Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

Ein Hallo in die Runde, ich habe mal eine Frage zum Thema "Übernahmen und wie sie sich auswirken".

Ich habe nur bereits einige Jahre in Aktien und ETFs investiert (bin aber eher der Buy&Hold-Typ), bisher aber noch keine Übernahmen selbst "erlebt".

Aktuell habe ich 2 solcher Kandidaten im Portfolio: Xilinx und Slack.

Was ich mich frage: was passiert nun bzw. in welchem zeitlichen Rahmen?

Beispiel Übernahme von Xilinx durch AMD. Einfach nur ein Aktientausch mit Faktoren. In dem Xilinx-Newsthread meinte jemand, dass man da dann von seinem Broker eine Nachricht bekommt, ob man für die Bruchteile (x,...) Differenz quasi auszahlen oder "nachkaufen" möchte um auf ganze Aktien zu kommen. Nur ist bis heute nichts passiert. Die Xilinx-Aktien liegen weiter im Depot, steigen und sinken fröhlich an Wert...

Beispiel Übernahme von Slack durch Salesforce. Hier werden bisherige Aktionäre größtenteils ausgezahlt und ein ganz kleiner Faktor an Slackaktien wird in Salesforceaktien umgewandelt. Auch hier: Slackaktien weiterhin im Depot etc.

In welchem Zeitrahmen schlagen sich solche Übernahmen dann im Depot des Kleinaktionärs durch? Auf was muss ich achten? Ich finde den Slackdeal bspw. relativ schlecht. Derzeitiger Aktienwert ist höher als der "Buyout"-Preis, der Faktor ist so niedrig, das ich mit einer Salesforceaktie rausgehen würde 🤔 Ich vermute Kapitalertragsteuer für den Rückkauf der Slackaktien wird sicherlich "trotzdem" fällig oder?

Ich würde mich über ein bisschen "Insiderwissen" hierzu sehr freuen :)
 
Naja, die Xilinx Übernahme ist für Ende 2021 angesetzt und die Slack Übernahme für Q2 2022. Sofern alles klappt und es keine Probleme gibt.

Du wirst da vorher noch informiert. Aufs Depot wirkt sich das erst aus wenn die Übernahme tatsächlich passiert ;)

PS: Bei der Slack Übernahme zählt der Aktienwert zum 30.11.2020 und nicht der aktuelle.
 
Ich habe heute bei CD Projekt zugeschlagen. Für mich die Gelegenheit "günstig" reinzukommen. Nordex habe ich am 30.11 für 20€ zu einem drittel verkauft und zum Spaß Steinhoff bei 0,48 nachgekauft (der 15.12 wird nochmal interessant). Der Kauf von Shell, BP und Exxon im Oktober entwickelt sich prächtig ^^

Mein Jahreziel habe ich aktuell mit 15% übertroffen :)

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hallo7 schrieb:
Naja, die Xilinx Übernahme ist für Ende 2021 angesetzt und die Slack Übernahme für Q2 2022. Sofern alles klappt und es keine Probleme gibt.

PS: Bei der Slack Übernahme zählt der Aktienwert zum 30.11.2020 und nicht der aktuelle.
Ahja, vielen Dank :) Siehste, das war das was ich nicht wusste/gefunden habe. Q2 2022 ist ja noch laaaange hin. D.h. vermutlich muss man da rechnen, ob sich das noch lohnt, oder ob man nicht vorher aussteigt, oder?

BridaX schrieb:
Ich habe heute bei CD Projekt zugeschlagen. Für mich die Gelegenheit "günstig" reinzukommen.
Bei mir waren es 19eur :D Aber damals für mich so hochspekulativ, dass ich nicht wirklich nennenswerte Mengen habe. Warum ist der Kurs so abgeschmiert? Kann das (tschudigung) Geheule über die technischen Probleme solche Auswirkungen haben? Oder waren das eher Leute die Kasse gemacht haben?
 
ich denke, CD Projekt ist aufgrund der technischen Probleme so abgeschmiert. Meiner Meinung nach wird das gepatcht und Cyberpunk wird sich verkaufen wie warme Semmeln. Habe nochmal nachgekauft.
 
