News 1,2-Mrd.-Euro-Deal: Schneider Electric greift nach Shelly Smart Home

Nscale schrieb:
Shelly ist, stand jetzt, immer noch eine Bastellösung für den Endkunden der nachträglich etwas automatisieren möchte. Das hat durchaus seine Daseinsberechtigung. Shelly wollte und will damit aber auch in den Neubau vordringen und gibt viel Geld für Werbung und Anwerbung von Installationsunternehmen aus.
Nscale schrieb:
Shelly ist ja ein Paradebeispiel dafür, dass auch größere Installationen über WLAN funktionieren können, aber eben doch sehr störanfällig sind.
Das ist auch das größte Problem wie ich finde. WLAN ist störanfällig, aber lässt bequem Smarthome Geräte im Nachhinein hinzufügen ohne neue Leitungen zu verlegen.

Bei mir in der Nähe, wo ich wohne, gibt es Loxone und bei denen war ich schon mal. Nur interessehalber und ich finde die Produkte von denen mega.

Auch aus Sicherheitsgründen finde ich "hardwired" Smart-Devices viel viel besser als es Smart-Devices mit WIFI Fähigkeit sind. Wenn alle Geräte hardwired sind, dann schmeißt du alle in ein eigenes VLAN und blockierst jegliche Kommunikation nach draußen (Local LAN/Internet).
Lediglich deine Zentrale (bei mir Home Assistant) darf in das VLAN kommunizieren und die Smart-Devices dürfen mit einer "Reply-rule" zurück antworten aus ihrem VLAN.

Bei heutigen SmartTVs ist es genau das selbe, wobei meiner gar nicht im Internet ist bzw. Offline betrieben wird. Aber das WIFI ist bestimmt an und durch die letzten News weiß man, dass der TV auch nach öffentlichen WIFIs sucht…

Eigentlich muss man solche Geräte aufschrauben und WIFI Funktionalitäten physisch außer Betrieb setzen oder wenn möglich rooten und deaktivieren.

Mir stellen sich Nackenhaare auf, wenn Normalos mit einer FritzBox sich so ein ganzes SmartHome aufbauen und jedes Gerät ins Internet darf.
 
Nscale schrieb:
Du Vergleichst einen rein meachnisch arbeitenden Leitungsschutzschalter, der dazu ein absolutes Massenprodukt ist, mit einem kleinen Minicomputer, ...
Du hast das aber so was von nicht verstanden. Ich vergleiche das Gehäuse des Shelly Pro, mit dem Gehäuse eines Sicherungsautomaten. Da beide sich stark ähneln kann man von ähnlichen Herstellungskosten ausgehen. Und ich habe bewußt Hager als deutschen Markenhersteller gewählt, und nicht jemand der in Bulgarien herstellt. Fakt ist, egal wie man es dreht und wendet, ein Plastikgehäuse in dieser Größe kostet keine 5€ - DAS ist meine Aussage.

Letztendlich sehe ich das ähnlich wie Du mit dem Unterschied Bastellösung vs Neuanlage/Profiinstallateur. Ein Hauptgrund der Preispolitik Shellys ist das sie verzweifelt versuchen sich bei Elektrikern beliebt zu machen. Ein Elektriker wird immer Profiqualität in Sachen Automation z.B. KNX dem Kunden nahelegen weil diese mehr kostet. Und man verdient nicht (nur) an Arbeitszeit, sondern die meisten beharren darauf nur das zu verbauen was sie selbst liefern. Mit 50-200% Aufschlag als wenn man die gleichen Produkte über Geizhals oder Idealo sucht. Ein Online-Lieferant wie Zählerschrank24.de oder Elektroversand Schmidt liefert auch einmalig an Endkunden, echte Profiqualität nicht der häufig in Baumärkten anzutreffende Billig-Ramsch. Wenn man dann die Aufstellung des Elektrikers betrachtet, da schlackert man nur noch mit den Ohren. Das zieht sich so über die ganze Branche. Wenn man mal da so betrachtet was Jung für eine USB-Ladedose verlangt, dabei den aktuellen gängigen Ladestandards 5-10 Jahre hinterherhinkt, und keinesfalls genug Power hat um ein modernes Handy geschweige denn Tablet effizient zu laden, dann versteht man die Welt auch nicht mehr.

