Amoklauf in einer Realschule im baden-württembergischen Winnenden

so sehe ich das auch, da die täter immer den überraschungsmoment haben, zudem ist das "sicherheitspersonal" nicht für solche dinge geschult... die schlichten eher kloppereien oder bewachen die parkplätze aber sind sicher nicht für kriegsähnliche zustände trainiert.

das einzige was vllt was bringen würde wäre eine kleine sicherheitsvorzone mit metalldetektoren und sobald alamr geschlagen word verriegeln sich die türen, aber die kosten wären wohl recht hoch.
 
Ein interessanter Punkt sind auch die Depressionen. Auch in Columbine nahm einer der Amokläufer Psychopharmaka ein. Auch hier viel die aussage "Therapie schien Symptome zu verstärken." Es gibt eine wichtige Regel in der medikamentösen Behandlung von Depressionen. "Niemals einen Antriebssteigerer vor der Therapie der Grundstimmung mit Stimmungsaufhellern bzw. Psychotherapie geben." Der Junge hatte eine Psychotherapie abgebrochen. Hatt er eventuell Antriebssteigerer in Rahmen der Therapie bekommen und diese nach Abbruch der Therapie weiter genommen? Wieso das wichtig ist? Ganz einfach: Wenn man einen pathologisch depressiven und frustrierten Patienten einen Antriebsteigerer gibt , dann wird eben genau der Frust in Antrieb verwandelt. Also eine synthetisch gesteigerte Motivation auf Frust basierend, wird zu Rachegefühlen und Hass wo vorher Antriebslosigkeit und Resignation überwogen. Das endet oft in Sebstmord oder Schlimmeren. Deshalb gibt es diese Regel ja auch. Es ist nur eine These, aber wundern würde es mich nicht. Aussagen wie: "Starrt anteilnahmslos vor sich hin, hört den Leher mal zu und mal nicht.", "Still und zurückgezogen", "Verhaltensänderung viel auf, wurde Zwanghafter..." und "abgebrochene Psychotherapie" klingen für meine Wenigkeit nach Indizien denen man nachgehen sollte.

Mein Beileid für alle Betroffenen, und was die Eltern des Amokläufers betrifft, die sind genug gestraft, da bedarf es keine Hexenjagt mehr.
 
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Mein Beileid für alle Betroffenen, und was die Eltern des Amokläufers betrifft, die sind genug gestraft, da bedarf es keine Hexenjagt mehr.

ich finde der vater hat genauso eine strafe verdient. die eltern sagen ja selber das mit ihrem sohn was nicht stimmte und wer dann noch seine knarren im haus "offen" liegen lässt gehört für mich genauso hinter gitter.


ntv sagte grad: killerspiele wie counterstrike....in dem töten belohnt wird? was bitte bekomme ich den für ne belohnung bei cs wenn ich jemand töte? cs ist ein taktik-multiplayer shooter, killerspiele sind eher sowas wie left4death soldiers of fortune usw....
hauptsache die medien können wieder ihr maul aufreißen - alles dummschwätzer in meinen augen. macht genausoviel sinn wie ein joschka fischer als bankenvorstand

armes deutschland
 
Die wissen das ganz genau. Aber zuzugeben, dass in der Gesellschaft etwas nicht stimmt, geht nicht. Das ist Tabu. Wir haben das beste Gesundheitssystem, das beste sozialsystem, das beste Bildungssystem. Deshalb der waul um Killerspiele und Schützenvereine. Ich persönlich finde auch, dass scharfe Waffen nicht in Privatwohnungen rumliegen sollten und das minderjährige keine P18 Spiele zocken sollten. Für ein Verbot bin ich nicht, alles was Verboten wird, fällt in den Untergrund und dort kann man noch viel schwerer einfluss darauf nehmen.

Davon aber abgesehen; Die Art und Weise der Therapie sollte auf jeden fall Überprüft werden; siehe mein voherigen Post auf der Seite. Es ist erschreckend wie viele regelwiedrigkeiten ich tag täglich in Verordnungen sehe.
 
redilS schrieb:
... Einer, bei dem ich mir ganz sicher bin, daß er wieder ganz vorne mitmischen wird ist Niedersachsens Innenminister, Herr Uwe Schünemann. ...

Golem.de - 13.03.2009 schrieb:
Der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU) möchte nach dem Amoklauf in Winnenden, bei dem am 11. März 2009 16 Menschen starben, eine neue Bundesratsinitiative für ein totales Verbot von gewalthaltigen Computerspielen prüfen. "Killerspiele sind schlicht abartig und sollten komplett verboten werden", sagte er zum Hamburger Abendblatt.
Quelle

Die USB-Glaskugel hat sich schon gerechnet :rolleyes:

Der Kerl scheint es extrem nötig zu haben sich zu profilieren. Daß keiner seine Heuchlerei bemerkt geht mir ja mal so richtig auf den Sa**. Wurde ja hier schon massig angesprochen: soziale Probleme, psychische Instabilität, einfacher Zugriff auf ein "Arsenal" an Waffen - alles kein Problem in den Augen unserer Volks-Vergewohltätiger
 
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Nur noch armseelig.
Aber es ist ja Bundestags- und Landtagswahl und wer hier am lautesten schreit bekommt am wenigsten meine Stimme. Ich brauche keinen Heißluftballon in der Regierung, der von Tuten und Blasen keine Ahnung hat und solche Ereignisse instrumentalisiert.

