News 25 Jahre Windows XP: Warum es ein Dauerbrenner war. Und welche Probleme es hatte

Man kann sich auf Google Maps anschauen, wie Windows XP heute aussieht:
https://www.google.com/maps/@38.249...4!1s2U73kfxrRDP7ITvcqd-KlA!2e0!7i13312!8i6656

Bildschirmfoto zu 2026-10-25.jpg
 
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Ach was war Windows 95 toll wo man nebenbei noch schön DOS laufen hatte um zu zocken...
 
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Für mich war Windows XP das Beste Windows aller Zeiten.

Nutze jetzt schon sehr lange Windows 11, aber XP war trotzdem besser.
 
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Ich hatte damals meinen ersten eigenen PC mit Windows XP Professional (64Bit) gekauft. Die 64Bit Technologie sollte zukunftsicher sein. War sie auch, allerdings nie auf XP.

XP-Nostalgie hat sicher auch viel damit zu tun, dass es die Zeit vor dem großen Umbruch, den das Breitbandinternet/3G/4G verursachte (Internet of Things), prägte und begleitete. Vieles war einfacher, entspannter und menschlicher. Würde ich jederzeit gegen das, was wir jetzt haben, eintauschen.
 
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Ich habe Windows XP per Modding schon so früh wie möglich so nah wie möglich wie Longhorn (Vista) aussehen lassen, nachdem zuvor nur die klassische UI verwendet hatte :D
Windows 7 nutzte ich bis 2024 mit altem Haupt-PC, bevor der Spiel-PC mit bis heute ungeliebtem Windows 10 den Alltag übernahm.

Windows 7 der absolute König bis heute, gefolgt von Windows XP! :love:
Danach auf drittem Platz mit Abstand Windows 10 und 2000. :cool_alt:
Windows 98 SE war auch gut und stark anpassbar, hatte selten Abstürze bei mir. :)
Windows Vista neutral :confused_alt:
Windows 8 & 11 letzter Dreck!!! :grr:
 
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Eigentlich war W95 für mich das innovativste Windows jemals, weil es DOS und Windows zusammengefasst hat.
Aber W7 war eindeutig das beste und stabilste Windows was es bisher gab.

Muss aber dazu sagen das ich bisher mit keiner Windows Version wirklich Probleme hatte.
 
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Die Stabilität eines Betriebssystems sollte man daran messen, wie viele Leute den Key auswendig kennen. FCKW-...

Es war ein gutes Betriebssystem und ein Schritt in eine neue Ära. Aber meine Freunde und ich haben damals aus Geschwindigkeits- und Kompatibilitätsgründen lange an Windows ME festgehalten. Der erste Kumpel, der XP hatte, bekam den ALDI Rechner zu seinem Geburtstag geschenkt. Das war für mich auch der erste Tag, an dem ich eine blaue LED gesehen hatte. Gab es vorher einfach nicht. Mich hat die LED schon fast mehr fasziniert als XP. 🤣
 
moritzkatz schrieb:
Ich bin von Windows 2000 auf XP umgestiegen, weil Windows 2000 Hyper-Threading nicht unterstützt hat
Ja was heist nicht unterstützt - mit 2000 und NT verhielt sich das einfach wie SMP, also vollwertige CPUs, der Scheduler wusste nix von SMT und konnte das nicht unterscheiden. Auf einem 1C/2T Prozessor kein Problem, aber spätestens ab 2C/4T eher kontraproduktiv.

Allerdings konnte XP und Vista auch nicht gut mit SMT, weil es weder Core Parking unterstützt hat und die Last auch permanent zwischen den CPU Cores rumgeschubst wurde. Es gab ja zu der Zeit nicht sonderlich viele CPUs mit SMT, die alten Netburst Pentium-D Modelle mit SMT als Quadcore waren aber die gearschten, weil dort das Core zu Core geschubse stark negativ war, es war nämlich ein Dual Die unter dem Deckel. Also zwei getrennte Caches je Core und kein shared Cache. Ab Nehalem 2009 war das besser, wegen dem großen shared Cache drüber, aber 2009 konnte man auch auf 7 gehen...
 
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Amaoto schrieb:
Man kann sich auf Google Maps anschauen, wie Windows XP heute aussieht:

Anhang anzeigen 1772048
Na wenn das nicht wunderbar symbolisiert, was aus der Welt in den letzten 25 Jahren wurde.

