Amoklauf in einer Realschule im baden-württembergischen Winnenden

... wobei wir nicht nur mit Killerspielen das Gegenteil unserer Werte mit Füßen treten sondern auch z.B. mit DsdS bzw. Dieter Bohlen.
 
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hm, neulich nen artikel gelesen, da gings darum, das die gamer einfach zu friedlich sind: würden sie demonstrieren und randalieren, flaggen und puppen verbrennen und kinder mit sprengstoffgürtelattrappen verkleiden usw... dann würden genug politiker umschwenken und sagen, das killerspiele eine kulturelle bereicherung und total friedlich sind und dem schutz der künstlerischen freiheit unterliegen.
das ist natürlich eine geschmacklose satire gewesen, aber da ist was dran.

kein schiessturnier wird verboten und keine waffenmesse und was weiß ich. es wird aber tatsächlich eine lan in stuttgart verboten. das ist so irre ...

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was die forderung nach friedlichen medien angeht, da bin ich dabei. seit jahren wird die mangelnde inhaltliche tiefe in den meisten games kritisiert. das ganze wäre aber eine revolution wie wir sie z. zt. bei den automobilen sehn: jetzt, und das ging relativ plötzlich, sind die schweren panzerfahrzeuge out, und die leute kaufen kleinwagen
vergleichbar wäre das, wenn in ballerspielen ethik und moral stattfinden würden. warum nicht?
(mir kanns egal sein, ich zock eh nur noch quake atm)
 
walter09 schrieb:
kein schiessturnier wird verboten und keine waffenmesse und was weiß ich. es wird aber tatsächlich eine lan in stuttgart verboten. das ist so irre ...

1. wurde auch eine waffenmesse Abgesagt.
2. wurde keine Lan verboten, es wurde lediglich kein Offentliches Gebäude zur verfügung gestellt.
 
DugDanger schrieb:
Was Schäuble und Pfeiffer oder die "Medien" zu dem Thema sagen kratzt mich nicht viel - aber wie Adam Smith schon sagte, mir reicht der gesunde Menschenverstand um zu sagen - Excessive Gewaltorgien in Medien aller Art fördern das friedliche Zusammenleben nicht.

Tut mir leid, das kann ich schlicht nicht aktzeptieren.
Die Geschichte hat gezeigt, wie oft Menschen mit "gesundem Menschenverstand" oder einer "begründeten Meinung" falsch lagen. Beispiele kann sich jeder selbst überlegen.
 
Keine Ahnung was du mit deinem letzten Post sagen willst, meine Meinung wirst du wohl akzeptieren müssen.
 
Hat einer gestern Abend Maybrit Illner gesehen? Da saßen Waffen-Lobbyisten, Publizisten, der Innenminister von Niedersachsen (der übrigens aussieht wie Hans Meyer und selbst förderndes Mitglied in einem Schützenverein ist) und ein "Gamer" in einer Runde. Fand ich sehr interssant. Die Waffen-Freunde verteidigten ihre aktuellen Bräuche und Gesetze genauso wehement wie der Gamer, ohne zu merken, dass beide Parteien einfach ihr "Spielzeug" als Spielzeug empfinden und das des anderen als gefährlich einstufen. Ich finde, in den richtigen Händen ist beides ungefährlich und für die Leute mit den "richtigen Händen" ist es schade, ein Hobby einschränken oder aufgeben zu müssen, weil es Eltern gibt, die ihre Kinder nicht erziehen. Aber man wird mit noch so vielen Aufrufen, nicht alle Eltern dazu bringen ihre Kinder richtig zu erziehen. Bin mit mir selbst uneines, ob es deshalb nicht tatsächlich notwendig ist, zumindest die legale Zugänglichkeit von USK 18-Spielen und Sport-Schusswaffen nicht einzuschränken...

Vielleicht sollte man einfach die Strafen bei Verstößen erhöhen. Bei illegalen Musikdownloads hat die Mahnwelle auch dazu geführt, dass sich viele Eltern plötzlich mehr dafür interessiert haben, was ihre Kinder da gemacht haben, weil sie von Bekannten wussten, die 1000€ blechen mussten. Wenn man ein paar hundert Euro los wird, wenn rauskommt dass das eigene Kind mit 12 USK 18-Sachen spielt, wird sich das vielleicht auch bessern. Was gestern schon bei Frau Illner gesagt wurde: Ist es wirklich nötig dass ein 14-jähriger unter Aufsicht mit scharfen Waffen üben darf?
 
Naja, Sportwaffen sind ja auch nicht das Problem.
Auch nicht wenn ein Jäger eine oder zwei Handfeuerwaffen hat.
Da ginge es eher wieder darum besser zu kontrollieren warum der Jagdschein beantragt wird. Und im nachhinein vielleicht noch ob dieser bei Jagden auch aktiv ist.

