DLSS 5: Bildqualität und Performance in der DLSS-5-Analyse
2/3Die Bildqualität von DLSS 5 in Hogwarts Legacy
Die folgenden Analysen finden in Ultra HD mit DLSS Quality statt. Mittels Treiber-App wurde DLSS Ray Reconstruction auf das neue Preset F von DLSS 4.5 aufgewertet. Die Grafikdetails des Spiels sind maximiert, dasselbe gilt für die Raytracing-Optionen. Letztere umfassen Reflexionen, Schatten und Umgebungsverdeckung. Die komplette Beleuchtung wird dagegen mit klassischen Rasterizer-Effekten berechnet.
Bei NBA 2K27 war es einfach: In den Gameplay-Szenen hat DLSS 5 nur einen marginalen optischen Unterschied gemacht, in den Zwischensequenzen fiel das Neural Rendering dagegen durchweg positiv auf. Der erste Einsatz von DLSS 5 war gelungen. In Hogwarts Legacy ist das Bild dagegen deutlich komplexer. Und schlussendlich ist es auch weniger überzeugend.
Auch in Hogwarts Legacy kann DLSS 5 richtig gut aussehen
In der richtigen Szene zeigt DLSS 5 auch in Hogwarts Legacy, was es kann. Vor allem in Hogsmeade wird die Grafikqualität in den meisten Fällen sichtbar aufgewertet. DLSS 5 weiß dann mit höheren Kontrasten und realistischeren Schattierungen zu gefallen. Die Beleuchtung ist realistischer, denn stellenweise schafft es DLSS 5, das „Rasterizer-Leuchten“ abzustellen. Teilweise zeigen auch die Texturen sichtbar mehr Details. Die Unterschiede sind nur selten riesig – wobei es durchaus Ausnahmen gibt –, doch insgesamt macht das schon einen guten Eindruck.
So weit, so gut. Doch das Problem ist, dass der optische Einfluss von DLSS überall sonst (meistens) deutlich geringer ist. Und manchmal ist auch überhaupt nicht auseinanderzuhalten, ob DLSS 5 an- oder ausgeschaltet ist. Teilweise dachten wir, dass DLSS 5 ausgeschaltet war, doch es war eingeschaltet. Und doch gab es Sequenzen, in denen DLSS 5 einen sichtbaren Sprung nach vorn gebracht hat. Das war aber nur selten der Fall. Meistens war es einfach nur anders – und oft auch nur ein wenig anders.
Der Hauptcharakter wirkt optisch etwas wie ein Fremdkörper
Als gute Entscheidung der Entwickler hat sich herausgestellt, dass die Charaktere nicht von DLSS 5 bearbeitet werden. Nach der riesigen Kritik an der DLSS-5-Ankündigung haben die Entwickler komplett zurückgerudert. Die Kleidung der NPCs wird zwar noch von DLSS 5 bearbeitet, mehr aber nicht. Das funktioniert gut in Kombination mit der DLSS-5-Optik und wirkt zu keiner Zeit wie ein Fremdkörper.
Doch ausgerechnet die Hauptfigur wird komplett durch DLSS 5 bearbeitet. Das hat teilweise seine Vorteile. Wenn eine Lichtquelle auf den Spieler scheint, leuchten die Haarränder realistisch auf. Das sieht gut aus. Doch davon abgesehen erinnert zumindest die im Test benutzte Hauptfigur schon ziemlich an einen Instagram-Filter. Das Haar glänzt übermäßig, das Gesicht wirkt modellartig. Das sieht nicht nur AI-Slop-mäßig aus, es passt auch einfach überhaupt nicht zu den restlichen Charakteren. Das fällt umso mehr auf, da der Grafikstil von Hogwarts Legacy nur teils realistisch ist. Das Gesicht wird dagegen durch DLSS 5 in Richtung Fotorealismus geschoben. Das beißt sich zusätzlich. Das Problem betrifft dabei „nur“ das Gesicht – der übrige Hauptcharakter sieht mit DLSS 5 gut aus.
Durch DLSS 5 erzeugte Grafikfehler gibt es so gut wie nicht. Ähnlich wie in NBA 2K27 gibt es je nach Situation den Effekt, dass der Hauptcharakter in Bewegung weiße Ränder erzeugt. Allerdings haben wir dies nur an einer Stelle gesehen, sonst fiel der Effekt nicht auf. In dem Basketballspiel war der Effekt deutlich ausgeprägter.
Die Performance von DLSS 5 in Hogwarts Legacy auf einer RTX 5090
In WQHD ist die GeForce RTX 5090 mit DLSS Quality auf dem eingesetzten Ryzen 9 7950X3D CPU-limitiert – Raytracing erzeugt bei der Unreal Engine 4 eine hohe CPU-Last. Entsprechend sind die Kosten von DLSS 5 in diesem Testszenario gering. Gerade einmal 13 Prozent FPS kostet in dem Fall das Neural Rendering.
Und das ist auch der Grund, warum DLSS Multi Frame Generation 4× einen riesigen FPS-Boost bringt. Ohne DLSS 5 steigt die Framerate um satte 215 FPS, mit DLSS 5 beträgt der Zuwachs 206 Prozent. Der Leistungsverlust durch Neural Rendering ist mit 15 Prozent entsprechend sehr ähnlich.
DLSS 5 kostet deutlich weniger FPS als in NBA 2K27
In Ultra HD spielt der Prozessor dann keine Rolle mehr, hier bremst alleine die GeForce RTX 5090. DLSS 5 kostet bei der hohen Auflösung entsprechend deutlich mehr Leistung: 23 Prozent. Der Leistungsverlust ist dennoch deutlich geringer als in NBA 2K27 – warum das so ist, bleibt unklar.
Mit DLSS Multi Frame Generation 4× erhöht sich die Framerate ohne Neural Rendering um 199 Prozent, mit Neural Rendering sind es 213 Prozent. Der Leistungsverlust durch DLSS 5 fällt mit den künstlichen Bildern also etwas kleiner aus.
In WQHD kommt die GeForce RTX 5090 damit auch ohne künstlich generierte Frames auf weit mehr als 60 FPS, in Ultra HD scheitert Nvidias Grafikkarten-Flaggschiff dagegen knapp daran. Hogwarts Legacy ist in der Auflösung mit DLSS 5 spielbar, das Bewegtbild könnte aber definitiv flüssiger sein. DLSS Multi Frame Generation kann diesbezüglich Abhilfe schaffen.
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