Amoklauf in einer Realschule im baden-württembergischen Winnenden

Ich denke da kann man nicht großartig vorbeugen - egal was man macht oder nicht.
Egal wie gut es der Person/Gesellschaft geht oder auch nicht, es wird immer Amokläufer geben.

Ich kapsel mich auch von meiner Familie und der Gesellschaft ab, einfach weil ich keinen Bock hab mich deren Idealen anzupassen und andere Auffassungen vertrete, und trotzdem bin ich kein potentieller Amokläufer.

Meiner Meinung nach kann man sowas nicht ergründen, es gibt einfach zu viele Faktoren die zusammen kommen und diese kann man imo nicht ansatzweise analysieren und interpretieren.

Sowas tritt heut einfach nur (mehr als früher) in den Vordergrund, weil die Medien es aufziehen und bis zum letzten Quäntchen Gewinne und Aufmerksamtkeit daraus ziehen wollen.

Btw. Das hat nix mit der Dummheit der Deutschen zu tun...
 
Wäre es Staat und den Menschen möglich, isolierte Einzelgänger näher zu beleuchten, würden sie es gerne tun. Aber im Moment läuft eher der umgekehrte Prozess ab: Jeder zieht sein Ding ab, ist mit gewissen Menschen eine Zeit lang zusammen (vgl. Ehe vs Lebensabschnittsgefährten) und kümmert sich um seine eigenen Belange.

Und man kann nichts, rein gar nichts, dagegen tun. Wir sind eine Gesellschaft aus 82 Millionen Menschen, viele davon in Städten, wo man keine drei Worte mit seinem Wohnungsnachbarn im Monat wechselt.
 
Ich kapsel mich auch von meiner Familie und der Gesellschaft ab, einfach weil ich keinen Bock hab mich deren Idealen anzupassen und andere Auffassungen vertrete, und trotzdem bin ich kein potentieller Amokläufer.
Ich finde schon :). Mach dich mal auf Besuch von der Polizei gefasst ;).

Meiner Meinung nach kann man sowas nicht ergründen, es gibt einfach zu viele Faktoren die zusammen kommen und diese kann man imo nicht ansatzweise analysieren und interpretieren.

Sowas tritt heut einfach nur (mehr als früher) in den Vordergrund, weil die Medien es aufziehen und bis zum letzten Quäntchen Gewinne und Aufmerksamtkeit daraus ziehen wollen.
Die Suche nach Erklärungen spiegelt auch ein bisschen die Ohnmacht der Gesellschaft wieder. Letztendlich ist es wohl so, dass es einfach Risikofaktoren gibt, die selbst nicht ausschlaggebend sind.
 
Bayerns Innenminister Herrmann sagte der "Welt am Sonntag" zum Thema Computer-Killerspiele: "Die freiwillige Selbstkontrolle der Spieleindustrie funktioniert nicht richtig. Ich erwarte, dass die Bundesprüfstelle wesentlich schärfer hinschaut, was auf dem Markt ist." Bisher werde die Freigabe "sehr großzügig gehandhabt", obwohl ständig über Killerspiele geklagt werde
Der ist ja lustig. Laut seinen Ansichten muss also nur lange genug über etwas geklagt werden, damit es verboten werden muss. Vielleicht möchte er sich auch mal lang und ausgiebig über die Nichtwähler der CDU beklagen. Wäre doch ne tolle Idee, um mal wieder die absolute Mehrheit im Parlament zu erlangen.

