Bericht 4 Erkenntnisse: Wie Microsoft den Ruf von Windows 11 ruiniert hat

andy_m4 schrieb:
Und nur ein schmales Betriebssystem auszuliefern, damit kann man heute keinen Blumentopf mehr gewinnen.
Nicht in der Form, dass man irgendwelche funktionalen Abstriche hat. Aber in der Form, dass es schnell reagiert und benutzbar bleibt.
Ich hab gerade geschaut, eine normale Windows 11-Installation ohne irgendetwas geöffnet verbraucht 3,5GB RAM. CachyOS 1,5GB RAM. Auch Windows 7 hatte ca. 1-2GB RAM-Verbrauch. Bis Windows 7 ist somit bei Microsoft kein Fehler zu erkennen.

Es sieht mir nicht so aus als ob das eine oder das andere Betriebssystem mehr oder weniger könnte. Daran kann es also nicht liegen. Und wenn es daran liegt, dann ist das bedauerlich, weil man von den zusätzlichen Features so gut wie nichts merkt.
Es geht letztlich nur um den respektvollen Umgang mit Hardwarressourcen, den ich auf einer Seite nicht mehr erkennen kann. Und die Folgen sieht man ja an den Problemen, die ein inflationärer Ressourcenverbrauch mit sich bringt. Das ist nicht nur beim RAM so, sondern auch bei den CPUs. Deshalb sind ja alte CPUs gar nicht mehr für Windows 11 zugelassen.
 
dumpfdaddel schrieb:
Ich boote mein Fedora überhaupt nicht.
Ich wecke es einfach aus dem Schlafmodus.
Dasselbe geschieht bei Deinem Windofs übrigens auch.

Lieber Erklärbär,

Ach, leute wie du, die ein halbes Dutzend Beiträge von anderen Usern zitieren und mit Urban Legends und Trivialtipps auftrumpfen...

Angesichts deiner Expertise fühlen wir uns ganz klein;-)

Es ist zu befürchten das du mit deiner Frau, Familie und Freunden genauso umgehst.

Wenn du denn noch Freunde hast :-P
 
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Mal rein Taktisch betrachtet selbst wenn Leute prinzipiell MS Fans sind, und Linux irgendwie hassen, warum auch immer, macht es Sinn über Windows nur noch zu lästern und es maximal schlecht reden sich nicht beschwichtigen lassen mit ein paar Leckerlie die sie auf Druck jetzt hin werfen.
Denn sobald die Kritik an Windows 11 schwächer wird, wird MS wieder mehr Werbung, Abhörfunktionen und K.I. Slob einbauen.

Ich weiß viele werden einfach sich vom Marketing gesteuert ins lauwarme wasser setzen und solange MS nur das wasser nach bisschen kühlendem Wasser wieder langsam genug erhitzt werden sie mit spielen, aber mit bisschen eigendenke, solange die Wut / Abneigung gegen Windows 11 hoch ist, hat Microsoft einen Grund es nicht weiter zu verschlechtert es vielleicht sogar leicht zu verbessern in dem Moment wo die Kritik abebbt wird man wieder mehr schlechtes machen, also jeder der Windows irgendwie verteidigt schneidet sich nur ins eigene Fleisch, GERADE als Windows Nutzer.
 
rollmoped schrieb:
Es sieht mir nicht so aus als ob das eine oder das andere Betriebssystem mehr oder weniger könnte.
Naja. Der Vergleich ist nicht ganz fair.
Ich versuche das mal zu veranschaulichen, was ich meine.

Bei Linux hast Du ja zum Beispiel gar nicht den Umstand, das Du irgendwie ein nennenswertes Basissystem hast.
So eine Distribution ist ja eine Sammlung von Programmen, Bibliotheken usw.
Und durch das Paketmanagement hast Du Abhängigkeitsverhältnisse. Das sorgt dafür, das nur das installiert wird, was Du brauchst.

Und so ein Paketmanagement hast Du halt in der Form unter Windows nicht. Das heißt, das System muss immer alle Bibliotheken vorhalten die ein Programm verwenden könnte und idealerweise (weil Windows legt ja viel Wert auf Kompatibilität) dann auch noch alle möglichen älteren Versionen.

Und das Problem hast Du ja nicht nur bei Bibliotheken, sondern auch bei anderen Systemkomponenten.

