AKWs reaktivieren sinnvoll?

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kachiri schrieb:
AKWs im Ausland sind auch nicht sicherer und das man im Ausland auf AKWs baut hat vor allem... ich weiß gar nicht was für Gründe.
Die Gründe sind politisches Prestige.

Vielleicht ist es Zufall, dass fuer AKW und Atomwaffen Urananreicherung notwendig ist. Fuer Atomwaffen wird zwar stärker angereichert, aber das Prinzip ist dasselbe. Oder in AKW als Nebenprodukt Plutonium abfällt.

Wer Urananreicherung für AKW Brennelemente kann oder in AKW Plutonium erzeugt, hat damit die technischen Grundlagen für militärische Nutzung. Im Vorbeigehen erzeugt man noch "saubere" Elektrizität für die Wähler.
 
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Wenn AKW's sinnvoll wären. Wer soll die den bauen ?
In Europa ist mir nur der französische EDF bekannt. Und der ist eigentlich bankrott (Warum eigentlich ? Atomstrom sei doch so wirtschaftlich) China steigt aus Projekte aus da zu teuer und Russland fällt eh weg.

Ankündigen und planen kann man ja viel, aber wann sollen die ganzen Kraftwerke den fertig sein ? Und in der Zwischenzeit sind dann mehr alte Meiler vom Netz als Neue entstehen.

Ausbau von Kernkraftwerken entbehrt technischer und ökonomischer Grundlagen
 
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LencoX2 schrieb:
Vielleicht ist es Zufall, dass fuer AKW und Atomwaffen Urananreicherung notwendig ist.
Nein, das ist kein Zufall.

Es standen immer auch Reaktortypen zur Auswahl, die kein Plutonium produzieren. Man hat sich für einen Typ entschieden, der Plutonium produziert, WEIL man Atomwaffen bauen wollte.

Für eine zivile Nutzung hätte es sicherere Reaktorkonzepte gegeben ... aber "Geld wie Heu" gibts halt nur bei militärischen Projekten.
 
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Selbst für Energieunternehmen ist Kernenergie Lava. Möglicherweise würde man noch die neusten Standards und Vorschriften beim Neubau mitmachen, aber nur wenn die Kosten für Lagerung und Entsorgung verstaatlicht wird. Also umsonst 🤣🤣🤣
Trotzdem ist der Netzausbau ein nicht unerheblicher Kostentreiber (wo die alte Regierung übrigens die Weichen richtig gestellt hat, auch Abstand Windräder usw...wer ist dagegen? Bayern^^). Die ändern sich nicht mit Atomstrom. Intelligente Speicherung und genauer berechneter Netzausbau wie in zB Belgien. Witzigerweise mit deutscher Technologie. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man glatt drüber lachen. Das haben wir >15 Jahre verpennt.
Aber gute Lobby Arbeit ist halt gute Lobby Arbeit. Belgien hat unsere smarte Steuerung in Haushalten verbaut, und schleift ordentlich Energie ins Netz und Speicher (die übrigens TH Aachen entwickelt wurde)
Es ist schon der richtige Weg.
Selbst die Chinesen bauen fleißig ihre staatseigenen Photovoltaik weiter aus.
 
Atomstrom ist n ganz schwieriges Thema, weil es fast keine echten Experten gibt und jeder nur irgendeine Meinung hat, die er von woanders her hat.

Man muss da sehr viel abwägen denk ich.
Ja, unser Ausstieg war vom Zeitpunkt her unglücklich. Und ich seh auch den Vorteil, dass die AKWs eben nicht als CO2 Schleudern gelten.
Aber ich sehe die Kosten mit ganz vielen ungeklärten Fragen. Wenn z.B. eine Gesellschaft es nicht schafft, Endlager zu denfinieren, dann sollten man nicht nach neuen AKWs rufen. Also zuerst mal die Hausaufgaben machen und dann schaun wir weiter.

