20m DSL Kabel für FritzBox verlegen - problematisch?

CaptainPighead

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Hallo zusammen,

ich habe eine Frage zur Fritzbox / Netzwerkverkabelung. Ich bin gerade umgezogen und in meiner neuen Bleibe ist die TAE Dose für DSL/Fritzbox an Position A im Hauptzimmer - ich brauche aber 3 LAN Buchsen für meine technischen Geräte an einer anderen Ecke meines Hauptzimmers (Position B). Wo die Fritze für das Funken steht (A oder B), macht aufgrund der Größe des Zimmers/Wohnung keinen Unterschied.

Nun habe ich 2 Möglichkeiten: entweder ich lasse die Fritze direkt an der TAE Dose und ziehe mit Kabelkanal 3 LAN Kabel an der Decke hoch und zu Position B (komplett am Boden geht leider nicht, da dass Zimmer offen ist an der Stelle). Oder ich stelle die Fritze an Position B und nehme einen sehr dünnen 10x10mm Kabelkanal und ziehe von Position A dann ein sehr langes DSL Kabel aus der TAE-Dose zu Position B.

(Ich hoffe es ist verständlich - evtl. kann ich auch mal ein Foto posten)

Meine Frage an Euch Experten: spricht irgendwas dagegen, dass bei der Fritze beiligende DSL Kabel gegen ein 20m (bräuchte ca. 17m an Länge grob überschlagen) auszutauschen und von der TAE-Dose zur Fritze an der “neuen” Position zu verlegen?

Normalerweise werden ja immer LAN-Kabel oder Glasfaser in der Bude verlegt. Gäbe es in dem Szenario wo ich ein DSL Kabel verlege über so eine Distanz irgendwas zu beachten? Qualitätsunterschiede bei DSL Kabel? Irgendwelche “robusteren” anstatt der “normalen”? Ich bin da kein Experte… Ich müsste auch 4 mal mit dem Kabelkanal "ums Eck". LAN Kabel ist ja nicht ganz so empfindlich - wie sieht es mit DSL Kabel aus?

Dies wäre also mein präferiertes Szenario. Das Alternativszenario wäre bei mir 3 LAN Kabel durch einen Kanal zu verlegen und ich präferiere eher aus Gründen der Unauffälligkeit die ganz dünnen 10x10mm Kanäle. Für 3 LAN Kabel im Kabelkanal müsste man ja wieder einen dickeren Kanal nehmen, da erscheint mir ein langes DSL Kabel in einem dünnen Kanal zu verlegen, dass bessere Szenario.

Gibt es Meinungen zur Verlängerung des DSL Kabels?
 
Anstatt 3 Kabel im Kanal kannst du auch 1 Kabel nehmen und dann einen Switch setzen.

Als DSL-Kabel kannst du auch ein LAN-Kabel nehmen. Bedenke aber das deine DSL-Stabilität/Packet Loss/Geschwindigkeit mit jedem Meter abnimmt.

Was aber viel interessanter wäre: Liegt auf Dose A und Dose B das DSL-Signal wirklich auf? Hast du das getestet?
 
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DSL kannst du problemlos verlängern. Längste Strecke, die ich bisher überwunden habe, waren so ca. 100m. Also Feuer frei.
 
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@JumpingCat OK, habe mich evtl. falsch ausgedrückt. Es gibt nicht Dose A und Dose B. Mit A meinte ich die Stelle A wo die TAE Dose ist. B ist nur die Position/Ecke wo mein Technikkrempel (ein TV mit Lowboard und in dem Lowboard ist Raspberry Pi, NAS und MediaPC "versteckt") steht. Einen extra Switch dafür noch möchte ich nicht anschaffen, ist für meine Zwecke nicht nötig. Es ist eh schon alles relativ eng in meiner Lowboard-Technikecke.

@h00bi Danke für den Tip. Blöde Frage: dass ist das was man landläufig als "DSL Kabel" versteht? Ich rede hier von dem DSL Kabel was ca. 1,5m bei jeder Fritzbox beiliegt. Das bräuchte ich quasi in 20m und in etwas "robuster" - meinst Du das?

