Allgemeine Fragen zu SSD

Vanilla2001, wenn Du den Rechner nur so nutzt, dass dabei praktisch nicht auf die Platte zugegriffen wird, dann kann die SSD halt derweil nichts beschleunigen. Den S3 kann man auch mit der richtigen SSD noch problemlos nutzen, dass ist nur ei Argument gegen die flaschen SSDs aber nicht gegen SSDs allgemein. Im Gegenteil, gerade da wird viel seq. gelesen und damit ist die SSD hier klar im Vorteil.
 
Du hast mich nicht verstanden. Der S3 entfernt für mich zu einem großen Teil den Bootvorgang. Bei den anderen, von mir für meinen Desktop-PC, genannten Anwendungen sind die Vorteile eher gering. Für ein solches Szenario gibt es keinen wirklichen GRund eine SSD zwanghaft einsetzen zu müssen oder Performance-Einbußen zu erwarten wenn diese nicht drin ist.

Was ich damit sagen wollte war, dass sowas zu einem großen Teil von der Art und Weise der PC-Nutzung abhängt.

Mir gehen halt nur Leute auf den Nerv, die das total hypen und ich muss dann anderen erklären, warum es , bis auf den Bootvorgang, für keine derer Anwendung den spürbar versprochenen ultimativen Performance-Boost gegeben hat. Wie soll man Leute ernst nehmen, die ein Windows-internes Programm mit 0 Verzögerung aufführen, welches sich auf aktuellen Festplatten nicht anders verhält. Pack den Rechner in eine Domäne mit Netzlaufwerken und erzähl mir dann nochmal das gleiche.

Da finde ich es besser wenn man ein wenig realistischer an die Angelegenheit geht und von vornherein sagt, wo die gravierenden Vorteile in welchen Anwendungen liegen. Und da rede ich nicht von Windows-Index oder AS-SSD oder 5Millionen-Anwendungen im Startup.

Man kann die Dinger schon empfehlen, so teuer sind sie auch ja nicht, aber ich bin immer für gedämpfte Erwartungen und freu mich wenn es im Anschluss besser läuft, als dass dann die enttäuschten Fragen kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vanilla2001, Du hast schon Recht, aber ich habe auch Recht. Zumindest sehr anspruchsvolle User können das nachempfinden, was ich oben beschrieben habe.

Je nach Anwendungen ist eine HDD aber immer noch ähnlich gut. Hier im Board sind aber eher anspruchsvolle Leute unterwegs, die überdurchschnittlich viel Geld für ihre Hardware ausgeben. Sonst wären viele nicht hier.

Vor dem Hintergrund kann man dann auch gern mal eine SSD empfehlen. Wo eine SSD was bringt und vor allem, wo sie fast nichts bringt, muss jeder selbst recherchieren, statt blind eine SSD zu kaufen, wenn sie ihm vllt. gar keine Vorteile bringt.

Aber das ist ja bei allem so.
 
Vanilla2001 schrieb:
Du hast mich nicht verstanden.
Doch, ich habe Dich schon verstanden und wollte Dich nur darauf hinweisen, dann S3 + Vertex3 + Notebook möglicherweise = Probleme ergibt.

Das eine SSD nicht für jeden Rechner und jeden Nutzer den ultimativen Turbo darstellt, ist mir auch klar. Deshalb sage ich ja auch immer: Wenn Du auf Deinen Rechner wartet und derweil die HDD LED leuchtet oder heftig blinkt, dann solltest Du über eine SSD nachdenken. Wird die Wartezeit aber nicht von Festplattenzugriffen verursacht, so wird eine SSD diese auch nicht verkürzen können. Wer sich daran hält, der sollte vorher abschätzen können, ob eine SSD in seinem Rechner und bei seinen Nutzungsgewohnheiten einen Vorteil darstellen wird und somit ihr Geld wert sein könnte oder eben nicht.
 
bis auf den Bootvorgang, für keine derer Anwendung den spürbar versprochenen ultimativen Performance-Boost gegeben hat.
Gerade IM Unternehmen. Ich kenns von uns, da sind etwa 50 spezifische Prozesse, die laden. Mit ner Standard-Dell 5.400 HDD/2,5".
Weisst du, was das für einen gigantischen Unterschied macht?

Gerade im Geschäft! Die 300kB Excelfile ist sofort vom Netzlaufwerk da. Aber das starten von Office 2007/2010? Ewig! Und im Geschäftsalltag erst recht, wo bei vielen 100 Programme/Prozesse laufen im Hintergrund. Da bringen dir auch 4GB Ram und ein C2D 2.53GHz nix (das wäre dann mein Laptop).
Ein Segen ist eine SSD. Gerade im Geschäftsalltag, mit CRT/TeraTerm, IE, Firefox, CRT/CRM, Outlook, Word, Excel, usw usw (die Liste hat beinahe kein Ende).
Wenn ich morgens komm (und mein PC ist immer nur im Ruhezustand), dann brauchts bis die E-Mails aktuell sind und alle Programme reagieren gerne mal 5 Minuten. Bei nem richtigen Reboot um die 10. Und da ist (da Entwicklernotebook) noch nicht mal ein Bruchteil der Standartsoftware drauf, die im Autostart liegt.