Und ich sehe die Risiken. Schaut euch mal Bilder von der Asse an, wo da unten die Müll-Fässer kreuz und quer liegen. Sowas macht man doch nicht. Oder erinnert euch an Japan. Normal sagen wir, das sind irgendwelche Shithole States, wo die Leute zu blöd sind, um ein AKW sicher zu betreiben - aber Japan hat uns ganz deutlich gezeigt, dass auch diese Gewissheit keine ist.
Ich will das mal (NICHT!) bei uns sehen, wir haben ein AKW mit nem mittleren Unfall in Deutschland. Und wir brauchen jetzt sagen wir 10.000 solcher Liquidatoren, die sofort losrennen müssen und ein großes Leck stopfen müssen, damit nicht die Mitte Deutschlands für viele tausend Jahre unbewohnbar wird. Habt ihr bei diesem Gedanken alle ein gutes Gefühl? Finden wir die freiwillig? Wie zwangsverpflichten wir Leute, sich in so eine extreme Gesundheitsgefahr zu begeben - möglicherweise auch in den qualvollen Krebstod? Glaubt da jemand dran, dass wir im heutigen Deutscland sowas hinbekämen?
Ich denk, wir müssen sowas zu Ende denken und Konsens schaffen. Wenn dann alle sagen, die Risiken gehen wir bewusst gemeinsam ein, dann go!
Aber ich glaub nicht dran, dass wir Deutschen so harten Realitäten ins Auge schaun wollen. Und dann sollten wir die Finger von sowas gefährlichem wie Atomkraft lassen.

Ich hab einigen beruflichen Hintergrund in der Disziplin "Menschliche Zuverlässigkeit" und genau diese Thematik war oder ist meistens die Achillesfernse in vielerei Hinsicht bei solchen Großrisikotechnologien.
 
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Richtig, das ist der Lackmus test - erst Endlager, dann AKW. Dann ist das Thema eh durch.
 
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ApolloX30 schrieb:
Atomstrom ist n ganz schwieriges Thema, weil es fast keine echten Experten gibt und jeder nur irgendeine Meinung hat, die er von woanders her hat.
Also Experten gibt es eigentlich genug. Aber wann hat man den jemals auf Experten gehört ?
Siehe Klimawandel. Alles was die Wissenschaft die letzten 50 Jahre vorhergesagt hat hat sich bewahrheitet oder wurde übertroffen.

Und die Menschen denken immer noch schlauer zu sein und warten auf die eine "Wunder" Technologie.
 
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Micha- schrieb:
Deine Fragen zeigen das du dich mit der Thematik noch nie beschäftigt hast.


Ja, da ist die Hülle schon fertig und der Reaktor auch. Da werden Jahrzehnte (!) alte Teile "nur" ineinander gesteckt. Das ganze ist vermutlich mehr eine Drohung an Putin, das da mal was versehentlich kaputt gehen könnte...

Wir brauchen schon für eine Brücke mit Sonder Maßnahmen 4-5 Jahre, ein AKW - das kannst du komplett vergessen. Und wer will das bei sich im Garten stehen haben? Söder? Merz? Also AKW Arnsberg oder Eisbach I?
Korrekt bzw. nur rudimentär beschäftigt. Dennoch bin ich es gewohnt mich in Sachverhalte recht schnell einzulesen und dann rein faktenorientiert zu urteilen. Leider scheint es bei dem Thema sehr schwierig zu sein überhaupt an die Fakten heranzukommen, da einige Quellen jeweils von der ein oder anderen Seite biased sind.

Du hast dich damit aber anscheinend schon jahrelang beschäftigt und wusstest dennoch nicht, dass die Ukraine während des Krieges neue Atomreaktoren im Bau hat. Und ja, der eine ist aus Bulgarien eingekauft, aus dem Jahr 1987 und passt ggf. gar nicht zur Hülle etc. Zusätzlich sind noch bis zu 20 SMRs geplant.
Sie planen in der Ukraine das größte AKW Europas zu bauen, wollen dann auch Strom exportieren und zur Energiesicherheit Europas beitragen.

