Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

Magellan schrieb:
ich kann aber mit etwas verpasster Rendite besser leben als mit nem 20% Rücksetzer direkt nachdem ich was sechsstelliges auf einen Schlag investiert habe.
Frage : Wenn du schon investiert wärst, würdest du das Geld dann abziehen? Nicht?

siehst du, das ist reine Psychologie.

Aber wenn man besser schlafen kann, ja dann besser in mehreren Tranchen investieren. Dann hat man wenigstens das Gefühl das man mehr Kontrolle hat.
 
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Micha- schrieb:
Wenn du schon investiert wärst, würdest du das Geld dann abziehen? Nicht?

Den Konjunktiv können wir weglassen, ich habe mein Geld nicht abgezogen, nur im März etwas reduziert weil mir die Überbewertung teils zu klar erschien und nach dem Rücksetzer wieder investiert. Ist aber durch die Steuer bei einem Verkauf auch eine deutlich andere Situation.

Micha- schrieb:
siehst du, das ist reine Psychologie.
Auch die eigene Psyche ist ein Punkt der sich zu betrachten lohnt. Solange man sich dessen bewusst ist und den Tradeoff gewollt eingeht sehe ich das nicht als Fehler.
Ich glätte meinen Einstiegskurs und reduziere die Wahrscheinlichkeit zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt einzusteigen auf Kosten von etwas zu erwartender Rendite.
Wenn es einfach weiter steigt kann ich damit gut leben und wenn es fällt habe ich alles richtig gemacht.
 
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Uzer1510 schrieb:
Mich würde mal interessieren was die Anleger hier jetzt machen, die durch den sehr starken Ansteig der Sorten (im konkreten Fall Gold) jetzt ein doch evtl auch sehr hohes Ungleichgewicht in der Gesamtanlage haben? Also von was weiss ich eigentlich geplanten max 20% Sortenanteil jetzt bei 30% oder mehr sind?
Ich bin noch in der Ansparphase.
Daher passe ich einfach die Sparraten an.
Ich seh das mit der "Übergewichtung" nicht so kritisch
Ob da jetzt ein paar Jahre XY bei 30% anstatt der gewünschten 20% steht, ist mir völlig egal.
Meine Wusch Allokation ist ja sowieso nur ein Bauchgefühl.
Warum soll ich da ein Steuerevent beim Verkauf auslösen?

Und in der Entsparphase kann man dann ja die entsprechenden Anteile verkaufen, welche gerade hoch stehen.
 
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Paladin301 schrieb:
oder einfach jetzt investieren und vergessen für die nächsten 20 Jahre?
Wenn Du das "vergessen" schaffst und Dich nicht in 30 Tagen oder einem Jahr beim nächsten Einbruch unter die heutigen Kurse doch darüber ärgerst, dann investiere jetzt. Noch"schlimmer" kann es werden, wenn nicht nur Du Dich darüber ärgerst, sondern wenn der Hausegen deshalb schief hängt.

Micha- schrieb:
Frage : Wenn du schon investiert wärst, würdest du das Geld dann abziehen? Nicht?
Dies halte ich (in D) immer für eine recht seltsame Frage:

Bin ich nicht erst seit gestern investiert, dann zahle ich auf den bisherigen Gewinn mind. 18,5% Steuern. Also muss nach der Aktion der Kurs erst einmal um diese 18,5% (es darf sich jeder selber ausrechnen, wieviel genau, man zahlt die Steuern nicht auf den Gesamtbetrag und Ordergebühren sind für viele auch irrelvant) fallen, damit ich nach dem Kursrückgang und der erwarteten Erholung wieder auf dem selben Stand bin wie wenn ich das Geld investiert lasse.

Habe ich dagegen neues Geld, dann reichen schon ein paar Prozent Kursrückgang zum heutigen "sofortkauf"-Kurs, damit ich auf lange Sicht eine Überrendite mit diesem Geld erziele.

Buddy_S. schrieb:
Der geneigte ETF Jünger praktiziert in der Regel ein (jährliches) Rebalancing, um seine gewünschte Ausgangsallokation wieder herzustellen.
Sowas habe ich noch nie verstanden. Entweder, mir gelingt dies durch das Ändern meiner Sparrate oder ich lasse es.

Noch lustiger wäre es, wenn exakt diese Rebelancer dann noch gegen die ausschüttende Variante ihrer ETFs sind, weil diese meist die Rendite etwas schmälern können.
 
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gymfan schrieb:
Bin ich nicht erst seit gestern investiert, dann zahle ich auf den bisherigen Gewinn mind. 18,5% Steuern. Also muss nach der Aktion der Kurs erst einmal um diese 18,5% (es darf sich jeder selber ausrechnen....
Naja nicht ganz, hinterher hat man mehr steuerfreies Kapital.
Hauptsächlich verliert man den Zinseszins Effekt für die bezahlten Steuern.
Das summiert sich auf Dauer natürlich auch sehr stark.
 