Die FSK funktioniert also nicht richtig ?
Ich kenn noch andere Sachen, die nicht richtig funktionieren. Zum Beispiel das Gesetz, welchs den Besitz und die Aufbewahrung von Waffen und Munition regelt. Zum Beispiel die Medien, die uns tagtäglich berichten er hätte Killerspiele gespielt, aber nicht allzuviele Worte darüber verlieren, dass er mit der Waffe zuvor regelmässig auf dem Schießstand war, oder aber das sämtliche Amokläufer seit Erfurt aus "Sportschützen"-Familien stammten. Ganz schlecht funktionieren scheinbar auch Politiker, die sich wieder auf eine polemische und karrierefördernde Debatte einlassen und - ähnlich wie die Medien - diese unbedeutenden Feinheiten gerne unter den Tisch fallen lassen. Aber ist ja auch logisch: Wer seinen Wähler mit der Wahrheit überfordert, der muss befürchten, dass dieser bei der Stimmabgabe so verwirrt ist, dass er eine falsche Partei wählt.

Interessant auch, was Herr Köhler dazu zu sagen hat:
Bundespräsident Horst Köhler hat schärfere Bestimmungen für gewaltverherrlichende Killerspiele gefordert. "Sagt uns nicht der gesunde Menschenverstand, dass ein Dauerkonsum solcher Produkte schadet? Ich finde jedenfalls: Dieser Art von 'Marktentwicklung' sollte Einhalt geboten werden"
Der gesunde Menschenverstand hat schon vielen Leuten eine ganze Menge gesagt. Zum Beispiel dass die Ausländer uns die Arbeitsplätze wegnehmen, oder dass Kondome das Aidsproblem verstärken. Interessant ist hier die Frage, ob ein nicht-gesunder Verstand bemerkt, dass er nicht gesund ist. Ich vermute, dem ist eher nicht so. Das Prädikat "Vernunftbegabt" kann man ja leider nicht jedem einfach so ausstellen...

Eltern und Angehörige von Opfern hätten ihm gesagt: "'Wir wollen, dass sich etwas ändert.' Meine Damen und Herren, das will ich auch, das sollten wir alle wollen. Und da ist nicht nur der Staat gefordert." Es sei auch "eine Frage der Selbstachtung, welche Filme ich mir anschaue, welche Spiele ich spiele, welches Vorbild ich meinen Freunden, meinen Kindern und Mitmenschen gebe", sagte das Staatsoberhaupt. Man müsse auch "Nein" zu Dingen sagen, "die man für schlecht hält - auch wenn sie nicht verboten sind".
Da bin ich eher unbesorgt. Der Staat wird schon dafür sorgen, dass jeder Bürger genau das Level an Selbstachtung erreicht, was gesetzlich vorgeschrieben ist. Da brauchen wir den Bürgern das Selbstdenken gar nicht überlassen, das macht nun Herr Schäuble und Konsorten.

Quelle
 
Zuletzt bearbeitet:
Da hat unser Bundespräsident recht. Nach einem Amoklauf wird aufgrund der Hilflosigkeit immer nach einer höheren Instanz gerufen, die das verhindern müsste. Hier kommt nur der Staat infrage, da alle anderen Instanzen wie Eltern, Schule, Medienanbieter und Täter sich ja ständig ändern.

Ich frage mich, ob wir überhaupt einmal die Reife erreichen, einzusehen, dass ein Amoklauf nicht zu verhindern ist.
http://www.stern.de/panorama/:Amoklauf-S%FCdafrika-Sch%FCler-Machete-Blutbad/658693.html#rss=all
http://www.stern.de/panorama/:Oakland-Mann-Polizisten/658665.html#rss=all
 
Odium schrieb:
... Ich frage mich, ob wir überhaupt einmal die Reife erreichen, einzusehen, dass ein Amoklauf nicht zu verhindern ist.

... Amokläufe an Schulen und von Schülern (oder von denen die die Schule gerade hinter sich haben) ist erst im 20. Jahrhunder aufgetreten. So gesehen kann man Amokläufe ansich nicht verhindern, sich aber Fragen, warum diese neue Form enstanden ist.
 