Da frage ich mich eben:
1) Wer finanziert das Ganze überhaupt? Indirekt wir?
2) Warum pushen wir die Ukraine nicht Richtung EE, wenn wir dort schon Milliarden € in Rüstungsgüter investieren?
3) Wäre es nicht sicherer AKWs an anderer Stelle laufen zu lassen als ausgerechnet in einem Kriegsgebiet?

Und zu meiner anderen Frage bzgl. des Einflusses auf den Preis beim Merit-Order-Prinzip. Hier sagst du indirekt, dass AKWs gar keinen Einfluss auf den Preis haben können, weil sie nur eine dauerhafte Grundlast decken könnten.
Kannst du das genauer erklären?
Angenommen wir haben eine PV-Anlage und ein AKW, die Nachfrage übersteigt die Kapazitäten der PV-Anlage, also wird gemäß Merit-Order-Prinzip die nächstgünstige Energiequelle angefragt. In dem Beispiel Atomenergie und die Grenzkosten dieses AKWs sind dann der Einheitspreis, zu dem ebenfalls die EE an der Spotbörse verkauft wird.
Und deine Argumentation ist nun, dass die Atomenergie nicht angefragt werden darf?
Wo steht das bitte, das widerspricht allem, was ich bisher gelesen habe.

Des Weiteren wäre auch interessant, wo denn die PSAs für alle europäischen AKWs sind? Es muss ja irgendeine Analyse gemacht worden sein, in der man festgestellt hat, dass die deutschen AKWs unsicherer sind als die französischen und es daher sinnvoller ist zuerst die deutschen AKWs abzureißen und stattdessen Atomstrom aus Frankreich zu importieren. Im Falle eines GAUs wird der Outcome ja nicht an der Grenze gestoppt.

Zusätzlich müssen ja auch damals Prognosen erstellt worden sein, wieviel Strom zukünftig benötigt wird. Wo finde ich die? Sprich, da muss ja analysiert worden sein, was die Grenzkosten der entsprechenden alternativen Energiequellen zu Spitzenlastzeiten sind? Oder hat man da einfach gesagt, unsere einzige günstige Alternative ist Gas? Da war ja spätestens seit 2014 klar, dass es Verwerfungen aufgrund des Ukrainekonflikts geben könnte oder hat man das einfach nicht eingepreist?

Der Umstieg auf EE erscheint mir einleuchtend, der Ausstieg aus der Atomenergie kommt mir aber ehrlich gesagt etwas voreilig vor. Warum hat man nicht an der Atomenergie festgehalten bis genügend Speicher für EE da sind und dann eben die europäische Lösung und nach und nach zuerst die unsichersten AKWs herunterfahren?

Ja, PV und Windenergie werden dezentral produziert und daher wesentlich näher am Verbraucher als irgendeine andere Form der Energieerzeugung. Wieviele Kohlekraftwerke hast du denn um die Ecke? Und jetzt schau mal aus dem Fenster und zähle die PV Anlagen....
Gerade durch diese räumliche Nähe entlasten gerade PV Anlagen die Stromnetze.
@Buttkiss Sprich, von Transportkosten könnten wir eher abstrahieren?
Gilt das auch im Winter, bei Nebel etc., wenn bspw. PV kaum Energie liefern? Ein Großteil der Industrie ist ja im Süden und gerade die effizienteren Windkraftanlagen sind vermutlich im Norden?

Gibt es irgendwo eine dynamische Map, in der man die Erzeugungskapazitäten über das Jahr verteilt sieht und zusätzlich auch die nachgefragten Mengen dargestellt werden?