Letztendlich ist ausnahmslos die gesamte Branche Elektroinstallation nur eine riesige Abzocke. Wer nicht abgezockt werden will, der muß halt mit "Bastellösungen" vorlieb nehmen. Und selber lernen wie Elektrik funktioniert, damit er nicht maßlos vom Elektriker über den Tisch gezogen wird.
Ergänzung ()

HOCLN2 schrieb:
Eigentlich muss man solche Geräte aufschrauben und WIFI Funktionalitäten physisch außer Betrieb setzen oder wenn möglich rooten und deaktivieren.
Ja aber streiche das eigentlich. Da dafür kauft man sich einen Sony. Zuerst Entwickleroptionen freischalten dann per ADB die ganze Bloatware und Tracking deinstallieren (nicht nur deaktivieren). Das geht aber mit Smart-TVs die nicht auf Android aufbauen (Samsung, LG) entweder gar nicht, oder so technisch aufwendig daß 99,99% der Anwender das niemals hinkriegen ohne ihren TV zu zerschießen.

Aber wer ein smartes/mobiles Gerät benützt, ohne sich zuerst mit dem Thema ADB und rooting zu befassen, ist sowieso selbst schuld wenn er ständig getrackt und ausspioniert wird. Ganz zu schweigen davon daß die ganze Bloatware/das Tracking den meist unterdimensionierten SoC hoffnungslos überlastet, bis das Gerät nur noch in Zeitlupe reagiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gaming-Opa schrieb:
Da dafür kauft man sich einen Sony. Zuerst Entwickleroptionen freischalten dann per ADB die ganze Bloatware und Tracking deinstallieren (nicht nur deaktivieren).
Also willst du mir verkaufen, dass nur die Sony Fernseher von Haus aus diese Möglichkeit bieten, diese Funktionen zu entfernen?

LG TVs kann man ja rooten aufgrund von Sicherheitslücken.

Ich habe es mir einfach gemacht von Tag 1. Mein LG OLED war nie im Internet und es hängt ein Apple TV dran, aber der nächste TV wird gründlich beleuchtet und oder modifiziert. Ich will eigentlich wenn möglich in fest installierten Geräten kein WIFI haben, sondern wenn nur LAN haben.
 
HOCLN2 schrieb:
Also willst du mir verkaufen, dass nur die Sony Fernseher von Haus aus diese Möglichkeit bieten, diese Funktionen zu entfernen?
Nein, natürlich nicht, es gibt zahlreiche andere Marken die auf Android-TV basieren. Aber Sony ist (war?) hierbei der einzige Premium Anbieter. Alles andere ist China-Schrott.
HOCLN2 schrieb:
LG TVs kann man ja rooten aufgrund von Sicherheitslücken.
Niemand stellt in Frage, daß Du oder andere technisch versierte dies können. Nichtsdestotrotz ist die technische Hürde höher als bei einem Android TV. Als ich meinen ersten Flachbildschirm von Sony gekauft habe, habe ich geflucht wie sonst was bezüglich der ganzen Bloatware, und habe meine Markentreue diesbezüglich ernsthaft in Frage gestellt. Bis ich das erste Mal einen Samsung TV erlebt habe, bzw einrichten müssen. Das war eine Anschaffung für eine Mietwohnung. Ich dachte so bei mir, daß der TV eigentlich ein Grund für Mietminderung wäre, anstatt als Argument für eine höhere Miete zu dienen. Ein LG TV habe ich zugegebenermaßen nie selbst erlebt. Ich weiß nur aus dritter Hand, daß LG von Haus aus ein geschloßeneres Öko-System unterhält im Vergleich zu Android-TV.
 
Nscale schrieb:
Dass die Pro Geräte mit LAN angefahren werden können ist dabei ein Fortschritt wie auch ein Schuss mit der Kanone auf Spatzen. Wer sich das ausgedacht hat, hat keine Ahnung von Elektroinstallation und überschätzt maßlos das, was da wirklich an Datenübertragung stattfindet. Da ist der zwei Draht Bus von z.B. KNX die deutlich bessere Wahl und auch mehr als ausreichend. Mit modernen Protokollen sowieso.
Wenn die Geräte einen eigenen Webserver oder eine eigene, offene Schnittstelle haben, ist das gut, vor allem, wenn Sicherheitslücken zeitnah beseitigt werden. Außerdem bedeutet RJ45 nicht automatisch Ethernet. Der Vorteil ist hier ja, dass die Kabel, Verteiler und das ganze Zubehör großflächig und billig verfügbar ist.
 