@stabile cool! Danke für das Feedback. Habe bisher nur LAN Kabel und in meiner vorherigen Wohnung Glasfaser verlegt. Mit dem DSL Kabel in solchen Größen bisher noch keine Erfahrung.
 
Ich habe ein mind. 15J altes 4 Adriges "Telefonkabel" von der TAE bis zur Fritzbox liegen.
Das ist ungeschirmt, ungedrillt und ~20m. Ich habe noch keine Probleme gehabt. an beiden Seiten sind RJ45 angecrimpt und an der TEA ist ein F-zu-RJ45-Adapter dran. Mein 250er DSL läuft stabil.

Aber offiziell gilt aber:
JumpingCat schrieb:
das deine DSL-Stabilität/Packet Loss/Geschwindigkeit mit jedem Meter abnimmt.
 
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CaptainPighead schrieb:
Meine Frage an Euch Experten: spricht irgendwas dagegen, dass bei der Fritze beiligende DSL Kabel gegen ein 20m (bräuchte ca. 17m an Länge grob überschlagen) auszutauschen und von der TAE-Dose zur Fritze an der “neuen” Position zu verlegen?
Tausche nicht das beigelegte Kabel, sondern das Kabel von der TAE-Dose und setze am gewünschten Standort eine neue.
 
CaptainPighead schrieb:
Einen extra Switch dafür noch möchte ich nicht anschaffen, ist für meine Zwecke nicht nötig. Es ist eh schon alles relativ eng in meiner Lowboard-Technikecke.
Sorry, aber das klingt nach Ausrede und ist ein blödes Argument.
Preislich wirst du mit den Netzwerkkabeln teuer kommen. Die drei Kabel zu verlegen ist auch komplizierter, da rel. steif. und der Kabelkanal wird recht dick. Und so riesig ist ein 4/5-Port Switch auch nicht...
 
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@Langi1 wir reder hier über ein einzelnes, größeres Wohnzimmer in einer Mietwohnung. Ich kann und will da nicht ein paar Meter entfernt eine neue TAE Dose setzen lassen, nur um meine FritzBox umzupositionieren, kompletter Overkill. Ich will auch keinen Techniker kommen lassen und habe nicht die Skills irgendwelche Dosen selber zu setzen.

@K-551 ja, die 3 Kabel über einen einzelnen Kanal zu verlegen will ich auch gerne vermeiden. Daher ja die Idee einfach das DSL-Kabel zu nehmen in entsprechender Länge. OK - schaue mir die Switches noch mal an, bisher habe ich noch keine benutzt. Seitenfrage: kannst Du einen sehr kleinen 3 oder 4 Port ohne extra Netzteil empfehlen?

K-551 schrieb:
Ich habe ein mind. 15J altes 4 Adriges "Telefonkabel" von der TAE bis zur Fritzbox liegen.
Das ist ungeschirmt, ungedrillt und ~20m. Ich habe noch keine Probleme gehabt. an beiden Seiten sind RJ45 angecrimpt und an der TEA ist ein F-zu-RJ45-Adapter dran. Mein 250er DSL läuft stabil.
Hierzu noch mal eine Frage: warum hast Du das mit einem Adapter zu einem LAN Kabel umfunktioniert und nicht das "normale" DSL Kabel ohne RJ45 Stecker genommen?

Gibt es bei den normalen DSL Kabeln Qualitätsunterschiede zu kaufen?
 
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@JumpingCat Danke für den Link - schaue ich mir mal an. Hast Du recht, preislich würde das auf das Gleiche hinauslaufen bei 3 x 20m vernünftigen Kabeln. Blockieren der Ports an der Fritze wäre kein Problem, weil ich nur 3 Geräte habe, welche verkabelt werden müssen (3 der 4 Ports belegt). Alles andere läuft aufgrund der Größe der Wohnung per WiFi.