Logischerweise kommt da schon mal vom Start weg ein fetteres System raus, als wenn Du einen modularen Ansatz fährst.
Ergänzung ()

blackiwid schrieb:
Denn sobald die Kritik an Windows 11 schwächer wird, wird MS wieder mehr Werbung, Abhörfunktionen und K.I. Slob einbauen.
Das ist natürlich ein Punkt, der nicht völlig von der Hand zu weisen ist.
Auch wenn natürlich fraglich ist, wie viel Einfluss das computerbase-Forum auf Microsoft hat.
 
andy_m4 schrieb:
Das ist natürlich ein Punkt, der nicht völlig von der Hand zu weisen ist.
Auch wenn natürlich fraglich ist, wie viel Einfluss das computerbase-Forum auf Microsoft hat.
Das kann man bei allem sagen wozu hier MS Verteidigen? Wenn es keinen Einfluss hat...

Ich seh das breiter, auf uns hören oft Leute denen wir bei PCs bauen helfen und ich treib mich z.B. auch auf phoronix oder X rum auch englisch sprachlich... also weiß nicht wie viel Leute ausschließlich hier sind.

Zumal hier auch Artikel wie DLSS 4.5 Blindtest international zur Kenntnis genommen wurde.
https://www.tomshardware.com/pc-com...cores-clean-sweep-in-blind-test-of-six-titles
https://vgtimes.com/news/148317-48-...ut-the-pure-pixel-purists-wont-back-down.html

Selbst außerhalb von PC / Gaming Presse:
https://www.msn.com/en-gb/money/tec...y-of-pc-gamers-might-surprise-you/ar-AA1WFYjI

Also man sollte sein Einfluss nicht pauschal zu niedrig einschätzen... die Frage ist wie gesagt das Argument kann man in beide Richtungen bringen warum verteidigen hier Leute Windows (manche) wenn das hier keinen Einfluss hat. Im Zweifel hat über Windows Lästern einen Vorteil im Worst ists eh egal.
 
blackiwid schrieb:
Das kann man bei allem sagen wozu hier MS Verteidigen?
Das hier würde ich eher als Diskussion unter Leuten einordnen.
Das richtet sich ja nicht explizit an Microsoft.

blackiwid schrieb:
Wenn es keinen Einfluss hat...
Ich habe ja auch nicht gesagt, das es keinen Einfluss hat.

blackiwid schrieb:
Also man sollte sein Einfluss nicht pauschal zu niedrig einschätzen...
Man sollte ihn aber auch nicht zu hoch einschätzen.
Ich glaub, am ehesten Chancen auf Einflussnahme hat man, wenn sich das direkt in Benutzerzahlen niederschlägt.
Also wenn Leute hingehen würden und an Microsoft eine Mail schreiben würden mit dem Inhalt:
Hier ich gebe meinen Key zurück und kündige meinen Microsoft-Account und schaue in ein paar Jahren noch mal, ob dann Windows X,Y und Z gemacht hat und wenn ja, dann werde ich auch wieder Kunde" und das massenhaft passiert, hat das sicher größeren Impact.

Denn mal ehrlich: Dieses über Windows in Diskussionsforen und so wo meckern haben wir ja jetzt ja schon seit Jahrzehnten. Und so richtig hat sich eine ganze Weile nix bewegt.

Bewegung kommt immer dann rein, wenn Leute weggehen oder zumindest die Gefahr besteht, das sie das tun. Das haben wir z.B. beim Aufkommen von Linux gesehen, was Microsoft ja offenbar aufgeschreckt hat.
Oder halt später und jetzt durch die vielen Alternativen. An die sich ja interessanterweise Microsoft auch orientiert.

Meckern alleine bringt also nix. Aber wenn es Abwanderung oder Abwanderungspotential gibt, dann versucht man gegenzusteuern. Und dann guckt man natürlich im Zuge dessen auch in die Meckereien. Genau deshalb gibt es ja auch den Feedback-Hub. Ich glaub den zu benutzen hat auch größeren direkten Einfluss als ein Forenposting (was allenfalls über Bande wirkt, ohne das jetzt kleinreden zu wollen).
 