Nscale schrieb:
Wenn die Umsätze mit Neukunden und Endgeräten stagniert, wird auch dort versucht mit Abo-Modellen weiter Geld zu verdienen.
Wobei ich das nicht sehe, aber natürlich sind Preiserhöhungen immer möglich. Ein Zusammenschluss bietet aber eben idR. auch erheblich mehr als nur "das Unternehmen wirft ja Gewinn ab". Know-How, Komplettierung unvollständiger Produktpaletten etc.
 
Gaming-Opa schrieb:
Aber Sony ist (war?) hierbei der einzige Premium Anbieter. Alles andere ist China-Schrott.
Da musst du aber demnächst genau den China-Schrott kaufen, da Sony, wenn ich mich recht entsinne, die TVs einstellt...
Gaming-Opa schrieb:
Niemand stellt in Frage, daß Du oder andere technisch versierte dies können.
Dies stimmt, da gebe ich Dir Recht. Auf der anderen Seite werden Normalos sich aber auch keine Gedanken in erster Linie darüber machen (Technikdetails/Datenschutz/Sicherheit).
Gaming-Opa schrieb:
Ich weiß nur aus dritter Hand, daß LG von Haus aus ein geschloßeneres Öko-System unterhält im Vergleich zu Android-TV.
Ist ein eigenes OS, genauso wie es Tizen von Samsung ist. Ich hatte LG bzw. habe immer noch einen LG OLED (ohne Internet) und meine Partnerin hatte einen Samsung (im Internet) mitgebracht. Wobei ich ziemlich sicher bin, dass Tizen von Samsung bestimmt irgendein Android ist. Ich denke nicht, dass das ein richtiges Linux ist.

Ich bin aber ehrlich: Ich würde immer mir eine externe Box an den Fernseher schnallen, da bisher jeder SmartTV nie wirklich flüssig war in der Bedienung.
 
HOCLN2 schrieb:
Auch aus Sicherheitsgründen finde ich "hardwired" Smart-Devices viel viel besser als es Smart-Devices mit WIFI Fähigkeit sind. Wenn alle Geräte hardwired sind, dann schmeißt du alle in ein eigenes VLAN und blockierst jegliche Kommunikation nach draußen (Local LAN/Internet).
Lediglich deine Zentrale (bei mir Home Assistant) darf in das VLAN kommunizieren und die Smart-Devices dürfen mit einer "Reply-rule" zurück antworten aus ihrem VLAN.
Also ich finde hard wired ja auch deutlich besser als wlan, aber alles was du beschreibst geht auch mit WLAN.
 
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Miuwa schrieb:
aber alles was du beschreibst geht auch mit WLAN.
Ja, wenn du bspw. Spoofing vermeiden möchtest und die Geräte deshalb in ein VLAN schiebst.
Ich rede aber auch von Sicherheitslücken im Gerät selber. Viele IoT Geräte haben kein WPA3 und genauso kommst du aufgrund von WLAN viel leichter an ein Gerät ran.

Versuch das mal, wenn das Gerät nur per LAN betrieben wird und keinerlei WIFI Fähigkeiten hat (WLAN/Bluetooth).
 