Zuletzt bearbeitet:
100k€ würde ich heute wie folgt investieren:
80k€ aufgeteilt zu gleichen Teilen Euro50, S&P500, FTSE All World, World Financial Sector, High Dividend Yield, Gold ETC... die 20k für Rücksetzern & nachkaufen reservieren & Sparplan drauf.
 
Warum ausgerechnet die? Warum in der Gewichtung?
 
Um eine möglichst disjunkte Zusammensetzung anzustreben bzw. gute Basis zu bauen, Gold als Anker falls Trust verloren geht auf den Märkten und alle wieder in Gold rennen wie schon xmal gesehen...
 
Erscheint aber trotzdem etwas willkürlich und eigentlich nicht besonders ausgewogen.

Warum Eurostoxx50 und nicht MSCI Europe? Warum S&P500 und nicht MSCI USA oder (m.e. besser) MSCI North America? Warum dann nochmal FTSE ALL World, wo wieder genau die großen US Player drin sind? World Financials verstehe ich gar nicht? Und High Dividend, naja immer mal ein paar andere Companies drin...

Asien und EM völlig unterrepräsentiert?

Gar keine Bond Komponente?
 
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Asien, EM habe mit Absicht nicht drin als einzelnen Posten. Ja S&P500+FTSE ALL World soll ja auch den US Teil abbilden.
Eurostoxx50 lief weiter besser als MSCI Europe... (siehe 3 und 5 Jahre Performance): Europe generell würde ich aber mitnehmen...
 
Bei einer reinen Performance Betrachtung gehe ich da vielleicht sogar noch mit, aber wenn man das Risiko mit einbezieht, und das sollte man beim Portfolio "bauen" immer tun, dann ist es mir nicht breit genug diversifiziert.
 
High Dividend Yield ist nur ein Filter auf den FTSE All World, was bringt die Übergewichtung auf Dividendentitel?
S&P500 verstärkt nochmal den eh schon sehr hohen US Anteil, bringt aber keine relevanten neuen Anteile.
Europa höher gewichten durch nen zusätzlichen ETF kann man machen wenn man das möchte.
Financial Sektor nochmal extra erscheint mir willkürlich.

Ich erkenne da kein durchgängiges Konzept.
 
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Wenn man (viel) mehr Schwankung (Risiko) aushalten kann und noch einen langen Anlagehorizont hat, für den könnten noch Momentum oder Leveraged ETFs interessant sein.
  • A2H59H Amundi MSCI Europe Momentum Factor UCITS ETF - EUR (C)
  • A1103G ETF MSCI World Momentum
  • A0X8ZS Amundi ETF Leveraged MSCI USA 2x Daily UCITS ETF - EUR
  • LYX0BZ Amundi EURO STOXX 50 Daily (2x) Leveraged UCITS ETF Acc
  • A2BCZZ WisdomTree Emerging Markets 3x Daily Leveraged
Das sind zumindest meine ETFs, die ich halte. Klassisches "Weltportfolio" - nur eben mit einer Priese Hebel bzw. Momentum. Die (vergangene) Performance spricht für sich.

MSCI USA:

1747729780926.png


MSCI USA 2x Daily:

1747729817418.png

Alles natürlich unter der Prämisse, dass der breite Aktienmarkt weiter steigt (aber darauf beruhen wohl die allermeisten Strategien...).

Beim A2BCZZ sieht man allerdings ganz gut was passiert, wenn ein Markt über Jahre seitwärts läuft (gerade bei 3x Leverage) - zumal der ETF abenteuerlich konstruiert ist...
 
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BridaX schrieb:
Ich habe mich damit bisher nicht tiefer auseinandergesetzt, was ich so aufgeschnappt habe ging so in die Richtung dass es sich nicht lohnt weil durch die Gebühren und technische Umsetzung des Hebels die Mehrperformance in schlechteren Phasen wieder großteils gefressen wird und die Sache unterm Strich keinen positiven Erwartungswert mehr liefern würde der im Verhältnis zum Risiko steht.

Wie siehst du das?
 
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@BridaX wie hast du die ETF % gewichtet im Depot?
Hältst du Cash, um nachzukaufen oder Sparrate und regelmäßig?
Folgst du damit einem Konzept / gibt es was Gutes zum Nachlesen (oder Bauch Radar)?

Hab den A0LC12 seit paar Jahren zusätzlich zu Einzelaktien und FTSE All World ETF,
war mal so eine Bierlaune nichts wissenschaftlich durchdachtes^^

Grüße Kazuja
 
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Magellan schrieb:
Wie siehst du das?

Nicht so, wo sollen die Kosten herkommen? Ansonsten sind diese wie immer komplett transparent. Die ETFs unterliegen den selben Standards wie sonst auch. Selbst der ETF-Heiland Gerd Kommer ist pro leverage ETFs, wenn das nichts heißt?! 😉

https://www.reddit.com/r/mauerstrassenwetten/comments/1idkzjk/gerd_kommer_wurde_gefragt_was_er_über_unseren/

Der A0X8ZS hat beispielsweise eine TER von 0,5% - was bereits in der Performance inbegriffen ist (siehe Screenshot). Just ETF

Magellan schrieb:
die Mehrperformance in schlechteren Phasen wieder großteils gefressen wird

Das ist ein Punkt, aber dafür muss der Markt über eine lange Zeitperiode seitwärts laufen oder fallen (siehe A2BCZZ).

