation nun einmal Leistung kostet, was die Engine-Verbesserungen wieder egalisiert. In Gebieten mit vielen NPCs gibt es auch nach wie vor ein CPU-Limit, das auch auf starken Prozessoren auftritt. Ob dieses geringer als vor dem Update ausfällt, hat die Redaktion nicht überprüft.

Positiv ist, dass Stalker 2 Update 2.0 alle externen Technologien aktualisiert hat: DLSS 4 sowie FSR 4 sind mit an Bord, wenn auch nicht die allerneuesten Versionen. Darüber hinaus gibt es Frame Generation für alle und mit Reflex, Anti-Lag 2 sowie XeLL auch die latenzreduzierenden Techniken von Nvidia, AMD und Intel.

Wer jetzt zu Stalker 2 oder zum DLC Cost of Hope oder nach einer Pause wieder einmal ins Spiel schaut, wird auch technisch das beste Stalker 2 spielen. Probleme gibt es zwar nach wie vor – zumal das Spiel nach dem letzten Update vor dem Launch auf dem Testsystem nicht mehr starten wollte. Doch wird es sich vermutlich eher um eine Ausnahme handeln. Davon abgesehen hat das Spiel seit dem problematischen Start vor nicht ganz zwei Jahren qualitativ deutlich zugelegt.

Die technischen Merkmale
Stalker 2: Update 2.0 Eigenschaften
Entwickler GSC Game World
Publisher GSC Game World
Engine Unreal Engine 5.5.4
API DirectX 12
Nvidia Reflex
Nvidia Reflex 2 Nein
AMD Anti-Lag 2
Intel XeLL
HDR
Widescreen (21:9) (Screenshot-Vergleich)
Kantenglättung Nicht vorhanden
Temporales Upsampling
Nvidia DLSS Super Resolution ✓ (DLSS 4 im Spiel
DLSS 4.5 per Nvidia-App)
Nvidia DLSS Frame Generation
Nvidia DLSS Multi Frame Generation ✓ (4×)
Nvidia DLSS Dynamic-MFG Nein
Nvidia DLSS Ray Reconstruction Nein
AMD FSR Upscaling ✓ (4.0.2 im Spiel, FSR 4.1 per AMD-App)
AMD FSR Frame Generation ✓ (3.1.5 im Spiel, 4.0 per App)
AMD FSR Ray Regeneration Nein
Intel XeSS Super Resolution ✓ (1.3 im Spiel)
Intel XeSS Frame Generation
Epic UE TSR
Native Auflösung + Upsampling ✓ (DLAA, FSR + XeSS + TSR + TAAU Native)
Manuelles Nachschärfen
Direkt zur Upsampling-Analyse
Raytracing
Software-Lumen (UE5) ✓ (Beleuchtung, Reflexionen)
Hardware-Lumen (UE5) Nein
Pathtracing Nein
Release-Datum 20. Oktober 2026
Preis zum Release 60 Euro
80 Euro (Deluxe Edition)
110 Euro (Ultimate Edition)
Aktuell rabattiert auf 42, 56 und 77 Euro

ComputerBase hat Stalker 2: Cost of Hope mit dem Update 2.0 von der für das Spiel zuständigen PR-Agentur zum Testen erhalten. Das Spiel wurde unter NDA zur Verfügung gestellt. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme der Agentur auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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