HOCLN2 schrieb:
Auch aus Sicherheitsgründen finde ich "hardwired" Smart-Devices viel viel besser als es Smart-Devices mit WIFI Fähigkeit sind. Wenn alle Geräte hardwired sind, dann schmeißt du alle in ein eigenes VLAN und blockierst jegliche Kommunikation nach draußen (Local LAN/Internet).
Lediglich deine Zentrale (bei mir Home Assistant) darf in das VLAN kommunizieren und die Smart-Devices dürfen mit einer "Reply-rule" zurück antworten aus ihrem VLAN.
Das ist z.B. meine Aussage bezüglich KNX. Ich sehe das bei Shelly zum Teil auch etwas kritisch, dass jedes Gerät grundsätzlich ins Internet telefonieren kann, aber nur so funktioniert deren Cloud eben. Extra noch auf Home Assistant oder ioBroker umswitchen sehe ich z.B. für mich nicht und macht eine Bastellösung noch Bastellbehafteter. Wobei Home Assistant schon einiges kann und mit Matter kompaktiblen Geräten gut umzugehen weiß. Und wer von außen Zugriff möchte, aber keine statische IPv4 hat, hat es noch schwerer. Das Cloud Ding ist halt ein Kompromiss mit dem man leben muss, genauso mit:

HOCLN2 schrieb:
Mir stellen sich Nackenhaare auf, wenn Normalos mit einer FritzBox sich so ein ganzes SmartHome aufbauen und jedes Gerät ins Internet darf.
Ist mit den meisten, nachträglichen Smarthome Komponenten so. Shelly ist da keine Ausnahme.
Bei fest verdrahteter Installation und Busanbindung ist das System nur über direkten Leitungszugang, z.B. im Außenbereich, zugänglich und da hat KNX z.B. auch schon nachgezogen und für entsprechende Verschlüsselungen auf dem Bus gesorgt. Mein Haupttreiber für eine Bus-Priorisierung ist aber nach wie vor die Funktionsstabilität. Und gerade im Neubau ist das ja absolut kein Problem zu realisieren. Alles andere ist dann eben eine Nachrüstlösung. Das ist eigentlich auch was, was Shelly noch fehlt: Ein richtiger Homeserver, wie die Hager Domovea oder der Gira X1. Mit denen dann ein VLAN aufbauen und wir wären soweit... Dafür scheint Shelly aber eben die Expertise oder der Feinsinn zu fehlen. Am Ende ist der Hauptkunde eben der unbedarfte Laie, der am Schaltschrank nichts verloren hat.

Gaming-Opa schrieb:
Du hast das aber so was von nicht verstanden. Ich vergleiche das Gehäuse des Shelly Pro, mit dem Gehäuse eines Sicherungsautomaten. Da beide sich stark ähneln kann man von ähnlichen Herstellungskosten ausgehen. Und ich habe bewußt Hager als deutschen Markenhersteller gewählt, und nicht jemand der in Bulgarien herstellt. Fakt ist, egal wie man es dreht und wendet, ein Plastikgehäuse in dieser Größe kostet keine 5€ - DAS ist meine Aussage.
Dann war das in der Kommunikation vielleicht einfach etwas schräg, aber nur aufgrund der Gehäuseform auf einen Preis Rückschlüsse ziehen zu wollen und alles andere ungeachtet zu lassen ist mindestens genauso falsch und zeugt nicht unbedingt von Fertigungsverständnis, da drehen wir uns gerade im Kreis. Das Gehäuse ist noch der kleinste Posten an der Fertigung. Rest siehe meiner vorangegangene Antwort zu dem Thema.
Gaming-Opa schrieb:
Ein Elektriker wird immer Profiqualität in Sachen Automation z.B. KNX dem Kunden nahelegen weil diese mehr kostet.
Berufsbedingt kann ich schlicht sagen: KNX wählt man, weil es viel kann, nicht von einem einzelnen Hersteller abhängt und stabil und sicher läuft. Loxeone ist eine technisch ausgereifte, gute aber genauso teure Alternative. Wenn Loxeone aber in die Kreide geht, war es das mit der Aufrechterhaltung eines Systems über viele Jahre wenn es um Ersatzteile geht. Genau darum geht es ja im Grunde und genau deshalb wird zu KNX gegriffen. Nicht weil KNX mehr kostet.