Das wäre auch das perfekte Hintergrundbild für Win11 AI-Edition. Natürlich dann mit einem Counter wann das kostenpflichtige Abo für den Desktop abläuft und wie viele Rest-Token man noch übrig hat.
 
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Moritz Velten schrieb:
Für mich war Windows XP das Beste Windows aller Zeiten.
Für mich war XP das letzte Windows, was ich im privaten Umfeld installiert und genutzt hatte.

Alle Nachfolger liefen nur noch zwangsweise im Büro und zu Hause mal zum Probieren in VMs. Win10 hab ich jetzt aber schon seit 2 Jahren nicht mehr gebootet. Win11 hat's dann gar nicht mehr in die VM geschafft. Ich hatte den Eindruck, dass nach XP mit jedem Nachfolger die Einstellungen noch weiter verschachtelt und versteckt wurden.
 
Das, was mich am meisten an Windows XP störte war, dass es nur als 32 Bit System so richtig funktionierte. Ich hatte zwar auch Windows XP 64 Bit, aber nur auf einem zweiten Rechner. Trotzdem war und blieb es stets eine fitzelige, kleinteilige Angelegenheit und nie lief alle Hard- und Software damit.

Was war Windows Vista 64 Bit dagegen für eine entspannende Wohltat! 😀
 
Das Solitaire von XP war viel besser als das von Win 7 weil man es meistens lösen konnte. Ja XP war solide und konnte dann auch mit SP3 das Internet richtig gut. ( Vermutlich wegen dem Sasser Wurm gabs dann eine integrierte Firewall. )
 
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XP hatte damals schon eine bessere Systemsteuerung als Windows 11. Unverständlich, wie man das durch etwas so Schlechteres ersetzen musste.
 
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Naja an WinXP kam man als Gamer damals leider nicht vorbei, zumindest für einen kurzen Zeitraum.
Ich persönlich hab es gehasst, in meinen Augen war es immer das schlechteste Windows das ich je hatte. Gut damals wusste ich noch nichts von dem Schrott, der nach Win7 kam, alles ab Win8 ist halt nochmal ne Nummer schlechter als XP. Und ja ich hab auch Win95, 98 und Me gehabt, selbst Me fand ich besser als XP.

Jedenfalls war ich damals bereits seit einiger Zeit mit Win2000 unterwegs, das lief schnell und stabil und hat so gut wie nie rum genervt. Als XP kam, hab ich es ausprobiert, war von den ganzen neuen, nervigen Funktionen und dem sinnlos bunten DE genervt und hab Stunden damit verbracht all den Müll zu deaktivieren und wieder eine übersichtliche, dezente Desktopn Optik hin zu bekommen. Nur um dann festzustellen, dass es weniger stabil lief als 2000 und auch nicht schneller war. Also flog es zugunsten von Win2000 wieder von der Platte.
Irgendwann war ich dann für ein paar Monate gezwungen, XP zu nutzen, einfach weil ich neue Hardware hatte, die unter 2000 nicht mehr supported wurde. Zum Glück waren dann recht schnell Vista und Win7 Betas verfügbar, worauf ich mich damals gierig gestürzt habe. Vista hat sich dann als genau so eine Vollkatastrophe wie XP herausgestellt, es hatte die selben Unzulänglichkeiten wie XP, sah aber deutlich besser aus. Das ging aber auf Kosten der Leistung.
Win7 hingegen lief sogar als Beta schon sehr gut, so dass ich hier zum Early-Adopter wurde und schon sehr frühe Vorabversionen Produktiv genutzt habe. Win7 war nicht perfekt, aber eben wieder deutlich nutzbarer für jemanden, der immer noch seinem Win2000 hinterher weinte.

Zum Glück war ich zu Win7-Zeiten bereits parallel mit Linux unterwegs, hatte einen Heimserver mit Ubuntu am Laufen. Als dann ein Notebook fürs Studium angeschafft wurde, hab ich eines ohne Betriebssystem genommen und erstmal Ubuntu drauf gepackt, mit dem Ziel eine Studentenlizenz von Windows auf dem Ding zu nutzen, sobald mein Studium losging. Das habe ich dann nie gemacht, weil unter Ubuntu sowieso alles lief, was ich damals brauchte.
Dadurch ist mir der Wechsel von Windows zu Linux auf dem Gaming-Desktop dann auch nicht schwer gefallen, zunächst als Dualboot, ab 2019 dann exklusive nur noch Linux.
 