Mein erster Gedanke, als diese schreckliche tat passierte war (Killerspiele) xD. Ich hab es sofort gewusst das es nun wieder an der Zeit war. Es ist so leicht auf etwas zu zeigen was man nicht kennt, als ob das Spiel irgend wen umgebracht hat. Absolut absurd und unlogisch.
Also Ich denke es ist super klar mit was der Täter die Menschen umgebracht hat-->Waffen ganz eindeutig, aber ich will jetzt nicht sagen wir müssen alle Waffen verbieten, das wäre genauso schwachsinnig (Ich meine von mir aus kann man sie auf der ganzen Welt verbieten, denn sie sind zu nichts guten da) ->andererseits ist es eine Sache der Unmöglichkeit und ob es was bringt sei auch dahingestellt, dann nimmt man sich ein Küchenmesser oder was auch immer xD .Es ist genauso unmöglich zu sagen wir verbieten jetzt alle Egoshooter. Hier in Deutschland sind die Spiele schon sehr stark zensiert, wie weit will man uns Volljährige den noch einschränken?
Ich bin Volljährig und muss mir Produkte kaufen die wo anderes unzensiert sind und das zum Vollpreis hier, naja egal...
Die Sache ist auch wenn sie die Spiele verbieten kann man sich diese anderweitig besorgen durch Importe oder auch von diversen Seiten [Filesharing]. Also ist das eine Sache der Unmöglichkeit und ob das einen Menschen hindert diese tat zu begehen ist sehr fraglich, aber wirklich sehr. Ich denke mal die Menschliche Sichtweise ist zu beschränkt um es wirklich zu analysieren und zu kapieren oder man weiß es und will es nicht wahr haben. Dieser Mensch war einfach psychisch Krank und sein ganzer werdegang ist an diesem Unglück Schuld, deswegen kann man noch so viel rumüberlegen und denken und noch weiter denken und noch tausendmal Killerspiele sagen. Schlussendlich hat man dennoch keine Lösung. So ist das man versucht krampfhaft eine Lösung zu finden für ein Problem das man nicht Lösen kann-->ja Killerspiele das wird es sein --> ist es aber nicht.
 
nicoc schrieb:
... Amokläufe an Schulen und von Schülern (oder von denen die die Schule gerade hinter sich haben) ist erst im 20. Jahrhunder aufgetreten. ...

These: ich wette, das ist auch schon hunderte Jahre früher vorgekommen, nicht ungebdingt mit Schusswaffen, sondern mit Messern, Äxten, Gartengeräten oder anderen "Werkzeugen". Heute sind wir nur besser darüber informiert.
 
... dass im alten Ägypten oder im Jahre 786 nach Christi schon mal ein Schüler Amok gelaufen ist, ist zumindest Geschichtlich nicht überliefert. Da kann man spekulieren. Wenn man sich an überlieferte Fälle hält ist "Ernst August Wagner" einer der Ersten (http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_August_Wagner). Allerdings kein (junger) Schüler und seine Taten liefen auch nicht in einer Schule ab. Erschreckend ist vielleicht, dass er in Winnenden gestorben ist.
 
Gewaltspiele gehören nicht in Kinderhände: Studie ortet eine höhere Gewaltbereitschaft

* Spielwelten bleiben vorwiegend männliche Domäne
* Pauschale Verurteilung laut Autorinnen aber falsch

Der Amoklauf von Winnenden hat wieder einmal den Einfluss von Video- und Computerspielen mit brutalem Inhalt in Diskussion gebracht. Zwei Studien von Wiener Bildungspsychologinnen unter der Leitung von Christiane Spiel zeigen nun, dass Jugendliche, die sich mit gewalthaltigen Video- und Computerspiele beschäftigen, deutlich häufiger aggressives Verhalten an den Tag legen als jene, die sich gewaltfreien Spielen widmen. Die Wissenschafterinnen sprechen sich deshalb für "Null Toleranz für Gewaltspielkonsum" aus: "Gewalthaltige Spiele schaden und sollten von Kindern und Jugendlichen ferngehalten werden."
..................

