Anschlusskabel: Sind anders verarbeitete Anschlüsse gleich ein besseres Kabel?

Hyourinmaru

Lt. Commander
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Hallo Leute, alle möglichen Kategorien, habe aber keine gefunden, wo mein Anliegen reinpasst.

Und zwar geht es mir um Anschlusskabel aller Art, also Netzwerkkabel, Monitorkabel, Soundkabel, und und und...

Es wird ja immer gesagt, dass vergoldete Anschlüsse resistenter gegen Korrosion sind und den Kontakt "verbessern" sollen im Vergleich zu den Standardkabeln, die man immer mitgeliefert bekommt.
Aber macht es das Kabel wirklich besser? Ein Arbeitskollege hat mir gesagt, dass die vergoldeten Anschlüsse kokolores sind, wenn nicht auch die Leiter aus einem entsprechend anderem "besserem" Material bestehen.

Sind also Kabel, die vergoldete Anschlüsse und eine gute Abschirmung besitzen vollkommen ausreichend, oder sollte man tiefer in die Tasche greifen und Kabel kaufen, die auch besser verarbeitete Leiter besitzen?
Anwendungsgebiet wäre eben wie erwähnt alles von Netzwerkkabeln bis zu TV-Verbindungen a la HDMI, Component , USB und dergleichen.

MfG Hyourinmaru
 
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Ist das Kabel in Zeiten digitaler Datenübertragung nicht sowieso relativ egal? Also im Sinne von, entweder es kann übertragen oder eben nicht. Also anders als zu Zeiten von VGA oder SCART etc. bei denen noch analog übertragen wurde.
 
das einzige was eigentlich wichtig ist, dass die adern im kabel gut und abgeschirmt sind.
ob in deiner wohnung ein extrem raues klima herscht, und damit auch goldene anschlüsse rechtfertigt, das musst du selber entscheiden.
 
Kabel sind bei digitaler Übertragung nicht automatisch völlig egal, aber sie sind weniger wichtig.

Vergoldete Anschlüsse machen nicht automatisch das gesamte Kabel besser sondern sind eben nur ein Korrosionsschutz. Es ist ein Merkmal von vielen das ein Kabel besser machen kann, man sollte auf alles schauen wenn man gute Kabel will... andererseits sind die meisten "Premium-Kabel" wirklich nur Tinnef...

Wichtig ist das die Spezifikationen der Kabel angegeben sind (teilweise als Cat X angegeben, zumindest bei Kabeln für digitale Übertragung, das gibt die mögliche Bandbreite an) und das man nicht von 0815 NoName kauft so das man sich auf die Einhaltung der Spezifikation auch verlassen kann.
 
die Verbindungsstellen zwischen Stecker/Buchse müssen einen Kontakt haben und der sollte einen möglichst geringen Übergangswiderstand haben.
da hilft natürlich ein Material das nicht so schnell oxidiert. Wenn du da reines Kupfer nehmen würdest, dann wäre da nach einiger Zeit eine dicke Schicht Grünspan drauf und es gibt keinen Kontakt mehr oder immer mal Aussetzer.
mit dem Material des eigentlichen Leiters hat das nichts oder nicht viel zu tun.
 
Es kommt sicherlich nicht nur auf die Anschlüsse an, sondern auch auf die Fertigung des Kabels selbst, z.B. bei der Datenübertragung gibt es schon enorme Unterschiede bei den Kabeln.


Grüße
 
Und wie schaust du in das Kabel rein um beurteilen zu können, ob die Kabel hochwertiger verarbeitet sind? Vertrauen auf Markennamen? Lasse dir gesagt sein, dass auch große Kabelfirmen solche Standardkabel für USB und HDMI nicht in Deutschland produzieren, sondern in Fernost. Solche Kabel sind echt nichts besonderes, da braucht man kein besonderes Know How oder Maschinen. Und wenn vielleicht noch Arbeitsgänge wie konfektionieren in der EU statt finden, dann kommt das Vormaterial trotzdem noch von dort wo es günstig ist.
 
Aber Firmen die etwas auf ihren Namen halten dürften zumindest eine bessere Qualitätskontrolle haben. Wobei ich da mittlerweile wenn es um Kabel geht auch Amazon dazu zähle ;-) Die Amazon Basics kann man eigentlich bedenkenlos kaufen.
 
