Leserartikel Antlion Audio ModMic USB & Uni: Das aktuelle Line-Up im Test

TheOpenfield

Commander
Dabei seit
Jan. 2015
Beiträge
2.760
Review: Antlion Audio ModMic USB & Uni

verfasst von TheOpenfield


Vorwort

Zunächst möchte ich mich bei Joseph Lieberman (Director of Marketing, Antlion Audio) für die Bereitstellung der Testsamples bedanken, was mir diesen Test ermöglicht hat. Er stand mir zudem bei Rückfragen schnell und kompetent zur Seite.

Ich bin ein sehr audiophiler Mensch, was die Nutzung eines gängigen "Gaming" Headsets ausschließt. Und genau hier kommt Antlion ins Spiel: Mithilfe eines ModMic kann jeder audiophile Kopfhörer zum Headset transformiert werden - ein geniales Konzept! Antlion hat schon mit den vorherigen Versionen bewiesen, dass sie sowohl bei der Aufnahmequalität, als auch bei der Verarbeitung punkten können. Nur die Preisgestaltung ist seit den letzten Revisionen zum Thema geworden und wird auch in diesem Test beleuchtet. Ich habe bereits das ModMic Wireless und 5 unter die Lupe genommen - dies stellt damit die Ausgangslage für den Testbericht dar und gibt mir die Gelegenheit, einen direkten Vergleich zu ziehen. Mit der Einführung des ModMic USB & Uni wird das aktuelle Line-Up von Antlion komplettiert und jeweils die kabelgebundenen Vorgänger ModMic V5 und V4 ersetzt.

Dank Caseking.de gibt es auch einen Vertrieb in Deutschland. Das ModMic USB und ModMic Uni kann dort momentan für einen Preis von 89,90 € bzw. 59,90 € erworben werden. Ersteres ist folglich etwa 10 Euro teurer als der Vorgänger ModMic 5, und das ModMic Uni etwa 5 Euro teurer als der Einzel-Kapsel-Vorgänger ModMic 4.

Auch dieser Lesertest ist wiedermal kongruent zu meinen bisherigen Berichten aufgebaut. Da sich Aufbau und Ergonomie nur geringfügig vom Vorgänger unterscheiden, verweise ich für detailliertere Beispielbilder auf meine bisherigen Tests.

Viel Spaß beim Lesen!


Inhalt

Lieferumfang

Aufbau und Ergonomie

Technische Features

Aufnahmequalität

Fazit



Lieferumfang

Karton.png


Die ModMics werden gut verpackt in einem kleinen Karton verschickt. Darin befindet eine kompakte Transportbox, welche einen wertigen und robusten Eindruck macht. Das äußere Material unterscheidet sich allerdings bei den Modellen - textilartig beim USB, mattes Soft-Touch beim Uni.

Transportbox.png

Inhalt.png


Neben den Mikros mit Schaumstoff-Popfilter gehören zum Lieferumfang zwei Basishalterungen mit Neodym-Magneten (N45), ein Alkohol-Reinigungstuch, zusätzliches doppelseitiges 3M-Klebepad, 5 (bzw. 10 beim USB) Kabelclips, sowie eine Anleitung. Der Lieferumfang entspricht zum Teil dem Vorgänger, wobei der (fragliche) Kabel-Sleeve des ModMic 5 nicht mehr mitgeliefert wird.

Aufbau und Ergonomie

Für diesen Test durfte mein aus den letzten Reviews bekannter Allrounder, ein Beyerdynamic DT 880 Edition mit 600 Ohm, herhalten. Die Montage des ModMics funktioniert mit der bewährten Basishalterung nach wie vor zuverlässig und schnell. Hierfür legt man den Mikrofonarm samt Basishalterung am Kopfhörer an, um die ideale Position für das Mikrofon zu finden. Anschließend wird die entsprechende Oberfläche am Kopfhörer mit dem beiliegenden Reinigungstuch gesäubert und die Halterung mit dem vorangebrachten Klebepad aufgeklebt. Vorzugsweise über Nacht, mindestens jedoch eine Stunde, sollte die Halterung nicht belastet werden, damit Stabilität gewährleistet ist. Das Mesh und die gewölbte Oberfläche des Beyerdynamics stellen kein Problem dar.

