Magellan schrieb:
Der Cost Average Effekt bringt nichts gegenüber einer Eimalanlage weil die Kurse halt im Schnitt mehr steigen als fallen und es statistisch auf "mehr Zeit im Markt = besser" hinausläuft.
Das Schöne an der Statistik ist, dass sie nicht zu 100% zutrifft sondern m.W.n. hier historisch zu ca. 65%.
Ich hatte das man aus Spaß anhand realer, historischer Zahlen ausgerechnet. Dabei sollte eine Summe von 20000€ im FTSE All World investiert werden. Auch sowas kommt halt schonmal vor. Egal, ob man das berühmte Sparbuch/VL-Depot umschichtet, die Lebensversicherung vorab kündigt oder eine Einmalzahlung/Abfindung erhält.
Dabei wurden 50% direkt investiert und 50% auf weitere 10 Monate getreckt.
10000€ Anfang 01/2022 investiert und die übrigen 10000€ über 10 Monate bis einschl. 10/2022 ergibt 199,6 Anteile für den Sparplan zu 190,5 Anteile beim Einmalkauf in 01/2022. Also insg. 9,1 zusätzliche Anteile im Sparplan-Teil des Invests oder 390,1 Anteile gesamt.
Mache ich das ganze von 01/2024 bis 10/2024, dann komme ich auf 176,4 Anteile für den Sparplan und 187,4 Anteile für den Einmalkauf in 01/2024. Also 11 Anteile weniger durch den Sparplan und insg. nur 363,8 Anteile.
Hat man die 20000€ von 2022 bis Anfang 2024 auf dem Tagesgeld gelassen, gab das ca. 800€ Zinsen (eher weniger) und damit ca. 7,5 zusätzliche Anteile.
florian. schrieb:
Auch ein Broker kann mal für 1 Monat nicht erreichbar sein.
Mein Internet inkl. Mobilfunk könnte auch mal ausfallen. Oder, was für mich wahrscheinlicher ist, ich lande für >1 Monate nicht handelsfähig im Krankenhaus.
florian. schrieb:
Auch ein Depot kann mal gehackt werden.
Was für mich allenfalls ein Grund gegen eine Vollbank als einziges genutztes Geldinstitut für Girokonto und Depot ist.
Wird mein Broker-Zugang gehackt, dann lässt sich das Referenzkonto nur mit 2FA ändern. Sonst kann der Hacker max. meinen Depotbestand veräußern und alles auf mein Referenzkonto überweisen. Um final an das Geld zu kommen, muss er danach sowohl den Zugang zum Girokonto erlangen, Zugriff auf die 2FA-App haben und das PW dieser App kennen.
Lande ich in den Fängen der Mafia und habe die Wahl zwischen Folter mit Todesfolge oder Herausgabe des Geldes, dann ist das Depot und das Girokonto halt weg, falls ich technisch dazu in der Lage bin. Sonst muss schon so extrem viel zusammen kommen, dass ich das für fast so wahrscheinlich halte wie das Ende der weltweiten Marktwirtschaft und damit des Aktienmarktes.
florian. schrieb:
Warum soll ich also meine ganze finanzielle Sicherheit von einem Broker abhängig machen?
Es muss halt jeder selber wissen, in wie weit er von dem Vermögen beim Broker abhängig ist und ihn damit temporäre Zugriffsprobleme in den Ruin treiben. Meine Entnahmestrategie wird nie so aussehen,, dass ich vom Geld der Aktien-ETFs direkt leben werde oder dass ich schon nur monatlich beim Broker etwas manuell verkaufen muss.