Ich glaube, ein Punkt wird hier oft missverstanden: Die offiziellen RAM-Angaben (z. B. 4800 bei Intel oder 5600 bei AMD) sind keine technische Obergrenze, sondern nur der garantierte Basistakt, den der Hersteller zu 100 % stabil zusichert. Alles darüber läuft automatisch unter OC – egal ob XMP/EXPO oder manuell.
Entscheidend ist dabei nicht der Chipsatz, sondern in erster Linie der Speichercontroller in der CPU. Der fällt von CPU zu CPU unterschiedlich aus. Manche schaffen problemlos 6000+ MT/s, andere haben schon bei 5600 ihre Mühe. Das erklärt auch, warum dein 12900K mit 6000 MT/s instabil wird, während ein anderer Alder-Lake problemlos damit läuft. DDR5 war bei der 12. Generation einfach noch sehr „frisch“.
Bei AMD ist es ähnlich: Offiziell 5600, praktisch aber bei vielen 6000–6200 ohne großen Aufwand möglich. 6400–6600 schaffen nur gute IMC-Samples, und vieles darüber geht nur asynchron, was dann wieder Latenznachteile bringt.
Unterm Strich: Weder bei Intel noch bei AMD ist die offizielle Angabe die echte Grenze. Aber sie garantiert dir, was ohne Feintuning immer laufen sollte. Für stabile 6000+ brauchst du bei jedem Hersteller ein gutes Zusammenspiel aus CPU-IMC, Board und RAM – und manchmal einfach Glück.