Mit der bekannten Magnethalterung hält der Mikrofonarm sicher am Kopfhörer. Der vom ModMic 5 bekannte starke Neodym-Magnet (N45) findet auch hier Verwendung und sorgt für einen sicheren Halt. Bereits vom Vorgänger vorhandene Basishalterungen können folglich auch weiterverwendet werden. Ab dem ModMic 4 und darunter sollten diese jedoch ersetzt werden, da auf schwächere Magneten zurückgegriffen wird. Man kann nun den flexiblen Mikrofonarm zurechtbiegen, um die Position des Mikrofons weiter zu optimieren. Die Arme unterscheiden sich bei beiden Modellen in der Länge, sowie der Flexibilität. Da ModMic USB lässt sich etwas leichter zurechtbiegen und ist inklusive Mikrofonkopf ein gutes Stück länger. Wie schon bei den Vorgängern kann der gesamte Arm um 90° nach oben angewinkelt werden, wenn das Mikrofon nicht benötigt wird. Dies funktioniert über die Zacken auf der Halterung einwandfrei, wobei sich dabei der Arm aufgrund der starken Magneten auch nicht unbeabsichtigt löst. Wahlweise kann das gesamte Mikrofon ohne weiteres abgenommen werden.

UnivsUSB.png


Beide Mikrofone sind erneut kabelgebunden, was die Ergonomie im Vergleich zum Wireless etwas einschränkt. Mit den Doppelclips lassen sich die Kabel der ModMics am Kabel des Kopfhörer befestigen. Dadurch erreicht man eine ähnliche Ergonomie, wie bei einem klassischen Headset - ein Kabelstrang. Der Kabelsleeve vom ModMic 5 fehlt bei den beiden Nachfolgern - dieser war ohnehin etwas mangelhaft verarbeitet und sehr steif in der Handhabung. Was man allerdings wirklich vermisst, ist die Modularität des V5. Sowohl das Uni als auch das USB kommen lediglich mit einem festen Kabel aus, an denen der Mute-Schalter fest angebracht ist. Konnte man beim V5 noch zwischen zwei Kabellängen, sowie der Integration des Mute-Schalters wählen - was bei einem Kabelbruch oder der Verringerung des Kabelzugs am Kopfhörer sehr hilfreich ist - bleibt einem bei den Nachfolgern keine Flexibilität und einer festen Kabellänge von zwei Metern bei beiden Mikrofonen. Definitiv ein Rückschritt, auch wenn es beim USB aufgrund dem für die neue Übertragungstechnik notwendigen (und zudem dickeren) Kabel nachvollziehbar ist. Die Mikrofone besitzen somit fest verbaute Mute-Schalter. Beim ModMic Uni handelt es sich um einen einfachen Schiebe-Schalter, wie man ihn bereits vom ModMic 5 kennt. Das USB hat einen Druck-Schalter mit haptischen Feedback, welcher bei aktiven Mute-Modus orange leuchtet.

Mute.png


Technische Features

Der vom Vorgänger eingeführte umschaltbare Aufnahmemodus findet sich auch beim digitalen Nachfolger wieder. Damit ist beim ModMic USB jederzeit zwischen uni- und omnidirektionaler Aufnahme per Schieberegler wählbar. Das ModMic Uni hat, wie der beerbte Vorgänger ModMic 4, nur eine einzelne Kapsel. Dabei handelt es sich um die gleiche unidirektionale Kapsel, wie sie im ModMic USB verbaut wird.