Jasmin83 schrieb:
aber Windows 11 passt in die laaaaaaaange Historie von Windows Versionen, bei der immer eine Version schlecht ist und eine Version gut. Und Windows 11 ist per Historie die schlechte Version nach Windows 10 und jetzt gibt es wieder ein gutes Verkaufsargument für das irgendwann folgende Windows 12, was dann wieder eine gute Version werden müsste, nach Windows 10. Aber generell sind die Versionen immer schlechter, inkonsistenter und verbastelter geworden, im Laufe der Jahre.
Das eher, aber Dein Beispiel davor gab es am Anfang zu Win10 Zeiten genau umgekehrt, dass nur jede ungerade Version von Windows gut ist. Das kann man drehen und wenden wie man will und spätestens mit Windows 12 wird es wieder so ein.
 
andy_m4 schrieb:
Denn mal ehrlich: Dieses über Windows in Diskussionsforen und so wo meckern haben wir ja jetzt ja schon seit Jahrzehnten. Und so richtig hat sich eine ganze Weile nix bewegt

1. Es existiert ein Betriebssysteme über die sich alle beschweren.

Und es gibt Betriebssysteme die von fast niemandem genutzt werden.

Von daher lass die Leute schimpfen. Wechseln wollen die Leute gar nicht.

Das Genörgel über Windows ist eine sehr spezielle Art des Lobes.

-> wer seit Jahrzehnten vorgibt das er unzufrieden ist, aber das Produkt nicht wechselt,ist offensichtlich doch zufrieden.

2. Langjährige Windows Kritiker sind Salonlöwen. Es ist einfacher ein paar nörgelige Zeilen im Internet rauszuhauen als ein anderes OS zu benutzen.

Du erwartetst doch nicht etwa ernsthaft das User die sich seit Jahren über die Position des Windows 11 Startmenü aufregen, imstande und Willens sind eine neue Applikation oder OS zu bedienen...?
 
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contractor schrieb:
Von daher lass die Leute schimpfen. Wechseln wollen die Leute gar nicht.
Ich weiß nicht, ob ich der richtige Ansprechpartner bin.
Ich hab auch erst mal nix dagegen, das Leute meckern.
Meine These war ja nur, das meckern allein (und dann noch an einer Stelle, wo es der Hersteller nicht sieht) keine hinreichende Bedingung ist, das ein etablierter Hersteller einer Software (also hier Microsoft und Windows) etwas verändert.
 
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@andy_m4 Haha das ist ein valider Punkt das die Nörgler lieber am eigenen Stammtisch sitzen statt sich an der geigneten Stelle einzubringen.

Vgl Windows Feedback Hub.
 
Creeping.Death schrieb:
Viele Einzelaussagen führen doch auch irgendwann zu einem Gesamtbild.
Nein (zu einem Falschen). Es äußern sich überwiegend unzufriedene Nutzer in irgendwelchen Foren, dem Großteil ist es offensichtlich egal oder hat gar keine "Probleme".

So verhält es sich auch mit den sterbenden X3D von AMD, der Großteil der Nutzer ist nicht betroffen, trotzdem könnte man aufgrund der Darstellungen annehmen, dass es sich um ein großes Problem handelt (bei Intel spielt dieser Umstand dann keine Rolle, aber das hat andere Gründe).

Meinen ersten Kontakt mit Windows hatte ich mit Windows 3.1 - erste Spielereien mit 3.11 WfW und auf einem eigenen PC genutzt habe ich zuerst Windows 95 und u.a. auch Millennium und 2000 (mit Umwegen Windows NT 3.51). Klar war IMMER irgendwas aber nichts, was nicht irgendwie zu lösen war - auch ohne Bash.

Fakt: bis heute hat keine Linux Distro so viele Menschen erreicht, wie Microsoft mit Windows - und zwar sowohl auf Heimcomputern, wie auch in Unternehmens-"IT" (lies: nicht Smartphone, nicht Server und/oder keine IoT-Geräte).

Dafür, dass Windows MILLIONEN von Menschen auf der ganzen Welt grundsätzlich gerecht wird, drückt der ein oder andere hier aber ganz schön auf die Tränendrüse.
 
Zuletzt bearbeitet:
mscn schrieb:
Dafür, dass Windows MILLIONEN von Menschen auf der ganzen Welt grundsätzlich gerecht wird
Das ist halt die Frage. Also ob Windows Millionen Menschen gerecht wird.
Weil das so ein bisschen impliziert, die würden sich dafür bewusst entscheiden.