Da gibt es auch noch einige weiterführende links zu dem Thema.

Aber mal sehen wann die Politiker auf diese "Studie" anspringen und sie sich passend machen.
 
Sie können eine Studie nach der anderen veröffentlichen, es wird daran kein eindeutiges Ergebnis durchsickern.
Aber natürlich werden sich "hohe" Personen daran festbeißen wollen.
 
Die Sache die mich unglaublich ankackt an den Amokläufen ist es plötzlich immer das Thema Nr.1 ist und monatelang irgendein Scheiß diskutiert wird und letztendlich nichts passiert, während bei mindestens genauso schlimmen Ereignissen in der Zeitung ein kleiner Artikel ist...Stichwort "Familiendrama", liest man gar wöchentlich in der Zeitung und kein Arsch interessiert sich dafür wieso da ein Typ seine ganze Familie abschlachtet.
 
Mir sind "Killerspiele" nicht wirklich wichtig, ich finde die Empörung um ein eventuelles Verbot hier auch etwas übertrieben.
Soo wichtig kann doch überzogene Gewalt in PC Spielen gar nicht sein.
Die Zusammenhänge zwischen echter Gewalt und Killerspielen sind unklar, es könnte also eine Verbindung geben.
 
DugDanger schrieb:
Mir sind "Killerspiele" nicht wirklich wichtig, ich finde die Empörung um ein eventuelles Verbot hier auch etwas übertrieben.
Soo wichtig kann doch überzogene Gewalt in PC Spielen gar nicht sein.
Die Zusammenhänge zwischen echter Gewalt und Killerspielen sind unklar, es könnte also eine Verbindung geben.
Es könnte aber auch keine geben.
Die Kritik in diesem Thread richtet sich eh nicht gegen ein Verbot von Killerspielen an sich, sondern es geht generell um den Aktionismus der hier begangen wird. Bei dem nicht erkennbar nach Ursachen geforscht wird sondern Politiker und Medien vorschnell aus Populismus in typische Denkmuster zurückfallen. Bei der Zeit und Ressourcen verschwendet werden um Veranstaltungen wie LAN Partys von Staats wegen zu verbieten, anstatt die Energie darin zu investieren, über die tatsächlichen Ursachen nachzudenken. Hier werden maximal Symptome bekämpft, keine Ursachen.
Die Killerspieldiskussion fand schon statt bevor überhaupt klar war wieviele Opfer der Täter gefordert hatte oder ob er lebendig oder tot ist. Das ist vollkommen Unsachlich, es kriminalisiert Millionen von Videospielern und letztenendes ist es schlicht eine Frechheit, mit der versucht wird uns für dumm zu verkaufen. Es geht um Aussagen wie "Schärfere Waffengesetze nützen nichts und ausserdem kann das eh niemand kontrollieren, verschärfen wir doch die Videospielgesetze" von Herrn Schäuble. Oder wie uns der Amoklauf von den Medien präsentiert wird. Wie Pro 7 in ihren "Nachrichten" in eine Randnotiz vermerkt, dass der Täter mit der Tatwaffe regelmässig auf dem Schießstand trainierte, während sie den Großteil des Beitrags dafür nutzten über FarCry 2 zu berichten, inklusive Spielszenen und Interview. Das Christian Preiffer bereits Mittwochs Mittags, am Tag des Amoklaufs, in einer ARD Talkrunde eingeladen war mit dem Untertitel "Was macht das Internet und Videospiele aus unserer Jugend". Das ist Volksverdummung und es macht mich tierrisch wütend, wie hier gezielt Informationen verbreitet und zurückgehalten oder verfälscht werden, wie aus Berechnung unlogische Schlüsse gezogen werden und der Bevölkerung präsentiert werden, weil es förderlicher ist für die Karriere oder die Einschaltquoten.

