AMD ähnlich sparsam wie Intel

Telefonkatze schrieb:
Mein PC rennt hier im Alltag 14-18h/d, hauptsächlich als Home-Server und für Office.
Angenommen ich könnte mit einem neuen System 50W sparen, wären das 60-70 Euro/a.
In 3 Jahren wären das rund 200 Euro. Im Sommer wird es nicht so schnell zu warm.

Wenn die Kiste wirklich so lange jeden Tag durchläuft, dann lohnt sich ein Neukauf auf jeden Fall.

Mein Homeserver mit Celeron G530 braucht Headless gerade mal 17W im IDLE (mit 1x SSD und 1x 2,5''HDD).
Wenn ich Maus/Tastatur+Monitor anschliesse, bin ich immer noch bei weniger als 25W.

Und von der Performance reicht das locker auch für Office, Internet und ab und zu mal was in H264 encoden.

Kosten hast du nach 1 Jahr fast wieder drin, Board 60, CPU 35, RAM 20€.



Ohne jetzt recherchiert zu haben, gehe ich mal davon aus, dass man ein Markenbrett für 100 Euro bekäme. CPU ca. 100 Euro. 4GB RAM 20 Euro. -> zusammen 220 Euro

200€ für CPU und Board bekommste ja schon nen dicken i3 oder fast den kleinsten i5 + Board. Ist eventuell schon wieder ein Performance-Overkill. Ein Celeron G550 gibts schon ab 35€, das passende B75 Board für 60€.



Telefonkatze schrieb:
Eine SSD hätte ich auch gerne, aber solange die Dinger 20x mehr kosten, kommt das für mich nicht in Frage.

Nur fürs System und die Programme. Daten liegen dann immer noch auf ner HDD. Einmal probiert, will man nie wieder etwas anderes....



Diese kleinen effizienten Netzteile gibt es aber noch nicht so lange, oder?
Als ich vor 2-3 Jahren nach so etwas gesucht habe, habe ich nichts in der Richtung gefunden.

Gibt es passende Adapter, um so ein NT in ein ATX-Gehäuse zu bauen?

Doch, schon. Es gibt eine Rückblende, um die kleineren Netzteile einzubauen, kosten etwa nen 10er.

Günstige, sparsame Alternative: Cougar A300 Netzteil. Günstig, relativ leise, gut.
 
@Kammerjäger
Man kommt bei dem Thema wohl ganz leicht auf Äpfel-Birnen-Vergleiche.

Auf der von dir verlinkten Seite vergleichen die auf den ersten Blick CPUs miteinander, aber tatsächlich sind es ja Vergleiche ganzer Systeme ohne Netzteile.
Dann muss man bedenken, dass meine CPU eine der ersten ihrer Art ist. Damals waren die Dinger noch nicht so gut zu undervolten.
Dass die CPU vielleicht nur 6-10W im Idle nimmt, kann gut sein, aber ein fetter Stromfresser ist das Board. Und da ist man, wenn gewisse Ansprüche an Schnittstellen und Marke hat, relativ eingeschränkt.

Kurzum, mit meiner CPU bin ich nicht unzufrieden, aber das Board, bzw. der Chipsatz ist nicht der Hit. Richtig sparsame Boards(Chipsätze dürfte es nur für aktuelle CPUs geben. Deswegen würde ich, falls ich mir etwas Neues zulege, auch eine neue CPU zulegen. Damit wäre ich dann auch freier in der Auswahl.

Zu den Fantasiewerten: Die habe ich von einem Bekannten, der als E-Techniker arbeitet und um die Problematik der Messtechnik weiß. Er hat den Verbrauch seines Systems "nur" mit einem handelsüblichen Leistungsmessgerät gemessen. In wie weit das Teil die tatsächliche Wirkleistung anzeigt, kann man wohl keiner sagen.
Absolut utopisch finde ich den Wert aber nicht.

So könnte es in etwa hinkommen:
6W HDD
5W CPU
5W Board
5W RAM, DVD-Writer, Tastatur, Maus

Da sein DELL-Rechner ein kleines Netzteil hat, ist auch die Chance groß, dass es im unteren Leistungsbereich noch einen guten Wirkungsgrad hat.
Vielleicht nimmt sein System nicht wirklich nur knapp über 20W auf, aber auch wenn es mit Wirkungsgrad und Messfehlern tatsächlich 30W sind, ist das immer noch meilenweit von den 80W meines Rechners entfernt.

Wegen dieses Unterschieds dachte ich, dass sich eine Neuanschaffung lohnen könnte.


@Loopman
Wie hast du die 17 und 25W gemessen?
<8W für einen Monitor finde ich schon extrem sparsam. Ist das ein kleiner OLED?