Ich würde mir nur wünschen, es gäbe genug Menschen, die das durchschauen. Solche Schaumschläger haben in der Politik nichts verloren!
 
Die Idee Spiele wie CS zu verbieten finde ich auch dumm.. immerhin müssten dann auch die Schützenvereine geschlossen werden, da einer von 1000000 Zockern aber einer von 10000 Schützen durchdreht.
 
ThomasSilent schrieb:
ntv sagte grad: killerspiele wie counterstrike....in dem töten belohnt wird? was bitte bekomme ich den für ne belohnung bei cs wenn ich jemand töte?

eventuell extra Geld ;)
von daher hat NTV schon recht.

Ich finde auch das Killerspiele in Deutschen Kinderzimmern nichts zu suchen haben.
aber Moment, sie sind ja schon verboten.

Sollen sie doch erstmal die bestehenden Gesetzte durchsetzen.
Oder noch Besser, die Eltern besser aufklären.
 
@ ThreeDaysGrace:

Die Zahlen hast du aber auch wieder geraten, richtig? In Deutschland sind knapp 1.5 Mio Menschen in einem Schützenverein.. Und es gibt noch einige mehr, die legal eine Waffe besitzen (wie ich).

Und wie viele zocken jetzt CS? Laut deiner Rechnung 100x soviele.. Aha..

Nebenbei war der Täter noch nicht mal in einem Schützenverein....


@florian.:

Richtig. Was bringt einem die USK18 Freigabe, wenn eMule und Co. + unachtsame Eltern das ganze vollkommen unterwandern. Wobei es so gesehen immernoch die einfachere Lösung wäre, diese Spiele einfach komplett (und vorallem weltweit) zu verbieten.....
 
ich habe die Zahlen aus einer Dokumentation die ich gestern gesehn habe. Aber wenn die Zahlen falsch sind tut es mir leid. Außerdem was heißt wieder geraten? meinst du das ich die Zahlen von Columbine auch geraten hab oder was?
wenn ja dann guck dir das mal an:
http://www.youtube.com/watch?v=Y2KIawvQmos
Und die anderen teile auch
 
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Link? Oder soll ich mal fix 17 Seiten durchsuchen..

Außerdem kann man hier keiner einzelnen Sache den Schuh zuschieben.. Zu den 100%, die zum Amoklauf geführt haben, zählen viele Sache rein, die hier teils noch gar nicht diskutiert wurden.

Ohne Hintergründe für die Zahlen zu haben oder hier darüber groß reden zu wollen (Einfach nur als Beispiel zu sehen), kann man das ja mal fix splitten in der Art:

100% = Amoklauf

Davon sind:

5% Killerspiele
15% Mobbing in der Schule
10% die Waffe daheim (nicht jeder Amokläufer hatte die Waffe daheim..)
10% Elternbedingt (fehlende Nähe oder was auch immer..)
10% Zurückweisung durch Mädchen
5% Misserfolg beim Sport
5% Medienberichte über den Amoklauf in den USA am Tag zuvor
usw..

Jede Sache davon geändert hätte jetzt die Tat verhindern können.. Nun ist die Frage, was kann man am leichtesten Ändern?
 
Ich fürchte, dass wir bei der Frage, was man am leichtesten ändern kann, wieder bei den "Killerspielen" und bei den Waffen landen. Gegen Sachen wie Mobbing (das ja an den Schulen leider alltäglich ist), Eltern, die sich nicht kümmern und so weiter kann man viel schwerer etwas machen. Das würde viel Arbeit und Mühe bedeuten. Einfach irgendwas verbieten ist das einfachste und macht sich vor allem, wenn Wahlen sind, immer gut fürs einfach denkende Volk. Ob es am Ende wirklich Sinn macht ist dabei leider vollkommen zweitrangig.
 
Niemand braucht Angst haben, dass die Gattung Shooter verboten wird. Die Einnahmen aus Umsatzsteuer und (wenige) Arbeitsplätze in Deutschland hängen schließlich davon ab, während der Nutzeffekt bei den 0,001% der Betroffenen gleich Null ist. Es wäre höchstens wahltaktisch sinnvoll, jetzt einen Sündiger zu suchen, der sich nicht wehren kann, aber die Spieleszene wird immer erwachsener und das merkt man auch jetzt an der Berichterstattung.
 
