News Aktie auf Talfahrt: US-Senat stimmt gegen Trump und hält ZTE-Bann aufrecht

Frank

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#1
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#2
Hallo @ all,

guter Zeitpunkt um ZTE-Aktien zu kaufen. :evillol:

Auch wenn im Moment eher Hardliner das sagen haben, so ein Export-Krieg kann sich für beide Seiten nur schädlich auswirken. Die chinesische Regierung wird sich das mit Sicherheit nicht einfach so gefallen lassen.

Ist das gleiche Spiel wie mit den Exportzöllen. Wie auch immer, die USA schneiden sich ins eigene Fleisch mit solchem undiplomatischem Vorgehen. Und China sitzt finanziell langfristig am längeren Hebel. Am Schluß gewinnt die EU-dabei, denn wenn China sich Technik nicht in den USA einkaufen kann, wer bleibt da noch als Technologie-Partner übrig?

Am Schluß werden vielleicht Intel, Google, Qualcomm und Co. eigenständige europäische Tochtergesellschaften bilden um den Export-Bann zu umgehen. Uns Europäern kann das nur Recht sein, wir sind der lachende Dritte.

PS: Auch Preise für ZTE-Handys könnten dadurch in den Keller gehen. Schon im April gab es für so manches ZTE-Handy einen Preissturz, wie man z.B. hier sieht. Das könnte sich nun wiederholen und für so manches Schnäppchen sorgen.
 
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#4
Auch sollte man nicht vergessen, dass diese Entscheidung auch Einfluss auf amerikanische Unternehmen hat. Qualcomm beispielsweise generierte mit ZTE mehrere Milliarden Dollar Umsatz, die dann jetzt wegfallen.

Bedenkt man außerdem, dass Samsung, Huawei usw. eigene Plattformen haben, ist jeder fehlende Kunde von Qualcomm relevant.

Ich bin gespannt, was dabei noch rauskommt...
 
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#5
Qualcomm beispielsweise generierte mit ZTE mehrere Milliarden Dollar Umsatz, die dann jetzt wegfallen.
du vergisst eines dabei: wenn wer kein ZTE gerät mehr kaufen kann, wird er ein anderes gerät kaufen, wo dann wohl ziemlich sicher auch wieder ein QC chip drinne steckt... heisst QC wird dadurch kaum verluste einfahren, es verlagert sich nur die menge der chips die ZTE abgenommen hätte auf andere hersteller.
 
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#6
Ich frage mich was ZTE eigentlich unbedingt aus den USA importieren muss. SoC und Modem könnten die ja von Mediatek/Huawei beziehen.
Android selbst ist OpenSource, nur die GApps müssen von den Kunden selbst installiert werden. Aber das ist für China Smartphones jetzt nichts besonderes.
 
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#7
@Headcool Verdammt, das wollte ich gerade schreiben!
Warum muss es unbedingt Qualcomm sein, warum nicht MediaTek?
Also ZTE geht mir vollkommen am Arsch vorbei, aber ich würde gerne die Logik dahinter verstehen.
Bevor ich den Laden dichtmache würde ich doch eher dafür sorgen Komponenten von anderen Anbietern zu bekommen, die nicht durch ein Embargo daran gehindert werden an mich zu liefern.
 
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#8
Soweit ich verstanden habe geht es doch dabei nicht nur um die Handys sondern auch um Mobilfunknetzausstattung oder?
Diese ist eventuell mehr auf Einzelkomponenten von Qualcomm angewiesen, da auch die Entwicklungsarbeit wesentlich aufwändiger ist.
 
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#9
MediaTek oder ein anderer Hersteller geht sicher auch, aber natürlich nicht bei bereits bestehenden Produkten. In aktuelle ZTE-Geräte (Smartphones, Tablets, Mobilfunk-Hardware und vieles mehr) kannst du nicht einfach einen anderen Chip einbauen.