Also ich denke, gerade im Geschäftsalltag, kann das die Produktivität dermaßen steigern, sofern der MA auch die Arbeitsgeschwindigkeit hat, das nutzen zu können.
 
Selbst wenn Windows nicht im Ruhezustand war sondern der Rechner nur gelockt, dann dauert es mit HDD schon echt lange, bevor alles wieder da ist und die Programme reagieren. Mit der SSD ist das ein gewaltiger Unterschied. Wer halt nur seinen Rechner anmacht, etwas im Internet suft oder mit Word ein Dokument erstellt, dieses dann ausdruckt und den Rechner wieder herunterfährt, der hat sehr wenig Nutzen von einer SSD. Ob solche Leute sich aber hier im Forum tummeln und um Rat fragen?
 
Also ich kann Vanilla2001 dahingehend verstehen, daß es für viele User ein Zeitraum von 1s im Vergleich zu 2s kein ultimatives Erlebnis ist. Wenn man seit Jahrzehnten mit Bits und Bytes verwachsen ist dagegen schon. Vielleicht kann man auch nur verstehen was für ein unendlich langer Zeitraum 1s ist, wenn man mal versucht hat ein Programm dahingehend zu optimieren, versteht was in jeder Nanosekunde passiert.

Jemand sagte in einem Thread, das es wohl keinen Unterschied machen würde ob Photoshop CS5 nun in 1,5s statt 2,5s startet. Wenn man natürlich so denkt...

...am Schluß läuft es wohl dann eher auf eine philosophische denn technische Entscheidung / Einstellung. Oder sogar religiöse. Wenn man an eine Existenz nach dem Tod glaubt, in egal welcher Form, ist man vielleicht eher bereit zu warten. Ein Pragmatiker würde da eher sagen: "Wenn man nach Stunden bezahlt wird". :D
 
stehe ebenfalls vor der entscheidung ob ssd oder nicht.

Ich denke mir persönlich wird es kaum bis gar nichts bringen.

Denn zugriffintensive Video/bildbearbeitung mach ich ganz selten. D.h. 60% meines tagespensums geht für office/internet drauf und rest zum zocken / video schauen / musik.

Ob eine SSD da noch großartig was beschleunigen kann? außer dem bootvorgang (der mir relativ brot ist)
 
Ich habe mir letzte Woche die M4 128GB bestellt (sollte also bald kommen).

Jetzt würde ich gerne auf die SSD Win7 64x draufspielen.
- Muss ich was beachten (BIOS einstellungen etc.)?
- Wie erkenne ich die Firmware?
- Wie spiele ich die neue Firmware auf?
 
BIOS auf AHCI (hast ja ein Board mit Intel P45/ICH10R) dann einfach alle HDDs abklemmen und nur die SSD am ersten SATA Port des Chipsatzes und das optischen Laufwerk anschliessen. Dann Windows7 auf die SSD installieren, der Installer partitioniert die dann schon selbst richtig und auch die versteckte 100MB Bootpartition wird so sicher auf die SSD gebracht und landet nicht versehentlich auf einer HDD. Vorher braucht man die SSD nicht extra zu partitionieren oder formatieren, das würde höchsten zu einem falschen Allignment führen. Danach sollte alles stimmen, die SSD nicht im Schedular des Defragmentieres aufgeführt sein (prüfen aber den Service nicht ganz abschalten, denn die HDDs sollten ja weiter defragmentiert werden). Weiteres braucht man nicht einzustellen, das macht Windows7 schon von alleine richtig!
 
Zur Firmware:
Sie wird im BIOS-Post angezeigt, unter Windows kannst Du sie leicht mit AS SSD anzeigen lassen.
Die Firmware lädst Du Dir bei Crucial herunter. Es ist ein Image, das Du einfach mit der Windows-eigenen Funktion auf CD brennst. Von dieser CD bootest Du dann, alles weitere ist selbsterklärend - Du musst nur einmal "yes" (bzw. "zes" bei deutscher Tastatur) eingeben. Es gibt übrigens auch eine Anleitung bei Crucial selbst.
 
Danke mal für dei Antworten.

Wenn ich die Firmware aktuallisieren sollte, sind dann ALLE Dateien weg (auch Windos)?
 
Nein, das Aktualisieren der FW sollte die Daten nicht schädigen, aber ein Backup ist trotzdem vorher zu machen. Es kann ja immer mal was in dem kritischen Moment schiefgehen, Stromausfall, Wackelkontakt, defektes Kabel, etc und sind die Daten vielleicht doch weg. Also besser vor der Installation die FW updaten oder zumindest bevor da irgendwelche wichtigen Daten drauf sind.
 
Bezüglich Firmware-Update nicht vergessen:
Crucial sieht das Update nur für SATA-3Gb/s-Anschlüsse (SATA II) vor, die SSD sollte also an einem solchen Port angeschlossen sein. Zudem muss der SATA-Controller im BIOS auf den IDE-Modus eingestellt sein.
Wenn die neue Firmware drauf ist dann natürlich wieder auf AHCI umstellen und die SSD an einen SATA-6Gb/s- Anschluss (falls vorhanden) hängen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke ;)
SSD ist da, leistung ist ok :D
 
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