Am Ende wird's auf Details ankommen.
Normalerweise muss man den Namen des Anschlussinhabers angeben, der Vetrag selbst kann ja auf jemanden anderen lauten.
Der der den DSL-Auftrag erteilt hat, hat ja den Namen und die Nummer des Inhabers angegeben. Nach außen sah das dann so aus, als dürfte er das. Der DSl-Anbieter und die Telekom haben also erstmal nichts falsch gemacht, sie wurden ja durch den Auftraggeber getäuscht.
Jetzt kann man natürlich fragen, ob das irgendwie fahrlässig ist, dem Auftraggeber bzw. Besteller des DSL Anschlusses zu glauben, dass er dazu berechtigt ist. Das wird bestimmt kompliziert, aber meiner Meinung nach war das okay, da die Missbrauchswahrscheinlichkeit und der mögliche Schaden recht gering sind. Außerdem war in diesem speziellen Fall auch klar, dass es sich um einen Familen- und Haushaltsangehörigen handelt. Vielleicht wird aber genau dieser Fall irgendwo in den AGBs ausgeschlossen.
Eine weitere Frage betrifft das Vertragsverhältnis zwischen der Telekom und dem DSL-Anbieter. Vielleicht haben die untereinander vereinbart, welche Voraussetzungen an die Bestellung eines Anschlusses geknüpft sind. Eventuell hätte der DSL-Anbieter dann wirklich nicht rechtens gehandelt. Nur hat die Tcom dem Anbieter eventuell trotzdem noch den Port zur Verfügung zu stellen, sie könnte ihn also nicht einfach freischalten. Das lässt sich von außen jetzt nicht beurteilen. Dazu müsste man erstmal gründlich alle Verträge lesen.
Und der DSL-Provider müsste auch erstmal unterrichtet werden.
Ist alles sehr kompliziert. Vor allem wird es wohl darauf hinauslaufen, wie sehr sich die Familie jetzt noch lieb hat. Dann diese ganze Auseinandersetzung wird zwischen den beiden Unternehmen Probleme verursachen und auch einige Kosten auslösen. Ich vermute, dass am Ende auf den Verursacher eine ganze Menge Kosten zukommen werden.
Vielleicht ist eine familieninterne, friedliche Lösung doch besser.
Wie lange lief das jetzt so? Die Tcom wird das Problem dann auch nicht sofort lösen können. Wird bestimmt ein paar Monate dauern, bis das geregelt ist.
Ich glaube es ist auch sinnvoll direkt mit dem DSL-Provider in Kontakt zu treten und dem das zu schildern. Denn am ende muss dieser den Port zurück zur Tcom schalten. Die Tcom wird das von dem Provider vermutlich auch verlangen, allerdings bestimmt mit Verzögerung, und nur sofern es die internen Vertragsverhältnisse der beiden zulassen.