Gaming-Opa schrieb:
Wenn man mal da so betrachtet was Jung für eine USB-Ladedose verlangt, dabei den aktuellen gängigen Ladestandards 5-10 Jahre hinterherhinkt, und keinesfalls genug Power hat um ein modernes Handy geschweige denn Tablet effizient zu laden, dann versteht man die Welt auch nicht mehr.
Well... Fair point, kann aber der Elektroinstallateur nichts für und wird auch regelmäßig genug an die großen Hersteller heran getreten. Da kommt dann aber auch das Problem hinzu: Ein größeres Netzteil braucht Platz, und der ist auch in einer tiefen Schalterdose begrenzt plus der Wärmestau... Schuko-Steckdose/USB-Lade-Kombination wird deshalb von vielen Kollegen gar nicht erst angeboten, weil eben genau diese beiden Punkte eine höhere Ladeleistung verhindern. Reine USB-Lader gibt es dagegen auch mit Quick Charge 4+ und Ladeleistungen bis 60W+ von den großen Herstellern. Z.B. das USB PD60 C oder das 6479 U. So Rückständig ist das dann auch nicht.

Gaming-Opa schrieb:
Mit 50-200% Aufschlag als wenn man die gleichen Produkte über Geizhals oder Idealo sucht.
Man mag sich wundern zu welchen Preisen wir im Großhandel schon einkaufen müssen... Aber auch nur auf den Preis zu schauen ist eben auch falsch. Jemand macht die Auslegung, schaut ob das alles zusammen passt - auch wenns nur eine Steckdose ist - berät, besorgt und baut ein. Und der größte Posten, warum da ein paar Prozent (50-200% ist völlig Branchenfremd!) drauf gehauen werden: Wenn etwas schief läuft, kommt der Installateur und kümmert sich. Zählerschrank24 und Co. kommen nicht. Viel Spaß in der Gewährleistungshölle.

Gaming-Opa schrieb:
Letztendlich ist ausnahmslos die gesamte Branche Elektroinstallation nur eine riesige Abzocke.
Am Ende will jeder sein Geld verdienen. Manche nutzen das gern auch aus, andere müssen mitziehen weil sie die Preise eben nicht einfach senken können. Viele Produktpreise gründen auch auf nachvollziehbarem, aber wenig zur Kenntnis genommenem. Z.B. bei KNX mit der sehr aufwendigen Zertifizierung um die Kompatibilität zu gewährleisten oder eben der Testnachweise bezüglich der Einhaltung von Produktsicherheitsstandards. Gibt genug Videos, wo "günstige" LS, Überstannungsableiter etc. aus Osteuropa und Fernost gegen gleich dimensionierte aus Westproduktion antreten dürfen. In den Teststationen sieht man dann sofort, warum diverse Hersteller eben teurer sind, auch wenn die Spezifikationen auf dem Gerät auf den ersten Blick gleich wirken. Und das alles wird eben auch durch gereicht. Die riesige Abzocke findet in ganz anderen Branchen statt.

AGB-Leser schrieb:
Wenn die Geräte einen eigenen Webserver oder eine eigene, offene Schnittstelle haben, ist das gut, vor allem, wenn Sicherheitslücken zeitnah beseitigt werden. Außerdem bedeutet RJ45 nicht automatisch Ethernet. Der Vorteil ist hier ja, dass die Kabel, Verteiler und das ganze Zubehör großflächig und billig verfügbar ist.
In dem Fall bedeutet RJ45 zwei dinge: Technisch Ethernet, weil ohne funktionieren die Geräte ansonsten nur über Bluetooth und WLAN, und ein ziemlich unangenehmer Verdrahtungsaufwand unter ohnehin schon beengten Verhältnissen. Für zwei Geräte mag das noch gehen. Möchtest Du zwei Reihen mit z.B. dem Pro 4PM ausstatten um 32 Schaltausgänge zu haben, heißt das 8x LAN Leitungen vom Switch (in dem Fall zwei) weg ziehen. Cat.6a/7 gibt es zwar auch in relativ schmal, das ist aber immer noch ein deutlich unangenehmerer und am Ende teurerer Spaß als einfach ein 2x2x0,8 TP (ca. 60ct/m) als Linie durch zu ziehen wie bei KNX. Einen Vorteil ist der RJ45 Port absolut nicht und da gilt schlicht: Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht.
 