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cmi777 schrieb:
Warum ist der Kurs so abgeschmiert? Kann das (tschudigung) Geheule über die technischen Probleme solche Auswirkungen haben? Oder waren das eher Leute die Kasse gemacht haben?

Ich denke es gab zu viele Vorschusslorbeeren (Hype) bezüglich dem Release von Cyberpunkt. Dazu Probleme mit dem Xbox und PS launch (wer hätte das gedacht, Probleme am Launchdate? ...).

"The decline can be partly attributed to complaints around bugs and glitches, which have been spreading via social media."

https://www.gamesindustry.biz/artic...29-percent-in-run-up-to-cyberpunk-2077-launch

Zumindest die Kritiken der Presse scheinen konträr (was leider nicht selten ist) sehr gut:

https://www.metacritic.com/game/pc/cyberpunk-2077
 
CD Projekt ist, finde ich, überbewertet aufgrund des Marketings um Cyberpunk. Der Einbruch hat meiner Meinung nach wenig mit den Problemen bei Cyberpunk zu tun und das es noch gepatcht wird. Das weiß jeder, das Games nicht sauber aufn Markt kommen und bei Cyberpunkt siehts schlimmer aus als es ist aufgrund einer unfertigen geleakten Version. Nur Cyberpunk ist jetzt releast. Das, was CD Projekt an projekten hat, ist nun raus, was neues steht noch aus und damit ist die weitere Marktlage schlicht unklar. CD wäre nicht das erste Studio was nach 2-3 richtig guten Spielen krachend scheitert. Und GoG allein rechtfertig denke ich nicht diesen Wert. Mal sehen, wer richtig liegt.

Sicher kann man, nachdem es ja grade ins bodenlose stürzt, nochmal ein Gewinn machen, weil es nochmal ansteigen wird. aber lang und mittelfristig hat CD nichts zu bieten, was den aktuellen Wert rechtfertigt.

Und wer sich blenden lässt, dass man 2020 satte Renditen eingefahren hat: nahezu alle Aktien sind im März brutal abgestürzt und bei einem Großteil davon war klar, dass sie wieder steigen werden, da die Firmensubstanz etc. sich ja nicht verändert hat. 2020 Gewinne zu machen mit Aktien ist mehr oder minder ein Selbstläufer gewesen, sofern man nicht ausschließlich in Profiteure der Krise investiert hat als deren Aktien schon hoch standen.

Habe auch Fraport, Biontech, Curevac (bei Börsengang, bereits verkauft), BP gekauft und habe im Schnitt bei diesen 30% Rendite. Curevac und Aurora Cannabis sogar über 60% zusammen. Die waren aber auch alle derart tief und grade bei BP und insbesondere Fraport aber klar, dass diese ihren Wert zurück holen. Shell bin ich vorsichtig nach dem was sich da in den Niederlanden grade abzeichnet.
 
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Mustis schrieb:
2020 Gewinne zu machen mit Aktien ist mehr oder minder ein Selbstläufer gewesen, sofern man nicht ausschließlich in Profiteure der Krise investiert hat als deren Aktien schon hoch standen.

Ab 2009 war alles ein Selbstläufer. Blenden lasse ich mich nicht, trotzdem darf man sich mal freuen und ein Bierchen trinken wenn es gut läuft!

Mustis schrieb:
nahezu alle Aktien sind im März brutal abgestürzt und bei einem Großteil davon war klar, dass sie wieder steigen werden,

Nichts war klar und keiner wäre auf die Idee gekommen, dass wir in wenigen Monaten wieder break even sind.

Hier griff lediglich "meine" Strategie im Crash, "wenn das Blut auf der Straße fließt", nachzukaufen (war mein erster Crash an der Börse) und dieser Moment war Glücklicherweise Mitte März. Und wenn es wieder runter geht, dann wird halt wieder nachgeschüppt.
 