Kapseln.png


Die technischen Spezifikationen der beiden Mikrofon-Kapseln sehen folgendermaßen aus:

Omnidirektional (ModMic USB):

  • Frequenzbereich: 50 Hz - 20 KHz
  • Empfindlichkeit: -36±3 dB
  • Impedanz: 1.200 Ohm
  • SNR: 58 dB
  • Max. Eingangsschalldruckpegel: 114 dB
Unidirektional (ModMic USB & Uni):

  • Frequenzbereich: 100 Hz - 10 KHz
  • Empfindlichkeit: -36±3 dB
  • Impedanz: 2.200 Ohm
  • SNR: min. 67 dB
  • Max. Eingangsschalldruckpegel: 110 dB

Die unidirektionale Kapsel hat, wie schon beim ModMic 5 und Wireless, ein schmaleres Frequenzband, dafür eine stärkere Geräuschunterdrückung durch die unidirektionale Ausrichtung und einen Frequenzfilter zur Betonung des Haupt-Frequenzbereichs der Stimme. Das omnidirektionale Mikrofon deckt hingegen einen größeren Frequenzbereich ab, was es zwar potentiell qualitativ Überlegen macht, allerdings nicht alle Umgebungsgeräusche (Tastatur, Maus, etc.) unterdrücken kann, welche aus verschiedenen Richtungen stammen.

Nun zur interessanten Neuerung: Im Gegensatz zur altbekannten Technik des analogen ModMic Uni ist beim ModMic USB die gesamte Analog-Digital-Wandlung im Mikrofonarm integriert und besitzt eine maximale Bittiefe von 16 Bit, sowie eine Samplerate von 48 KHz - mehr als ausreichend für den geplanten Einsatzbereich. Des weiteren hat der ADC (Analog-Digital-Converter) eine Dynamic Range von 96 dB und eine Total Harmonic Distortion (+ Noise) zwischen 89 bis 96 dB. Der Nutzer ist, wie beim ModMic Wireless, nicht mehr für eine adäquate A/D-Wandlung verantwortlich. Die Qualität der Kapseln im Zusammenspiel mit dem ADC wird sich im nächsten Kapitel zeigen.

Aufnahmequalität

Schließlich komme ich zum wichtigsten Kapitel - der Aufnahmequalität. Beim ModMic Uni steigt und fällt die Qualität der Aufnahmen mit dem verwendeten Digital-Analog-Wandler. Da viele Nutzer nicht über eine (externe) Soundkarte verfügen, wird das es wohl in den meisten Fällen direkt am Onboard-Sound des PCs betrieben. Dieser ist natürlich vielen Störquellen ausgesetzt und kann in wahrnehmbaren Hintergrundrauschen resultieren, wobei es bei meinem Board sehr stark ausgeprägt ist. Beim ModMic USB fallen diese Probleme komplett weg, da es die gesamte A/D-Wandlung übernimmt und nur noch ein digitales Audiosignal am Rechner über USB ankommt.

Für den Vergleichstest habe ich eine Neewer E-10 (externe Soundkarte) und den Onboard-Sound meines Testsystems genutzt, welches aus folgenden Komponenten besteht:

  • Motherboard: AsRock P67 Extreme4 (Realtek ALC892 Audio Codec)
  • CPU: Intel i7 2600k
  • RAM: 32 GB Patriot Viper 3
  • Grafik: Nvidia GTX 980 Ti
  • Netzteil: EVGA SuperNOVA 850 T2
  • Betriebssystem: Windows: 8.1 Pro
  • Sound: DT 880 Ed. 600 Ohm am FiiO E17 (externer USB-DAC/KHV)
Die verwendeten Komponenten und eine unsaubere Masse können für störenden Interferenzen sorgen, weshalb das Ergebnis mit dem gleichen Board unterschiedlich ausfallen kann. Um den Einfluss des Gehäuses zu reduzieren, habe ich den I/O-Mikrofonanschluss des Mainboards verwendet. Das ModMic USB liefert hingegen eine vom genutzten System unabhängige Aufnahmequalität und sollte daher bei jedem identisch ausfallen.

Als erstes Hörbeispiel habe ich den omni- und unidirektionalen Aufnahmemodus beim ModMic USB verglichen, sowie den Grundrauschpegel ermittelt. Dabei wurde direkt über die WASAPI Schnittstelle mit 16 Bit / 48 KHz unbearbeitet aufgenommen.

