Ärgernis: Hörbücher

Origano

Lt. Commander
Registriert
Jan. 2004
Beiträge
1.580
Ich bin bekennender Hörbuch-Fan und besitze schon eine recht umfangreiche Sammlung.
Ich will jetzt nicht darüber diskutieren, ob es sinnvoller ist, ein Buch in die Hand zu nehmen, oder das ganze "vorgelesen zu bekommen.
Das steht in einem anderen Kapitel.

Was mich unendlich nervt ist die Tatsache, dass die Auflagen für Hörbücher stetig steigen, die Hersteller und Hörbuch-Verlage jedoch völlig an der zeit vorbeileben.
Kaum ein Verbraucher wird sich hinstellen und über seinen CD-Player fünf, sechs bis hin zu fünfzehn CD's anhören. Tragbare CD-Player, diese Nachfolger der Walkman, gibt es kaum noch.

MP3 ist angesagt. Jedermann besitzt so einen tragbaren MP3 Player und moderne stationäre CD Player spielen auch das PM3 Format ab, ebenso wie Autoradios, die fast alle MP3 Dateien lesen können.

Warum, verdammt noch mal, sind die Verlage nicht in der Lage oder gewillt, Hörbücher gefälligst als MP3 zu produzieren?
Wieso muß der Endverbraucher das Zeit aufreibende Rippen von WAV ins MP3 Format selbst erledigen? Nur weil zehn CD's eines Hörbuchs teurer zu verkaufen sind, als das gesamte Hörbuch auf einer MP3 CD?

Das es auch anders geht, zeigen leider nur eine Handvoll Hörbuch-Verlage, die zu den normalen(?) Audio-CD's das gesamte Hörbuch noch zusätzlich auf eine CD im MP3-Format beilegen.
 
Das mp3 Format kostet Geld, wenn man es kommerziell benutzt, fallen Lizensgebühren dafür an >> Frauenhofer Institut/Thomson/Phillips/Sisvel. Ob das jeder Verlag so einfach zahlt ist eine andere Geschichte und ob sich jeder mit den Gerichten rumstreiten möchte auch.
Im Verfahren gegen Microsoft wurden Lucent im Februar 2007 erstinstanzlich 1,52 Milliarden US-Dollar zugesprochen.
 
Das mp3 Format kostet Geld, wenn man es kommerziell benutzt
OK, das ist ein Argument.

Aber:
Wenn ein Verlag anstatt 10-15 Audio CD's nur eine MP3 CD produziert, wäre das nicht Einsparung genug, um die Gebühren zu bezahlen?

Nun ja, ist bestimmt schon kalkuliert und verworfen worden.
Ärgern tut es mich trotzdem, denn für das Rippen ins MP3 Format geht bei Hörbüchern meist mindestens eine Stunde Zeit und Arbeit drauf.
Ich könnte wetten, viele Verbraucher würden gerne ein paar Euro mehr für eine MP3 CD bezahlen und auf die Audio CD's verzichten, um sich diesen Aufwand zu ersparen.
 
Die Frage ist ja auch, ob sich das lohnt. Hörbücher sind längst ein Massenmarkt geworden und in diesem großen Publikum findet sich sicher noch viele, die mit MP3 nichts anfangen können. Herkömmliche Audio-CDs bedienen hingegen das gesamte Publikum, auch mit dem Umstand, dass Leute wie wir die Audio-CD erst ins MP3-Format rippen müssen. Aber das hält uns ja nicht vom Kauf ab.

Insofern ist die Audio-CD eben das kompatiblere Format und bei der Frage "entweder/oder" klar zu präferieren.
 
Da sich der Verkauf von CDs schon lange nicht mehr lohnt weil jeder sich die Sachen nur noch illegal besorgen will, schätze ich nicht, das jemand bereit ist etwas mehr dafür zu zahlen, wenn es im Mp3 Format vorliegt, was ja dann auch keinen Kopierschutz enthalten würde. :lol:
 
Zurück
Oben