Es kam ja auch zur Diskussion ob und warum man mit großkalibrigen Waffen 'Sport' treiben muß und ob das überhaupt als Soert zu sehen ist.
Im Panorama kam gestern auch noch ein Bericht über IPCS-Vereine.
Das hat mit Sport im eigentlichen Sinne nichts mehr zu tun.
Sah aus, und ist es wohl auch, wie eine paramilitärische Ausbildung.

Alleine am Wikipedia Eintrag für diese
relativ junge dynamische Schießsportdisziplin
kann man sehen wie engagiert diese Lobby ist.

Liest sich wie ein Werbebeitrag aus einem Waffenmagazin.

http://de.wikipedia.org/wiki/International_Practical_Shooting_Confederation

Das wäre mal ein guter Ansatzpunkt.
 
Das Sport- und Jagdwaffen nicht gerade das Problem sind, würde ich nicht gerade sagen...auch mit diesen wurden und können Menschen getötet werden. Jede Waffe, die für Menschen tödlich sein kann, ist da für mich fast gleich (automatische Waffen müssen natürlich von privaten Haushalten komplett fern gehalten werden). Beim IPSC-Schießen (nicht CS, hat nix mit Counterstrike zu tun ;) ) hat man wohl auch nur Zielscheiben in nicht-menschlicher Form. Dass man bei der Bundeswehr als 9-monatswehrpflichtiger (nicht in der Spezialausbildung vor dem Auslandseinsatz!) auf Silhuetten mit menschlicher Form schießt, ist vielen bestimmt nicht bekannt. Auch hier gab es schon Leute die durchgedreht sind und da wurden die Methoden der Bundeswehr auch nicht umgekrempelt. Ich denke wenn ein Mensch der wegen mangelnder Zuwendung seitens der Eltern und auch mangelnder gesellschaftlicher Integration "eine Schraube locker hat", ist es egal ob er in irgendeiner Form von Schützenverein, bei der Bundeswehr oder beim Jägerpapa an Waffen gelangt, dann ist das einfach gefährlich. Jeder im Umfeld dieser Personen, sowohl dort wo diese an die Waffen gelangt, als auch im privaten, sind da gefragt. Ich bezweifele dass es gelingt über die Gesetze soetwas zu verhindern. Aber wie gesagt, im Einzelnen gibt es Dinge, die nicht sein müssen. Wie eben dass 14jährige unter Aufsicht scharf schießen dürfen. Ansonsten hilft nur Verstöße gegen das bestehende Recht härter zu sanktionieren.
 
nicoc schrieb:
... wobei wir nicht nur mit Killerspielen das Gegenteil unserer Werte mit Füßen treten sondern auch z.B. mit DsdS bzw. Dieter Bohlen.

Schon.
Was ist schlimmer:
Ein Pixelmännchen erschießen oder mich den ganzen Tag daran ergötzen, wie Leute vorgeführt und aufs hinterhältigste fertiggemacht werden?

@florian.:
2. ist dasselbe. Es hieß nur anders. Schrappnellopfer oder Kollateralschaden? Nehmen wir letzteres ...
 
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Wintermute schrieb:
Was ist schlimmer:
Ein Pixelmännchen erschießen oder mich den ganzen Tag daran ergötzen, wie Leute vorgeführt und aufs hinterhältigste fertiggemacht werden?

Bei beidem sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es Leute gibt, die das nicht von der Realität unterscheiden können...

[ OT, aber um Nachfragen bzgl. der Realitäts-Ferne von DSDS vorzubeugen: ]
...aber für "normale, gesunde" Menschen ersichtlich ist, um was es sich jeweils handelt. Bei DSDS werden eben die Leute vorgecastet, damit nur die Guten und die "Unterhaltsamen" vor Bohlen und Co. landen. So langsam sollte es doch den Meisten klar sein, dass sie wenn sie nicht gerade wie Withney Houston oder James Blunt singen, ein "Opfer" sind.
 
... differenzieren können zwischen Virtualität und Realität ist natürlich Voraussetzung.
 
Ich habe gestern Illner geschaut und musste mir mehr als nur an den Kopf fassen bei den hohlen Sprüchen...

Die Künast hat eine dermaßen schlechte Figur gemacht, dass sie nur noch bemitleidenswert war. Statt geradeheraus zu sagen, dass sie für ein komplettes Verbot von jeglichen Waffen ist hat sie herumgeschippert von wegen hier was drehen, da was rausnehmen...da habe ich sogar schon dem Waffentypen das Ganze eher abgekauft, der hatte wenigsten Ahnung von was er da sprach auch wenn ich ihm inhaltlich nicht beipflichten konnte. Der aber war wenigstens grade heraus.

Dann der "Gamer" hat wohl die mieseste Show der Welt abgeliefert. Von wegen der Mensch hätte ein "Grundbedürfniss nach Gewalt", danke du Vollidiot, das ist für die Herrn Pfeiffer und wie sie alle heißen natürlich ein gefundenes Fressen, zumal er nicht mal ordentlich pro-Videospiele argumentieren konnte sondern immer nur gesagt hat dass ein Verbot so oder so schelcht sei. wow, toll! nud argumentiert danna uch noch mit "den alten römern" die er als Beleg für das Bedürfniss nach Gewalt (siehe Gladiatorenkämpfe) anführt...argumentiert also dass eine kulturelle Ebene vor über 1500 Jahren Beleg dafür ist dass die hetigie Kultur genauso sei. Argumentative Meisterleistung Herr "Gamer".