Wenn du schreibst, dass das locker reicht, dann klingt das ein wenig so, als wenn du auch schnellere Rechner kennst :-)
Man kann auch auf kleinen Kisten arbeiten, aber da ich ziemlich oft und lange vor dem Rechner sitze, möchte ich möglichst keine unnötigen Verzögerungen haben, wenn z.B. mal Flash auf einer Webseite auftaucht. So etwas lastet den X4 620 jetzt schon manchmal zu 50% aus.

Bei Boards möchte ich unbedingt bei Asus bleiben. Ich habe schon einige PCs zusammengeschraubt und bei den meisten anderen Marken hat es irgendwelche Probleme gegeben. Zuletzt war es ein Epox 8rda3+, bei dem mit die Elkos dicke Backen bekommen haben und der Rechner sporadisch abgeraucht ist.

Zur SSD:
Ich habe keine Auslagerungsdatei. Das System rödelt daher vermutlich ziemlich wenig auf der Platte herum.
Wenn ich Excel oder Seamonkey starte, dann dauert es. Das öffnen von Videos in Avidemux dauert auch gute 3 mins. Das wären dann aber alles Sachen, die weiterhin auf einer herkömmlichen Platte liegen würden. Die SSD würde mir also kaum etwas bringen, außer noch zusätzlich etwas Strom zu fressen. Die geringere Bootzeit ist für mich weniger wichtig.

zum Cougar:
Mit 300W Nennleistung liegt der untere Messpunkt für die 80Plus-Zertifizierung deutlich über der angestrebten Leistungsaufnahme im Idle-Betrieb.
Gibt es auch Webseiten, die sich mit Wirkungsgraden von ATX-Netzteilen im Bereich von 15W-25W beschäftigen.
Ich habe so ziemlich jedes ATX-Netzteil, welches ich in den Fingern hatte, an meinem Leistungsmessgerät gehabt. Selbst ohne Last haben sich einige schon 15W genommen. Das ist zwar schon einige Jahre her, aber das heißt ja nicht, dass es so etwas nicht auch heute noch gibt.
 
Telefonkatze schrieb:
@Kammerjäger
Man kommt bei dem Thema wohl ganz leicht auf Äpfel-Birnen-Vergleiche.

Auf der von dir verlinkten Seite vergleichen die auf den ersten Blick CPUs miteinander, aber tatsächlich sind es ja Vergleiche ganzer Systeme ohne Netzteile.

Um so schlimmer!
Das Netzteil ist immer das gleiche (Link zum Testsystem), Laufwerke und GraKa ebenfalls. Die einzigen Unterschiede ergeben sich bei CPU, Mainboard und z.T. Speicher.

Setzen wir beim Speicher an:
Da er auf den AMD-Plattformen mit 1600MHz und bei den Intel-Plattformen mit 1333MHz getaktet wird mit sonst identischen Timings, wird er bei AMD eher mehr Strom "fressen".

Zu den getesteten Boards:
Das AMD-Board hat die besten Features. Es hat als einziges Board zu den 12x USB noch 2x USB3.0. Es hat deutlich mehr Lanes für die Steckplätze als die Intel-Lösungen und auch mehr PCIe-Slots. Hinzu kommt eine SupremeFX X-Fi Soundlösung. Also alles kein üblicher Standard und nicht unbedingt der sparsamste AMD-Chipsatz, sondern das damalige Flaggschiff, welches im Verbrauch locker zu unterbieten sein sollte.

Trotzdem ist der getestete Athlon II X4 idle die sparsamste Plattform im Test! ;)

Ihn daher in Deinem Rechner als Ursache für zu hohen Idle-Verbrauch darzustellen, grenzt schon fast an Ignoranz...
 
Ich sag doch fast gar nix gegen den CPU-Typ ansich. Lediglich, dass meine CPU eine der ersten ihrer Art ist, spricht leicht gegen sie.
Was wirklich gegen die CPU spricht ist, dass ich vermutlich kein sparsames Brett mit den von mir gewünschten Schnittstellen für genau diese CPU bekommen kann.
Nur deswegen würde ich mich von dieser CPU trennen und die Komponenten CPU, Brett und RAM erneuern wollen.

Ich schrieb aber auch, dass z.B. ein einziger eingesteckter USB-Stick die gemessene Leistungsaufnahme um über 3 W erhöht. Da ich nur AMD-System habe, kann ich nicht sagen, ob das auch bei Intel passieren würde. Ich vermute, dass das mit dem Chipsatz und/oder den Treibern zusammen hängt. Wie man so etwas verhindern kann, wüsste ich gerne, aber das werde ich wohl nicht heraus bekommen.
 
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