Wollten sie also umschwenken bleibt nur eines: Alle vorhandenen Produkte einstellen und neue auf den Markt bringen.
Aber vermutlich sind sie dann bankrott, bis das erste Smartphone mit neuem Chip auf den Markt kommt.
 

RayKrebs

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#11
Android selbst ist OpenSource, nur die GApps müssen von den Kunden selbst installiert werden. Aber das ist für China Smartphones jetzt nichts besonderes.
Aber die Google Apps und Play-Services sind closed. Und der Umweg einfach die "GApps" zu installieren,
wird nicht funktionen, weil Google das Gerät dann als nicht zertifziert für deren Dienste sperren kann.

Und bei Google die Lizenz kaufen dürfen die ja dann nicht. Android ohne Play-Services ist halt
nicht vollständig
 
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#12
@Necareor Naja, wenn sie keine Anstrengungen in der Richtung unternehmen können sie den Laden gleich dichtmachen, das ist auch keine Lösung.
Da das Unternehmen eh dem Staat gehört denkt sich die Regierung wahrscheinlich, dass sich ein großer Aufwand um ZTE auf andere Zulieferer umzustellen nicht lohnt, im Endeffekt ist es ja eh so, dass die Käufer die zukünftig nicht mehr zu ZTE greifen können dann eben zu Huawei greifen werden (Sowohl bei Smartphones als auch bei Netzausstattung).
Die Angestellten aus der Fertigung könnten rein theoretisch sofort für Huawei weitermachen, die Produktion in den ZTE-Fertigungshallen müsste nur einmal auf Huawei-Produkte umgestellt werden.
 
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#13
Naja, wenn sie keine Anstrengungen in der Richtung unternehmen können sie den Laden gleich dichtmachen, das ist auch keine Lösung
Naja, doch ^^ Ich denke mal, der Laden wird extrem schrumpfen oder gleich ganz verkauft. Dann kann man unter anderem Namen und anderem Management wieder Qualcomm einkaufen ohne die Produkte komplett neu aus dem Boden zu stampfen. Das würde Jahre dauern, die man nicht hat.
Hardwareentwicklung ist halt doch was anderes, als am PC mal eben Mainboard und CPU zu tauschen ;)
 
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#14
Na ob das wirklich so einfach ist... wir reden hier schließlich nicht über kleine Familien-Betriebe.

Zumal sicher nicht jeder ZTE-Kunde direkt zu Huawei wechseln wird, gerade jetzt werden nicht wenige Kunden andere chinesische Hersteller meiden, vor allem Großkunden, die ein Langzeitprojekt planen, überlegen sich das sehr genau.
 

Xes

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#15
Bin gespannt wie lange die Chinesen sich das noch gefallen lassen bevor sie ihr eigenes OS (natürlich staatlich gefördert) auf den Markt bringen.

Das hätte auch abseits der Unabhängigkeit von US-Firmen den Vorteil, dass man in Sachen Zensur und Überwachung viel einfacher durchgreifen könnte.

Im nächsten Schritt reagiert man dann auf Trumps Zölle... äh ich meine aus Gründen der Staatsicherheit mit einem Verbot von Android und Apple Handys und in den USA fallen einige Kinnladen runter. :rolleyes:
 
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#16
Bin sehr gespannt, was damit wird, weil einfach so den gesamten Geschäftsbetrieb mit 30.000 Mitarbeitern einstellen ist halt schon heavy...

Besonders für mich als Österreicher interessant: Drei ist, meines Wissens nach, vor ca. 5 Jahren beim LTE-Ausbau komplett auf ZTE umgestiegen, auch die Router (die nebenbei ein ernsthaftes Problem haben: https://www.lteforum.at/mobilfunk/3neo-batterie-aufgeblaeht.8814/) kommen von ZTE.
 
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#17
@Xes
Alibaba OS sponsored by Tencent, in 10 Jahren in Asien und Europa die Nr. 1, und die staatliche Datenbank Chinas ist das neue Non-Plus-Ultra, direkt gefüttert von Milliarden Mobilgeräten.
 