Das ist der Punkt, um den es hier geht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, es gibt eben keine eindeutigen studien über den Zusammenhang.
Ich kann mir schon vorstellen, dass junge, weniger gefestigte Leute die überzogenen Gewalt in Video Spielen abstumpfen lässt.
Sicher bekämpft man mit einem Verbot nicht die Ursachen, aber wenn ein Amoklauf Ausdruck eines Symtomes sein kann, dann würde ich versuchen, auch nur dieses Symptom mit allen Mitteln zu bekämpfen.
Und dann sollte man sich wirklich die Frage stellen - ist übertriebene Gewalt in Video Spielen wirklich so wichtig - und - auch wenn es nicht erwiesen ist, besteht die Möglichkeit, die ein oder andere Gewalttat dadurch zu verhindern -

Das ist der Punkt, um den es mir hier geht.

Schön das du mit deinem Spruch - Das ist der Punkt, um den es hier geht. - scheinbar weisst worum es ALLEN hier im Thread geht, mich dann aber bitte ausgeschlossen.
 
Und in wiefern hilft das bekämpfen eines Symptoms (ich ziehe mich zurück und spiele Videospiele) den betroffenen Personen ? Und finden diese Leute nicht andere Katalysatoren für ihre Wut, wenn sie keine Videospiele mehr zur Verfügung haben ? Vorrausgesetzt, es gibt überhaupt eine Verbindung.

Wie du schon sagst: Es gibt keine eindeutigen Studien. Was lässt sich also bei objektiver betrachtung daraus ablesen, ausser das wir wissen, dass wir es nicht wissen. Dass Schäuble, Pfeiffer und Co. natürlich nur die Studien benennen die ihren Standpunkt unterstützen ist doch klar. Von einem Kreuzzügler wie Pfeiffer erwarte ich auch keine Objektivität, der ist viel zu vernarrt. Videospiele sind sein weißer Wal. Und grade Pfeiffer erfährt oftmals aus wissenschaftlichen Kreisen enormen Gegenwind, aber er ist einfach nur der Typ, der immer am lautesten brüllt. Und auf solche Leute greifen die Medien immer gerne zurück, da kann der Mann erwiesenermaßen noch so oft unsachlich und schlicht falsch liegen.

Und was DU dir vorstellen kannst oder nicht sei mal dahin gestellt. Das ist auf jedenfall keine Grundlage für irgend eine Entscheidung, die gefällt werden müsste. Das ist letztenendes genauso unsachlich wie dass meiste, was uns derzeit in den Medien präsentiert wird.
 
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Nossi schrieb:
Und was DU dir vorstellen kannst oder nicht sei mal dahin gestellt. Das ist auf jedenfall keine Grundlage für irgend eine Entscheidung, die gefällt werden müsste. Das ist letztenendes genauso unsachlich wie dass meiste, was uns derzeit in den Medien präsentiert wird.

Grundlage für eine Entscheidung kann durchaus der gesunde Menschenverstand sein. Man muss und kann nicht jede Entscheidung einzig und allein auf empirisch belegbare Fakten stützen. Speziell wenn man sich in Bereiche begibt die sich wissenschaftlich so gut wie gar nicht erfassen lassen.

In so fern ist auch die Aussage Köhlers bei der Trauerfeier in Winnenden genau richtig. Es sagt einem der gesunde Menschenverstand, dass es nicht richtig sein kann, dass man in Videospielen die Gewalt gegen menschliche Wesen in jedem Detail auskosten kann.
Wir kultivieren nach und nach die Werte die mit unseren Menschenrechten einher gehen und schaffen auf der anderen Seite Spiele die all das mit Füßen treten.

Es ist durchaus denkbar, sogar schlüssig, dass Menschen durch den Konsum dieser Gewalt negativ in ihrer Entwicklung beeinflusst werden können.
Positiv aber in keinem Fall (Hand-Augen Koordination sind kein Argument, denn die gäb es auch wenn man in dem Spiel Paintball nachspielt) ...