Okay, bei deiner Stückzahl nimmt man eh keine Shellys mehr, das ist schon professionell. Ich hätte lieber RJ45, dann muss ich mir über Sicherheitslücken im WLAN keine Gedanken machen, das ist dann einfach abgeschaltet
Für deine Stückzahl lohnt sich dann schon eine Bustechnik
 
Nscale schrieb:
Und wer von außen Zugriff möchte, aber keine statische IPv4 hat, hat es noch schwerer. Das Cloud Ding ist halt ein Kompromiss mit dem man leben muss, genauso mit:
Also ich weiß nicht… Das kann ich überhaupt nicht so stehen lassen in 2026.
Also erstmal kannst du in jedem 0815 Router ein eigenes VPN einrichten.
Bei FritzBox und MikroTik bspw. wird kontinuierlich deine ISP IP an deren Cloud geschickt. Und wenn du dich von Außerhalb mit deinem Home-VPN verbinden möchtest, dann wird eine Abfrage in der FritzBox Cloud (deinem Konto) gemacht und geschaut welche IP überhaupt du derzeitig hast.
Falls ja, wird die IP in der config geändert.

Davon kriegst du aber nichts mit, da das komplett im Hintergrund läuft.

Bei Ubiquiti gibt es diese Funktion auch mit Teleport.

Und selbst wenn man diese Funktionen nicht hat, wechselt die ISP IP normalerweise nicht täglich. Zumindest habe ich das nicht bei meinem Anschluss.
Nscale schrieb:
Bei fest verdrahteter Installation und Busanbindung ist das System nur über direkten Leitungszugang, z.B. im Außenbereich, zugänglich und da hat KNX z.B. auch schon nachgezogen und für entsprechende Verschlüsselungen auf dem Bus gesorgt. Mein Haupttreiber für eine Bus-Priorisierung ist aber nach wie vor die Funktionsstabilität.
Da gehe ich voll mit dir mit!
 
HOCLN2 schrieb:
Also ich weiß nicht… Das kann ich überhaupt nicht so stehen lassen in 2026.
Also erstmal kannst du in jedem 0815 Router ein eigenes VPN einrichten.
Bei FritzBox und MikroTik bspw. wird kontinuierlich deine ISP IP an deren Cloud geschickt. Und wenn du dich von Außerhalb mit deinem Home-VPN verbinden möchtest, dann wird eine Abfrage in der FritzBox Cloud (deinem Konto) gemacht und geschaut welche IP überhaupt du derzeitig hast.
Falls ja, wird die IP in der config geändert.

Davon kriegst du aber nichts mit, da das komplett im Hintergrund läuft.

Bei Ubiquiti gibt es diese Funktion auch mit Teleport.

Und selbst wenn man diese Funktionen nicht hat, wechselt die ISP IP normalerweise nicht täglich. Zumindest habe ich das nicht bei meinem Anschluss.
Wir wissen das. Der 08/15 Heimanwender? Der wird sich da eher schwer tun. Und zumindest bei Vodafone ist das auch mit dem Fritzbox Account meiner Erfahrung nach alles, nur nicht zuverlässig.

AGB-Leser schrieb:
Okay, bei deiner Stückzahl nimmt man eh keine Shellys mehr, das ist schon professionell. Ich hätte lieber RJ45,
Darum geht es aber. Shelly will krampfhaft in die Neubauinstallation kommen. Mit der angebotenen Technik wird das so aber nichts. Es ist und bleibt eine Nachrüstlösung und bei den REG Pro Serien zum teil eine recht schlecht durchdachte, am Markt vorbei entwickelte.
 
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Kein normaler Projektierer wird dafür Shelly nehmen. Da wird auf altbewährtes gesetzt und da fällt mir Shelly als letztes ein
 
HOCLN2 schrieb:
Da musst du aber demnächst genau den China-Schrott kaufen, da Sony, wenn ich mich recht entsinne, die TVs einstellt...
Sehe ich genau so. War ein echte Hiobsbotschaft die Sache mit TCL. Im WZ wird das aber noch etliche Jahre dauern, da hab ich einen der letzten gebauten Premium 85"er in 4K (Sony XR-85X95J). Und da Sony im Premium Segment keine geplante Obsoleszenz verkauft, sondern solide Technik die gut und gerne 20 Jahre lebt... Im AZ hingegen ist mein Sony 49XF 9005, den ich rein als Monitor nutze mit HDMI 2.0 völlig veraltet. Ich würde gern einen neuen TV <=50" kaufen, hätte auch das Geld dazu auch den teuersten zu kaufen, aber es gibt schlichtweg keinen der alle meine Anforderungen erfüllt. Auch nicht von LG oder Samsung. Die wirklichen High-End TVs werden nur noch >=55" gebaut und das ist auf 1m Abstand einfach viel zu groß. Und kleiner als 48" darf er auch nicht sein.
 
