Ich bin von einer Radeon X1900 AIW mit 256 MiB auf eine HD 2900 Pro 256 Bit mit 512 MiB gewechselt. Der Wechsel hat sich schon gelohnt, wobei die X1900 AIW auch etwas wenig Speicher hatte, der zudem nur mit 477 MHz taktete. Selbst übertaktet ließ sich der Speicher nicht zu mehr als 600 MHz überreden. Eine X1900 XTX ist da mit ihren 1 GHz Speichertakt schon ein anderes Kaliber.
Im Schnitt lag der Leistungsvorteil bei mir bei 80%, in Einzelfällen war auch ein Faktor 3-4 drin (z.B. Oblivion mit adaptivem Antialiasing), wahrscheinlich wegen dem größeren Speicher. Erst mit der HD 2900 Pro konnte ich UT3 auf vollen Details in 1680x1050 flüssig spielen.
In diesem Review ist die X1900 XTX im Schnitt um 30% schneller als die X1900 AIW:
https://www.computerbase.de/artikel/grafikkarten/all-in-wonder-radeon-x1900-test.544/seite-12#abschnitt_performancerating_qualitaet
Wenn ich von 80% zur HD 2900 Pro ausgehe, dann wäre der Leistungsvorteil von der X1900 XTX zur HD 2900 Pro nur 1,8/1,3=1,4, also 40%. Gerade, weil die X1900 XTX schon 512 MiB hat im Gegensatz zu meiner ehemaligen X1900 AIW, würde ich auch keine größeren Steigerungen mehr erwarten.
Es gibt auch noch eine HD 2900 Pro 512 Bit, diese ist ca. 10% schneller als die HD 2900 Pro 256 Bit. Der Leistungsvorteil gegenüber der X1900 XTX wäre dann 1,4*1,1=1,54, also 54%.
Also ganz grob gesagt kannst du mit einem Plus von 50% rechnen.
Zu den Punkten Übertaktung und Stromverbrauch:
Ich hab bei meiner Karte den 2D-Takt auf 300/400 MHz bei 0,85 Volt gesenkt, da braucht sie sogar 10 Watt weniger als eine GeForce GTX 260 55 nm im 2D-Modus, die ich mal testweise von meinem Bruder drin hatte. Und die Lautstärke ist so im 2D-Betrieb auch angenehm, weil die GPU nicht besonders warm wird.
Im 3D-Betrieb ist die Karte natürlich deutlich hörbar. Wenn ich übertakte und die Spannung erhöhe, dann wird die Lautstärke rasch unerträglich. Der Speicher lässt sich bei meiner Karte fehlerfrei von 800 MHz auf 1060 MHz übertakten. Den Chiptakt der HD 2900 XT erreiche ich auch, aber nur mit erhöhter Spannung. Bei Standardtakt läuft meine Karte auch mit 1,00 Volt stabil, da spart etwas Strom. Standard sind bei der HD 2900 Pro 1,07 Volt.
Das Höchste, was ich der Karte mal zugemutet habe, waren 1,25 Volt. Aber da fallen einem echt die Ohren ab und in den Bereich von 900 MHz Chiptakt bin ich leider trotzdem nicht gekommen. Irgendwo im unteren 800-MHz-Bereich war Schluss. Andere mit der selben Karte waren da erfolgreicher als ich. 900 MHz Chiptakt wäre natürlich schon Hammer gegenüber den normalen 600 MHz Chiptakt.
Gwito schrieb:
256 und 512 bit wird man von aussen wohl nicht erkennen oder? Sprich es wär ein Glückspiel.
Das erkennt man ganz einfach an den Stromanschlüssen.
256-Bit: Ein 8-Pin-Anschluss
512-Bit: Ein 8-Pin- und ein 6-Pin-Anschluss
Die 256-Bit-Version hat das PCB einer FireGL V7700, die 512-Bit-Version hat dagegen das PCB der Radeon HD 2900 XT.
P.S.: Eine GeForce 8800 GT 1024 MiB hatte ich auch schon drin. Rein von den fps her war die im Schnitt um 20-25% schneller. Aber in Need for Speed Pro Street und Sega Rally produzierte die 8800 GT eklige Miniruckler, die erst nach mehreren Runden verschwanden. Bei einer Analyse mit Rivatuner hab ich festgestellt, dass sich dabei der Grafikspeicher füllte. Dieses Problem habe ich mit der 8800 GT auch an einem anderen Rechner festgestellt.