Die Verständlichkeit ist dabei in jedem Modus sehr gut. Im Vergleich zum ModMic Wireless ist die Aufnahmequalität ein gutes Stück besser (ähnlich dem ModMic 5 mit gutem ADC). Stimmen haben nun deutlich mehr Tiefgang bei beiden Kapseln. Die Geräuschunterdrückung ist im unidirektionalen Modus besser, als beim ModMic Wireless und damit ausreichend, um Tastaturanschläge etc. in Teamspeak nicht als Sprachaktivierung zu registrieren. Im Gegensatz zu den Vorgängern ist die unidirektionale Kapsel diesmal auf einem höheren Aufnahmeniveau und bekommt daher meine Empfehlung im Alltag. Die größere SNR resultiert mit dem verbauten ADC in einem sehr geringen Grundrauschen, das im omnidirektionalen Modus im Verhältnis zur Stimme ausgeprägter ist. Die absolute Stimmen-Amplitude ist zudem deutlich höher, als im omnidirektionalen Aufnahmemodus. Das Grundrauschen ist auch bei Stille vorhanden, da der verbaute ADC anders als im ModMic Wireless keine dynamische Verstärkung verwendet.

Im nächsten Hörbeispiel habe ich das ModMic Uni an einem günstigen externen ADC und dem Onboard getestet. Da die verbaute unidirektionale Kapsel identisch ist, kommen die Unterschiede nur durch die verschiedenen A/D-Wandlungen zustande.

Auch hier ist die Verständlichkeit gut, allerdings müssen sich beide verwendeten ADC dem integrierten ADC des ModMic USB geschlagen geben. Das Grundrauschen an der Neewer E-10 ist zwar etwas geringer, der Detailgrad allerdings ebenso. Beim Onboard ergibt sich ein umgekehrtes Klangbild mit mehr Details, aber ein alltags-untaugliches Rauschen. Dennoch kommt man mit der günstigen Soundkarte auf ein akzeptables Aufnahmeniveau. Ansonsten entspricht das Klangbild, wie zu erwarten, dem des ModMic USB. Bei der Nutzung des analogen Pedanten sollte man die Wahl des ADC definitiv nicht vernachlässigen.

Fazit

Antlion hat mit der digitale Adaption des ModMic 5 einen sinnvollen Schritt für die Mehrzahl der Nutzer gemacht. Die Aufnahmequalität der Kapseln, vor allem der unidirektionalen, wurde gesteigert und mit dem Umstieg auf die digitale Übertragung bekommt jeder Käufer nun identische Aufnahme-Resultate. Die Aufnahmen sind sehr rauscharm, detailliert und aufgrund des Tiefgangs auch natürlicher, als beispielsweise beim ModMic Wireless. Die grundlegenden Qualitäten des Vorgängers wurden beibehalten, wobei die Flexibilität durch den nicht-modularen Aufbau geringer ausfällt. Preislich wurde das ModMic 5 nochmals übertroffen, was für viele das K.O.-Kriterium sein wird. Gerade weil einiges an Zubehör eingespart wurde, sowie der modulare Aufbau verworfen wurde, ist es etwas unverständlich, warum der Preis nochmals angestiegen ist. Dafür bleiben etwaige Ausgaben für einen anständigen A/D-Wandler erspart.

Für die etwas preisbewussteren Käufer bietet nun auch das Einzel-Kapsel-Model mit dem ModMic Uni die bessere Aufnahmequalität der aktuellen Serie. Die zweite omnidirektionale Kapsel werden die wenigsten vermissen, da für den angedachten Einsatzzweck die neue empfehlenswertere unidirektionale Kapsel übernommen wurde. Die Nachteile der analogen Übertragung bleiben dabei bestehen. Es ist weiterhin Aufgabe des Nutzers, für eine ausreichende A/D-Wandlung zu sorgen. Die Anschlüsse des Mainboards und günstige Soundkarten reichen hier oftmals nicht aus, um einen detailreichen und rauschfreien Ton zu bekommen. Preislich orientiert sich das ModMic Uni am ModMic 4, was sehr zu begrüßen ist.

