gruffi schrieb:
Hier stand ein überflüssiges Zitat.
'Shanghai' hat keine grundlegenden Architektur-Veränderungen erfahren, so gesehen kann man durchaus von einem 'Die-Shrink' mit gewissen obligatorischen Erweiterungen und verbesserungen sprechen. Bei Core-i7 ist das übrigens ähnlich, was den 'Core' betrifft, wobei die SMT-Eigenschaften schon grenzwertig sind. Allerdings hat sich bei AMD am 3-fach skalaren Design nichts geändert, die Prefetch- und Execution-Einheiten arbeiten nach wie vor wie bei 'Barcelona', am FPU Design hat sich nichts geändert. Lediglich im Uncore-Bereich hat es eine Vergrößerung des L3-Caches gegeben.
Sowohl Intel als auch AMD zielen mit den beiden neuen CPU-Modellen NICHT auf den Spiele-Sektor, dafür sind spätere Spielzeug-Prozessoren vorgesehen. Daß sich die Kinderfraktion dennoch auf diese Siliziumteile stürzt, ist dann deren Sache. Die Fließkommaleistungen des Core-i7 sind aufgrund der hervorragenden Speicheranbindung auf einem Niveau, das derzeit seinesgleichen sucht, sieht man von Spezial-Prozessoren und GPGPU-Applikationen ab.
Und seit je her hat nicht alleine die CPU die Gesamtleistung eines Rechnerystemes ausgemacht, diese 'Widerfindung' längst etablierter Paradigmen im Kinderzimmer sind gar belustigend.
'Dragon' versus 'Spider': Die knallbunten, nichtssagenden Diagramme spotten jeder Grundlage. Alleine die Legende(n) sind einfach nur zum Kaputtlachen. Dragon und Spider Plattformen sind unterschiedlich designt, Dragon bedient sich unter anderem der neuesten Graphikkartengeneration der 4800er Serie. Um wirklich eine belastbare Aussage machen zu können, müßten sowohl Spider als auch Dragon vergleichbar getestet werden - was aus der Natur des Dinges gar nicht geht, denn mit Wechsel der CPU ud GraKa wäre es die Plattform nicht mehr.
Interessant wird dann ein 'Test' mit Daneb-CPU bei 2,5 oder 2,6 GHz, mit FX790/SB750 Gespann. Agena kommt ja bis 2,6 GHz problemlos ohne daß ein Verglühen droht.
Andererseits aber zeigt die Art und Weise wie AMD die 'neue' Plattform einführt, welches Klientel angesprochen werden soll und im Negativschluß könnte man sogar geneigt sein zu vermuten, daß es wieder einmal Probleme mit den Leistungserwartungen gibt. Mehr als die üblichen 10 - 12% bei Die-Shrink und Verfeinerung/Optimierung der Architektur werden es in der Realität nicht sein.