Weil viele benutzen das halt, weil sie echte Abhängigkeiten darauf haben durch die benutzte Software.

Sehr viele benutzen es aber auch gar nicht in bewussten Sinne. Das muss nicht gut funktionieren, Hauptsache die Leute können irgendwie das machen was sie wollen. Und ich beobachte das halt sehr oft, das das eigentlich nicht gut passt oder Dinge sehr umständlich sind, aber die Leute haben sich daran gewöhnt und gelernt damit umzugehen und das auch gar nicht weiter zu hinterfragen.

Für die ist Windows eine Gebrauchsware über die sie nicht weiter nachdenken. Das ist so wie mit Kochgeschirr. Da kauft man halt das, was man im Laden sieht und macht sich nicht großartig Gedanken drüber.
Während jemand, der ambitionierter an die Sache ran geht natürlich schon bewusster auswählt und darauf achtet, was er sich da anschafft und das das auch gut passt.

Insofern kann man sagen: Microsoft macht mit Windows nichts grob falsch im Sinne das es unbenutzbar ist.

mscn schrieb:
Fakt: bis heute hat keine Linux Distro so viele Menschen erreicht, wie Microsoft mit Windows
Ja. Aber auch das hat ja vermutlich wenig mit der Qualität der Software zu tun.
Windows war halt vor Linux auf dem Desktop etabliert. Daher hat es Linux in dem Segment schwer.

Genauso wie Windows es im Server-Segment schwer hat (von dem Bereich wo es darum geht Windows-Desktops zu bespielen mal abgesehen), weil zuvor halt schon gut besetzt war mit UNIX-Systemen. Deshalb konnte ja sich genau in dem Bereich auch Linux so schnell durchsetzen. Weil für die ganzen UNIX-Admins mit Linux auf ein sehr ähnliches System trafen.

Solche "Gewohnheitseffekte" sollte man nicht unterschätzen. Und die haben wir ja auch in anderen Bereichen.

Man denke nur an die Tastatur. Allein die Anordnung der Buchstaben ist ja nicht darauf ausgelegt, das sie optimal zum tippen ist. Sondern es ist einfach dem Umstand geschuldet, das die früher schon so auf der Schreibmaschine waren und damals war es halt wichtig Buchstaben so anzuordnen, das sich die Typen-Hebel nicht verhaken.

Und andere Belegungen wie Dvorak oder Neo konnten - obwohl objektiv besser - sich nie durchsetzen, weil QWERTY nun mal da und etabliert war und dann kriegst Du das halt nicht mehr weg.
 
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andy_m4 schrieb:
Sehr viele benutzen es aber auch gar nicht in bewussten Sinne. Das muss nicht gut funktionieren, Hauptsache die Leute können irgendwie das machen was sie wollen. Und ich beobachte das halt sehr oft, das das eigentlich nicht gut passt oder Dinge sehr umständlich sind, aber die Leute haben sich daran gewöhnt und gelernt damit umzugehen und das auch gar nicht weiter zu hinterfragen.
Dazu kommt die Vermarktungsstrategie seitens Microsoft. Microsoft betreibt aktiv Marketing für Windows (mal mehr, mal weniger intensiv) und seit bestimmt 30 Jahren kommen die überwiegende Mehrheit der PCs und Laptops mit vorinstalliertem Windows daher (vorher war es MS-DOS).

Der Nutzer landet also zwangsläufig direkt im Windows-Ökosystem, selbst wenn es der erste PC ist und entsprechend noch gar keine Gewöhnung oder Präferenz beim Nutzer vorhanden ist. Und da das ganze Software-Ökosystem auch primär auf Windows ausgerichtet ist, bleibt der Nutzer dann sehr wahrscheinlich auch bei Windows und gewöhnt sich daran. Das ganze System aus Marketing, vorinstalliertem Windows und Softwareauswahl ist letzlich ein sich selbst verstärkender Kreislauf.

Linux hingegen hat weder nennenswert Marketing und ist auch selten auf einem PC/Laptop vorinstalliert, so dass die meisten Nutzer gar nicht in die Verlegenheit kommten, Linux (als ihr erstes OS) zu verwenden. Dort gibt es im Wesentlichen nur Mundpropaganda, über die Andere von Linux erfahren und Linux zu verwenden ist dann eine bewusste Entscheidung, währen man in der Windows-Welt praktisch automatisch landet.
 
