Asus Ascent QN10 im Test: Leistungsaufnahme, Lautstärke und Fazit
3/3Leistungsaufnahme
Der Asus Ascent QN10 ist ein sehr sparsamer kleiner PC. Im Leerlauf unter Windows 11 genehmigt sich das Modell bei von der Telemetrie genannten knapp über ein Watt für die CPU nur 5 Watt direkt aus der Steckdose an der Wand.
Unter voller Belastung darf das Modell auf über 75 Watt in der Spitze hochgehen, pendelt sich nach kurzer Turbophase dann aber ein. An der Steckdose stehen dann maximal 95 Watt, im Schnitt später bis zu 80 Watt – kein Problem für das 180-Watt-Netzteil, welches zum Lieferumfang gehört.
Lautstärke
Einen Punkt, den Asus in letzter Zeit sehr gut umsetzt, ist die Lüftersteuerung. Vor allem die Integration von Fan-Stop ist auch beim Ascent QN10 einmal mehr gut gelöst. Denn einen PC nicht zu hören, wenn er nichts macht, ist ein erstrebenswertes Ziel. Das kann auch der QN10.
Wird der PC belastet, springt der Lüfter überraschend erst nach rund einer halben Minute an. Dann erhöht sich die Lautstärke auf bis zu 38 dB(A), was durchaus hörbar ist, aber gerade noch im Rahmen liegt.
| Profil | Lautstärke, Temperatur und Stromverbrauch (nur CPU gesamt) | ||
|---|---|---|---|
| zum Start | Durchschnitt | am Ende | |
| Windows 11 im Leerlauf | |||
| Standardmodus (50/65 W) | 28 dB(A) bei 46 °C und 1,1 Watt | ||
| Cinebench 2024 Multi-Core | |||
| Standardmodus (50/65 W) | 38 dB(A) bei 96 °C und 63 Watt | 38 dB(A) bei 78 °C und 50 Watt | 38 dB(A) bei 80 °C und 50 Watt |
| 3DMark Steel Nomad Light | |||
| Standardmodus (50/65 W) | 32 dB(A) bei 76 °C und 21 Watt | ||
| Windows Power Profil immer auf „Ausbalanciert“, Verbrauch laut Telemetrie (CPU only) | |||
Um die Geräuschkulisse besser zu dokumentieren, findet sich nachfolgend die Tonaufnahme aus dem Betriebsmodus. Die Aufnahme erfolgte mit 40 Zentimetern Abstand zur Gehäusefront aus dem Leerlauf in einen CPU-Volllast-Benchmark.
Fazit
Der neue Asus Ascent QN10 als erster Mini-PC mit dem starken Qualcomm Snapdragon X2 Elite zeigt genau dort seine Stärken, wo sie zu erwarten waren.
In modernen Anwendungen unter Windows, die Arm-Chips nativ unterstützen, spielt die Prozessorleistung dank 18 Kernen stets an der Spitze mit. Ältere Software respektive Software, die für x86 programmiert wurde, hält da nicht mit – ohne allerdings ins Bodenlose zu sinken.
Dank vielen modernen Anschlüssen kann der kleine PC problemlos in vielen Bereichen eingesetzt werden, was beispielsweise auch den Einsatz von vier Bildschirmen einschließt. Für Office-Aufgaben ist die integrierte Grafikeinheit im Qualcomm-Prozessor ohnehin am besten geeignet, wenngleich – sofern lauffähig unter Windows on Arm – auch das ein oder andere Spiel möglich ist. Die Treiberunterstützung und der Treiber-Support sind aber weiterhin nicht im Ansatz auf dem von AMD und Nvidia bekannten Niveau.
Mit 80 TOPS ist die NPU zwar die größte verbaute in Consumer-Lösungen, auch hier kann es aber vorkommen, dass diese gar nicht genutzt werden kann oder die Leistung hinter den Erwartungen zurückbleibt, weil die Unterstützung mangelhaft ist. Wie die KI-Benchmarks zeigen, muss man wissen, wo man die Hexagon NPU nutzen kann, sonst liegt sie brach. Bekannte Inference Engines wie LM Studio können darüber hinaus nicht einmal die GPU ansprechen, die CPU ist in diesem Fall die einzige (gar nicht so langsame, aber ineffiziente) Wahl.
Dennoch ist der Asus Ascent QN10 ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, der das Ziel hat, nicht nur Qualcomm, sondern auch Arm noch breiter im Windows-Consumer-Markt aufzustellen. Bei Qualcomm und Microsoft geht es allerdings immer nur langsam voran. Nvidia könnte mit RTX Spark ab Oktober für mehr Bewegung sorgen, „Abwarten!“ ist aber sicherlich die beste Devise.
Ein „Problem“ teilt der Asus Ascent QN10 am Ende mit anderen starken Mini-PCs: Er ist richtig teuer. Über 2.100 Euro sind mehr, als für den NUC 16 Pro (Test) aus gleichem Haus in ganz gehobener Ausstattung verlangt werden. Der ist am Ende dann doch das rundere Paket.
- Sehr hohe Office-Leistung
- Sehr geringer Verbrauch im Alltag
- Fan-Stop im Leerlauf
- Kompaktes Alu-Chassis
- SSDs leicht wechsel-/erweiterbar
- Umfassende Anschlüsse
- Drei Mal USB4 Typ-C mit Power Delivery
- Bei älteren Anwendungen mitunter starker Leistungsabfall
- Aktualisierungen nur via Windows-Update
ComputerBase hat den Asus Ascent QN10 leihweise vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung durch ComputerBase Pro und deaktivierte Werbeblocker. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.
- 3DMark Steel Nomad, Time Spy...
- AC: Black Flag Resynced
- Cinebench 2026
- Forza Horizon 6
- Apple M1 – M6