Laktose-Larry schrieb:
Das kann ich toppen:
IMG_2853a.jpg
:D

Zum Thema: WinXP lief zu Anfang bei mir nicht sonderlich gut, aus irgendwelchen Gründen ist mir dauernd das Startmenü keine 30 Minuten nach Hochfahren des PCs immer abgestürzt. Wurde zwar, glaube ich, vergleichsweise schnell per Windows-Update behoben, aber da war dann noch die Sache mit DOS-Spielen, von denen ich zuhause noch einen Haufen hatte... Wie, DOS-Spiele laufen unter XP nicht mehr? Weg damit, dann lieber weiter Win98SE, auf das man damals gefühlt alles werfen konnte und es lief... Hatte zwar gelegentlich einen Bluescreen aus dem Nichts, aber sonst lief das Ding ja...

Krass war auch Sasser: Damals war Internet in Privathaushalten, wenn überhaupt, nur über die Telefonleitung üblich. Es gab keinen Router, Leute hatten direkt eingebaute Modems am Rechner selbst (mit Public-IP dann direkt in Windows), Windows hatte damals noch keine Firewall und Windows-Dienste waren damals auch noch so dämlich, auf allen Interfaces zu lauschen - und somit auch vom Internet aus erreichbar zu sein. Du hast dich original nur mit dem Internet verbunden, und schon hattest du den berüchtigten "30-Sekunden-Herunterfahren"-Virus (Sasser), der sich wenige Minuten nach Herstellen der Internetverbindung zeigte... Alleine deswegen dann wieder auf Win98SE umgezogen und mindestens bis SP1 dabei geblieben. War bestimmt nicht sicherer als WinXP, eher im Gegenteil, aber Sasser hatte immerhin Win98-Rechner nicht befallen, das reichte mir :P .

Irgendwann dann doch umgezogen, und spätestens mit dem SP2 hatte ich mit XP keine Probleme mehr, war bombenstabil. Als Vista kam, musste ich es natürlich gleich ausprobieren... Auf meiner alten Gurke war das kaum zu gebrauchen, die Festplatte hat ununterbrochen gerödelt (damals hörte man das noch), und die Bedienelemente haben vor dem SP1 erst nach Verzögerung reagiert. Also wieder zurück zu XP. Vista hab ich großteils dann übersprungen gehabt, bin dann zu Win7 als es rauskam, was eines der wenigen Windows-Versionen war, die frisch bei Veröffentlichung schon sehr stabil und ohne Nervigkeiten lief, zumindest in meiner Wahrnehmung.

Aber ja, was andere hier bereits sagen: Unter XP war es noch vergleichsweise leicht möglich, händisch irgendwo einzugreifen wenn was nicht klappte (z.B. Löschen von Profildateien, und Windows ist schlau genug die nach Neustart wieder anzulegen), auch wenn XP schon erste Automatismen hatte um das nicht mehr so einfach zu machen. Aber ab Vista gabs schon soviele Automatismen und irgendwelche Checks die keiner kannte, die sowas verhinderten. Irgendwo kann ichs auch verstehen; ich kann mich an damalige Tricks erinnern wo es kinderleicht möglich war, mit Kopieren&Ersetzen von Dateien aus einem XP-Rechner einen sündhaft teuren XP-Terminalserver zu machen ohne jemals eine Lizenz dafür besessen zu haben...
 
Was hier bislang nicht erwähnt wurde warum Win XP stabiler war und welches Opfer dies forderte. Win XP war quasi die Bankrotterklärung des DLL-Prinzips seitens MS. Das DLL Prinzip wurde geschaffen um Recourcen zu sparen sowohl was RAM wie auch Festspeicherplatz anbelangt. Das Problem dabei war aber daß Programmierer sich sehr oft nicht an die Regeln hielten. So nutzten sie etwa seitens MSs undokumentiere Parameter-Optionen von DLL-Aufrufen. Entschied sich MS aber in späteren Versionen diese Optionen nicht zu nutzen oder weiterzuentwickeln und strich diese Optionen gänzlich stürzten Programme die "unsauber" programmiert wurden einfach ab. Auch schlecht programmierte Installer, die bei der Deinstallation eines Programms etwa noch von anderen Programmen verwendete DLLs mit entfernten, trugen zur Instabilität früherer Win-Versionen bei.