Als hauptsächliche Risikofaktoren gelten: Schwankungsrisiko, *Pfadabhängigkeit und ein stärkeres "sequence of returns risk" (crash kurz vor der Rente) . Umso höher der Hebel/Faktor, desto ausgeprägter sind diese Risikofaktoren.

Im Idealfall bespart man anfänglich leverage ETFs und baut diese bis zur "Rente" sukzessive ab.

*
Pfadabhängigkeit simpel erklärt:

2x Faktor:
  1. Der ETF Kurs steht bei 100€.
  2. Der Basiswert fällt um 5%.
  3. Der Kurs fällt um 10%.
  4. Der Kurst steht bei 90€.
  5. Der Basiswert steigt um 5%.
  6. Der Kurs steigt um 10%
  7. Der Kurs steht bei 99€
1€ durch Pfadabhängigkeit verloren.

5x Faktor:
  1. Der ETF Kurs steht bei 100€.
  2. Der Basiswert fällt um 5%.
  3. Der Kurs fällt um 25%.
  4. Der Kurst steht bei 75€.
  5. Der Basiswert steigt um 5%.
  6. Der Kurs steigt um 25%
  7. Der Kurs steht bei 93,75€
6,25€ durch Pfadabhängigkeit verloren.

Der Effekt existiert natürlich auch bei ungehebelten ETFs, fällt aber entsprechend geringer aus.

Lange Seitwärtsphasen und Abschwünge sind mit Abstand das größte Risiko.
 
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Muss ich mich bei Gelegenheit mal besser informieren, hab das Thema bisher ausgelassen weil ich so die "lohnt eh nicht" Meinung irgendwo abgespeichert hatte.
Ergänzung ()

BridaX schrieb:
wo sollen die Kosten herkommen?
Ich meinte was halt durch die Umsetzung des Hebels an Kosten entsteht, das wird ja glaube ich täglich realisiert und dann wieder neu gehebelt oder so was entsprechend mehr Kosten verursacht als das reine Rebalancing bei einem normalen ETF dazu haben gehebelte Produkte ja an sich schon Kosten für das "geliehene" Kapital usw.
 
Magellan schrieb:
Ich meinte was halt durch die Umsetzung des Hebels an Kosten entsteht

Ich habe meinen Beitrag noch etwas ausgeführt. Ich schätze du meinst die "Pfadabhängigkeit"?

Ansonsten gibt es keine Kosten die mir bekannt sind. Am Ende entscheidet die Performance - und Charts übereinander legen ist nicht das Problem.

Kazuja schrieb:
@BridaX wie hast du die ETF % gewichtet im Depot?
Hältst du Cash, um nachzukaufen oder Sparrate und regelmäßig?
Folgst du damit einem Konzept / gibt es was Gutes zum Nachlesen (oder Bauch Radar)?

Ich werde die nächsten Monate/Jahre weg von Einzelaktien, hin zu ETFs wechseln. Aktuell habe ich nur ~5% in den genannten ETFs - alles stumpf via Sparplan. Also nicht der Rede Wert. 40% USA, 30% EM und 30% Europa vermutlich. Mal schauen.

Im Grunde gilt das selbe Ein mal Eins der ETFs, nur dass diese potentiell mehr Dampf unter der Haube haben.

Viel mehr gibt es dazu glaube ich auch nicht zu sagen 😅
 
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BridaX schrieb:
Selbst der ETF-Heiland Gerd Kommer ist pro leverage ETFs, wenn das nichts heißt?!
Das heißt für mich eher: Wenn "Gurus" was empfehlen - Finger weg

Leverage lohnt sich bei steigenden Märkten. Bei fallenden oder seitwärteslaufenden machst Du damit im Vergleich deutliche Minderrendite. Aber jeder wie er mag.

Meine Portfolio Idee:
50% MSCI World
20% EU STOXX 50
10% DAX
20% Dividenden-ETF (z.B. A2JAHJ oder A1T8FV)

Gründe:
mit EU STOXX 50 die US Stärke des MSCI World ausgleichen
DAX Beimischung weil ich die deutsche Wirtschaft als stärker erachte als im EU STOXX abgebildet
Div-ETF weil ich Dividenden liebe. In der Ansparphase erhält man freie Mittel zu Re-Balancing, und in der Auszahlphase Ausschüttungen ohne Anteile zu verkaufen.
kein EM: mit Anlagezeithorizont von 40 Jahren würde es evt Sinn machen, aber für mich nicht mehr. Und wenn aus den EM wirtschafltich bedeutende Märkte erwachsen sind es keine EM mehr. Dann landen die im MSCI World. Macht also so oder so keinen Sinn.
 
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