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BridaX schrieb:
Natürlich war das klar. Wenn sowas wie Fraport aufgrunbd Corona 50% und mehr fällt ist klar, dass man, wenn man in diesem Zeitpunkt kauft, Gewinn machen wird. Fraport ist staatlich gestützt und kein Flughafen in Deutschland kann die Passagier- und Frachtmassen auffangen, nichtmal teilweise. Dass das Ding nach der Krise wieder brummt, war offensichtlich. Und das Firmen wie Biontech oder Curevac massiv an Wert Gewinnen, wenn sie am Ball bleiben, war auch klar.
BridaX schrieb:
Blenden lasse ich mich nicht, trotzdem darf man sich mal freuen wenn es gut läuft!
Klar kann man das. Nur man sollte nicht auf die Idee kommen, man hätte besonders celver agiert bzw. jetzt viel wissen über Aktienanlagen.
BridaX schrieb:
Ab 2009 war alles ein Selbstläufer.
Das sind 11 Jahre... In denen es heftige Einbrüche gab. Könnt ich auch sagen, seit 1995 ist alles selbstläufer weil im schnitt seitdem nur gestiegen ist...
 
Mustis schrieb:
Das sind 11 Jahre... In denen es heftige Einbrüche gab. Könnt ich auch sagen, seit 1995 ist alles selbstläufer weil im schnitt seitdem nur gestiegen ist...

Eben, langfristig geht es nach oben. So gesehen ist alles ein Selbstläufer - das ist ja das schöne an Aktien. Vorausgesetzt man hält sich an die Basics und lässt die Gier nicht überhand nehmen.

Ich störe mich nur an dem Satz "es war klar". Erwartbar - okay. Deshalb habe ich ja auch nicht minder eingekauft.

Wenn mir aber etwas "klar" ist, dann hätte ich mindestens auf Hebel alles gekauft was geht - weil kann ja nur steigen. Genauso hätte es aber auch einen Jahre langen Bärenmarkt geben können (der theoretisch auch noch kommen kann).

Mustis schrieb:
Klar kann man das. Nur man sollte nicht auf die Idee kommen, man hätte besonders celver agiert bzw. jetzt viel wissen über Aktienanlagen

Das würde ich nie von mir behaupten. Abgerechnet wird am Ende. Die 5 Jahre Börse hinter mir sind ein Kinderscheiß :)
 
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Mustis schrieb:
Natürlich war das klar. Wenn sowas wie Fraport aufgrunbd Corona 50% und mehr fällt ist klar, dass man, wenn man in diesem Zeitpunkt kauft, Gewinn machen wird. Fraport ist staatlich gestützt und kein Flughafen in Deutschland kann die Passagier- und Frachtmassen auffangen, nichtmal teilweise. Dass das Ding nach der Krise wieder brummt, war offensichtlich.

Naja, ob das Geschäft weiterläuft ist für Aktienkurse nicht gerade entscheident. Klar war und ist, dass das Geschäft und die Gewinne die nächsten Jahre nicht den Wert von 2019 erreichen wird. Fraport wird nicht pleite gehen, aber ein Dividenenstop usw. ist immer eine Möglichkeit.
 
Jemanden, der an der Börse die Worte "war ja klar" in den Mund nimmt, kann ich nicht ernst nehmen :D
 
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Ich denke, es geht eher um den Zeitraum. Natürlich war es klar, dass es irgendwann wieder hoch geht. Das es allerdings wenige Monate später, ohne eine Verbesserung der Umstände, die den Crash ausgelöst haben, neue Alltime Highs gibt, war mit Sicherheit niemandem klar.
 
BP und Shell haben sich schön entwickelt, gut drin geblieben zu sein, und über die Monate etwas nachgekauft zu haben. BP scheint sich aber gefühlt besser zu erholen. Ich halte einfach weiter, zukaufen werde ich da nicht. Wenn das Geschäft wieder besser läuft und sich die Dividenden stückweit wieder erholen, werden auch Anleger wieder vermehrt aufspringen.

Ähnliche Entwicklungen gab's bei mir bei Disney und BASF, die sich auch verdammt gut entwickelt haben, die hatten lange Monate geschlafen, alleine Disney hat gestern richtig gut performt.

Da zahlt sich wieder aus das man doch in allen Sektoren unterwegs ist. Ich habe mir bei TR auch 2 kleine Sparpläne auf AMD gemacht zu Mitte und Anfang des Monats, das klappt einwandfrei.