Zusammen mit dem ModMic Wireless ist damit das aktuelle Mikrofon-Line-Up von Antlion komplett. In meinem Alltag hat sich die Wireless-Technik bewährt, weshalb trotz der besseren Aufnahmequalität des ModMic USB, der Komfort-Vorteil für mich überwiegt. Interessierte Leser verweise ich auf mein Review des ModMic Wireless.

Zum Abschluss noch die jeweils wichtigsten Punkte in tabellarischer Übersicht.

ModMic USB

Pro
Contra
  • gute integrierte und systemunabhängige A/D-Wandlung
  • hoher Preis
  • gesteigerte Aufnahmequalität der unidirektionalen Kapsel
  • weniger Flexibilität verglichen mit ModMic 5
  • omni- und unidirektionale Aufnahme in einem Gerät
  • geringere SNR der omnidirektionalen Kapsel
  • gute Geräuschunterdrückung der unidirektionalen Kapsel
  • ---
ModMic Uni

Pro
Contra
  • gute Aufnahmequalität
  • benötigt anständige A/D-Wandlung
  • gute Geräuschunterdrückung
  • ---
Feedback und Fragen sind hier im Thread erwünscht!
 
Zuletzt bearbeitet:

Der Kabelbinder

Captain
Dabei seit
März 2009
Beiträge
3.192
Schön geschriebenes Review!

Was hälst du mal von Vergleichen mit anderen Mikrofonen?

Zum Beispiel so was hier:
The Best Cheap Lavalier microphone for £1 $1
Seriously Good Audio from The BEST Lavalier Mics you Can Buy, Primo
V-MODA BoomPro microphone for 3.5mm & 2.5mm headphones

Meinem Eindruck nach hat sich die Preisleistung bei Antlion irgendwie kaum gebessert. Die Mikrofone rauschen immer noch viel zu stark. Bei den Stückpreisen, die diese Kapseln heute kosten, ist das Preismodell echt ein Witz. "Typisch Gamingperipherie", könnte man sagen.
 

TheOpenfield

Commander
Ersteller dieses Themas
Dabei seit
Jan. 2015
Beiträge
2.760
Danke für die Rückmeldung! :)

Klar, günstige brauchbare Lavalier-Mikrofone gibts wie Sand am Meer, aber (wie auch deine Videos zeigen, insbesondere das zweite) ist die Positionierung mindestens ebenso wichtig. Da reicht eine einfach Halteklammer nicht aus für den Einsatzzweck am Kopfhörer, es muss erstmal eine Halterung gebastelt werden (sollte für einige aber machbar sein). Mit meiner bescheidenen ADC-Auswahl wäre ein reiner Aufnahmevergleich der Analogmikrofone leider mehr schlecht als recht. Die Qualitätseinbußen sind einfach zu groß (wie auch mein Vergleich mit dem ModMic USB zeigt).

Das V-Moda finde ich vom Konzept genial und würde ich auch bevorzugen, wenn man einen passenden Kopfhörer besitzt (oder die Möglichkeit der Nachrüstung hat). Bei mir ist das leider nicht so leicht möglich.
Ergänzung ()

Meinem Eindruck nach hat sich die Preisleistung bei Antlion irgendwie kaum gebessert. Die Mikrofone rauschen immer noch viel zu stark.
Preisleistung ist mit jeder Generation schlechter geworden. Das wird leider immer so sein, wenn sich eine Marke etabliert (was ja gerade in den USA der Fall ist). Das Rauschen finde ich mit der unidirektionalen Kapsel in Kombination mit dem verbauten ADC sehr gering. Werde bei Zeiten noch einen Alltagsanwendungsfall hochladen (TS+Gaming).
 
Zuletzt bearbeitet:

Der Kabelbinder

Captain
Dabei seit
März 2009
Beiträge
3.192
Ich weiß nicht, vielleicht haben wir da unterschiedliche Ansprüche. Rein am Preis bemessen sind die 58 dB bzw. 67 dB Rauschabstand aber immer noch lächerlich gering. Angesichts der Kosten für solche Kapseln eigentlich sogar ziemlich unverschämt.

