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Naja, aber anscheinend ist der Schaden nicht während der bestimmungsmäßigen Verwendung aufgetreten, sondern während eines Transports, der wahrscheinlich nicht sachgemäß war ...
Produkthaftung setzt voraus, dass der Fehler beweisbar schon beim Kauf vorhanden war und sieht zudem eine Selbstbeteiligung i.H.v 500€ vor. Zusammen mit dem erforderlichen Gutachten dürften die Kosten weit über 1000€ liegen und die Erfolgsaussichten gering sein.
Wenn die gesetzliche Gewährleistungsfrist abgelaufen ist, bleiben nicht mehr viele Optionen. Eine Klage auf Schadenersatz müsste den Beweis liefern, dass der Hersteller von Fehlern wusste und diese bewusst in Kauf genommen hat. In der Praxis ebenfalls aussichtslos.
Ist in der Hausratversicherung eventuell eine Allgefahrendeckung vereinbart? Dann würde ich da mal anrufen und die Ausschlusskriterien klären. Oder einfach in den Vertrag schauen.
Wieso baut man eine AIO-Wasserkühlung in eine 5000€ Workstation?
Wenn es gewerblich ist, dann solltest du dich an dein Systemhaus wenden.
Wenn du das Ding selbst zusammengebaut hast, solltest du dir überlegen, ob das bei so einem Betrag sinnvoll ist.
Aber so oder so: selbst am Netzteil rumfummeln, also öffnen und reinigen, davon würde ich die Finger lassen.
Aus Fehlern lernt man.
Ich wuerde es tauschen. Bevor noch mehr Hardware frittiert wird.
Liste mal die sonstigen komponenten auf.. mal sehen was man noch einzeln testen will.
Das Netzteil jlingt nach komplett am bedarf vorbei.
Nicht einmal die 1600W Platinum Netzteile die wir in HP Servern haben, kosten 800 Euro. Die liegen im Listenpreis eher bei 100-200 Euro
Reichen im Desktop um 4 RTX5090 zu betreiben
vermutlich geht das billiger
Wenn du das netzteil testen willst, trenn es komplett und steck eine Brücke zum PowerOn-Ground und teste es einzeln.
Hab es an einem 5m langen kabel und steck es dann in guter Entfernung in die Steckdose.
CoMo schrieb:
Zum Beispiel. Kannst auch Ethanol nehmen, wenn er nicht vergällt ist. Hauptsache, der Wasseranteil liegt bei maximal 0,1%.
Vlt. ein redundantes NT, die können schon teuer sein.
Achso, meine Empfehlung wäre auch ein neues NT anschaffen und die AiO durch einen vernünftigen Luftkühler tauschen. Oder reden wir hier von dicken 600W Threadrippern?
Mach doch mal ein Foto von dem Netzteil, den keiner hier weis um was für ein Teil es sich hier handelt.
Das nächste wäre, das Netzteil öffnen und mal schauen wie weit sich die Flüssigkeit verbreitet hat.
Wenn die Leiterplatte nass ist, dann diese ausbauen und trocknen z.B. mit einem Föhn.
Wenn eine Korrosionsbildung erkennbar ist dann wie hier schon geschrieben wurde mit Isopropanol reinigen.
Mehr kannst da nicht mehr machen, bleibt die Hoffnung das es dann noch funktioniert.
Was sehr kritisch ist, wenn einer der Übertrager durchnässt ist, denn hier liegt die Primärspannung und Niederspannung an, Primär / Sekundär Wicklungen. Das wäre dann ein Sicherheitsrisiko was die Isolation betrifft.
@kachiri Du meinst vermutlich aufschrauben.
Es kommt immer darauf an wer das macht, in dem Punkt war ich auf mich fixiert, habe auch fast Täglich damit zu tun. Nur der TE sollte vielleicht mal einen Fachmann / Fachfrau fragen was möglich ist.
Das Netzteil muss schnellstmöglich zerlegt, gereinigt und getrocknet werden. Wenn Wasser durch Kapillarwirkung längere Zeit steht, kommt es an den Stellen zu Korrosion.
Optimal wäre eine Trocknung im Ofen (damit wirklich alles Wasser verdunstet/verdampft).
Unwahrscheinlich, weil das einen inhärenten Mangel des Produktes zum Kaufzeitpunkt voraussetzt. Das würde bspw. und nur vielleicht greifen, wenn das Produkt so beworben und beschrieben ist, dass es auch unter Transportbedingungen im gefüllten Zustand und bei ordnungsgemäßer Wartung immer dicht bleibt.
Wenn da aber nur ein kleiner Hinweis steht, dass die AIO beim Transport besonders vorzubereiten ist und keine Zusagen hinsichtlich Leckageschutz gemacht werden, war es das. Oder zumindest wird sich kein Hersteller so ohne weiteres in die Produkthaftung bringen lassen.
So wie sich das bisher anhört, liegt es nahe, dass keine besondere Transportvorbereitung getroffen wurde, z.B. mindestens die Absicherung der Komponenten gegen Stöße und andere Fliehkräfte oder deren Ausbau vor dem Transport.
Das ist ein Folgeschaden, solche Schäden werden nicht übernommen.
In dem Fall ist das Kühlsystem ursächlich, ich bin mir Sicher, der Hersteller schließt Folgeschäden ausdrücklich aus. Der hat auch immer die Möglichkeit einen Unsachgemäßen Einbau in den Raum zu stellen.
Dann kann der Benutzer erst einmal versuchen das Gegenteil zu beweisen.
Das ganze würde in einem Rechtsstreit enden, Ausgang ungewiss.
Die nötigen Mengen in unvergällt, weil sonst nicht rein, schon gar nicht in >99,9%, sind so teuer, das sich das nicht lohnt. Vom eher zweifelhaften Erfolg mal ganz abgesehen. In sicherer Umgebung testen, Risikobewertung, entscheiden. Wenn kaputt oder Zweifel, dann halt neu kaufen. Was sind schon NT für 800 Tacken ...
Davon ab - möglich, das Lösungsmittel weitere/andere Schäden anrichten. Risikobewertung .
@CoMo Das ist Iso und alles andere als sauber genug für den Anwendungszweck. Ethanol - wie von Dir mit >99.9% unvergällt (rein ...) als Lösung vorgeschlagen fängt so bei etwa 100 oder eher 120 € den Liter plus Märchensteuer an. Das Problem Lösungsmittel im unbekannten Gefilden hast Du dann immer noch nicht gelöst, ob der mögliche Zusatz im Kühlwasser wirklich löslich und damit vielleicht abwaschbar mit/in irgendeinem Alkohol ist, ist bestenfalls möglich. Ob das dann sauber ohne weitere Schäden ist - Ratespiel.
Und das noch ohne weitere mögliche Probleme durch das öffnen eines NT durch einen mutmaßlichen Laien.
Hört sich in Summe weder erfolgversprechend noch sicher an.
Also, da auch diese Netzteile (ich verbaue tatsächlich selber redundante WS Netzteile in diesem Preisbereich) einen normalen Anschluss haben, 1 Woche trocknen lassen und dann einen Netzteiltester anschließen, keine andere Hardware, meistens überleben die Netzteile soetwas, war ja nicht in Betrieb. Sollte dann die Sicherung fliegen, ist das Ding hinüber.
Für Folgeschäden eines AIO Defektes (in diesem Fall eh uninteressant, da der Schaden beim Transport aufgetreten ist) den Hersteller haftbar zu machen dürfte kaum möglich sein, dazu müsste man Gutachten erbringen usw., das zahlt niemand!