Micha- schrieb:
Richtig heikel wird es erst in der Entnahme Phase. Da reichen dann durchaus 3-4 schlechte Jahre oder 2 Krisen kurz hintereinander und das Vermögen ist verbraucht.
Man muss die passende Strategie haben, dann passierte historisch auch nicht viel. Wobei für mich der Beginn der Entnahmephase kein unplanbarer, plötzlich auftretender Zeitpunkt ist. Wollte ich im April 2000 in Rente gehen, dann wäre nicht der Depotstand von 04/2000 meine Berechnungsgröße gewesen, die ich zum Überleben benötige.
Mit viel mehr wie 2000-2014 rechne ich jedenfalls nicht ohne dass die Altersvorsorge aus anderen Gründen in der Entnahmephase irrelevant wird. Bleibe ich im Alter an meinen Finanzen interessiert und fähig, Entscheidungen zu treffen, reichten ca. 4 Jahre Cash-Puffer, um über die 15 Jahre mit ca. 15-20% Mehrentnahme zu kommen wir sowieso verplant.
Die Pleiteszenarien sind für mich immer für die Leute aufgesetzt, die ihre Entnahme auf den letzten Euro planen und die Pleite nur abgewendet wird, wenn das Restvermögen jedes Jahr mind. die bisherigen Marktrendite abwirft.
Micha- schrieb:
Die Wachstums raten die man damals in den 70-90er hatte - wahnsinnig.
Woher hat man damals in D einen ETF auf den MSCI World o.Ä. bekommen? Gibt es einen aktiven Fonds (in D als Privatinvestor zu erwerbe), der schon 1970 aufgelegt war und auch nur ansatzweise bis heute die Rendite des MSCI World abgebildet hätte? Dann hätte ich wenigstens einen Grund, mich darüber so zu ärgern wie über meine falschen Arbeitgeberentscheidungen Anfang 2001 und nochmals Mitte 2003.
Ich finde diese hist. Betrachtungen zwar interesant, aber für mich persönlich irrelevant. Ich war selbst 1999 nicht in der Lage, einen entsprechrechenden Fonds auszuwählen. mein Sparkassen-Verkäufer natürlich auch nicht.