Nscale schrieb:
Das Gehäuse ist noch der kleinste Posten an der Fertigung. Rest siehe meiner vorangegangene Antwort zu dem Thema.
Mir ging es um den Preisunterschied zwischen den Geräten (von Shelly) einerseits als Steckdosen-Variante andererseits als Hutschienen-Variante. Wenn man also für die gleiche Funktionalität für die Hutschienenvariante z.T. mehr als das Doppelte zahlt als für die Steckdosen-Variante. Ich wollte damit ausdrücken daß ich das Gehäuse eines Hager Sicherungsautomaten für zumindest gleichwertig wenn nicht sogar höherwertiger wie das Gehäuse eines Shelly Aktors mit gleicher Breite halte.
Nscale schrieb:
Berufsbedingt kann ich schlicht sagen: KNX wählt man, weil es viel kann, nicht von einem einzelnen Hersteller abhängt und stabil und sicher läuft. Loxeone ist eine technisch ausgereifte, gute aber genauso teure Alternative. Wenn Loxeone aber in die Kreide geht, war es das mit der Aufrechterhaltung eines Systems über viele Jahre wenn es um Ersatzteile geht. Genau darum geht es ja im Grunde und genau deshalb wird zu KNX gegriffen. Nicht weil KNX mehr kostet.
Das ist wieder so ein berufsbedingter Scheuklappen-Effekt. Wenn Hersteller XY nach X Jahren Pleite geht oder whatever dann ist die Frage nach Ersatzteilen schlichtweg der Beweis, daß man nicht verstanden hat worum es geht. Denn wenn Hersteller XY pleite ist, dann sind die von ihm verwendeten Geräte eh obsolet weil veraltet. Etwas zu verbauen, daß mehr als 10 Jahre unverändert funktionieren soll ist schlichtweg der falsche Ansatz, weil die Technik in dieser Zeit nicht nur einen sondern mehrere Generations-Wandel macht. Und der Rhythmus wird nicht langsamer sondern dank KI immer schneller.

Daher lohnt KNX deshalb nicht, weil sie sich innerhalb eines Generationswandels nicht amortisieren kann. Oder anders gesagt: Ich zahle lieber 1500€ für Homematic, Shelly oder whatever und reiße das Ganze in 3-5 Jahren wieder raus um wieder 1500€ für etwas Aktuelles auszugeben, anstatt für die gleiche Funktionalität 15.000€ in KNX auszugeben, das in 5 Jahren genauso hoffnungslos veraltet ist.

Wichtig ist dabei nur Sternverdrahtung und genug Platz im Verteilerkasten einerseits und ausreichend Leitungen/Adern andererseits. Solange sich alle Geräte im Verteilerkasten befinden, läßt sie sich jederzeit schnell und günstig ändern.

Das dies im professionellem Umfeld anders aussieht ist mir klar, aber für eine Wohnung/Einfamilienhaus ist KNX schlichtweg die falsche Wahl, weil viel zu teuer.
Nscale schrieb:
Gibt genug Videos, wo "günstige" LS, Überstannungsableiter etc. aus Osteuropa und Fernost gegen gleich dimensionierte aus Westproduktion antreten dürfen. In den Teststationen sieht man dann sofort, warum diverse Hersteller eben teurer sind, auch wenn die Spezifikationen auf dem Gerät auf den ersten Blick gleich wirken.
Also ich persönlich verbaue ausschließlich Hager im Schrank und Jung in die Dosen. Aber etwas smartes von Jung oder Hager zu nutzen käme mir nie in den Sinn. Denn das ist reine Abzocke.