DHC schrieb:
Warum nicht einfach in den Weltall oder ein One-Way-Ticket in die Sonne. Sollte ja technisch möglich sein.
Und bei 2.000 Euro pro kg Transportkosten in den Weltall ein Schnäppchen.
Besser als im Meer zu verklappen oder irgendwo in der Erde zu verbuddeln.
Naja, war jetzt eher brainstormingmäßig. Die Frage wäre ja erstmal, was die Lagerung überhaupt jährlich kostet. Gibt es denn da irgendwo eine Schätzung?
Ich höre immer nur unendlich teuer, aber wie kommt man auf dieses "unendlich" - das kann ja nur eine Abdiskontierung auf heute sein. Prinzipiell ist das ja nichts anders als ein Stollen mit isolierten Fächern zzgl. Sicherheitsdienst und andere Bedienstete - das klingt für mich jährlich nach einem überschaubaren Betrag. Und dann ist die Frage, ob wir eben in 200-300 Jahren einer solchen Lagerung nicht ganz andere Möglichkeiten haben. In deiner Rechnung rechnest du ja auch von den Transportkosten heute - interessanter wären die Transportkosten in 200-300 Jahren + der bis dahin anfallenden Lagerkosten. Und die Transportkosten werden dann vermutlich recht gering sein (genauso wie EE in den letzten 20 Jahren deutlich günstiger wurde).

LencoX2 schrieb:
Wie viele gut klingende Argumente auch für Kernspaltungskraftwerke sprechen, die zwei Gegenbeispiele Tschernobyl und Fukushima zeigen glühend auf, warum diese Technologie zuerst für Atomwaffen entwickelt wurde.

Zumal deutsche Kraftwerksbetreiber die Betriebsdauern ihrer AKWs gar nicht verlängern wollen. Geschweige denn still gelegte wieder in Betrieb zu nehmen.

Es wäre technisch vorrauschauend, wenn wir in DE auf modernste Technik setzen würden.

PV, Windkraft und alternative Kraftstoffe sind die Zukunft.
Tja und im selben Land wie Tschernobyl soll nun das größte AKW Europas entstehen. Ich vermisse hierbei die gemeinschaftlichen Lösungsansätze.
Piktogramm schrieb:
Und man sollte genauso alle Probleme aller Lager, Aufbereitungsanlagen, Abbau, Anreicherungsanlagen betrachten. Gerade bei Russland würde das die Statistik versauen und bei uns gab/gibt es in der Asse auch fröhlich angegammelte Fässer. Ebenso Überbleibsel der Wismut, wo die Sanierung von Bergwerken, Abraumhalten etc. nicht ganz günstig war..
Guter Punkt, gibt es da internationale Standards an die sich die Länder halten müssen oder kann mit dem Atommüll jedes Land machen, was es möchte?

Axxid schrieb:
Jetzt den zehn Jahre langen Genehmigunsprozess für AKWs zu starten, die dann noch einmal zehn Jahre lang gebaut werden müssen, in der Hoffnung, dass keine neue Regierung das kippt, ist Schwachsinn. Stattdessen braucht es einen fundierten 10 Jahres Plan der festlegt wo&wie Energie erzeugt wird, wo&wie gespeichert wird und wie man das deutschlandweit miteinander verbindet (Netzausbau).
Das heißt, wir haben keinen fundierten 10 Jahres Plan bzw. weit darüber hinaus? Die Chinesen planen ja auch zig Jahre im voraus.

DHC schrieb:
Das Zauberwort hier lautet "Schulden".
Was zig Jahre verpennt wurde, kann man nicht von heute auf morgen ändern.
Klimawandel. Aber dann Kohle, Gas und Öl zur Energieerzeugung verfeuern.

Und nein. Ich bin kein Grüner und auch kein Befürworter von AKWs.

Es liegt halt wie immer an der Politik.
Da fehlt mir der Weitblick.
Nicht immer nur von Wahl zu Wahl denken.

