M
Mustis
Gast
ich hab vollstes vertrauen in die firma. ^^
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Wenn sie wegen Insolvenz den Betrieb einstellen müssen, verursacht dies für ihre Kunden auch Kosten Diese 1,9 Milliarden waren ja eine Sicherheit, da Wirecard ja auch ein Modell hat bei dem gegen entsprechende Gebühren bei Zahlungsausfall die Kunden den Verkäufer trotzdem bezahlt und das Vorhandensein der Sicherheit dürfte wohl eine Vertragsbedingung sein.Mustis schrieb:Ich denke wirecard ist so groß und so tief verwoben als Zahlungsdienstleister, dass sie nicht mal eben rausfliegen. Weil es erhbeliche kosten verursacht.
Die Kunden werden sicher nicht sofort abspringen, aber sehr nervös beobachten wie es nun weitergeht. Daher drängt nun die Zeit, denn wenn die Kunden abspringen, ist der Laden wertlos und auch dann bekommen die Banken ihre Kredite wohl kaum zurück.
So plump wurde doch gar nicht gefälscht oder das Geld wurde vom einem der Treuhänder wirklich unterschlagen. Wobei es ja im Oktober einen Wechsel der Treuhänder gab und der neue hätte reichlich blöd sein müssen, wenn ihm das Geld vom alten nicht wirklich übertragen wurde. Mich würde es aber wie schon gesagt nicht wundern, wenn es dies Geld nie gab, es dem alten Treuhänder aber gelungen war die Prüfer bisher zu täuschen, bis er kalten Füße bekommen hat, als die Überprüfung durch KPMG erfolgen sollte. Der neue Treuhänder musste dann auf die Schnelle gefunden werden und war offenbar nicht so geschickt, aber es ist eben auch ein junger Anwalt für Familienrecht. Es dürfte eben schwer sein auf die schnelle eine Treuhänder zu finden der mal eben so tut als würde sein Kunde ein solches Vermögen besitzen, wenn dies gar nicht der Fall ist und Prüfer wie KPMG davon überzeugt werden müssen.Mustis schrieb:Zumal ich nicht glaube, dass Wirecard derart plump bilanzen fälscht,
Der normale Kapitalmarkt ist für Wirecard jetzt dicht, keine Frage. Die einzigen die denen jetzt noch Geld geben sind die die sowieso schon viel Geld im Feuer haben und da vor allem die Banken von denen die 2 Milliarden Kreditlinie stammt, wovon die Commerzbank wohl den Löwenanteil stellt. Aber auch die werden kein gutes Geld schlechtem hinterherwerfen wollen, sondern nur wenn es eine gute Chance gibt dies wiederzusehen und das ist vor allem der Fall, wenn man dafür Anteile am Unternehmen erhält. Warren Buffett hat es 2011 mit der Bank of America ähnlich gemacht und denen 5 Milliarden Dollar gegen 700 Millionen Vorzugsaktien mit Recht zur Umwandlung in Stammaktien gegeben, was er 2017 wahrgenommen hat, die dann 16,5 Milliarden Dollar wert waren.parats schrieb:Denn regulär FK einsammeln wird mit dem grade schwer. Daher wird wohl ein Debt to Equity der Weg der Wahl sein, so denn Liquidität fehlt.
Markus Braun wurde gerade entmachtet und dürfte wohl bald andere Probleme bekommen als die Frage was sein Aktienpaket noch wert ist.
Mustis schrieb:Hast du allen ernstes geglaubt, dass, unabhängig ob das ganze geplant war oder nicht, nicht Insiderinfo gegeben hat mit denen massive Gewinne gemacht wurden? XD
Die Gesetze zum Thema Insiderhandel sind makulatur, da der Nachweis quasi kaum zu erbringen ist. Alle, die Beweise beibringen können, sind dran beteiligt und profitieren davon...
Der alte Treuhänder hat die Zusammenarbeit komplett verweigert. Es gibt keine Belege für die entsprechenden Einzahlungen auf diese Treuhandkonten. Das ganze Thema Treuhänder war extrem dubios, diese Treuhänder wurde von WIrecard offenbar überhaupt nicht durchleuchtet um ihre Zuverlässigkeit zu prüfen, was man aber doch wohl machen würde, wenn man ihnen ein Viertel der Bilanzsumme anvertraut, oder? Dies zusammen mit den fehlenden Belegen über die Einzahlungen und dem Zweifel an Umsätzen, deuten für mich darauf das es dieses Geld gar nicht gab, denn in so einem Fall sucht man ja gerade einen halbseidenen Treuhänder das so ein Spiel mitmacht, da ein seriöser Treuhänder sowas eben nicht mitmachen würde.
Der Beitrag (die Beiträge) wurde(n) von Ariva recht schnell gelöscht. Jemand hat aber noch paar Screens gemacht.parats schrieb:Was mich irritiert ist folgender Screenshot auf Twitter. Zur Echtheit und Quelle kann ich nichts sagen, aber prinzipiell ließt es sich interessant, gerade gemessen am Datum.
https://mobile.twitter.com/steffen_1701/status/1274455238058151938
Dumm nur, dass ja die ganzen 1,9 Milliarden Sicherheiten fehlen und nicht nur 900 Millionen, außerdem ist die Kreditlinie von 2 Milliarden in Gefahr. Die Banken werden da nur sehen wie sie die retten, denn wenn sie die Kredite jetzt kündigen ist eine Insolvenz wohl unvermeidbar.code² schrieb:dann müssen wir von den 482 Mio. Euro Gewinn die nicht nachgewiesenen rund 900 Mio Euro abziehen
In welcher Form sollen Banken betrogen worden sein, wenn jemand ein Dokument fälscht wonach dort ein Konto existieren soll, das es gar nicht gibt? Den Banken selbst entsteht dadurch allenfalls ein Imageschaden weil sie dadurch in die Sache reingezogen wurden, aber von einem Konto welches nicht existiert, kann eben auch kein Geld verschwinden.
Holt schrieb:Es wäre schon hilfreich wenn Du diese AdHoc-Nachricht auch verlinkt hättest, aber ich denke es geht um das mit der mit überwiegenden Wahrscheinlichkeit:
Jede Kontrolle kann überwunden werden, deshalb gehört es ja auch zu den Regeln von Warren Buffett auf die Qualität des Managements des Unternehmens zu achten:Mustis schrieb:Ich mein die Quintessenz daraus ist doch, dass man als Privatanleger damit einer erheblichen Willkür ausgesetzt ist. Kontrollorgane scheinen nicht hinreichend zu funktionieren so dass man grundsätzlich davon ausgehen muss, dass die Geschäftsberichte großer Unternehmen per se kritisch gesehen werden müssen.
Außerdem muss man eben breit gestreut investieren, damit sich der Verlust in so einem Fall in Grenzen hält. Der DAX mit seinen 30 Werten ist am Freitag ja trotz des Einbruchs von Wirecard gestiegen, mit einer ausreichend breiten Streuung gleicht man solche Verluste einzelner Werte eben leicht aus.