Dass Antlion eine Kunststoffhalterung mit ein paar Magneten anbietet, kann doch keine Rechtfertigung für solch ein Preismodell sein.

Der Markt braucht dringend Konkurrenz!
 
Zuletzt bearbeitet:

SavageSkull

Vice Admiral
Dabei seit
Mai 2010
Beiträge
6.364
Kannst du mal Bilder machen, wie du das Mikrofon am Kopfhörer genau befestigt hast?
Wie lang ist das Kabel genau und nimmst Wickelschlauch um Kopfhörer und Mikrofon Kabel zu verheiraten, oder hast du eine bessere Lösung?
Stört denn der starke Neodym in der Nähe vom Treiber des Kopfhörer nicht?
 

Mustis

Fleet Admiral
Dabei seit
Jan. 2007
Beiträge
12.866
Nur ein paar Magnete sinds ja nun auch nicht. Klar geht's sicher auch preiswerter, aber nur über Masse und noch ist das AntMic immer noch absolute Nische. Und dabei bietet es eine tolle Qualität. Die Magnete haften bombenfest und auch nach Jahren löst es sich nicht. Die Magnethalterung als solches ist ebenfalls sehr durchdacht und hält, der Microarm ist flexibel und hält dennoch wenn eingestellt die gewünscht Position, die Kabel sind langlebig und stabil.

Zudem sollte man nicht vergessen: AntLion hatte die Idee und hat sie, soweit ich mich erinnere per Crowdfunding sukzessiv umgesetzt. Das die Konkurrenz grad aus China nicht direkt kopiert, heißt für mich, dass es sich nicht lohnt oder so einfach nicht ist. Wems zu teuer ist, Kabelmikros zum anklemmen gibts für wenige Euronen.

PS: Ich habe allerdings auch eine ältere Version, is die Quali echt schlechter geworden bzw. der Preis soviel teurer? Ich habe z.B. ein AKG Q701 und da ist sowas wie ein V-Moda nicht möglich und lavier micro hab ich davor getestet. Ein Graus...
 

Rockhound

Lt. Commander
Dabei seit
Jan. 2003
Beiträge
1.104
Vielen Dank für den ausführlichen Test.
Ich hätte gern 1-2 Bilder gesehen wie Du das Mikrofon an dem Kopfhörer befestigst. Vielleicht auch wie das dann am Kopf aussieht.
 

Magl

Langzeitbelichter
Dabei seit
Feb. 2010
Beiträge
4.309

Prophetic

Lt. Commander
Dabei seit
Nov. 2004
Beiträge
1.544
Schöner Test!
Ausgehend von den Hörproben ist mein klarer Favorit das Modmic USB im unidirektionalen Modus. Allerdings ist der Preis für das Teil schon echt happig. Mich würde ja interessieren, wie das Modmic Uni an meiner Asus Xonar DGX klingen würde...

Ich interessiere mich schon lange für das Modmic, da ich ein Headset mit offener Akustik bevorzuge und da die Auswahl leider extrem übersichtlich ausfällt. Eignetlich ist da nur Sennheiser kaufbar. Vielleicht werde ich mir die beiden auch mal anschaffen und schauen, was die so leisten. Vor allem interessiert mich, wie gesagt, das Uni an verschiedenen Soundkarten.

Ich hätte gern 1-2 Bilder gesehen wie Du das Mikrofon an dem Kopfhörer befestigst. Vielleicht auch wie das dann am Kopf aussieht.
Das habe ich auch vermisst.
 
Zuletzt bearbeitet:

Bl4cke4gle

Captain
Dabei seit
Mai 2009
Beiträge
4.077

Neutra

Cadet 3rd Year
Dabei seit
Sep. 2008
Beiträge
48
Ich habe noch das erste modmic. Bin mir unsicher ob die Qualität wirklich besser ist. Tendiere zum analogen Modmic. Guten Dac und amp habe ich
 