Träumen darf man. Das ist mal wieder Wunschdenken.
Ich bin noch nicht so sehr in dem Thema drin, aber oberflächlich betrachtet, kommt es mir eben auch so vor.
Wir opfern den Wirtschaftsstandort Deutschland (Personalkosten waren ohnehin schon recht hoch; sehr viel Bürokratie, lange Verwaltungswege und nun eben noch hohe Energiekosten etc.) zu einem signifikanten Teil zugunsten der Umwelt und heraus kommt dann eine solche CO2 Map. Sprich, langfristig werden auch andere Staaten ggf. weniger auf uns hören, wenn wir mit Umweltvorschlägen ankommen und entsprechend verschlechtert sich dadurch die Umwelt weltweit sogar.
1740843218487.png

bensen schrieb:
Was soll die Polemik? Es geht um Grundlast vs Spitzenlast und nicht Geschirrspüler vs Fernseher.
War nicht polemisch gemeint, aber soweit ich das verstanden habe, kann Atomstrom ganz normal eingespeist werden.
bensen schrieb:
Ich weiß nicht worauf sich die Zahlen beziehen, aber ich kann dir sagen warum bei uns die Kosten so hoch sind.
Wir haben den Atommüll nicht gelagert, wir haben ihn ganz einfach verklappt. Die Fässer wurden einfach wie Restmüll in eine Mulde geworfen, die "Gutachter", wahrscheinlich eher Lobbyisten, für geeignet befunden hat. Niemand wollte die Wahrheit wirklich wissen. Aus den Augen aus dem Sinn. Das ganze zubetonieren und das Problem ist beseitigt. Wie bei kleinen Kindern, die sich die Augen zu Halten und sagen du kannst mich nicht sehen.
puhhh...

Kassenwart schrieb:
Wenn AKW's sinnvoll wären. Wer soll die den bauen ?
In Europa ist mir nur der französische EDF bekannt. Und der ist eigentlich bankrott (Warum eigentlich ? Atomstrom sei doch so wirtschaftlich) China steigt aus Projekte aus da zu teuer und Russland fällt eh weg.
Naja, bspw. die Ukraine und Polen + Alleine Polen plant über 100 SMRs. Ob das alles so sinnvoll ist, ist natürlich eine andere Frage, da bis dahin ggf. die Speichertechnologien für EE ausreichend da sind.
Gibts denn grobe Schätzungen, wann man ausreichend Speicher hat?

ApolloX30 schrieb:
Atomstrom ist n ganz schwieriges Thema, weil es fast keine echten Experten gibt und jeder nur irgendeine Meinung hat, die er von woanders her hat.

Man muss da sehr viel abwägen denk ich.
Ja, unser Ausstieg war vom Zeitpunkt her unglücklich. Und ich seh auch den Vorteil, dass die AKWs eben nicht als CO2 Schleudern gelten.
Aber ich sehe die Kosten mit ganz vielen ungeklärten Fragen. Wenn z.B. eine Gesellschaft es nicht schafft, Endlager zu denfinieren, dann sollten man nicht nach neuen AKWs rufen. Also zuerst mal die Hausaufgaben machen und dann schaun wir weiter.
....
zu Ende denken und Konsens schaffen. Wenn dann alle sagen, die Risiken gehen wir bewusst gemeinsam ein, dann go!
Aber ich glaub nicht dran, dass wir Deutschen so harten Realitäten ins Auge schaun wollen. Und dann sollten wir die Finger von sowas gefährlichem wie Atomkraft lassen.

Ich hab einigen beruflichen Hintergrund in der Disziplin "Menschliche Zuverlässigkeit" und genau diese Thematik war oder ist meistens die Achillesfernse in vielerei Hinsicht bei solchen Großrisikotechnologien.
Ja, so kommt es mir eben auch vor. Es dauert sehr lange bis man irgendwelche "Fakten" findet, die nicht ideologisch angehaucht sind. Der Durchschnittsbürger weiß ja nicht einmal was vom Merit-Order-Prinzip
 
---Daniel--- schrieb:
Es muss ja irgendeine Analyse gemacht worden sein, in der man festgestellt hat, dass die deutschen AKWs unsicherer sind als die französischen und es daher sinnvoller ist zuerst die deutschen AKWs abzureißen und stattdessen Atomstrom aus Frankreich zu importieren. I
Jedes Land macht das in eigener Verantwortung, in Deutschland hatten die letzten drei AKWs noch einen Anteil von ca. 5% am Strommix, in Frankreich hat Atomkraft -soviel ich weiss- einen Anteil von 70%. Komplett unterschiedliche Voraussetzungen.
 