Aber ich glaube Du hast mich überzeugt, ich kann dann den 10x10mm "dünnen" Kanal nehmen (weil nur 1 Kabel zum Switch) und diese Variante ist vielleicht (??) auch von der Leitungsstabilität besser als ein 20m TAE/DSL Kabel.
 
@CaptainPighead
Ich würde einem Lankabel immer den Vorzug geben und gegebenenfalls mit einem Switch verteilen, statt den Router mit einem extralangen DSL Kabel irgendwohin anders zu versetzen.
 
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@areiland Danke Alex, ja ich denke ihr habt mich überzeugt. 😇 Ich schaue mir mal von den ganz kleinen 4 oder 5 Port Netgear Switches die @JumpingCat empfohlen hat, einen aus. Das passt! Danke für Eure Rückmeldungen - immer top wenn man unschlüssig, ist hier wieder auf eine richtige Spur gelenkt zu werden!
 
Danke für den Tip @JumpingCat . Schauen gut aus, sehe mir die im Vergleich zu den Netgears mal an. Abschlussfrage dazu noch: es reicht in dem Fall ein ganz "normaler" Mini-Unmanaged Switch - QoS, PoE / Managed ist in meinem Fall wahrscheinlich überflüssig, korrekt?
 
Ein kleiner unmanaged Switch sollte für Deine Zwecke ausreichend sein! Da musst Du keinen grossen Aufwand treiben.
 
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Wenn du ausreichende Reserven auf der Leitung hast, kannst du problemlos ein Kabel von der TAE Dose zur FritzBox legen. Bedenke jedoch, das jeder Meter mehr Kupferleitung bis zum DSL Moden (FritzBox) sich negativ auf die Bandbreite auswirkt. Bei ausreichend hohen Leitungsreserven ist das kein Problem. Bei SV DSL mit 250 Mbit kann sich das jedoch bemerkbar machen. Bei normalen DSL mit 100 Mbit ist das meist zu vernachlässigen. Es sei denn, die Leitung ist auch hier schon entsprechen lang.

Bei mir hatte eine ähnliche Konstruktion mit nur 14m und nicht optimalen J-Y(ST)Y bei Super Vectoring an einer mit ca. 280m langen Leitung knapp über 10Mbit Bandbreite gekostet. Ich hab dann die TAE gegen eine RJ45 Netzwerkdose getauscht und die FB unmittelbar an die TAE gebracht. Ergebnis war, statt nur 226Mbit dann fast 240 Mbit Sync. Für Fullsync ist die Leitung mit ca. 280m leider schon zu lang und auch zu schlecht.
 
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Danke für Dein Feedback @DaBas . Es liegt eine 150MBit DSL Leitung vor (Telekom). Wie im Thread beschrieben, bin ich jetzt doch wieder davon abgewichen, eine sehr lange Verlegung des TAE Kabels in der Bude durchzuführen und würde jetzt die Fritze da lassen wo sie ist - nämlich direkt neben der TAE Dose. In meine "Technikecke" wo die 3 LAN Ansschlüsse benötigt werden kommt dann noch ein kleiner MiniSwitch und bis zu der Stelle wird dann das "Master-LAN Kabel" für den Switch aus der Fritze in einem kleinen Kanal verlegt.

Das scheint nach Überlegung doch die beste Variante zu sein, auch was Stabilität angeht. Ich werde das jetzt so angehen. 👌
 
stabile schrieb:
Sorry, aber das ist Quatsch!
die Leitungslänge wird in der Fritte als ca. Wert angegeben. Daraus ergibt sich was an Geschwindigkeit kommen kann. Bei einem sehr kurzem Kabel. Weil der Kasten vor dem Haus steht
ok. Da machen die 100m dann nix. Aber für 99% der anderen Fälle wären 100m zusätzlich wohl der kill jeder stabilen Verbindung.
 
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Ein billiger „Baumarkt“-Switch, egal welcher Hersteller, tut für die Anforderungen sein Werk.
 
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