Leider gab es seitens MSs nicht etwa ein Schuldeingeständnis, daß das DDL_Prinzip von vorneherein der falsche Weg war und zum Scheitern verurteilt, nein man versuchte dies zu umgehen und das eigene Versagen einfach unter den Teppich zu kehren. Dieser Teppich war und ist bis heute der WinSXS Ordner der anfänglich zu XP Zeiten nur hunderte MBs verschlang, heutzutage aber viele GBs wertvollen SSD-Platz verschwendet. Das Endresultat ist daß für die "Stabilität" des Systems Systemdateien nicht nur einfach vorliegen, sondern teilweise dutzendfach, und nein das ist keine Übertreibung sondern wortwörtlich gemeint und alltägliche Realität.

Wenn MS bei dem Design von XP den richtigen Weg gegangen wäre, und sich vom DLL Prinzip abgewendet hätte, dann hätte man heute ein BS, das sich auch mit weit weniger als 1GB zufrieden gäbe. Und für alle die jetzt einfach sagen: "was soll's?" - Ich hab Gemini gefragt und hier ist eine simple Hochrechnung:

Wenn wir die verhinderte Produktion des SSD-Speichers in CO₂-Emissionen umrechnen, ergibt sich eine weltweite Ersparnis von rund 10 bis 15 Millionen Tonnen (Megatonnen) CO₂e.

Die CO₂-Berechnung im Detail
Die Halbleiter- und Flash-Speicher-Produktion ist extrem energieintensiv. Wissenschaftliche Lebenszyklus-Analysen (wie die viel beachtete Studie The Dirty Secret of SSDs der ACM) beziffern den CO₂-Fußabdruck bei der Herstellung von SSDs mit dem sogenannten Storage Embodied Factor (SEF): [1, 2, 3, 4, 5]
  • Der Richtwert: Die Produktion von 1 GB Flash-Speicher verursacht ca. 0,16 kg CO₂e.
  • Die Ersparnis pro PC: 63 GB weniger benötigter Speicherplatz entsprechen rund 10 kg CO₂e eingesparter Produktions-Emissionen pro Gerät. [1, 2]
Hochgerechnet auf die weltweiten Gerätezahlen ergibt das folgendes Einsparpotenzial:

SzenarioGerätebasisCO₂-Ersparnis bei der Produktion
Nur Windows 111,0 Milliarde PCs10,08 Megatonnen CO₂e
Alle Windows-Geräte1,5 Milliarden PCs15,12 Megatonnen CO₂e

Was bedeuten 15 Millionen Tonnen CO₂ anschaulich?
Da reine Zahlen oft abstrakt wirken, lässt sich diese Ersparnis von 15,12 Megatonnen CO₂e mit alltäglichen Emissionen vergleichen:
  • Autoverkehr: Das entspricht dem CO₂-Ausstoß von etwa 3,3 Millionen typischen Pkw, die ein ganzes Jahr lang gefahren werden (Basis: ~4,6 Tonnen CO₂ pro Jahr pro Auto laut EPA). [1]
  • Langstreckenflüge: Es entspricht ungefähr 15 Millionen einzelnen Passagieren, die einen Hin- und Rückflug über den Atlantik (z. B. Frankfurt – New York) antreten. [1, 2]
  • Waldfläche: Um diese Menge CO₂ innerhalb eines Jahres natürlich zu binden, bräuchte man eine Waldfläche mit rund 750 Millionen Bäumen. [1, 2]

Fazit: Der physische "Footprint" von Software wird oft unterschätzt. Ein radikal schlankeres Windows ab der XP-Ära hätte über die Jahre hinweg nicht nur Milliarden an Hardware-Kosten gespart, sondern durch den geringeren Bedarf an Speicherchips auch einen messbaren Beitrag zum globalen Klimaschutz geleistet.
 
Drakonomikon schrieb:
Die Stabilität eines Betriebssystems sollte man daran messen, wie viele Leute den Key auswendig kennen. FCKW-...

Also Bitte FCKGW-...
 
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Es war eine Wohltat, wenn man sich vorher an die vielen BSOD von Win98 gewöhnt hat. Ich hatte jedoch nicht viel Freude daran. Vor allem gegen 2008 merkte man dem OS das Alter an und die Probleme mit Treibern häuften sich bei mir. Vista 64 hatte ich mit 7 Jahren fast doppelt so lange im Einsatz und nie größere Ärgernisse, die es nötig machten, das OS neu aufzusetzen und dergleichen. Für mich war das der große Schritt in Richtung moderner Betriebssysteme.
 
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