Bezüglich KNX und Bussystem sollte man nie vergessen, daß ein Bussystem, egal welches zwar systematische Vorteile hat, aber ebenso auch gravierende Nachtteile, die sich im statistischem Mittel egalisieren. Im Einzelfall können die Vorteile überwiegen, aber eine generelle Ableitung daß KNX wegen dem Bussystem ein Vorteil hat ist schlichtweg falsch. Beispiel: Natürlich sinkt der Verdrahtungsaufwand wenn man den Bus von einem Gerät/Steckdose(n-Gruppe) zum anderen führt. Aber im gleichen Maße steigt die Fehleranfälligkeit des Systems. Denn wenn durch eine Fehler/Defekt ein einzelnes Gerät einen Kurzschluß auf den Bus erzeugt, dann fallen alle Geräte auf dem Bus gleichermaßen aus. Genau das selbe gilt für jede Form von Zentralen, wenn die ausfällt, funktioniert gar nichts mehr. Ergo, man muß IMMER zwei gleiche Zentralen mit gleicher Programmierung haben, damit man im Fehlerfall nicht tagelang auf die Elektrik verzichten muß wenn sie defekt ist. Wenn ich aber eine Sternverdrahtung habe wird immer nur ein Gerät ausfallen, nie mehrere.

Das ist auch ein wesentlicher Kernpunkt warum ich von Homematic (non-IP) Wired (Bussystem innerhalb Aktoren + Zentrale) weg will und hin zu Shelly. Und ich bin zwar kein Elektriker, aber mache alles was nach dem Zähler abgeht selbst, inklusive Verteilerkästen und mittlerweile besser/sauberer als so mancher gelernter Elektriker. Wenn ein Kind in seinem Zimmer einen Nagel ungünstig in die Wand einschlägt, deinen KNX-Bus damit kurzschließt, dann bleibt einem Vater der nichts von Elektrik versteht nur der Weg zum Notdienst inklusive Nachts-/Feiertag-Zuschläge + 50€+ reine Anfahrtskosten usw. Sschon allein deshalb ist KNX einem völligem Laien anzuraten schlichtweg eine Abzogmasche. Denn horrende Folgekosten sind dann schlichtweg unvermeidlich.

PS: Meiner Erfahrung nach haben 95% machen sich Elektriker zwar über ITler/Elektroniker gern lustig, wissen aber über die Grundlagen von IT/Elektronik weniger als ein ITler/Elektroniker über die Grundlagen von (Haus-)Elektrik. Spätestens wenn ein Elektriker über 40 ist, hat er über IT kaum eine Ahnung abseits der Bedienung eines Email-Clients und Whatspp, und selbst das ist für manche herausfordernd. Schon deshalb will niemand von ihnen etwas anfassen, wo das Wort "Programmierung" darin vorkommt. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten daß diesbezüglich die meisten Lehrlinge im ersten Lehrjahr besser abschneiden würden als ihr Meister der den Job 30 Jahre lang macht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gaming-Opa schrieb:
Im AZ hingegen ist mein Sony 49XF 9005, den ich rein als Monitor nutze mit HDMI 2.0 völlig veraltet. Ich würde gern einen neuen TV <=50" kaufen, hätte auch das Geld dazu auch den teuersten zu kaufen, aber es gibt schlichtweg keinen der alle meine Anforderungen erfüllt. Auch nicht von LG oder Samsung. Die wirklichen High-End TVs werden nur noch >=55" gebaut und das ist auf 1m Abstand einfach viel zu groß. Und kleiner als 48" darf er auch nicht sein.
Du möchtest einen neuen kaufen für dein AZ (Arbeitszimmer?)?

Da wirst du leider nicht wirklich fündig werden, aber selbst <50" fände ich schon to much. 42" wäre okay für ein Schreibtisch, aber auch nur wenn der Sitzabstand passt. Das ist aber alles Subjektiv und jeder hat da andere Präferenzen.

Das traurige ist nur, dass man mittlerweile Enterprise/Business Produkte kaufen muss, wenn man solche Probleme wie mit LG und wahrscheinlich auch Samsung vermeiden möchtest.

Wir verbauen manchmal auch TVs in Automatisierungsanlagen für Statistiken und da nehmen wir TVs von NEC. Da ist kein Bullshit drauf (kein SmartTV Zeug) und können sogar mit einen Computer-Modul erweitert werden. Ist aber nur LCD und kostet auch gleich mal schnell >5.000€. Im Grunde genommen sind das Monitore.
 
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