Discovery_1 schrieb:
Wer glaubt hier eigentlich immer noch, das eine langfristige Investition in Aktien eine gute Vorsorge für das Alter ist?
Ich und war damit in den letzten 12 Jahren schon sehr erfolgreich mit ein Vermögen aufzubauen, bei dem die gesetzliche Rente dann nur noch ein Zubrot sein wird.
Discovery_1 schrieb:
Ich glaube den Kaffeesatzlesern (sogenannte Wirtschaftsexperten) jedenfalls kein Wort.
Die können natürlich keine Katastrophen wie jetzt Corona vorhersagen, aber wie sich die Volkswirtschaft als Ganzes, dafür sind die Wirtschaftsweisen da, es sind ja keine Aktienanalysten, entwickeln wird, lässt sich ohne solche außergwöhnlichen Ereignisse schon recht gut vorhersehen. Aber ich glaube Du kennst noch nicht einmal den Unterschied zwischen den Wirtschaftsweisen und einem Aktienanalysten und wirfst alle in einem Topf.
Discovery_1 schrieb:
Die Politik sollte lieber für ein gerechtes Rentensystem sorgen. Das ist nämlich ganz einfach zu machen. Man muß es nur wollen.
Gerecht für wen? Die Jungen oder die Alten? Das Problem in einer alternden Gesellschaft ist ja nun einmal, dass immer weniger Junge als Beitragszahler für immer mehr Alte als Empfänger aufzukommen haben. Damit die Renten höher sein können, müssen auch die Beiträge steigen, ersatzweise die Steuern, wenn man die Renten über die Staatskasse subventionieren möchte.
Nilson schrieb:
Wobei ich keine Einzelaktien habe sondern ETFs.
Also ich habe nur Einzelaktien und keinen ETF, aber dafür eine mittleren zweistellige Zahl an unterschiedlichen Aktien von Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen.
Nilson schrieb:
bei ausreichender Diversifikation kann man das (langfristig) Risiko minimieren. Man darf sich nur nicht durch Kurzfristige Trends (Corona) oder Einzelfälle (Wirecard) verunsichern lassen. Es gab z.b. keine 15 Jahresperiode seit 1900 in denen man mit einem Weltweiten Aktienportfolio Verlust gemacht hätte.
Eben, langfristig war die Performance von Aktien seit 1900 höher als die aller anderen Assetklassen. Klar gibt es die einzelne tolle Immobilien oder den Stadtteil in dem die Rendite höher war als der Aktienmärkte, aber es gab auch die Aktie die jede Immobilen in den Schatte gestellt hat und da man immer breit gestreut investieren sollte, kann man nicht Einzelwerte, sondern sollte immer Märkte betrachten. Bei Immobilien ist es mit dem direkten Kauf von Immobilen übrigens sehr schwer diversifiziert zu investieren.
Khaosprinz schrieb:
Dafür muss man sich mit Aktien dann auch nahezu 0,0 auskennen, Stichwort Fonds.
Bei Fond nicht gleich Fond ist, die aktiv gemanagten sind von den Kosten her viel zu teuer, da sit i.d.R. langfristig auch keine bessere Performance als ihr Vergleichsindex haben, lohnen sich die günstigen ETF mehr, die den Index direkt abbilden.
Khaosprinz schrieb:
Letztendlich ist dein Post genau "das", was man so sein lebenlang vom Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis eingetrichtert bekommt (war bei mir zumindest so). Beschäftigt man sich mit dem Thema, anstatt sich seine Meinung nur auf Hörensagen zu bilden, stellt man fest, dass vieles von dem nicht stimmt und die böse böse Börse ja gar nicht soooo schlimm ist.
So ist es, die Vorurteile sind groß und der Fall Wirecard nährt sie nun noch weiter.
FreeZer_ schrieb:
Um diese wie du sagst "fairer" zu gestalten (damit meinst du wohl: höhere Rente) muss die Rente vom Umlagesystem Schritt für Schritt wegkommen und ebenfalls kapitalbasiert anlegen.
Wenn man sich die deutsche Geschichte anschaut, so wäre kapitalbasiert im letzten Jahrhundert dreimal in die Binsen gegangen und außerdem ist die Frage auf welcher Basis, also Anleihen oder Aktien diese beruhen sollte. Japan macht es mit Anleihen, nur dumm das die Rentenkasse mit dem eingezahlten Kapital die Staatsanleihen des eigenen Landes kauft, bzw. gekauft hat, denn inzwischen übersteigen die Ausgaben dort die Beitragseinnahmen. Als dies passiert ist, hat Abe die Zentralbank angewiesen die Geldschleusen zu öffnen und selbst Staatsanleihen und sogar Aktien zu kaufen, da die Rentenkasse Staatsschulden im Wert von über 200% des BIPs gehalten hat und sich bei dem Zinsniveau sonst keiner gefunden hätte der neue Staatsanleihen gezeichnet hätte, nachdem die Rentenkasse dazu nicht mehr in der Lage war. Defacto ist damit aber auch nur ein Umlagesystem geschaffen worden bei dem die Renten über die Steuern (und die Zentralbank) finanziert werden.
feynman schrieb:
Aber was will man auch von jemandem mit einem solchen Pispers-Zitat in der Signatur erwarten
Eben, solche Leute sollten aber auch mal verstehen, dass die AG die bessere Form der VEB ist, denn wenn alle Eigentümer sein sollen, fühlt sich keiner Verantwortlich und daher sind alle Experimente des Sozialismus auch gescheitert. Wer wegen Betrügern wie denen die bei Wirecard am Werk waren das Ende des Kapitalismus fordert, sollte nicht vergessen das am Ende des Sozialismus über die Leistungsfähigkeit der ganzen Volkswirtschaft in ähnlichem Ausmaß getäuscht wurde, die DDR ging ja nicht unter weil es den Leute zu gut ging und sie alles hatte und aus Langeweile auf die Straßen gingen.
Die andere Alternative zum Kapitalismus wäre der Feudalismus, aber den möchten wir wohl alle nicht zurück bzw. Leute die träumen an der Spitze der Pyramide zu stehen (wie offenbar auch die Verfechter von Sozialismus und Kommunismus, die daher ihre Völker immer einsperren musste damit sie ihnen nicht wegliefen) und dies sind meist die im Kapitalismus gescheiterten Existenzen.
Discovery_1 schrieb:
Nein, das Gegenteil. Wir müssen weg von den Zinsen.
Das sind wir doch schon, die EZB verlangt 0% Zinsen für Kredite von Banken und zahlt für deren Einlagen kein Geld, sondern verlangt im Gegenteil 0,4% Strafzinsen, wobei einige Banken diese Strafzinsen teils an ihren Kunden weitergeben.
Von Wirtschaft keine Ahnung haben ist ja keine Schade, man sollte sich dann aber besser auch keine Meinung dazu machen, wie bei allem von dem man nichts versteht!