Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

Coeckchen schrieb:
Meine Naturwissenschaftslehrerin in der Schule hat zu uns gesagt "Ihr werdet irgendwann um Wasser und Nahrung kämpfen", und wenn ich mir die Welt anschaue frag ich mich nur "Wann und gegen wen?"
Deine Lehrerin in allen Ehren, aber wenn sie zu diesem Thema eine Referenz wäre, wäre sie vermutlich keine Lehrerin ;)

Coeckchen schrieb:
Ich mein wer in Pestizide investiert kann damit Kohle machen, bekommt die Rechnung eventuell mal auf dem Teller serviert und zahlt am schluss mit was anderem als mit Geld.
Wer ist der Böse? Derjenige, der in Pestizide investiert oder derjenige, der im Supermarkt lieber nach den makellosen Früchten greift? Ich denke, du überschätzt die Verantwortung von Investoren und unterschätzt die Verantwortung von Konsumenten.

Coeckchen schrieb:
Und da sehe ich das große problem unserer Zeit, die leute die geld übrig haben zu investieren sind sich oft nicht der Tragweite ihres Investems bewusst, oder nehmen es billigend in kauf weil sie denken das alles schlechte was damit einhergeht eh nur andere Trifft, was ja meistens auch Stimmt.
Und viele Konsumenten sind sich der Tragweite ihres Konsums nicht bewusst. Aber auf die bösen Investoren kann man halt schön mit dem Finger zeigen.
 
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Bei vielen hört das Umweltbewusstsein auf, wenns an den eigenen Geldbeutel geht. Lippenbekenntnisse wohin das Auge reicht. Wenn jeder tatsächlich nur beim regionalen Fleischer kauft und die Milch direkt beim Bauern holt, hätten Tönnies, Nestle und Co. nicht soviel zu tun.
Wenn dann noch unsere liebe Umweltministerin von sich gibt, dass Fleisch trotzdem so billig sein muss, dass sich auch jeder Hartz4-Empfänger seine tägliche Dosis leisten kann, braucht man sich nicht wundern das die Welt ist, wie sie isst.
Gäbe es für die Produkte keinen Markt würde es keiner Herstellen. Wird es gekauft-warum also nicht anbieten.
Es liegt in der Verantwortung von jedem Einzelnen seinen eigenen Konsum zu hinterfragen. Merkt euch eines: Wer mit dem Finger auf andere zeigt sollte sich immer bewusst sein, das gleichzeitig drei Finger auf einen selbst zeigen.
Investoren steuern mMn Trends nur im geringen Maße. Wenn eine Firma mit einem Produkt erfolgreich am Markt ist, warum sollte man davon nicht partizipieren? Ich als kleiner Investor entscheide nicht, wofür das Geld eingesetzt wird. Das machen die Unternehmen schon selbst. Und die Investieren primär nur in Dinge, die Erfolg am Markt versprechen. Und der Markt ist wer? Richtig – der Konsument.
Aber letztlich ist es viel bequemer immer mit dem Finger auf „die anderen“ zu zeigen und zu schimpfen die sollen doch mal dieses und jenes machen.
 
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Coeckchen schrieb:
Zum Thema Aktien selbst sehe ich es so: Für die Mehrheit isses Zockerei (man tut es mit gewinnabsichten, ), die wenigsten investieren in ein Projekt aus überzeugung daraus dass es gut ist.
Warum muss sich das gegenseitig ausschließen? Wenn man sich die letzen Jahre anschaut sind viele Nachhaltige Indizes sogar etwas besser gelaufen als ihre neutralen Partner.
Coeckchen schrieb:
Und da sehe ich das große problem unserer Zeit, die leute die geld übrig haben zu investieren sind sich oft nicht der Tragweite ihres Investems bewusst,
Den Effekt kann man sich ja auch zu nutze machen, in dem man in Firmen investiert die sich im ESG Bereich (Environmental, Social, Gouvernemental) positiv hervorgetan haben und somit über den Aktienkurs deren handeln belohnt. Die Firmen kann man sich entweder selbst heraussuchen oder man kauft sich einen ETF auf die ESG bzw. SRI Variante der großen Indizes.
Zumal es nicht wirklich fair ist alle Leute "die geld übrig haben" über einen Kamm zu scheren.
 
Ist hier jemand in Tesla investiert? Ich finde den Kult um das Unternehmen ziemlich krass und kann den Kurs kaum nachvollziehen. Die Bewertung ist höher als alle deutschen Autobauer zusammen! Oo
 
Wundert mich eher weniger, bei Tesla und dem Kurs geht es zur Zeit weniger um die Autos. Autobidder, die neuen "super" Akkus und mögliche V2G Pläne sind z.Z. ein ziemliches Hype Thema.
 