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#18
Also wenn es hart auf hart geht, dann könnten die Chinesen einfach mal sagen, scheiß auf Copyright und Lizenzrecht, und anfangen iPhones nachzubauen. Wenn US-amerikanische Firmen nur noch in den USA produzieren würden, würde das nächste iPhone dann 2000$ kosten. Und wenn die Chinesen dann eine, wenn auch schlechtere iPhone Kopie für 500$ auf den Markt bringen, kann man drei mal raten wer am Schluss der Verlierer ist.

Was die USA gerade machen ist an Arroganz und Überheblichkeit nicht zu überbieten. Mag sein daß in China Menschenrechte am laufenden Band verletzt werden, aber was in den USA an sozialer Ungerechtigkeit und Slum-Bildung abgeht ist dem zumindest gleichzusetzen. Die sollten erstmal vor ihrer eigenen Haustür kehren, anstatt Weltpolizei spielen zu wollen.

Andererseits sollte man China gerade im wirtschaftlichen Sektor nicht mehr alles durchgehen lassen. Selber kaufen sie weltweit Technologie und Knowhow ein, haben gar offiziell ein weltweites Monopol in kritischen Technologien als erklärtes Ziel ausgerufen (Sprichwort Made in China 2025), blockieren aber ihrerseits den Einkauf chinesischer Firmen durch ausländische Investoren.

Man muß Handelshemmnisse jeglicher Art abbauen. Aber dann auch wirklich auf beiden Seiten. Man darf nicht dabei zuschauen wie China deutsches Technologie-Knowhow einkauft (z.B. Linde) und dann einfach nach China verlagert. Irgendwann hat DE gar nichts mehr wo sie noch führend ist, und die Arbeitsplätze sind dann auch alle an China ausgelagert. Wenn wir da nicht gegensteuern sind wir bald selber Entwicklungsland.
 
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#19
das bezweifle ich

Hallo @ all,

guter Zeitpunkt um ZTE-Aktien zu kaufen. :evillol:

Auch wenn im Moment eher Hardliner das sagen haben, so ein Export-Krieg kann sich für beide Seiten nur schädlich auswirken. Die chinesische Regierung wird sich das mit Sicherheit nicht einfach so gefallen lassen.

Ist das gleiche Spiel wie mit den Exportzöllen. Wie auch immer, die USA schneiden sich ins eigene Fleisch mit solchem undiplomatischem Vorgehen.
Es wird immer so getan als ob die Amis dumm wären. Wir sind was das angeht so überheblich dass wir garnicht checken was wirklich abgeht. Die USA wissen genau was sie tun müssen um nicht von China als einzige Weltmacht verdrängt zu werden. Handelszölle und starker Zins und aus ist es mit China.

Mag sein daß in China Menschenrechte am laufenden Band verletzt werden, aber was in den USA an sozialer Ungerechtigkeit und Slum-Bildung abgeht ist dem zumindest gleichzusetzen.
In welcher Scheinwelt lebst du eigentlich? Warst du mal in China? Du willst doch nicht ernsthaft die Arbeitsbedingungen in den USA mit denen der Chinesen gleichsetzten. :freak:

Dein ganzer Kommentar ist Unfug aber dieser Abschnitt war besonders harstreubend



Bin gespannt wie es mit ZTE weiter geht
 
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BOBderBAGGER

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#20
Besonders für mich als Österreicher interessant: Drei ist, meines Wissens nach, vor ca. 5 Jahren beim LTE-Ausbau komplett auf ZTE umgestiegen
ZTE ist auch in anderen Ländern in Sachen netztechnik ein goßer Player. Ich schätze bei dem ganzen hin und her geht es auch nicht um drei Handys die in den USA verkauft werden man möchte die US Netzbetreiber weiter mit Technik beliefern.
 
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