Der Kabelbinder

Captain
Dabei seit
März 2009
Beiträge
3.192
Und dabei bietet es eine tolle Qualität. Die Magnete haften bombenfest und auch nach Jahren löst es sich nicht. Die Magnethalterung als solches ist ebenfalls sehr durchdacht und hält, der Microarm ist flexibel und hält dennoch wenn eingestellt die gewünscht Position, die Kabel sind langlebig und stabil.
...
PS: Ich habe allerdings auch eine ältere Version, is die Quali echt schlechter geworden bzw. der Preis soviel teurer?
Ich habe noch ein unidirektionales ModMic v4, welches rund 1,5 Jahre im Einsatz war. Die genannten Punkte kann ich nicht nachvollziehen.
Nach dem Defekt des Mikros - kalte Lötstelle am Muteschalter, welcher leider auch schnell auseinandergefallen ist - habe ich das Mikro von Kopf bis Fuß dekonstruiert. Die verwendeten Bauteile werden dem geforderten Kaufpreis nicht gerecht.
 

Mustis

Fleet Admiral
Dabei seit
Jan. 2007
Beiträge
12.866
Haste ne Vollkostenrechnung aufgestellt mit vielen unbekannten oder wie willst du das beurteilen? Du kennst doch den Großteil der Kosten gar nicht?
 

Der Kabelbinder

Captain
Dabei seit
März 2009
Beiträge
3.192
Ich habe leider keine Einsichten in die Produktions- und Betriebsbedingungen bei Antlion. Als Kunde sehe ich allerdings das, was vor mir liegt und wie gut (in dem Fall "mittelmäßig") es sich in der Praxis schlägt. Ich kann dir nachher gerne ein paar technische Anhaltspunkte nennen.
 

Mustis

Fleet Admiral
Dabei seit
Jan. 2007
Beiträge
12.866
Na ja, das Micro wird nicht das beste sein, aber Teuer im vergleich zu was? Welches andere Micro bietet den diese Flexibilität bei der Anbringung? Dadurch scheidet nämlich sowas wie das Boompro aus. Mag ja noch so toll sein, kann ich an nem Q701 aber nicht befestigen. Und Lavalier Mircos sind die Pest...
 

TheOpenfield

Commander
Ersteller dieses Themas
Dabei seit
Jan. 2015
Beiträge
2.760
Hier ist ja einiges los - dann mal der Reihe nach :)

Kannst du mal Bilder machen, wie du das Mikrofon am Kopfhörer genau befestigt hast?
Wie lang ist das Kabel genau und nimmst Wickelschlauch um Kopfhörer und Mikrofon Kabel zu verheiraten, oder hast du eine bessere Lösung?
Stört denn der starke Neodym in der Nähe vom Treiber des Kopfhörer nicht?
Vielen Dank für den ausführlichen Test.
Ich hätte gern 1-2 Bilder gesehen wie Du das Mikrofon an dem Kopfhörer befestigst. Vielleicht auch wie das dann am Kopf aussieht.
Der Magnet scheint die Treiber meiner bisher getesteten Kopfhörer nicht zu stören (DT 880/AKG K712) - sollte hier keine Probleme geben.

Bezüglich Bilder: Der Arm ist vom Aufbau identisch zum ModMic 5 - hier hatte ich eine ausführliche Bilderserie im Test, die ich mir diesmal gespart habe (u.a. wegen kurzzeitigem Mangel der DSLR - die Testbilder stammen vom Pixel 3a). Hier nochmal in höherer Auflösung:
Aufbau (3).JPG
Ergonomie2.JPG
Ergonomie.JPG

Falls ansonsten noch spezielle Bild-Wünsche bestehen, werde ich versuchen diesen nachzukommen :)

Für die kabelgebundenen Mics nutze ich die beiliegenden Kabelclips - das reicht mir persönlich aus. Die Kabellänge von USB und Uni sind jeweils fixe 2 Meter (steht etwas versteckt im Test).

Schöner Test!
Ausgehend von den Hörproben ist mein klarer Favorit das Modmic USB im unidirektionalen Modus. Allerdings ist der Preis für das Teil schon echt happig. Mich würde ja interessieren, wie das Modmic Uni an meiner Asus Xonar DGX klingen würde...