Musk kommt immer wieder mit einer neuen Idee und der Kurs spielt dann die Fantasie wieder, als würde dann auch alles perfekt mit der Umsetzung klappen. Da ist einmal die eigene Batterie die viel besser als alle anderen sein soll, gerade jüngst die Nachricht zum Strommarkt:
Das klingt schon nach Größenwahn, aber die Jünger glauben ja jede Vision ihreres Gurus und viele kaufen einfach nur Aktien gut laufen und weil sie gut gelaufen sind. Dies ist eine Hype und Tesla erinnert mich an jemanden der immer schnell laufen muss um nicht auf die Nase zu fallen, aber irgendwann gerät er zwangsläufig ins Stolpern. Die Verarbeitung der Autos ist mies, bei neuen Y Modell regelrecht grausam und gefährlich. Es wird auch nicht nachgearbeitet, sondern der Kunden kann den Wagen nur zurückgeben und wird dann auch noch gesperrt und kann ein Jahr lang keinen Wagen mehr bestellen, zumindest nicht einen der gleichen Konfiguration.

Gerade letzteres missfällt auch den treuen Kunden die sonst beide Augen zudrücken:
Die bisherigen Käufer mögen über die ganzen Probleme hinwegsehen, aber die Masse der Käufer wird dazu kaum bereit sein. Dazu kommt die zunehmende Konkurrenz durch die eAutos der etablierten Autohersteller bei denen die Verarbeitung stimmt, die können Autos richtig lackieren, zusammenbauen und haben ein großes Netzwerke an Servicestationen.

Mir war die Tesla Aktie schon immer zu heiß, auch wenn man damit viel Geld hätte verdienen können und vielleicht geht es noch eine ganze Weile so weiter, aber am langfristigen Erfolg habe ich Zweifel. Es erinnert mich irgendwie zu sehr an die News Economy Blase als die Cashburnrate das Maß der Dinge war und jeder meinte es reiche möglichst viel Wachstum zu erzielen statt auch Gewinne zu machen.
 
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Wenn man bei einem Broker ausländische Aktien kauft, so habe ich doch neben dem Euro-Cash auch noch Cash in Fremdwährung, welches im Minus ist. Sollte man das gleich manuell ausgleichen (damit kein Minus da ist) oder kann ich das einfach so liegen lassen? Von selbst gehen die Minus-Positionen nicht weg bzw. werden nicht automatisch vom Euro-Cash abgezogen. Oder wäre es besser auszugleichen, wenn der Euro gerade im Wert gegenüber der jeweiligen Fremdwährung gestiegen ist?
 
CBaseball schrieb:
Wenn man bei einem Broker ausländische Aktien kauft, so habe ich doch neben dem Euro-Cash auch noch Cash in Fremdwährung, welches im Minus ist. Sollte man das gleich manuell ausgleichen (damit kein Minus da ist) oder kann ich das einfach so liegen lassen?
Wenn Du die Aktien mit eigenem Geld gekauft hast, dann würdest Du jetzt, wo das Depot im Minus ist, zwar weniger zurückbekommen wenn Du die Aktien nun verkaufst, aber sonst passiert nichts. Wozu sollte es nötig oder gut sein da Verluste auszugleichen?
CBaseball schrieb:
Von selbst gehen die Minus-Positionen nicht weg bzw. werden nicht automatisch vom Euro-Cash abgezogen.
Nein, die gehen nicht weg, solange die Kurse der Aktien nicht steigen, aber warum sollte Cach abgezogen werden? Außer wenn Du auf Kredit gekauft hast oder es keine Aktien sondern Derivate sind?
 
Euro Cash ist deutlich mehr. In der Auflistung für Liquidität (anderes Fenster) ist natürlich die Fremdwährung bereits vom Euro Cash abgezogen, da Eur die Hauptwährung ist. Ich frage nur für alle Fälle, da Minus-Positionen im Portfolio aussehen, als wären es Shorts. Man könnte natürlich einen Teil des Eur Cash in eine Fremdwährung konvertieren, damit ich absolut kein Minus mehr sehe, aber das würde Orderkosten verursachen und die will ich vermeiden.
 
Wie heißt dein Broker?
Es gibt Broker da kannst du explizit Fremdwährungen halten und das auto FX deaktivieren, damit tauscht der Broker nicht in deine Hauptwährung wenn du bspw. Aktien in USD verkaufst.
 