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---Daniel--- schrieb:
Sie planen in der Ukraine das größte AKW Europas zu bauen, wollen dann auch Strom exportieren und zur Energiesicherheit Europas beitragen.
Ich vermute, du bist noch sehr jung. Wie schon mal geschrieben, bedeutet Planung nicht viel mehr als Politik. Ob das jemals realisiert wird, ist vollkommen unklar.
---Daniel--- schrieb:
dass AKWs gar keinen Einfluss auf den Preis haben können, weil sie nur eine dauerhafte Grundlast decken könnten.
Kannst du das genauer erklären?
Ein AKW kann man nicht einfach ein und aus schalten. Daher kann es keine Spitzenlast abdecken, sondern nur Grundlast. Und somit hat es keinen Einfluss auf Merrit Order.
 
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Genau, AKWs (konventioneller Bauart) und EE sind sozusagen inkompatibel.
AKWs können nicht kurzfristig rauf- und runtergeregelt werden und sind daher ungeeignet als Reservekraftwerke.
 
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Ja, und wie beeinflussen die dann den Merrit order Preis für die Spitzen?
 
Micha- schrieb:
Ich vermute, du bist noch sehr jung. Wie schon mal geschrieben, bedeutet Planung nicht viel mehr als Politik. Ob das jemals realisiert wird, ist vollkommen unklar.
Naja, dann solltest du vll besser schnell Selenskyj schreiben, damit er wieder vom Bau in die Planung geht. Offiziell hat der Bau, wie bereits gesagt, schon begonnen: https://www.heise.de/news/Atomkraft-Ukraine-beginnt-mit-Bau-zwei-neuer-Reaktoren-9684580.html
Ob die tatsächlich vollendet werden, hängt natürlich auch vom Kriegsverlauf, Finanzierung etc. ab. Aber die Planungsphase haben sie "offiziell" hinter sich.
Micha- schrieb:
Ein AKW kann man nicht einfach ein und aus schalten. Daher kann es keine Spitzenlast abdecken, sondern nur Grundlast. Und somit hat es keinen Einfluss auf Merrit Order.
Ja, das war auch eine meiner Fragen. Haben wir denn bspw. bei einer Dunkelflaute ein "Spitzenlast"problem? Ich denke wir reden müssen hier verschiedene Cases differenzieren -> Spitzenlast, Flaute, Dunkelflaute usw. Oder sehe ich das falsch?
Und da wäre eben meine Frage in welchen Cases AKWs überhaupt sinnvoll genutzt werden können, um die Preisspitzen zu vermeiden.

Wie sind denn die vielen Peaks im letzten Jahr entstanden, waren das eher "Grundlast-" (bspw. durch Dunkelflaute) oder Spitzenlastprobleme?
Habe diesbezüglich noch keine klare Analyse gesehen, da ja oftmals alles in einen Topf geworfen wird.
Utensil1538 schrieb:
Das mit den Atomktaftwerken ist gar nicht soweit hergeholt. Einen gewissen Grundenergiebedarf hat man ja immer, auch Nachts.

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Siem...oyce-Mini-Atomkraftwerke-article25597452.html

Micha- schrieb:
Ja, und wie beeinflussen die dann den Merrit order Preis für die Spitzen?
Wie oben beschrieben. Siehe hierzu auch den Artikel, den @ThomasK_7 gepostet hat:
1740862576462.png
 
Ich dachte du könntest dich so schnell einarbeiten. Siehe nicht danach aus, als wäre das sehr gründlich geschehen.
 
Ich glaube jeder könnte sich in das Thema recht schnell einarbeiten, wenn eben nicht so viele Trolle wie du rumlaufen würden, die permanent ohne irgendwelche Belege Halbwahrheiten verbreiten - obwohl du ja angeblich schon jahrelang in dem Thema drin bist.