Auch das ist billig begründet. Du glaubst also, dass dann dementsprechend weniger Spiele verkauft werden? Oder die Spieler keine anderen Spiele spielen würden? Oder dass diese Arbeitskräfte dann keine andere Arbeit finden würden?

Genauso sieht es ja z.B. auch bei normalen Glühbirnen aus ab 2009 und bei vielen anderen Sachen, die Verboten wurden. Ganz "krass" ausgedrückt hat es ja auch Arbeitsplätze und Umsatzsteuer gekostet, als Massenvernichtungswaffen geächtet wurden.. (Ich will jetzt nicht diese mit Killerspielen vergleichen, sonder nur das Argument von Odium absurdum führen..)

@Kihel:

Genau das ist das Problem. Vielleicht (bei Vorbeugung kann man eh nix mit Sicherheit sagen..) würde es sogar 10% aller Amokläufe verhindern, wissen kann das aber niemand. Ebenso ist es ja auch mit jedem anderen Gesetz.

Vorallem hat man hier das Problem, dass Amokläufe so oder so zunehmen werden, das zeigt ja u.a. auch die Entwicklung in den USA und Finnland. Hier wird man hinterher so oder so sagen können, dass alle Maßnahmen unnütz sind bzw. waren. Dass man vielleicht mit so einem Verbot nur 9 Amokläufe in 10 Jahren hat statt 10, ist rein spekulativ.
Nur Mobbing vom Mitschülern, Zurückweisung von Mädchen usw. kann man definitv nicht ändern..
 
Zitat:
Zitat von ThomasSilent Beitrag anzeigen
ntv sagte grad: killerspiele wie counterstrike....in dem töten belohnt wird? was bitte bekomme ich den für ne belohnung bei cs wenn ich jemand töte?
eventuell extra Geld
von daher hat NTV schon recht.

unheimlich.... genau eine granate kann man sich für nen kill kaufen, mal abgesehen das ein hostagekill bis zu -3000 bringen kann. also ist wohl klar definiert was gut und was böse ist. cs ist einfach für mich das schlechteste beispiel was killerspiele angeht. selbst civilisation ist im multiplayer ein sog killerspiel, immerhin geht man da auch mit atomwaffen gegeneinander vor. will damit nur klarmachen das diese killerspiel disskusion zu nix führt. die eltern haben in meinen augen zu kontrollieren was gezockt wird. und wenn jetzt kommt " dann geht er halt zu einem kumpel" muss ich anmerken das es ein gravierender untschied ist ob sich jemand alleine verschließt und zockt oder mit kumpels gemeinschaftlich spielt.
 
ego-shooter sind n etablierter tragender zweig der videospiele. das wäre etwa dasselbe wenn man mit einem mal action filme verbieten würde. da würde ein für viele interessantes genre wegbrechen. und nur weil man darin den protagonisten spielt, heisst das noch lange nicht, das es ein training für amokläufer wäre, denn eine maustaste ist kein abzug.
und allein deswegen ist es schon absurd überhaupt den gedankengang zu verfolgen.

für aussenstehende die mit dem medium pc nicht aufgewachsen sind, mag es "brutal" oder "klar erkennbar so sein" aber denen fehlt eben auch jegliches verständnis dafür. das ist für heutige jugend so normal so etwas zu spielen, wie jedes andere hobby.
und durch dieses hobby ergeben sich ja sogar zum teil neue soziale kontakte, entweder innerhalb des spiels oder ausserhalb in der "realen welt" durch das teilen des selben hobbies mit millionen anderer. also ist selbst das argument der isolation durch videospiele vollkommen an den haaren herbeigezogen.

schlimm wirds erst wenn die betroffene person sonst überhaupt keine kontakte hat.
aber was lässt das für rückschlüsse zu? bestimmt nicht das spiele schlecht seien.
 
und man darf nie vergessen das eben die generation diese älteren (nicht versierten) alles überhaupt angefangen hat zu entwickeln. war sicher kein 17jähriger der den ersten shooter entwickelt hat...
 
Die Sache mit den Shootern läuft doch im Nachbarthread, wieso hier darüber diskutieren?
 
Doppelt hält besser....


weiß man nun eigentlich schon was für eine Strafe der Vater verdient hat weil er seine Waffen nicht korrekt verschlossen hatte?
 
Es kommt - nach den Informationen, die gestern in der PK vermittelt wurden - darauf an, ob "nur" gegen die ordnungsbehördlichen Auflagen bei der Waffenlagerung verstoßen wurde - dann wäre es lediglich eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeld geahndet wird - , oder ob ein Zusammenhang mit dem Amoklauf erkannt wird; in diesem Fall wäre der Straftatbestand der fahrlässigen Tötung einschlägig, der Geld- oder Haftstrafe bis zu 5 Jahren nach sich ziehen kann.

LG N.
 
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