Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

Keine Ahnung wie das in AMerika ist. Hier stellt sich nach einem Insolvenzantrag, der nur gestellt werden kann wenn noch Geld da ist, das Insolvenzverfahren zu bezahlen, grundsätzlich die Frage sanieren oder abwickeln. Und sanieren kann viel heißen. Neuinvestoren, verlängerung der Zahlungsziele etc. pp. Dazu muss natürlich geschaut werden, warum eine Insolvenz vorliegt. ISt wirklich kein VErmögen mehr da oder ist man illiquide? In DE wird halt gern abgewickelt undabhängig davon, ob man sanieren könnte oder nicht. MAn hat hier lieber wenig gleich als ggf. mehr später.

Bin jetzt auch kein Insolvenzanwalt, denke aber die Grundzüde verstanden zu haben. ABer im Falle Wirecard sind wir ja glaube ich noch nicht mal an dem Punkt, dass das Insolvenzgericht dem Antrag zugestimmt (also Zulässigkeit und Eröffnungsfähigkeit geprüft hat) und das Verfahren somit eröffnet hat.
 
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Wie gesagt, die Schritte im Chapter 11 sind ähnlich den hiesigen Möglichkeiten. Wird das Unternehmen saniert, werden vor den alten Aktionären alle anderen Gläubiger mit den Aktien des neuen Unternehmens versorgt. Wenn aus der Masse was bleibt, werden alte Aktionäre als letztes bedient, was aber in 99% der Fälle nicht der Fall ist.

Als Inhaber der Aktie bist ein Anteilseigner des Unternehmens und nicht Gläubiger durch Anleihen oder Kredite etc.. Ich kann mir schon vorstellen, dass es hier ähnlich sein wird. Allerdings reine Spekulation, müsste man mal googlen. ;)
 
Eine Sanierung beduetet nicht zwingend, dass ein neues Unternehmen daraus hervorgeht.
parats schrieb:
Als Inhaber der Aktie bist ein Anteilseigner des Unternehmens und nicht Gläubiger durch Anleihen oder Kredite etc..
Das ist mir vollkommen klar.
Mich würde eigentlich mehr interessieren, wieso Wirecard nun Insovlnez sein soll. Soweit ich das sehe, droht das doch nur , wenn die Kreditlinien gestrichen werden oder? Die 1,9 Milliarden die nun fehlen waren doch ohnehin nicht liquide oder bewerte ich das falsch?
 
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Mustis schrieb:
Mich würde eigentlich mehr interessieren, wieso Wirecard nun Insovlnez sein soll. Soweit ich das sehe, droht das doch nur , wenn die Kreditlinien gestrichen werden oder?
Sag mal, weißt du jetzt was eine Insolvenz ist oder nun doch nicht?! Drohende Zahlungsunfähigkeit. Die rechtlichen Voraussetzungen für das Kündigen der Kreditgeber liegen zweifelsfrei vor und sind unbestreitbar. Es steht ganz klar zu befürchten, dass diese Kredite gekündigt werden und das Unternehmen dadurch seine Zahlungsfähigkeit verliert.
§ 18 Abs. 1 InsO: Beantragt der Schuldner die Eröffnung des Insolvenzverfahrens, so ist auch die drohende Zahlungsunfähigkeit Eröffnungsgrund.
Klar soweit?
Himmel, ich kann nur hoffen, dass du tatsächlich keine Aktien bei denen hast.
 
Sag mal geht es dir gut? Wenn ich frage, ob dazu denn konkret was vorliegt, kommst du mir so? Die möglichkeit, dass die banken diese kreditlinie kündigen gab es bereits vor dem insolvenzantrag. Das ist damit nichts neues. Daher die frage, ob dazu Neuigkeiten vorliegen oder weitere gründe inzwischen bekannt sind, die den antrag heute weiter begründen. Denn das die banken die kreditlinie kündigen können steht nicht erst seit gestern im raum. Mir geht es darum nachzuvollziehen, welche forderungen den konkret bedient werden müssen, wie hoch der in frage stehende betrag ist. Ind das sind eben nicht zwingend die 1,9 milliarden.
Ich frage mich da eher, ob du hier dejenige bist, der eigentlich nachvollziehen kann, was hier vorgeht.
 
Mustis schrieb:
Sag mal geht es dir gut?
Ein wenig warm, bin hungrig und hatte noch kein Mittagessen. Ansonsten gehts mir derzeit ganz gut.
Mustis schrieb:
Die möglichkeit, dass die banken diese kreditlinie kündigen gab es bereits vor dem insolvenzantrag.
Die konkrete Möglichkeit besteht doch erst seitdem Wirecard am 19. Juni keine testierte Bilanz vorlegen konnte. Seitdem(!) steht im Raum und es gibt seitdem(!) konkrete Verhandlungen über Verlängerung von Krediten i.H.v. 1,85 Mrd. €.
Mustis schrieb:
Das ist damit nichts neues.
Wenn das nichts Neues ist, so, oh, erhelle mich. Dieser Umstand + Kurseinbruch (war nur ein kleiner, gell?) sind doch durchaus Grund zur Annahme von geänderten (finanziellen) Verhältnissen, die die Befürchtung des Ausbleibens der Bedienung von Verbindlichkeiten doch ganz entschieden vorantreiben können.
 