Und wenn man diese Abwägung sieht, dann gibt es in meinen Augen keinen triftigen Grund der gegen ein Verbot spricht.
 
Es ist eine Frage der Definition und wo Grenzen gezogen werden. Wer bewertet das? Würde man nun sämtliche Medien verbieten, in denen Menschen sterben, hätten wir einen ziemlich leeren Markt vor uns. Seien es Bücher, Filme oder Spiele. Ich sage bewusst "Medien", da gerne übersehen wird, dass es woanders teils noch dreckiger als in Games zugeht. Nur ist das schon Gewohnheitssache und seit Jahrezehnten konsolidiert, wozu also noch darüber reden?

Weiterhin wäre das auch alles sehr realitätsfremd. Streben muss jeder einmal. Ist Thin Red Line jetzt ein schlechter Film oder befasst er sich sehr gut mit dem Thema "Tod"? Ich finde jedenfalls, dass wenn überhaupt eine Diskussion geführt werden soll, es Medienübergreifend geschehen sollte. Ansonsten bringen nämlich sämtliche mögliche Maßnahmen gar nichts sondern verlagern das Problem nur. Aber man hat mal wieder was "bewegt". :rolleyes:
 
Zitat Adam Smith: "Wir kultivieren nach und nach die Werte die mit unseren Menschenrechten einher gehen und schaffen auf der anderen Seite Spiele die all das mit Füßen treten."

Man muss bedenken, dass die Freiheit auch etwas mit unseren Menschenrechten zu tun hat: allgemein die Freiheit, etwas (die Spiele, z.B.) zu genießen, aber besonders die Freiheit, etwas (die Spiele, z.B.) herzustellen und zum Verkauf anzubieten - sozusagen die Freiheit des Geschäfts. Unsere Gesellschaft hält viele Angebote bereit für seine Bürger, die sich im ihrem Berufsleben nicht gering aufreiben und schädigen, und gegen eine einseitige Belastung in ihrer Arbeit auf der Suche nach kompensatorischen 'Aktivitäten' sind: manche treiben es mit Kultur oder Sport, nicht wenige aber mit Alkohol oder anderen schädlichen Sachen. Oft richtet man sich damit zugrunde, was soll's. Dabei gleich von Verboten zu reden, ist schon verräterisch in Hinsicht auf die 'Freiheit', die von den selben so hoch gehalten wird. Die Ursache der Gewalt liegt nicht in den Spielen wie auch nicht im Mobbing. Killerspiele, Mobbing, etc. sind nur Erscheinungen und keine Ursache. Wer trinkt will nicht grundlos trinken, sondern will sein Unglück und Erschöpfung (sich nicht als Menschen empfinden) vergessen. Daher ist die Ursache anderswo zu suchen: ob diese im Menschen selbst liegt als menschliche Unvermögen oder in der auf Zwang (=Unfreiheit=Form der Gewalt) beruhenden Gesellschaft, ist nur eine Frage des Glaubens.
 
zitat Wintermute

wenn überhaupt eine Diskussion geführt werden soll, es Medienübergreifend geschehen sollte

Das halte ich für die Richtige Richtung.
Es sagt doch schon einiges über unsere Gesellschaft aus, das einige Leute Splatter Movies und - ich nenns mal platt - "Killerspiele" konsumieren (müssen).

Was Schäuble und Pfeiffer oder die "Medien" zu dem Thema sagen kratzt mich nicht viel - aber wie Adam Smith schon sagte, mir reicht der gesunde Menschenverstand um zu sagen - Excessive Gewaltorgien in Medien aller Art fördern das friedliche Zusammenleben nicht.

Das heisst nun nicht, dass man diese verbieten sollte, aber einen Denkanstoss sollte es den "eisernen Befürwortern" schon bieten.
 
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