Next-Level-Gaming?: Analyse der Bildqualität von DLSS 5 (Mod) in The Last of Us Part II

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Wolfgang Andermahr (+1)
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Creator Intent vs. „Have it Your Way“

In NBA 2K27 und damit einer offiziellen DLSS-Integration ist es einfach. DLSS 5 ist ein oder aus. Mehr Einstellungen gibt es nicht. Und das ist auch richtig so: „Creator Intent first!“ – das war das klare Feedback auf die Ankündigung von DLSS 5 im Frühjahr. Und so ist es offiziell auch gekommen.

Anders sieht es dagegen bei der Mod-Version von DLSS 5 aus. Dort gibt es viele Einstellungen. Creator Intent? Den gibt es mit dem Mod mit Sicherheit nicht mehr.

Die Standardeinstellungen sind in den meisten Spielen – und auch im hier genutzten The Last of Us Part II – wenig sinnvoll und teils völlig übertrieben. Mit diesen wird ein potenziell tolles DLSS 5 schnell zu einem Horrorkabinett.

TLoU II setzt auf eine fotorealistische Grafik und eignet sich damit potenziell gut für den DLSS-5-Mod. Raytracing gibt es zwar nicht, doch die klassische „gebackene“ Beleuchtung wurde in dem Spiel vermutlich händisch mehr optimiert als in jedem anderen Spiel. Das hat zur Folge, dass DLSS 5 stellenweise gar nicht so viel an der Optik verändert. Vielmehr gibt es meistens ein Detail-Tuning und nur ab und zu „die volle Dröhnung“.

DLSS 5: Voraussetzung „Fotorealismus“

The Last of Us Part II sieht auch sechs Jahre nach Release auf dem PC noch toll aus – die Animationen sind sogar nach wie vor die Referenz. Mit DLSS 5 kann das Spiel aber noch einmal eine gute Ecke besser aussehen. In den zahlreichen Zwischensequenzen wird dabei primär die Beleuchtung der Gesichter aufgewertet. Der Vorteil in dem Spiel ist, dass dies sehr gut zu den erstklassigen Animationen passt. In anderen Spielen kann es hier schnell gruselig werden, wenn schlechte Animationen auf eine gute Beleuchtung treffen. In TLoU Part II passt dies aber. Das sieht immer mal wieder absolut beeindruckend aus. Sehr gut ohne DLSS 5. Und eben beeindruckend mit DLSS 5.

Noch größere Unterschiede lassen sich im Gameplay finden. Hier wird es den Entwicklern von Naughty Dog schwerer gefallen sein, händisch eine optimale Beleuchtung zu finden. Entsprechend mehr kann DLSS 5 daraus machen. Da werden dann die zahlreichen Gräser sichtbar schattiert. Und das Wasser wirkt eine Ecke realistischer. Am meisten profitieren aber die Charaktere von DLSS 5, auch wenn man beim Gameplay nur deren Rücken in der Third-Person-Perspektive sieht. Mit DLSS 5 werden diese deutlich besser ausgeleuchtet. Das wirkt eine ganze Ecke realistischer.

Die Auswirkung der Intensität

Zwar kann der DLSS-5-Mod in TLoU II gut funktionieren, ganz einfach ist dies aber nicht. Wer zum Beispiel alles bei den Standardeinstellungen belässt, hat möglicherweise gleich mehrere Probleme. So greifen diese generell doch ziemlich intensiv in die Optik ein. Vielen wird das zu viel sein – auch dem schreibenden Redakteur. Mit den Standardeinstellungen wirken vor allem die Gesichter zu übertrieben. Im eigentlichen Gameplay funktioniert das noch ganz gut. Nicht mehr aber in den Zwischensequenzen.

Entsprechend ist es empfehlenswert, den Intensitäts-Slider auf 0,7 zu reduzieren. Das ist eine Einstellung, die dem Redakteur in mehreren Spielen gut gefallen hat. Je nach Titel ist mal 0,5 sinnvoller, teils auch 0,8. Das ist aber der Bereich, in dem die meisten Spiele gut aussehen, ohne die Optik gänzlich zu überarbeiten.

Problematisch ist es, wenn je nach Sequenz eine andere Einstellung optimal ist. Das ist etwas, was der Entwickler bei einer manuellen DLSS-5-Integration lösen kann. Mit dem DLSS-5-Mod wird man es aber eher bei einer Einstellung lassen. Die funktioniert dann aber nicht immer ideal.

Die Auswirkung des KI-Modells (Style)

Die zweite Baustelle ist das KI-Modell. Auch hier fällt das Fazit für The Last of Us zweigeteilt aus. Die Zwischensequenzen wirken mit der Standardeinstellung zum Beispiel merkwürdig beleuchtet und oft deutlich zu dunkel. Das wirkt schon sehr anders als das, was die Entwickler vorsehen. Hier weiß das Natural-Preset deutlich besser zu gefallen.

Natural hat dagegen beim Gameplay zu kämpfen, hier wirkt der Effekt oft völlig übertrieben und das Bild überbeleuchtet. Die Default-Einstellung macht in dem Fall einen besseren Job. Wer nicht dauernd die Settings hin- und herschalten möchte, fährt mit Default besser. Damit ist der Worst-Case-Fall weniger schlecht als mit Natural.

Völlig sinnlos erscheint dagegen die Cinematic-Einstellung. Diese wirkt sowohl in Zwischensequenzen als auch beim Gameplay oft völlig merkwürdig. Zumindest in TLoU II funktioniert die Einstellung überhaupt nicht.

Die Auswirkung der Farbintensität

Die Farbeinstellung der DLSS-5-Mods ist ebenso eine mächtige und wichtige Funktion. Will man überhaupt, dass DLSS 5 die Sättigung des Spiels ändern kann? Die Antwort kann von Titel zu Titel anders ausfallen. In The Last of Us Part II sah dies ganz gut aus, aber auch erst nach mehreren Updates des Mods, denn zuerst war die Funktion in dem Spiel völlig kaputt. Die Antwort kann also auch von Mod zu Mod unterschiedlich ausfallen.

One config does not fit all

Die beste Konfiguration des DLSS-5-Mods gibt es also nicht. Diese wird von Spiel zu Spiel, teils sogar von Szene zu Szene anders ausfallen. Und das ist der Grund, warum der Mod eine richtige Integration in ein Spiel nie ersetzen wird. Denn mit den Standardeinstellungen wird die Grafik oft zu sehr verändert, es ist mehr Feintuning notwendig. Und dieses kann schnell aufwendig werden.

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