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@Mustis
Die Banken haben die 1.9Mrd natürlich als Sicherheit ihrer Kredite angesehen. Weiters stellen diese nicht vorhandenen Mrd höchstwahrscheinlich die Gewinne der letzten Jahre dar.
Die müssen jetzt erstmal prüfen was das Unternehmen wirklich einnimmt/einnehmen kann und ob die Kredite rückgezahlt werden können.
Dann werden sie entscheiden wie sie am besten ihr Geld wiederbekommen und was die Bedingungen für die Kredite sind. Holt hat ja schon ein debt-to-equity swap erwähnt. Das Unternehmen kann mehr oder weniger die Anteile frei verteilen und den Streubesitz der Aktionäre damit abwerten.
 
Mustis schrieb:
Soweit ich das sehe, droht das doch nur , wenn die Kreditlinien gestrichen werden oder?

vllt hat es damit was zu tun und ihnen fliegen nur Kredite um die Ohren

zitat NTV-App: „Die Gläubigerbanken hatten das Recht, Kredite über zwei Milliarden Euro zu kündigen, wenn das Unternehmen nicht bis zum vergangenen Freitag eine testierte Bilanz für das vergangene Jahr vorlegen könne. Doch die Wirtschaftsprüfer von EY hatten das Testat verweigert, als sich herausstellte, dass Bestätigungen über Treuhandkonten offensichtlich gefälscht waren.“
 
@Dandelion
Die Spitzen gegen andere User sind nicht förderlich, auch wenn ich dem Kern ansonsten Zustimme. Aktuell geht es um die drohende Zahlungsunfähigkeit, daher die Eröffnung des Verfahrens um der Insolvenzverschleppung zu entgehen. Die reine Eröffnung ist aber kein Fakt, wenn im Zuge des Verfahrens ein Sanierungsplan ausgearbeitet wird. Was anderes wollte @Mustis denke ich nicht ausdrücken.

Für viele Inhaber der Aktie bleibt die Hoffnung einer Übernahme aus der etwaigen Insolvenzmasse, sofern kein Konzept ausgearbeitet werden kann. Ob die kommt ist aber fraglich, denn Wirecard war hier kein Pionier mit überlegener Technik sondern auf Augenhöhe mit bspw. Adyen, die diese Lücke jetzt ohnehin füllen.
Kommt sie, werden eh erstmal die Gläubiger bedient. Insofern mal abwarten und auf Peter Zwegat als Insolvenzverwalter hoffen.
 
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Ja 19 juni. Heute ist der 25. ist die frage, ob es da inzwischen weiteres gibt oder genauere zahlen vorliegen nicht legitim? Wäre es nur das, würde ich mich fragen warum der insolvenzantrag erst heute gestellt wurde.
Interessant wäre da zum beispiel die news, dass sie das auch tun und nicht nur die möglichkeit im raum steht, das sie könnten.
Wie will man denn den stand des insolvenzantrages verstehen, wenn man außer diesen diffusen aussagen über möglichkeiten, die seit 5 tagen bekannt sind, Nicht mehr weiß? Da verwundern einige aussagen hier noch umao mehr, die da wissen, dass wirecatd damit geschichte ist. Plausible möglichkeit, aber fakt?

danke @parats darum ging es mir. Noch ist nichtmal das verfahren eröffnet, aber einige wissen scheinbar schon wie es ausgehen wird.
 
Mustis schrieb:
Wäre es nur das, würde ich mich fragen warum der insolvenzantrag erst heute gestellt wurde.
Ich mache dir nicht zum Vorwurf, dass du dich mit Konzernstrukturen und insbesondere den darin stattfindenden Entscheidungsprozessen, nicht auskennst.
Aber ich bitte dich um kurze Überlegung, ob in einem Unternehmen dieser Dimension möglicherweise etwas andere Regularien zu Fragestellungen existieren könnten, die über Fortbestand oder Nichtbestand des gesamten Unternehmens entscheiden.
Ist dir das Gewicht der Verantwortung eines Milliardenkonzerns und tausender Mitarbeiter*innen ansatzweise begreifbar? Deutlich: Das ist keine Bretterbude.
Mustis schrieb:
wenn man außer diesen diffusen aussagen
Diffuse Aussagen? Das Testat für die Bilanz wurde verweigert. Erwiesenermaßen ist der Buchwert von Milliarden nicht belegbar. Dies wurde auch eingestanden und (eh verpflichtend) mitgeteilt.
 
Dandelion schrieb:
Ist dir das Gewicht der Verantwortung eines Milliardenkonzerns und tausender Mitarbeiter*innen ansatzweise begreifbar? Deutlich: Das ist keine Bretterbude.
Aus dem Grunde, und dem deutschen Gesetz heraus, ergibt sich daher eine umgehende Beantragung eines Insolvenzverfahrens, wenn die diese GEfahr besteht. Und die besteht, sollte es nichts neues geben, seit dem 19.06.

