2x GB LAN und Performance

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Tankred

Gast
Hallo,

ich habe mal eine Verständnisfrage: warum sind auf immer mehr Motherboards zwei GB-LAN-Anschlüsse zu finden bzw. wie sieht eine Netzwerktopologie aus, die diese Anschlüsse in positiver Weise nutzt? Lässt sich die Performanz bei Backups, bei Zugriffen o.ä. verbesser, indem man beide Anschlüsse nutzt?

Schöne Grüße,

Tankred
 
AW: 2x GB LAN und Performanz

Naja, in erster Linie ist es sicherlich Marketing. In den wenigsten Fällen sind für Privat-Haushalte zwei NICs/Client völlig überflüssig.

Normalerweise nutzt man die zwei Links fürs Teaming, was aber Zuhause sogut wie keinen Sinn macht, da die verschiedenen Modi (Adapter Fault Tolerance, Switch Fault Tolerance, Load Balancing...) sogut wie nicht genutzt werden können. Weder hat einer zwei redundant gegeneinander arbeitende Switche oder kann das Mehr an Bandbreite für sich nutzen.

Denkbar wären dafür Szenarien, das man eine NIC an den Router und die andere NIC an ein extra Gigabit-LAN (z.B. mit einer kleinen NAS drin) anbindet. Oder man lässt seinen PC als Proxy für die anderen PCs im Netzwerk laufen - in solchen Fällen könnten zwei LAN Port sinnig sein.

mfg Simon
 
Ich vermisse an meinem Laptop zwei Lan-Ports, ich würde gerne ein "externes" LAN (Router, Internet) und ein "internes" (Fileserver, Drucker, ect) betreiben. Für solche Vorhaben sind 2 LAN Ports wohl gedacht, wobei fürs Internet auch 10Mbit noch reichen würden...
 
ich würde gerne ein "externes" LAN (Router, Internet) und ein "internes" (Fileserver, Drucker, ect) betreiben

Da gibt's aber bessere Lösungen für, als die Sachen "einfach" nur an 2 verschiedene Ports anzuschließen. Schau dir mal IPCOP als Routerlösung an - da kannst du dann auch dein WLAN optimal absichern per VPN.
 
Vielen Dank für eure Antworten!

@Simon: Teaming wäre natürlich eine Lösung, um die Verfügbarkeit zu erhöhen. Aber erlauben solche Lösungen dann auch, beiden NIC die selbe IP zuzuweisen? Ansonsten dürfte das doch recht schwierig zu handhaben sein.

Simon schrieb:
Denkbar wären dafür Szenarien, das man eine NIC an den Router und die andere NIC an ein extra Gigabit-LAN (z.B. mit einer kleinen NAS drin) anbindet.

Das hört sich erstmal nicht schlecht an. Allerdings dürfte das doch performanztechnisch recht heikel werden!?

Folgendes Szenario:

Der PC mit den zwei NIC sei ein Server. Die erste NIC ist im Subnetz 1, über das Clients angeschlossen sind. Die zweite NIC ist im Subnetz 2, an dem ein NAS angeschlossen ist, in dem die Daten des Servers (die von den Clients geschrieben werden) gesichert werden sollen.

Frage: Welchen Sinn macht dieses Szenario?

1. Wenn die Sicherung zu Produktivzeiten erfolgt, dann wird die Performanz eher durch die Festplatten begrenzt und nicht durch das GB-LAN
2. Wenn die Sicherung außerhalb der Produktivzeiten erfolgt, dann kann man auch gleich Subnetz 1 verwenden. Eine zweite NIC wäre somit nicht nötig.

Antwort: Das Szenario macht nur Sinn, wenn die Leistung der Festplatten die maximale Transferrate eines GB-LAN überschreitet.

Oder irre ich mich da?
 
Tankred schrieb:
@Simon: Teaming wäre natürlich eine Lösung, um die Verfügbarkeit zu erhöhen. Aber erlauben solche Lösungen dann auch, beiden NIC die selbe IP zuzuweisen?

Ja, das geht. Und wenn der Switch das unterstützt, ist auch eine erhöhung der Bandbreite möglich. Die Frames können dabei nach unterschiedlichen Kriterien auf die beiden Links aufgeteilt werden.

Mirko
 
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