Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

Magellan schrieb:
Bitte nicht pauschal alles was kein ETF Sparplan ist in Richtung Spekulation abtun.

Kam jetzt vielleicht etwas drastischer rüber als gewollt.

Aber in dem Moment wo ich entweder Geld aus dem Markt nehme oder gezielt nachkaufe ist das ja doch eher ein aktive Entscheidung weil man meint einen richtigen Zeitpunkt zu erwischen was die Rendite erhöhen könnte. Da ist schon ein Teil Spekulation dabei, natürlich jetzt nicht so krass wie bei Einzelaktien/das Trading etc.

Sparplan ist natürlich nicht der heilige geal für alles und diente nur dem Beispiel "mach einfach weiter wie bisher"
 
Zuletzt bearbeitet:
Hanni2k schrieb:
ist das ja doch eher ein aktive Entscheidung weil man meint einen richtigen Zeitpunkt zu erwischen

Nicht jede aktive Entscheidung beruht auf Market Timing.

Wenn ich Aktien verkaufe weil ich den Chart anschaue und glaube es geht jetzt nach unten und in ein paar Wochen kann ich wieder billig einsteigen dann ist das Spekulation.

Wenn ich Aktien verkaufe weil ich glaube dass die aktuelle Bewertung fundamental nicht mehr gerechtfertigt ist dann ist das eine begründete Investmententscheidung.
 
die job-zahlen waren heute sogar gut in der USA, aber jetzt kickt der hirnlose handelskrieg.
 
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Meines Erachtens ist das Mehr Stimmungsgeprägt als durch fundamentale Daten gestützt. Anscheinend wollen viele ihre Schäfchen ins trockene bringen oder haben Angst den richtigen Ausstiegszeitpunkt zu verpassen. Für den Kleinanleger der auf seine Rente spart irrelevant. EInfach aussitzen und freuen das man ab sofort mehr Stück für seinen Sparplan bekommt.
 
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Ich hab bei meinen z.T. sehr gut gelaufenen Titeln der letzten 2 Jahre mal ein paar Gewinnmitnahmen gemacht. Die sind noch nicht eingebrochen wie viele andere Titel. Die lass ich erstmal weiter so liegen. Da ist der Ausstiegszeitpunkt erstmal vorbei.
Habe damit jetzt mal ca. 10% vom Depot liquidiert.
Der Sparplan für die ETFs läuft weiter, wenn auch in kleineren Beträgen. Einzelaktien lasse ich erstmal komplett sein. Da ist mir momentan doch zuviel Ungewissheit dabei.
 
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Gerade jetzt ergeben sich doch gute Einstiegschanchen.
 
Grundsätzlich ja, aber mir fehlt aktuell die Zeit, mich mit potentiellen Kandidaten zu beschäftigen und das kommende Jahr wird ohnehin viel Cash in andere Projekte fließen.
Ggf. werde ich beim ein oder anderen, geschundenen Titel mal etwas nachkaufen, mehr ist aber erstmal nicht drin.
Ich bin aktuell schon mit ~80% vom Gesamtvermögen investiert. Ist für mich mehr als ausreichend :D
 
Solche Marktbewegungen sind völlig normal und werden natürlich auch durch die politische Entwicklung angeheizt. Eine gewisse Korrektur war jedoch bereits seit Längerem erwartet. Zudem muss man festhalten, dass 2024 das erfolgreichste Börsenjahr seit rund 25 Jahren war und auch 2023 alles andere als schlecht lief. Vermutlich sehen viele Kleinanleger zum ersten Mal rote Zahlen auf ihren Sparplänen und sind deshalb verunsichert.

Wer einen Standard-0815-World-Index-ETF-Sparplan für die Rente besitzt, kann diesen einfach weiterlaufen lassen. Entscheidend ist, was sich in > 20 Jahren ergibt und nicht, was unmittelbar nach der Korrektur des gerade ablaufenden Bull-Runs passiert.

Chancen ergeben sich natürlich immer ob ETF oder Einzelaktie, das hängt jedoch vollständig vom individuellen Risikobewusstsein ab. Niemand kann mit Gewissheit vorhersagen, wo die Kurse in einem oder fünf Monaten stehen werden. Hier ist viel Eigeninitiative gefragt, um Unternehmen richtig zu bewerten.
 
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Baya schrieb:
Einfach den Sparplan (Rentenvorsorge) laufen lassen.. Cost-Average ist das Zauberwort.
Dem ersten Punkt stimmer ich zu, aber es gibt Studien, die den Cost +-Average Effekt nicht bestätigen: https://de.wikipedia.org/wiki/Durchschnittskosteneffekt
Diesen würde ich nicht als Argument anführen, das ist eher psychologisch, wenn man keine Riesen Summe auf einmal inverstieren möchte (oder kann)
Ergänzung ()

florian. schrieb:
Ich bin zu 100% Investiert, daher ist das natürlich schmerzhaft, aber was soll man machen...
Klar Rückblickend hätte man letzte Woche besser einiges verkauft.
anderseits, wie viel soll man denn verkaufen? 10%? 20%? alles?
Selbst wenn man 20% Verkauft, tut der abstürz bei den restlichen 80% ja genauso weh.
Beim einem langfristigen Investment (Rente) bringt der Verkauf bringt der kurzfristige Verkauf doch auch kaum Vorteile. Dafür muß ich im Zweifel erstmal kräftig Steuern zahlen, weil die ältesten Werte mit dem größten Gewinn verkauft werden.
Also vor allem, wenn ich meinen Freisteller schon ausgeschöpft habe, würde ich das zu 100% aussitzen. Oder man möchte Titel gezielt mit Verlust verkaufen, da man ehr umschichten wollte.
Ergänzung ()