Ich mache dir aber nicht zum Vorwurf, dass dir die Verantwortung von Vorständen scheinbar nicht ganz klar ist und auch das deutsche Gesetz zu dem Thema nicht. UNd bitte mach dich nicht lächerlich mit der Behauptung, dass habe unter Umständen so lange gedauert, weil der Vorstand an das Wohl seiner Mitarbeiter gedacht hat. Das ist angesichts der LAge bei Wirecard im höchsten Maße lächerlich. ^^
Dandelion schrieb:
Diffuse Aussagen? Das Testat für die Bilanz wurde verweigert. Erwiesenermaßen ist der Buchwert von Milliarden nicht belegbar. Dies wurde auch eingestanden und (eh verpflichtend) mitgeteilt.
Darauf bezog sich das diffus nicht. Geht klar aus der Formulierung hervor. Die Nichtvergabe des Testats ist ein Fakt. Die Konsequenzen daraus sind nun zu evaluieren und stellen somit noch kein Fakt dar. Sofern du nicht belegen kannst, welche Summen im Raum stehen, welche Werte bei Wirecard nun tatsächlich da sind und wie liquide, sofern die du des Weiteren nicht weißt, wie die Banken entscheiden bezüglich der KReditlinie, wie das zuständige Insolvenzgericht entscheidet, aknnst du auch nicht begründet darlegen, wie der Stand des Verfahrens ist und auch nur bedingt abschätzen, wie es ausgehen wird. Gern auch nochmal der Hinweis: Das Verfahren ist derzeit noch nicht mal eröffnet! Es ist beantragt. Schon allein das ist wichtig, da je nach dem, was dabei nun herauskommt, schon völlig unterschiedlcieh Szenarien folgen zum Beispiel für den Aktienhandel.
 
Mustis schrieb:
umgehende Beantragung
Der Jurist würde nun entgegen: "Das wurde doch gemacht". Definiere umgehend. Unverzüglich bedeutet ohne schuldhaftes Zögern. Weise es ihm nach. Ich bin gespannt.
Mustis schrieb:
UNd bitte mach dich nicht lächerlich mit der Behauptung, dass habe unter Umständen so lange gedauert, weil der Vorstand an das Wohl seiner Mitarbeiter gedacht hat. Das ist angesichts der LAge bei Wirecard im höchsten Maße lächerlich. ^^
Ich habe mich recht eindeutig ausgedrückt, was der Grund für die "lange Entscheidungsfindung" ist. Verdrehe und vor allem vermische nicht das Gesagte.
Mustis schrieb:
Geht klar aus der Formulierung hervor.
Deine Formulierungen sind mitnichten präzise.
Mustis schrieb:
auch nur bedingt abschätzen, wie es ausgehen wird
Das habe ich nie behauptet und ist für den Sachverhalt total unerheblich, wie es ausgehen wird. Du erkennst doch nicht mal Grundzüge des Sachverhalts und der juristischen Folgen.
Mustis schrieb:
Sofern du nicht belegen kannst, welche Summen im Raum stehen,
Bitte lies die Süddeutsche und/oder FAZ, wenn es dir kognitiv möglich ist.

Zur Schonung meiner Nerven und deiner Resistenz und dem Unwillen zu verstehen beende ich die Diskussion mit dir.
 
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Danke habe ich. Tue bitte nicht so als würdest du hier über spezielles wissen verfügen oder könntest beurteilen, was ich zu erkennen in der Lage bin... Das würden wir uns auch dem Grundproblem hier nähern.
 
Vielleicht könnt ihr euer juristisches Fachgespräch per PN fortführen. :)

Aktuell nervt mich die Angst vor einer zweiten Welle, die ganzen Aktien (TUI, Fraport, div. Kreuzfahrtunternehmen, ...) kommen alle nicht vorwärts.
Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden, dass das wohl erst nächstes Jahr was wird.

Auch ärgere ich mich darüber, dass ich das Thema Camping 0,0 auf dem Schirm hatte. Da sind die Aktien von bekannten Herstellern ja auch "durch die Decke" gegangen. :)
 
Das drückt auf die Kurse, ein Blick nach Amerika zeigt ja das die Börse wirklich nur die Hoffnung eingepreist hat, einige Bundesstaaten wie Kalifornien kämpfen mit vielen Neuinfektionen, ich glaube die haben sogar gerade wieder Höchststände.

Ich habe meine letzten Investitionen eher getätigt in dividendenstarke defensive Werte im Gesundheitssektor und in den Telekommunikationssektor sowie Handel Lebensmittel. Die performen zwar nicht so gross aber sie fallen auch nicht so stark zusammen.
 
Wirecard wird in Zukunft als bestes Beispiel von vielen Leuten dafür dienen, die sagen "Ich bin doch nicht verrückt und investiere in Aktien, da kann ich ja gleich mein Geld im Casino verzocken." Der ganze Fall bestätigt alle die Vorurteile, die viele Menschen über Aktien haben.

Das haben die Jungs von Wirecard ganz toll hinbekommen.

Ich habe übrigens auch noch 5 Aktien von denen. Ist wohl ein Totalverlußt. Jetzt zu verkaufen macht null Sinn.
 
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