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Interactive Brokers. Gut, wo findet man genau die Option? Wäre also besser, auto FX zu deaktivieren? Andererseits würde man mit mehreren Währungen im Depot das Währungsrisiko diversifizieren? 🤔
 
Ob IB das hat weiß ich nicht, ist imo eher ein Broker für trader und profis. Aber du willst Auto FX aktivieren...
 
Für alle die noch Wirecard halten:
Die Betrügereien gehen noch weiter zurück und begannen wohl 2014:
Wenn schon das wirklich vorhandene Kerngeschäft Verluste eingefahren hat, dann dürfte die Chance auf eine Rettung wohl bei Null liegen und auch der Wert der einzelnen Konzernteile nicht sehr hoch sein. Die Wirecard-Anleihe: 0,500% bis 11.09.2024 steht aktuell bei unter 16%, die Anleihehalter rechnen also damit nur einen kleinen Bruchteil des Nennwerts aus das Insolvenzmasse ersetzt bekommen zu können und da sie in der Liste vor dem Aktionären stehen, die Aktionäre also nur Geld sehen wenn die Gläubiger wie Banken und Anleihehalter komplett bedient wurden, dürften kaum sie kaum eine Chance haben aus der Insolvenzmasse noch Geld zu bekommen. 16% wären übrigens noch überdurchschnittlich, meistens sind es eher nur so 5 bis 10% die Gläubiger am Ende noch aus der Insolvenzmasse bekommen.

Nun möge sich jeder der die Aktie noch hält selbst überlegen wie deren Kursziel wohl lauten muss und auch wenn die Kurse kurzfristig noch massiv in beide Richtung schwanken werden, dürfte es langfristig nur in eine Richtung gehen. Aber wie immer gilt auch hier: Jeder muss seine Entscheidungen treffen, sollte dabei überlegen wie realistisch diese sind und muss dann mir deren Konsequenzen leben.
 
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Viel schlimmer dabei ist das die Kontrollorgane vollends versagt haben, vorallem weil es ja immer wieder Vorwürfe gab. Ich habe zwar einen niedrigen 3stelligen Betrag verloren, war mir aber von Anfang an dessen bewusst das es ein Zock war, am Ende hatte ich natürlich nicht mit solchen Ausmaßen gerechnet. Am Beispiel Wirecard habe ich aber wieder umso mehr gelernt das die Positionen im Depot gut zu diversifizieren sind.

Hoffe das jeder hier im Thread irgendwann gedanklich nen Haken dran machen kann 😉
 
wie sehen die Möglichkeiten eigentlich aus als Aktieninhaber wenn sich bestätigt, dass es Betrug war und das seit Jahren? Die Geschäftsleitung hat ja somit aktuelle wie auch in der Vergangenheit die Aktionäre betrogen. Kann man dahingehend Schadensersatz geltend machen?
 
Bestimmt, kann sein das irgendwann Post kommt und du dich an einer Klage beteiligen kannst, hatte letztens ein informatives Video zu ähnlichen Fällen gesehen. Tenor ganz klar kostenlos, und nicht dem verlorenen Geld noch mehr hinter her werfen.

Mir würde sich aber die Frage stellen, woher soll das Geld für den Schadenersatz kommen?
 
Das Privatvermögen von BRaun ist ja nicht klein und BEtrug ist ist vorsatz, er müsste also privat haften wenn er des Betrugs überführt wird. Ebenso bei den anderen beteiligten. Wieivle das ausmachen würde und ob man denen habhaft wird, ich befürchte ja noch deutschem Recht werden die Beteiligten selbst bei nachweis ein Großteil ihres vermögens behalten und mit dickem Plus rausgehen und die möglichen Haftstrafen werdne lächerlich gering sein. Und vor allem müsste man ihrer habhaft werden. Einer ist ja schon untergetaucht.
 
Mustis schrieb:
wie sehen die Möglichkeiten eigentlich aus als Aktieninhaber wenn sich bestätigt, dass es Betrug war und das seit Jahren? Die Geschäftsleitung hat ja somit aktuelle wie auch in der Vergangenheit die Aktionäre betrogen. Kann man dahingehend Schadensersatz geltend machen?
Naja, du kannst natürlich versuchen irgendwelchen Anwälten nochmal Geld hinterher zu werfen, wenn du mit der Aktie nicht schon genug verloren hast. Die Aussichten da einen nennenswerten Betrag zurück zu bekommen dürften äußerst überschaubar sein. Als Aktionär steht man nun mal ganz hinten in der Schlange.
Ich würde die Sache einfach als schief gegangenen Zock abhaken. Denn mehr wird es nicht gewesen sein, wenn du ehrlich zu dir selbst bist. Dann hat man den Kopf frei für andere Dinge.
 
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