Der Innenminister von Niedersachsen macht den "Gamer" dann auch noch total empört an weshalb man denn solche SPiele überhaupt spielen muss und dass es doch total unverantwortlich sei. Ignoriert adbei aber die Tatsache, dass die meisten "Killerspiele" gar nicht aus Deutschland kommen, als könnt der "Gamer" irgednwas dafür, dass es diese Spiele auf dem Markt nun mal gibt.

Alles in Allem mal wieder leichtgespültes Fernsehen vom Feinsten.
 
Peiper schrieb:
Naja, Sportwaffen sind ja auch nicht das Problem.
Auch nicht wenn ein Jäger eine oder zwei Handfeuerwaffen hat.
Da ginge es eher wieder darum besser zu kontrollieren warum der Jagdschein beantragt wird. Und im nachhinein vielleicht noch ob dieser bei Jagden auch aktiv ist.

Es kam ja auch zur Diskussion ob und warum man mit großkalibrigen Waffen 'Sport' treiben muß und ob das überhaupt als Soert zu sehen ist.
Im Panorama kam gestern auch noch ein Bericht über IPCS-Vereine.
Das hat mit Sport im eigentlichen Sinne nichts mehr zu tun.
Sah aus, und ist es wohl auch, wie eine paramilitärische Ausbildung.

Alleine am Wikipedia Eintrag für diese kann man sehen wie engagiert diese Lobby ist.

Liest sich wie ein Werbebeitrag aus einem Waffenmagazin.

http://de.wikipedia.org/wiki/International_Practical_Shooting_Confederation

Das wäre mal ein guter Ansatzpunkt.

Paramilitärische Ausbildung? Na klar - und wenn die fertig sind, ziehen die gegen, ähm, Berlin...oder so...
 
Zuletzt bearbeitet:
die politiker machen grade die gamer zu neudeutsch "opfern", durch üble nachrede und ausgrenzung.
bekanntermaßen werden immer leute zu "opfern", die sich nicht wehren können oder wollen.

nur mal angenommen es wäre den politikern ernst mit der forderung nach gewaltarmen games, wer wäre denn dann der richtige ansprechpartner? die konsumenten? oder die anbieter?? knickknack?!

wie war das denn damals mit crytek: einige politiker, glaube auch stoiber war darunter, haben diese firma heftig angegriffen. crytek lässt daraufhin verlauten, dass sie sich überlegen, nach osteuropa zu gehn, seitdem wurden sie in ruhe gelassen.

was kann der gamer also machen? immerhin leben wir in einer demokratie, und dann kann sich jeder überlegen, welcher partei er seine wertvolle wählerstimme gibt.... nicht.
 
Leider existiert im Moment NOCH keine "Gamerpartei", noch eine, die die Interessen von uns Spielern auch nur ansatzweise unterstützt. Soll das heißen, wir dürfen überhaupt nicht mehr wählen gehen?
 
Hm...hört sich jetzt irgendwie so an, als ob euch außer den Spielen gar nichts wichtig wäre bei der Wahl...
Obwohl...wenn wirklich nichts anderes mehr wählbar ist (und mir fällt's von Wahl zu Wahl schwerer, eine Entscheidung zu treffen), dann könnte das doch noch eine Alternative sein...
 
es ärgert mich einfach: ein gutes internet-match ist erstmal funny, aber es ist auch anstrengend und in gewisser weise eine mentale leistung
dass man dafür keine anerkennung bekommt, ist halt so, wayne, aber in eine schublade gesteckt zu werden, das geht einfach zu weit

mal abgesehn das wählerstimmen bares geld wert sind :rolleyes:
 
Kottenpipel schrieb:
Leider existiert im Moment NOCH keine "Gamerpartei", noch eine, die die Interessen von uns Spielern auch nur ansatzweise unterstützt. Soll das heißen, wir dürfen überhaupt nicht mehr wählen gehen?

Anstatt über die Politik zu schimpfen, könnte man auch selber in die Politik gehen.
aber irgendwie wollen das die Meisten dann doch nicht.
 
walter09 schrieb:
es ärgert mich einfach: ein gutes internet-match ist erstmal funny, aber es ist auch anstrengend und in gewisser weise eine mentale leistung
dass man dafür keine anerkennung bekommt, ist halt so, wayne, aber in eine schublade gesteckt zu werden, das geht einfach zu weit

Stimmt! Nicht, dass das ausschließlich Gamer betreffen würde, aber die betrifft es auch. Vor dem Menschen-in-Schubladen-stecken sollte man sich generell hüten. Auch Gamer sollten sich davor hüten (ich mein jetzt nicht dich).
 
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