Das schon, aber gerade bei diesen Consumerkabeln kennt man doch den Hersteller gar nicht. Bei einem (Verlege)Netzwerkkabel kann man beispielsweise ein Draka, Nexans, LEONI, etc. Kabel nehmen und auf den Namen vertrauen. Aber bei einem HDMI oder USB Kabel? Wer hat das zusammengebastelt? Wird schwer herauszufinden. Mit den Amazon Basic Kabeln habe ich auch gute Erfahrungen gemacht (sprich, die funktionieren wie sie sollen). Und wenn nicht, zurück schicken und eine neues bekommen.
 
Mit Vivanco hab ich bisher auch recht gute Erfahrungen gemacht, auch wenn man mal evtl. nen Euro mehr für den Namen drauf legt ;-) Ist mir aber lieber als das was mir mit meinem ersten DisplayPort Kabel passiert ist... hab da auf die schnelle ein billiges genommen und dann ist mir der Stecker auseinander gefallen als das Kabel noch im Monitor war... viel Spaß dabei die Verriegelung so zu lösen :-(
 
EIn audiophiles Netzwerkkabel? Das stempel ich mal alf Hifi Voodoo ab. Und da gibt es ja noch abgedrehtere Sachen. Aber hey, wenn der Auftraggeber bezahlt wird es gefertigt. Kein Problem. Wer da Geld ausgeben möchte, kann sich ja mal bei Jenving umsehen. Die verkaufen da auch alles mögliche mit irgendwelchen kruden Premium Aufschlägen.


[...] LoRad MkII is a development of the Lorad concept, now with even improved shielding properties, flexibility, bend-resistance and strength.This will typically result in a cleaner sound and more accurate transients, which in turn give you a tighter bass, better 3-Demension presence and stereo definition. Closer to the truth.[...]
Es geht hier natürlich um einen Kaltgerätestecker.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Kabel unterschiedlich sind habe ich erst am Wochenende wieder feststellen dürfen:

Ich habe ein original Daten- /Ladekabel von Nokia - Länge 120 cm // und ein Daten- /Ladekabel von BlueRigger - Länge 180 cm

Das von BluRigger ist hochwertiger von den Steckern, Material, etc.

Mit diesem Kabel wird mein Smartphone 10% / Stunde schneller geladen, als mit dem original Nokia Kabel.

Den Innenaufbau kenne ich natürlich nicht. Hätte da BluRigger jetzt die gleiche Länge wie das Nokia, wäre der Unterschied womöglich noch größer.

Qualität zahlt sich manchmal aus - muss aber nicht jedesmal so sein.


Grüße
 
Ich habe meinen Monitor etwa 4m Luftlinie von meinem PC entfernt stehen. Wenn man das Kabel schön in der Fußleiste verlegt sind das schnell mal 7m Kabellänge.
Ich habe bis heute kein Kabel gefunden was bei 7m noch einen so guten Pegel hat, dass Display Port auf der höchsten Bandbreite läuft, was ich für WQHD und 144Hz/3D benötige.
Für die Digital Technik ist eine Eins ein High Signal was elektrisch 5V gleichkommt. High Signal wird in etwa ab 3,7V bis 5,5V erkannt. Low Signal von 0V bis 2,5 oder so (bitte jetzt nicht daran festmachen)
Wenn man jetzt 5V anlegt und hat ein langes Kabel kann hinten vielleicht nur noch 4V ankommen. Jetzt kommt noch dazu dass das umschalten ein langsamen hoch oder runterfahren der Spannung ist. Staucht man diese "Kurve" kann innerhalb der festgelegten Zeit das Signal vielleicht noch nicht wieder als High oder Low erkannt werden.
Deswegen prüft Display Port wie hoch der Pegel am Ende ist und stellt die Abtastrate entsprechend runter, sprich die Bandbreite wird deutlich reduziert.
Das Kabel was ich jetzt dran habe ist ein ~80€ 5m Kabel, welches nach drei Versuchen das erste Kabel war, was die volle Bandbreite ermöglichte.

Mein Fall mit der hohen benötigten Bandbreite und der großen Länge ist aber ein Extremfall.
Soll aber nur verdeutlichen dass auch gute Kabel notwendig sein können.
Gold hilft hier aber leider gar nicht. Entscheidend ist hier Kabelquerschnitt, Schirmung und Übergangswiderstände beim Stecker.
 

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