Ich interessiere mich schon lange für das Modmic, da ich ein Headset mit offener Akustik bevorzuge und da die Auswahl leider extrem übersichtlich ausfällt. Eignetlich ist da nur Sennheiser kaufbar. Vielleicht werde ich mir die beiden auch mal anschaffen und schauen, was die so leisten. Vor allem interessiert mich, wie gesagt, das Uni an verschiedenen Soundkarten.
Ich werde mal sehen, ob ich einen besseren A/D-Wandler bekomme und dann nochmals das ModMic Uni testen. Die Kapsel ist wie gesagt identisch zum USB, im Falle deiner DGX gehe ich stark davon aus, dass das Uni mindestens auf dem Niveau des USB (im Uni-Modus) sein wird. Allerdings hatte ich von einem Kumpel mitbekommen, dass hier die GPU für störende Interferenzen gesorgt hat bei seiner DGX, hängt wohl sehr vom System ab.

Bzgl. "fertiger" Headsets: Sennheiser und Beyerdynamic haben da durchaus gute Optionen (mit teilweise ordentlich Aufpreis zu den grundlegenden Modellen). Ansonsten hat Audeze mit dem Mobius noch was anständiges. Bekommt man glaub ich auch günstiger als Cloud Orbit (S) von HyperX (die haben auch noch gute "Budget" Headsets im Angebot - wobei hier die Mic Qualität noch sehr viel Spielraum hat).

Ist das in die Richtung nicht A/D-Wandlung?
Korrigiert - irgendwo musste ich es ja noch falschrum drehen ;)

Ich habe noch das erste modmic. Bin mir unsicher ob die Qualität wirklich besser ist. Tendiere zum analogen Modmic. Guten Dac und amp habe ich
Bei der Aufnahmequalität hat sich durchaus viel getan (wenn ich mir ältere Tests anhöre) - aber ist natürlich ein saftiger Aufpreis.
 
Zuletzt bearbeitet:

reobase

Lt. Junior Grade
Dabei seit
Feb. 2014
Beiträge
437
Da ich mir kürzlich InEar Mikrofone für binaurale Aufnahmen gebastelt habe kann ich auch ungefähr einschätzen was bestimmte Teile für den Endverbraucher kosten. Das hier gezeiget Mikrofon kostet vermutlich insgesamt so ca. 10-15€ für Endverbaucher und bei Groß-Bestellungen sicher deutlich unter 10€. Allerdings lässt sich die Arbeitszeit schwer beurteilen.
 

Prophetic

Lt. Commander
Dabei seit
Nov. 2004
Beiträge
1.544
Ich werde mal sehen, ob ich einen besseren A/D-Wandler bekomme und dann nochmals das ModMic Uni testen. Die Kapsel ist wie gesagt identisch zum USB, im Falle deiner DGX gehe ich stark davon aus, dass das Uni mindestens auf dem Niveau des USB (im Uni-Modus) sein wird.

Bzgl. "fertiger" Headsets: Sennheiser und Beyerdynamic haben da durchaus gute Optionen (mit teilweise ordentlich Aufpreis zu den grundlegenden Modellen). Ansonsten hat Audeze mit dem Mobius noch was anständiges. Bekommt man glaub ich auch günstiger als Cloud Orbit (S) von HyperX (die haben auch noch gute "Budget" Headsets im Angebot - wobei hier die Mic Qualität noch sehr viel Spielraum hat).
Das bestärkt mich zumindest schon mal, das Uni mal auszuprobieren, sobald ich mich durchgerungen habe. Bei den fertigen Headsets, die du ansprichst handelt es sich aber um Headsets mit geschlossener Akustik, oder? damit sind die leider bei mir raus. Wäre geschlossen eine Option, würde ich wohl einfach zum MMX300 greifen. Wireless, 7.1, 3D-Sound und so Spielereien sind auch Sachen, die nicht brauche und nur unnötig mitbezahlen würde. Überlege sowieso gerade, einfach ein GameOne auf Halde zu kaufen, gibts grad günstig bei Amazon :D
 

Bl4cke4gle

Captain
Dabei seit
Mai 2009
Beiträge
4.077
Top