Nazrael schrieb:
Vermutlich sehen viele Kleinanleger zum ersten Mal rote Zahlen auf ihren Sparplänen und sind deshalb verunsichert.
Eben, entspannt bleiben. Das ist die 4. größere Korrektur, die ich jetzt in den letzten knapp 20 Jahren in meinem Depot sehe :cool_alt:
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei einem ETF Sparplan für die Rente sollte man sowieso darüber nachdenken, alle paar Jahre einen anderen ETF zu besparen und dann in der Auszahlphase den zuletzt besparten als erstes zu verkaufen. So kann man FIFO umgehen und muss die ältesten Anteile - statistisch die mit höchstem Gewinn - erst späer verkaufen, um die Steuerlast zu optimieren.
 
Ratterkiste schrieb:
Bei einem ETF Sparplan für die Rente sollte man sowieso darüber nachdenken, alle paar Jahre einen anderen ETF zu besparen und dann in der Auszahlphase den zuletzt besparten als erstes zu verkaufen. So kann man FIFO umgehen und muss die ältesten Anteile - statistisch die mit höchstem Gewinn - erst späer verkaufen, um die Steuerlast zu optimieren.


Ich weiß nicht, ob das wirklich so sinnvoll ist. Zumindest nicht uneingeschränkt.
Wenn dein Depot so groß ist, das es durch die Entnahme nie verbraucht wird, dann mag das eine sinnvolle Strategie sein.

Aber wenn Du dein Depot verbrauchen musst, dann führt diese Strategie zu folgendem Szenario:
Mit Beginn der Rente ist das Depot gut gefüllt, erwirtschaftet also auch weiter nennenswerte Erträge.
Du entnimmt Betrag X und zahlst darauf sagen wir 5% Steuern, da so wenig Gewinne angefallen sind.
Im Lauf der Jahre musst Du aber immer größere Beträge entnehmen (Inflation), gleichzeitig verkaufst Du immer mehr Anteile mit höheren Gewinnen, zahlst also mehr Steuern, was Du durch noch höhere Entnahme ausgleichen musst.
Gleichzeitig sinkt durch die Entnahme das Volumen des Depots und die Wertsteigerung kann immer weniger mit den Entnahmen mithalten. Am Ende hast Du nur noch wenig Geld im Depot, musst darauf aber die allerhöchsten Steuern zahlen.
 
T00L schrieb:
Diesen würde ich nicht als Argument anführen, das ist eher psychologisch, wenn man keine Riesen Summe auf einmal inverstieren möchte (oder kann)
Auch große Summen würde ich niemals auf einmal anlegen. Immer schön diversifizieren und auch mit den Einzahlungen über einen größeren Zeitraum streuen.
 
T00L schrieb:
aber es gibt Studien, die den Cost +-Average Effekt nicht bestätigen

Da muss man jetzt aber unterscheiden von welchen Voraussetzungen wir hier ausgehen.

Der Cost Average Effekt bringt nichts gegenüber einer Eimalanlage weil die Kurse halt im Schnitt mehr steigen als fallen und es statistisch auf "mehr Zeit im Markt = besser" hinausläuft.

Hier wurde ja aber von einem Sparplan gesprochen und der wird ja vermutlich genutzt weil das Geld eben auch monatlich reinkommt, es gibt die Möglichkeit eines Sofortinvestments also gar nicht.

Das was jedenfalls ungünstig wäre ist die Sparplansummen bei fallenden Kursen zu reduzieren, und ich denke das war ja der Aufhänger hier.
 
Baya schrieb:
Auch große Summen würde ich niemals auf einmal anlegen.
Statistisch ist es besser Geld, welches man hat, direkt anzulegen.
Psychologisch kann eine Staffelung sinnvoll sein, vor allem für Neulinge und Erstanleger. Der potentiell entgangene Gewinn tut weniger weh, als wenn doch direkt ein Drop kommt.
 
Ratterkiste schrieb:
So kann man FIFO umgehen und muss die ältesten Anteile - statistisch die mit höchstem Gewinn - erst späer verkaufen, um die Steuerlast zu optimieren.
Micha- schrieb:
Ich weiß nicht, ob das wirklich so sinnvoll ist. Zumindest nicht uneingeschränkt.
Micha, du hast da einen Denkfehler.
Es ist immer sinnvoll zuerst die Anteile mit dem niedrigsten Gewinn zu Verkaufen.
Jeh Später du Anteile mit hoher Steuerlast verkaufst, desto länger arbeitet der Zinseszins Effekt für dich.

Hierfür gibt es zwei einfache Möglichkeiten:
1.Wie Rattankiste gesagt hat, alle 5-10 Jahre einen anderen ETF besparen.
2. Ein 2. Depot anlegen und Teile Kostenlos Übertragen, hier gilt auch FIFO

Wie sich das steuerlich entwickelt, weiß natürlich keiner.
Ich bin aber sowieso Fan von maximaler Diversifikation.
Auch ein Broker kann mal für 1 Monat nicht erreichbar sein.
Auch ein Depot kann mal gehackt werden.
Warum soll ich also meine ganze finanzielle Sicherheit von einem Broker abhängig machen?
 
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