Ach ich liebe die Börse einfach, denn es passieren immer Dinge die man nicht aufm Schirm hat, im positiven und im negativen. Wer Nervenkitzel braucht kauft Aktien 🤭
 
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xpower ashx schrieb:
Wer Nervenkitzel braucht kauft Aktien
Wohl war. und nichts ist unlgoischer als die Börse.

Beispiel?

Biontech und Curevac. Biontech ist führend, ständig gute Nachrichten, werden als erste liefern (bzw. tun es in GB schon), hoher EK-Anteil und die Aktie schwankt stark und steigt, im Verhältnis eher mühsam. Curevac hingegen ist explodiert. Und das obwohl sie deutlich nachhängen, weniger EK-Anteil haben, weniger Forschungsergebnisse (in anderen Bereichen, Biontecvh war vor Corona auf Krebsheilung spezialisiert). Logik dahinter seh ich keine. Biontech müsste demnach deutlich besser bewertet sein.

Und dergleichen lässt sich branchenübergreifend und zu jeder Zeit beobachten. Genaugenommen ist die Börse hoch unlogisch und wenig bis nicht rational.
 
Die Kühlkette ist beim Biontech-Impfstoff ziemlich krass.

Experten sehen darin die größte Aufgabe für die Logistik: “Die Kühlkette ist einer der herausforderndsten Aspekte bei der Lieferung dieses Impfstoffs”, sagte Amesh Adalja vom Johns Hopkins Center for Health Security. “Das wird eine Herausforderung in allen Belangen, weil Krankenhäuser auch in großen Städten nicht die Lagerungskapazitäten für einen Impfstoff bei diesen ultra-niedrigen Temperaturen haben.”

Die Dosis bei Curevacs Mittel ist mit zwölf Mikrogramm sehr niedrig. Biontech meldete dagegen für seinen Impfstoff eine Dosis von 30 Mikrogramm, Moderna sogar von 100 Mikrogramm. außerdem hat der Impfstoffkandidat „jüngst eine mehrmonatige Stabilität“ gezeigt, sogar bei „Kühlschranktemperatur“. Damit hätte Curevac Biontech etwas voraus. Der Biontech-Impfstoff nämlich muss bei minus 70 Grad gelagert werden, um seine Wirkung nicht zu verlieren. Moderna gibt für seinen Impfstoff an, dass er bei Standard-Kühlschranktemperaturen von zwei bis acht Grad voraussichtlich 30 Tage lang stabil ist
 
Wobei Biontech ein Zockerpapier ist, was davon langfristig zu halten ist wenn Corona einmal keine übergeordnete Rolle mehr spielt bleibt abzuwarten.

Zocken habe ich meine Lehren draus gezogen, auch wenn man das mit dem Betrugsfall Wirecard wohl kaum vergleichen kann.

Habe vor der Krise schon Pfizer reingeholt, da gibt's ne nette Dividende, es gab extra Aktien bei der Entflechtung, und sind durchaus defensiv, die habe ich dann lieber im Depot. 😉
 
xpower ashx schrieb:
Wobei Biontech ein Zockerpapier ist, was davon langfristig zu halten ist wenn Corona einmal keine übergeordnete Rolle mehr spielt bleibt abzuwarten.

Zocken habe ich meine Lehren draus gezogen, auch wenn man das mit dem Betrugsfall Wirecard wohl kaum vergleichen kann.

Habe vor der Krise schon Pfizer reingeholt, da gibt's ne nette Dividende, es gab extra Aktien bei der Entflechtung, und sind durchaus defensiv, die habe ich dann lieber im Depot. 😉

Corona und die relevanten vaccine Firmen werden noch einige Jahre präsent sein (also die kleinen wie Biontech z.B.). Wir reden von der ersten Generation des Impfstoffes ohne die nötigen Langzeitstudien, da sind zum einen Risiken am Start, die durch Haftungsausschlüsse aber relativ bedeutungslos sein können und auf der Upside das Potenzial von Mutationen und Unwirksamkeit auf folgende Generationen.
Ich schätze, dass Biontech übernommen wird um in der Welt von Big Pharma zu überleben.
 
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