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mibbio schrieb:
Dazu kommt die Vermarktungsstrategie seitens Microsoft.
Ja. Das hat natürlich auch sehr viel Einfluss.
Und auch heute ist das ja so, das Menschen Computer und Windows als eine Einheit sehen. Für die stellt sich gar nicht die Frage, ob man da was anderes als System nehmen könnte. Computer ist halt das.

mibbio schrieb:
die überwiegende Mehrheit der PCs und Laptops mit vorinstalliertem Windows daher (vorher war es MS-DOS).
Wobei das auch kein microsoft-spezifizisches Ding ist. Computer kamen ja schon immer (jetzt mal von Anfangszeiten abgesehen) mit Software daher. Selbst auf Heimcomputern hatte man ja ein vorinstalliertes BASIC. Mobilphone haben ihr vorinstalliertes System usw.

mibbio schrieb:
Linux hingegen hat weder nennenswert Marketing
Naja. Es gab schon Werbung und Berichterstattung. Und das schon vor 25 Jahren. Also insbesondere auch in Computerzeitschriften, die für die Leute die PCs in privaten Besitz hatten eine Informationsquelle war, weil das aufkommende Internet noch nicht so im heutigen Ausmaß etabliert war.

Außerdem hab es ja nicht nur Linux als möglichen Konkurrenten. Gerade in den 90er Jahren gab es ja auch viele kommerzielle Alternativen. Und der designierte Nachfolger von MS-DOS war ja zum Beispiel auch OS/2 (wenn man so will, haben wir das letztlich ja auch bekommen, weil viel von OS/2 in WIndows NT steckt).
Insofern war der Markt schon umkämpft. Und Microsoft hätte sicher Probleme gehabt, wenn die sich nicht schon vorher in die Pole-Position gebracht hätten. Insbesondere Windows 3.0 war ja so ein Durchbruch für Microsoft was grafische Oberflächen anging. Das war schon damals nicht unbedingt das beste System. Aber eben das beste System wenns darum geht an vorhandene Dinge anzudocken.

Und dann sind wir halt wieder beim Thema. Hast Du Dich etabliert oder kannst Du auf etablierte Dinge zurückgreifen kannst, hat es das Konkurrenzprodukt immer schwer.
 
andy_m4 schrieb:
Es gab schon Werbung und Berichterstattung. Und das schon vor 25 Jahren.
Vor 25 Jahren war Linux einfach noch nicht ausgereift genug für Privatnutzung.
Erst in den letzten 5 Jahren, wo Gaming sich auf Linux sehr fortschrittlich entwickelt hat, sehe ich immer mehr Berichterstattung.
Und in den letzten 2 Jahren würde ich die Berichterstattung als signifikant bezeichnen.

Für Windows habe ich oft Werbung im Fernsehen gesehen, oft in Verbindung mit einem Hardwarehersteller.
Und lange Jahre hat Windows in der Berichterstattung so gut wie alles komplett überlagert.

Ich sehe es auch so, dass Linux nie eine Chance hatte, sich gegen die Präsenz von Windows in der Öffentlichkeit durchzusetzen. Das hat erst Microsoft selbst hinbekommen, mit deutlich nachlassender Qualität, was viele sehr einflussreiche Youtuber etc. dazu bewegt hat, sich nach Alternativen umzusehen.

Mittlerweile hat sich der Spieß praktisch umgedreht, die Präsenz von Linux in den Medien wird meiner Meinung nach immer erdrückender für Windows. Microsoft liefert aus meiner Sicht negative Schlagzeilen am Fließband und Linux umgekehrt in gleicher Anzahl positive.
 
rollmoped schrieb:
Vor 25 Jahren war Linux einfach noch nicht ausgereift genug für Privatnutzung.
Ich weiß nicht, ob man das pauschal so sagen kann.
Klar war es noch nicht so zugänglich wie heute. Allerdings war das technische Niveau unter den Nutzern auch noch höher.
Computer privat zu haben war zwar nicht mehr nur eine Sache von Nerds. Aber dennoch war die Situation so, das die meisten Power-User oder zumindest technik-affin waren.

Und man muss ja sagen, so schlecht waren die damaligen Distributionen nicht. Und es gab damals auch schon vergleichsweise viele Distributionen auch mit grafischem Installer und so.

Ich würde Dir den Punkt trotzdem geben.
 
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