Was man von dir hier größtenteils sieht, ist, dass du gerne zu beleidigen versuchst, wenn du nicht mehr weiterweißt. Confirmation bias at its best.
Kannst ja gerne mal auf die Sachebene zurückkehren und die Fragen mit deinem profunden Wissensschatz beantworten, sofern du dazu fähig bist ;-)
 
Ich bin nicht verantwortlich dir die Dinge zu erklären, die du nicht verstanden hast. Ich habe auch kein Problem damit wie du mich siehst.

Ich habe nur aufgezeigt das deine Fragen zeigen das du merrit order und Grundlast nicht verstanden hast.

Auf dem Niveau macht es für mich einfach keinen Sinn weiter zu diskutieren.
 
Naja, ich glaube du stellst das Ganze ein bisschen simpler dar als es ist. Soweit ich das verstanden habe sind durchaus einige AKWs für den Lastfolgebetrieb geeignet und können entsprechend ihre Leistungen anpassen. Wird idR anscheinend oft nicht gemacht, weil bspw. die Gestehungskosten bei ca. 50% Leistung ungefähr doppelt so hoch wie bei 100% sind. Ein gewisser Spielraum ist also durchaus vorhanden. Die nächste Frage wäre dann logischerweise, wie sich das wiederum auf den Strompreis über das Jahr verteilt auswirken würde, wenn die quasi als Reserve gehalten würden.

Und generell ist eben die Frage, wo genau wir wann Engpässe haben, ist das bspw. bei Dunkelflaute bereits bei der Grundlast oder erst bei der Mittellast der Fall? Oder sind es größtenteils Spitzenlastprobleme? Letzteres soll es laut einer Studie von McKinsey zumindest zukünftig öfter geben (Versorgungslücke entspricht zukünftig ungefähr 30 thermischen Großkraftwerken).
Wie sieht es bei Flaute aus? Wie sieht es bei Nebel / Dunkelheit usw. aus?

In der Grafik kannst du bspw. sehen, dass in Deutschland im vergangenen Dezember an manchen Tagen die Residuallast teilweise nahezu der Netzlast entsprach.
Da würde ich eher bereits Grundlast- (schlägt sich ggf. preislich zu Tagesbeginn nicht nieder, da es zu frühen Uhrzeiten noch genug Kapazitäten im Ausland gibt oder haben wir tatsächlich noch genug Grundlastdeckung bei Dunkelflaute etc.?) oder Mittellastprobleme vermuten (zzgl. entsprechender Spitzenlastprobleme, wenn selbst der mittlere Bereich bereits nicht gedeckt ist).
Und wie kommst du dann darauf, dass das keinen Einfluss auf die Merit-Order haben kann? Das ist durchaus möglich, aber das müsste man mMn eben berechnen, um zu sehen, was das entsprechende Grenzkraftwerk ist und je nach Tag, Tageszeit und Nachfrage könnte das vll. eine andere Energiequelle sein.
Leider kann man bei SMARD die Energieträgeranteile nicht stundengenau einblenden, sonst würde man das vermutlich ableiten können.
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Im Grunde ist das Thema ja eh schon erledigt. Wenn man es in 20 Jahren nicht mal schafft ein paar Stromtrassen zu bauen, dann kann man sich so Projekte von Anfang an gleich abschminken. Allein die Genehmigungsverfahren würden so lange dauern dass das Projekt veraltet ist bevor man überhaupt anfangen kann zu planen. Und dann müsste man das ja noch bauen... Wenn man sich ansieht mit welchem Tempo Flughäfen, Bahnhöfe, Brücken und Gleise gebaut werden, würde ich sagen dass das dann um die 50 Jahre dauert bis es fertig ist...

Der politische Wille fehlt, der gesellschaftliche Konsens ebenfalls... das würde glaube ich nix werden. Ihr habt euch gegen AKW´s entschieden, jetzt wäre es nur konsequent dann halt die Wind-, Wasser-, und Sonnenenergie massiv auszubauen, die Netze dazu zu bauen und die Speicher. Um danach auf Importe von Atomstrom ebenfalls zu verzichten. Kostet halt.. aber Idealist und Vorreiter zu sein hat immer schon Geld gekostet.
 
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